DSGVO-Änderungen im Blog – auch für Laien zu bewältigen?

DSGVO: Die Datenschutzgrundverordnung macht einige Arbeiten an Webseiten notwendig.

DSGVO: Die Datenschutzgrundverordnung macht einige Arbeiten an Webseiten notwendig.

Die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) tritt zum 25. Mai 2018 in Kraft und wirft seit einigen Monaten bereits ihre Schatten voraus. In diesem Fall waren es nach meiner Einschätzung wirklich Schatten, weil die Warnungen vor diesen Änderungen zumindest teilweise arg übertrieben daher kamen.

Inzwischen sind einige konkrete und wenig aufregende Handlungsanweisungen im Netz. Und damit wirkt die Aufgabe, entsprechende Änderungen rechtzeitig umzusetzen, in meinen Augen durchaus lösbar.

Weil ich meine Erfahrungen und Tipps jetzt schon relativ oft weiter gegeben habe, will ich an dieser Stelle mal einiges zusammenfassen. Wie immer gilt auch hier: Ich bin kein Rechtsanwalt, kann keine Rechtsberatung übernehmen und habe an dieser Stelle nur Infos zusammengetragen, die ich für nützlich und hilfreich halte.

DSGVO – die Änderungen

Inzwischen gibt es eine Reihe von brauchbaren und konkreten Anleitungen zur DSGVO im Netz, die man nutzen kann. Mir hat gut gefallen, wie die Informationen auf dieser Seite zusammengefasst werden.

Wer sich das aufmerksam durchliest, begreift sowohl das Konzept (Datensparsamkeit, Transparenz und Sicherheit) als auch, was er zu tun hat. Die eigene Webseite ist nach meiner Einschätzung nur von wenigen Punkten betroffen.

Aktualisieren der Datenschutzerklärung

Der Artikel empfiehlt eine Webseite für die Erstellung des Textes zum Datenschutz für die DSGVO. Das ist nach meiner Einschätzung aber nur ein Mustertext, der mir nicht vollständig erscheint.

Ich habe diverse Text-Generatoren ausprobiert und bin mit diesem ganz zufrieden:
https://dsgvo-muster-datenschutzerklaerung.dg-datenschutz.de

Über dem Formular ist auch ein kurzes Erklär-Video zur DSGVO und zum Formular, das ganz hilfreich ist. Wer eine WordPress-Webseite hat und sie selbst einrichtet und betreut, der sollte nach fünf Minuten einen fertigen Text haben. Den sollte man kopieren und als neue Datenschutz-Erklärung auf seiner Webseite veröffentlichen. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten keinen Datenschutzbeauftragten brauchen, als Analysetool Google Analytics benutzen.

Das Verhalten zu Internet-Werbung und Online-Marketing dürfte dagegen ganz unterschiedlich sein, ist aber durch die Auswahlmöglichkeiten nach meiner Einschätzung ganz gut abgedeckt. Etwas Arbeit dürften die WordPress-Plugins machen, dazu unten mehr.

Google Analytics

Wer den Dienst weiter nutzen möchte, der muss das bei der Erdstellung des Textes für den Datenschutz-Hinweis der DSGVO so angeben. Wenn das WordPress-Plugin ”Google Analytics opt-out“ installiert ist, können Benutzer per Mausklick die Erfassung durch diesen Statistik-Dienst ausschalten.

SSL und sichere Verbindung

Das dürfte seit längerem bekannt sein und ist nicht erst durch die DSGVO notwendig: Wenn Daten erhoben werden, ist eine sichere Verbindung (SSL) erforderlich. Für WordPress gibt es gute Anleitungen, wie man das umsetzt.Mit meinem Provider all-inkl geht das besonders einfach und kostenlos.

Videos

Wer Videos auf seinen Seiten eingebettet hat, der sollte darauf achten, dass das datenschutzkonform geschieht. Der heutige Button „Teilen” auf der Youtube-Seite erzeugt einen Code, der diese Bedingungen wohl erfüllt. Wer seine Videos schon vor längerem eingebettet hat, der muss hier wahrscheinich Änderungen vornehmen. Die Einbettung mit i-Frames ist aufwändiger. Wer nur den Video-Link benutzt hat, kommt vielleicht mit dem Einsatz eines Plugins aus. Für Vimeo ist mir keine datenschutzkonforme Einbettung gekannt.

WordPress-Plugins

Hier wartet noch viel Kleinarbeit. Etliche Webseiten haben bereits Listen veröffentlicht, welche WordPress-Plugins derzeit datenschutzkonform arbeiten. Da gibt es noch einigen Nachholbedarf. Im Zweifelsfall würde ich ein Plugin abschalten. Wer gute Nerven hat, der kann sich ja auch auf Ankündigungen verlassen, dass bis zum Stichtag konforme Versionen vorliegen sollen. (Ich als alter Schisshase schalte solange ab.)

Newsletter und Lead-Magneten

Kritisch sind auch etliche Newsletter-Plugins und Kontaktformulare, die einen Hinweis auf die Datenschutzbestimmungen enthalten sollen / müssen (?). Und Koppelungsgeschäfte sind nicht erlaubt. Noch streiten Experten, ob ein Koppelungsgeschäft zum Beispiel auch sein kann „Gib mir Deine Emailadresse und ich sende Dir ein kostenloses Goodie.” Eine saubere und transparente Formulierung ist nach meiner Ansicht nicht erst jetzt förderlich. Also nicht etwas versprechen und durch die Hintertüre ein Newsletter-Abo abschließen. Sondern klar formulieren: „Du abonnierst meinen Newsletter und erhältst mit der Anmeldung Das-und-Das.” Der Hinweis auf die Möglichkeit einer sofortigen Abbestellung ist ebenfalls hilfreich.

Datenverarbeitungsverträge

Die braucht man, wenn „Kundendaten” (oder die Daten der Webseiten-Besucher) an anderer Stelle verarbeitet werden. Damit dürften diese Verträge von Google und Newsletter-Service-Anbietern wie Mailchimp für viele obligatorisch sein. Beide kann man online abrufen.

Ausblick

In Zukunft werden immer wieder solche Änderungen und Anpassung auf uns zukommen. Um diese leichter zu bewältigen empfehle ich die Nutzung von WordPress. Meine Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass hier am schnellsten kostengünstige Lösungen verfügbar und umsetzbar sind.

 

Posting-Frequenz: Wie oft posten? Und wann und wo?

Posting-Frequenz: Wann ist der richtige Zeitpunkt für neue Texte und Bilder?

Posting-Frequenz: Wann ist der richtige Zeitpunkt für neue Texte und Bilder?

Die Posting-Frequenz ist ein Thema, das sich sich in ungezählten Ratgebern findet. Wie oft soll ich auf Twitter, Facebook 6 Co. posten? Und soll ich mich allen sozialen Netzwerken und meinem Blog gleichermaßen engagieren? Meistens kommen die guten Ratschläge von den Plattformen selbst oder von Menschen und Einrichtungen, die aus verschiedenen Gründen ein großes Interesse an reger Beteiligung haben.

Posting-Frequenz: gut gemeint…

Ich sollte eigentlich die Finger von diesem Thema lassen, weil ich mich nur an wenige dieser Regeln und Empfehlungen halte. Aber: Ich gehe davon aus, dass da draußen sehr viele Menschen ähnlich wie ich ihren Lebensinhalt nicht alleine im Posten von Bildern und Beiträgen und Videos sehen (können).

Die Crux an diesen besten Zeiten zum Posten von Beiträgen ist, dass diese Angaben zur Posting-Frequenz sehr theoretisch sind. Und dass diese Frequenzen für die meisten von uns maßlos überzogen sind. Erst recht, wenn man sich die Ratschläge für die Posting-Frequenz auf allen Plattformen ansieht, auf denen man vertreten ist. Pinterest steht aktuell mit 5 bis 30 Posts pro Tag bei den meisten Tipps zahlenmäßig ganz vorne. Selbst Twitter ist mit 3 bis 10 Beiträge pro Tag abgeschlagen.

Bei Facebook, Google und Instagram sollte man sich – je nach Ratgeber – noch 1 bis 3 Mal pro Tag zu Wort melden. Und das eigene Blog möglichst 3 oder 4 Mal pro Woche mit wertvollen Beiträgen füttern. Selbst die oft aufwändigeren Instagram Stories (weil meistens Videos) fordern noch zweimal die Woche ihren Tribut. Und bei Youtube sollte man unter der Schmerzgrenze von einem Video pro Woche gar nicht erst anfangen.

Wer das liest, kann jegliche anderen Aktivitäten erst einmal einstellen. Denn selbstverständlich fordert jede Plattform erstklassigen und einzigartigen Content, der die Zuschauer, Follower, Mit-Leser dazu veranlasst jeden Beitrag zu liken und zu teilen.

Dienste wie Buffer erleichtern die Planung und reduzieren den Arbeitsaufwand für die verschiedenen Social Media Kanäle ganz erheblich.

Dienste wie Buffer erleichtern die Planung und reduzieren den Arbeitsaufwand für die verschiedenen Social Media Kanäle ganz erheblich.

Kompromiss-Lösungen

Die Ansprüche an die Qualität setzen dem Ganzen zwar die Krone auf, aber die teile ich sogar am ehesten. Ganz seltsam dagegen wird es, wenn man noch versucht die Ratschläge zu den besten Zeiten der Postings zu berücksichtigen. Spätestens dann wird aus einem Blogger oder Webseiten-Betreiber ein hauptamtlicher Netzwerker.

Meine Einstellung als Journalist und Fotograf weicht bezüglich Posting-Frequenz von dem gängigen Muster in fast allen Bereichen ab. Das fängt schon damit, dass nach meiner Erfahrung die Sozialen Medien in vielen Fällen hilfreich sind, aber dennoch nur ein „gemietetes” Schaufenster für Dinge, die ich in meinem eigenen Laden anbiete.

Was auf jeden Fall hilft, egal ob fürs Blog oder die Sozialen Netzwerke, ist ein einfacher Redaktionskalender und ein Themenplan. Und ein gut geführtes Bildarchiv. Ich besitze zwar keine High-Tech-Kamera, aber mehrere lieb gewonnene Kameras und Objektive, die als Handwerkszeug viel Spass machen. Von meinen Bildern geht nix verloren. Und auch wenn das spontane Aufnehmen neuer Motive für einen Post wie diesen Spass machen, ein Archiv leistet unschätzbare Dienste.

My home is my castle

Anders ausgedrückt: Das eigene Blog, die eigene Webseite haben nach meiner Einschätzung absoluten Vorrang. Wer zusieht, wie Plattformen regelmäßig Bedingungen und Algorithmus ändern, wie sich Geschäftsmodelle unabhängiger irgendwelcher Beteuerungen in Richtung Anzeigenverkauf perfektionieren, der muss seine eigene Webseite einfach schätzen.

Natürlich kommt auch hier der meiste Besucherverkehr oft von einer Suchmaschine, und auch die kann die Regeln ändern. Aber Freiheiten und Chancen einer erfolgreichen Darstellung sind nach meiner Ansicht hier am besten.

Kontinuität ist natürlich auch hier wichtig. Aber ich denke, wer einmal pro Woche fundierte Inhalte präsentiert, informativ und bestenfalls sogar unterhaltend und gut illustriert, der ist ganz gut dabei.

Ausnahme Video:Hier ist wochentliches Veröffentlichen sehr gefragt.

Ausnahme Video:Hier ist wochentliches Veröffentlichen sehr gefragt.

Ausnahme: Videos

Die einzig mir bekannte Ausnahme, die ähnlich gut funktioniert, ist ein Youtube-Kanal. Auch hier sollte man sich einmal pro Woche mit guten Inhalten zu Wort melden. Auch hier hat man dadurch gute Chancen, wahrgenommen zu werden.

Social-Media: eine oder alle?

Was aber tun mit all den Social Media Accounts, die man ins Leben gerufen hat, die ständige Schwankungen in Nachfrage und Reichweite erfahren und die ebenfalls andauernd befeuert werden wollen? Ich kann nur dazu raten, sich bei Zeitnot neben seinem „Hauptkanal” auf eine weitere Plattform zu beschränken, die man „richtig” bedient. Wo man selbst gerne und oft aktiv ist, wo man kommentiert und viel Zeit verbringt.

Für alle anderen Plattformen, bei denen man jetzt schon dabei ist, würde ich einen Dienst wählen wie Buffer oder Later oder Hootsuite (es gibt noch etliche mehr), wo man entweder automatisiert oder mit Vorplanung seine Posts einstellt. Wo man also deutlich Zeit und Aufwand sparen kann.

Mein Fazit

Wenn es so ist, wie ich vermute, und da draußen nicht nur Haupt-Erwerbs-Blogger unterwegs sind, spielen die Fragen von Konzentration und Zeitersparnis eine wichtige Rolle. Gute Inhalte in regelmäßigen Abständen zu produzieren, scheint mir das wichtigste Ziel zu sein. Und der Ort dafür ist nach meiner Ansicht zuerst die eigene Webseite und dann vielleicht noch ein Soziales Netzwerk, auf dem ich mich am ehesten zuhause fühle.

 

Videos erstellen für die eigene Webseite

Videos erstellen: Zum Beispiel als eigener Blog-Beitrag (hier für meine Webseite testschmecker.de)

Videos erstellen: Zum Beispiel als eigener Blog-Beitrag (hier für meine Webseite testschmecker.de) – Link zum Video

Videos erstellen bringt mehr Besucher auf Deine Webseite. Das lesen wir zumindest tagtäglich im Internet. Videos sollte man auf der Website platzieren, in den Sozialen Medien und auf Youtube natürlich. Videos machen angeblich alles besser und effektiver. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? Lohnt sich der Aufwand, eigene Videos zu erstellen, wirklich? Und sind Videos für mein Themen auch wirklich nützlich?

Videos erstellen bringt mehr Klicks?

Alleine diese Aussage müssten ja schon wirklich jeden dazu bewegen, Videos zu machen und zu nutzen. Dass ich diese Überschrift mit Fragezeichen versehen habe, soll schon mal leise andeuten, dass ich das selbst nicht so pauschal sagen würde. Ich habe Videos auf (fremden) Facebook-Seiten platziert, die wirklich sehr gute Zugriffszahlen erreicht haben. Das galt vor allem für die sogenannten 1-Minuten-Häppchen.

Das waren kleine Ableger von längeren Videos. Die originalen, die längeren Videos aber haben oftmals auf auf Youtube oder der dazu gehörenden Webseite lange nicht diesen Erfolg aufweisen können. Für meine Seiten und Facebook bringen die meisten eingesetzten Videos zum Beispiel (rein statistisch gesehen) auch nicht mehr als gute Bilder mit guten Texten. Videos erstellen lohnt sich also nicht immer so richtig.

Video-Beispiel: Fahrradtest für gruener-fahren.de

Video-Beispiel: Fahrradtest für gruener-fahren.de – Link zum Video

Foto und / oder Videos?

Warum also solltest Du den Aufwand dann betreiben und selbst Videos erstellen? An einem Nachmittag kann ich eine ganz ordentliche Zahl guter Fotos erstellen. Die Nachbearbeitung für Webseite und Soziale Medien ist bei mir dann weniger aufwändig als für Print oder andere Aufträge. Auch Videos kann ich mit gründlicher Vorbereitung und deutlich mehr Materialaufwand in einem halben Tag erstellen (bestenfalls). Hinzu kommt hier aber locker das Zwei- bis Dreifache an Aufwand, bis daraus ein fertiges Video geworden ist.

Für mich sind Videos dennoch aus mehreren Gründen wichtig. Zum einen liebe ich das Medium. Ich stoße mit Fotos, einzelnen Aufnahmen oder Serien oft an Grenzen. Mit Videos kann ich (fast) die ganze Geschichte in einem Stück erzählen. Und ich habe neben den guten Bildern ergänzenden Text, ich zeige mehr vom Drumherum und ich kann durch Musik ggf. auch etwas die Stimmung beeinflussen.

Doch auch wenn man diese Vorteile oder Vorlieben in die Waagschale wirft, bleibt für Dich als Blogger oder Geschäftsmann wahrscheinlich nur die Rechnung: (Vielleicht) mehr Klicks gegen (ganz sicher) erheblich höheren Aufwand. Aber selbst wenn man es bis hierhin ganz nüchtern betrachtet, sollte man das große Ganze sehen.

Video-Beispiel: Appetithappen für Facebook-Seite von testschmecker.de

Video-Beispiel: Appetithappen für Facebook-Seite von testschmecker.de – Link zum Video

Such Dir Deine Kanäle

Heute möchte kaum jemand mehr auf nur ein Pferd setzen. Nur die Webseite, nur ein Facebook-Account, das erscheint vielen, die im Internet wahrgenommen werden wollen, als zu wenig. Also wird getwittert, weil man mit den Textbotschaften wieder ganz andere Menschen erreicht. Und es wird ein Instagram-Account eingerichtet, weil auch diese Bilderwelt ein ganz eigenes Publikum anzieht, das ich vielleicht auf keiner anderen Schiene erreiche.

Ich bin auch bei (fast) allen Plattformen dabei. Denn mein Hauptgeschäft war lange die Betreuung von Webseiten und allem drumherum. Für mich persönlich setze ich aber durchaus Schwerpunkte. Und Youtube sollte auch für Dich immer dann dazu gehören, wenn Du entweder selbst eine Vorliebe für das Medium Video hat. Oder wenn Dein Thema leichter aufgenommen und verstanden wird, wenn es jemand besser mit Ton und bewegten Bildern erklärt oder darstellt.

Wenn Deine Schwerpunkte schon jetzt auf Webseite / Blog und Facebook liegen, bietet sich ein Videokanal als Ergänzung an. Mit Instagram und Pinterest als bevorzugten Plattformen dagegen kann es etwas kniffliger werden, Videos zu integrieren. Zum Thema Videos erstellen rechne ich jetzt mal nicht die Handyschnipsel, die man zum Beispiel für Instagram Stories aufnimmt.

Video-Beispiel: Wissenswertes zum Bioweinbau

Video-Beispiel: Wissenswertes zum Bioweinbau – Link zum Video

Geschichten und Zusammenhänge

Wer irgendwann mal mitbekommen hat, welchen Erfolg zum Beispiel die Lach- und Sachgeschichten mit der Maus bei den Erwachsenen (!) haben, der weiß, dass auch einfache Zusammenhänge im Film eine eigene Faszination haben. Jeder der handwerklich arbeitet, bei dem ein Produkt entsteht, jeder der im Bereich Landwirtschaft oder Lebensmittel tätig ist, kann hier Geschichten vermitteln, die mit Bildern und Texten alleine lange nicht so gut ankommen. Und auch die Dinge, die Dir selbst banal erscheinen, sind für Außenstehende manchmal fesselnd. So weiß ich von meinen Kunden-Websites, dass es ein sehr großes Interesse am Thema „Wein machen” gibt. Aber ers gibt erschreckend wenig und schlechter Videos dazu.

Ebenfalls gut nachgefragt sind Themenbereiche wie Technik, Autos oder der gesamte Do-it-yourself Bereich. Und das sind nur die größten und effektivsten Themenkomplexe.

Wenn das also zutrifft, dann solltest Du den Einstieg wagen und selbst Videos erstellen. Zumal das heute kaum Aufwand oder Kosten verursacht. Das Smartphone genügt für die ersten Aufnahmen, das Schnittprogramm gibts meist kostenlos. Und haufenweise Tutorials findest Du im Netz. Wichtig ist die Erkenntnis, dass ein Einstieg in Videos nicht bedeutet, das eine Video zu machen. Sondern sich vielleicht mal ein halbes Jahr oder drei bis vier Videos lang damit zu beschäftigen.

Was kann schon passieren?

Du kannst krachend scheitern. (Ich wollte das der Vollständigkeit halber erwähnt haben.) Wenn Du dran bleibst und es in den ersten Monaten auf ein halbes Dutzend Videos bringst, sind die Chancen gut, dass Du Dich rasch verbesserst, und die Resonanz auf Deine Videos auch. Es kann sein, Du hast wenig Erfolg – aber ungeheuren Spass an den Videos. Dann hat sich der Versuch ja schon gelohnt. Und es kann sein, Videos sind das bessere Medium für Dich. Aber das bekommst Du nur heraus, wenn Du es probiert hast.

Blog-Planung: Der richtige Blogpost zur richtigen Zeit

Blog-Planung: Neben der Themenfindung ist auch der richtige Zeitpunkt für die Veröffentlichung wichtig.

Blog-Planung: Neben der Themenfindung ist auch der richtige Zeitpunkt für die Veröffentlichung wichtig.

Blog-Planung ist mehr als nur das Abarbeiten einer Themenliste, die man mal erstellt hat. Natürlich solltest Du nicht irgendwelchen Trends hinterherlaufen und / oder versuchen, etwas ‚Virales‘ zu machen. Aber wahrscheinlich kennst Du das, zumindest aus der Anfangszeit Deiner Internetaktivitäten, dass ein Blogpost ist erfolgreicher als andere. Das findest Du in Deiner Statistik heraus. Aber warum ist das so? Erst im Nachhinein dämmert Dir, dass Du damit eine aktuelle Frage, ein aktuelles Problem getroffen hast, einen Nerv getroffen hast.

Das kann ganz banale Ursachen haben. Vielleicht bechreibst Du eine Fehlfunktion in einer neuen App, die nach und nach auch andere Benutzer entdecken. Oder vielleicht wurde zeitgleich ein anderer Artikel eines erfolgreichen Bloggers publik, oder ein Stichwort, das Du auch als Suchbegriff verwendest, erschien immer wieder in den Nachrichten. Oder Du hast einfach zum richtigen Stichtag das richtige Thema erwischt.

Blog-Planung: manchmal ganz banal

Nein, so einfach, wie als Food-Blogger vor Weihnachten ein Rezept für Gänsebraten zu posten, ist es nicht. Aber gute Blog-Planung geht in diese Richtung. Da ich einige Websites anderer Leute betreue, habe ich früher in Newslettern auf wichtigen Termine für eine Branche hingewiesen. Seltsamerweise wurde das nur von wenigen dankbar (und erfolgreich) aufgegriffen. Dafür gibt es immer auch Kunden, die mich drei Tage vor Heilig Abend bitten, ihr Weihnachtsangebot in Shop und Blog zu posten. Dann weiß ich, dass meine Botschaften noch nicht von allen richtig verstanden wurden.

Dabei erkennt man in jedem Geschäft irgendwann einen Rhythmus. Egal ob jahreszeitlich, wöchentlich oder monatlich, für die Blog-Planungist er wichtig. Denn wenn Du Dich darauf verlässt, dieses punktuelle Interesse auch zu erkennen und ’spontan‘ bedienen zu können, dann klappt das oft nicht. Du hast vielleicht gerade dann keine Zeit für einen fundierten Artikel, Du hast nicht die passenden Bilder oder Du hast eine Entwicklung eben mal ganz einfach verschlafen.

Trend oder Aktualität

Ich plädiere nicht dafür, auf jeden fahrenden Zug aufzuspringen. Trends zu erkennen ist schön, aber man muss ihnen nicht immer folgen. Aber wenn Du Blog-Planung betreibt, und sei es nur mit einer Stichwortliste, dann wäre es doch blöd ein gutes Thema gerade dann zu präsentieren, wenn alle anderen damit schon durch sind. Aktualität ist nach meiner Meinung die wichtigere Bedingung.

Wenn Du für Deine Unternehmens-Webseite schreibst oder bloggst, dann hast Du sicher schon Erfahrungen damit, wie sich das Interesse Deiner Kunden oder Interessenten, Deiner Website-Besucher verändert. Dann brauchst Du nur für Deine Blog-Planung nur noch einen Redaktionskalender und etwas Disziplin, um die richtigen Geschichten zum richtigen Zeitpunkt auf den Weg zu bringen.  Schwieriger ist es, wenn Du für Dein privates Blog schreibst und kein ‚Geschäft‘ im eigentlichen Sinn dahinter steckt. Dann erhältst Du wahrscheinlich nur indirekt Rückmeldungen darüber, was gerade ein beliebtes Thema ist – oder war.

Hier ein paar Tipps, die Dir zumindest in den Anfangszeiten Deiner Aktivitäten für eine Unternehmensseite, ein Blog oder Deine Social Media Kanäle weiterhelfen können.

Google Analytics

Wahrscheinlich nutzt die Google Analytics oder etwas Vergleichbares, auf jeden Fall solltest Du das tun. Die eigenen statistischen Angaben sind nicht immer sehr aussagekräftig, vor allem nicht kurz nach dem Start. Wenn Du schon so lange dabei bist, dass Du ein Jahr zurückblicken kannst, dann schau nach, wen gut und was schlecht lief. Und überlege, ob ein ‚gutes‘ Thema vielleicht noch besser laufen könnte, wenn Du es zu einem anderen Zeitpunkt, mit einer anderen Variante nochmal aufgreifst.

Google Trends

Auch wenn ich hier bei Google Trends nicht so oft fündig werde, Trends erkennt man hier ganz gut. Allerdings muss man in der  Ergebnisliste schon etwas stöbern, damit man zu relevanten Themen für Blogs und Unternehmensseiten gelangt. Zunächst suchst Du im Kopf der Seite ein passenden Kategorie heraus. Falls das noch zu allgemein ist, verwendest Du eigene Suchbegriffe.

Beispiele der sehr allgemeinen Art: Bloggen als Suchbegriff und als Thema hat seine Spitzen (in Deutschland) im Januar, wenn alle mit neuen Plänen und guten Vorsätzen starten. Tiefpunkt ist über die Weihnachtsfeiertage, wenn andere Interessen im Vordergrund stehen.

Blog-Archiv

Sicher kennst Du Kollegen, als Blogger, Unternehmer, Freiberufler, die in Deinem Themenbereich schon länger unterwegs sind. Wenn ihre Seiten auf WordPress basieren, stehen die Chancen gut, dass Du beispielsweise die Blogposts eines bestimmten Zeitraums (November 2016) aufrufen kannst. Nicht und niemals um Ideen zu klauen! Aber vielleicht haben erfahrenere Kollegen sich schon früher an diesen speziellen ‚Rhythmus‘ der Themen in Deiner Branche angepasst. Oder sie haben ein bessere Gespür entwickelt, was wann auf größeres Interesse stößt. WordPress bietet die Möglichkeit ein Archiv für die Besucher anzubieten. Bei mir ist das in der Seitenleiste als Aufklapp-Menü. Wenn man die WordPress-Struktur kennt und die Link-Zusammensetzung, die der Blogger gewählt hat, dann hilft auch so etwas wie https://www.joachimott.de/journal/2016/11/. Aber das ist eher Versuch und Irrtum.

Mein Tipp

Am besten ist es, von den eigenen Interessen auszugehen. Das ist sicher auch die Leitlinie für Deine Themenfindung. Wenn Du nicht nur zum Vergnügen bloggst, ist ein Themenplan und Redaktionskalender ganz wichtig für Dich. Und wenn Du schließlich Schwerpunkte im Jahresverlauf ausgemacht hast, dann solltest Du vielleicht nicht nur einen Blogpost zu diesem Termin zeitnah veröffentlichen. Versuche ein paar Blopposts thematisch drumherum zu platzieren. Nicht so, dass es nervt und nach Wiederholung aussieht. Aber doch so, dass man es auch dann wahrnimmt, wenn man nur gelegentlich auf Dein Blog schaut.

Je nachdem in welcher Branche, welchem Themenbereich Du unterwegs ist, kann es auch eine gute Idee sein, sich dem Print-Bereich zu widmen. Zeitschriften und Magazine haben einen langen Vorlauf. Und natürlich eine fundierte Themenplanung. Bei den Themen Food und Fotografie weiß ich, dass die Ausgabe des nächsten Monats sehr früh erscheinen. Das kann für eine Orientierung im aktuellen Monat hilfreich sein. Ebenso wie die Vorschau auf das nächste Heft, die ebenfalls schon vorausschauend Themen nennt.

Du oder Sie – die Anrede in Blogposts und auf Webseiten

Wie rede ich meine Leser an? Du oder Sie? Ab jetzt: Du.

Wie rede ich meine Leser an? Du oder Sie? Ab jetzt: Du.

Welche Anrede nutze ich für meine Leser: Du oder Sie? Über dieses Thema kann man stundenlang sinnieren – und dennoch zu keinem klaren Ergebnis kommen. Als Journalist, der auch auf anderen Webseiten und für anderer Leute Inhalte produziert, war die Sache für mich klar. Ich habe in den letzten Jahren in allen Artikeln alle ge-siezt – und gleichzeitig in Kommentaren und Antworten freundlichst ge-duzt.

Man merkt schon, das ist eine eigene Logik. Aber etwas anderes als die Sie-Form kam mir widersinnig vor. Zumal ich ja in Print-Texten und in Texten für meine Kunden auf jeden Fall die Anrede in der Höflichkeitsform benutzen muss.

Das habe ich durchgehalten, bis ich auf meinem Blog testschmecker.de als „goodie” für die Newsletter-Anmeldung einige PDFs geschrieben habe. Spätestens beim vierten („Ein Food-Blog starten”) war klar, dass ich mich ja ausschließlich an Blogger wende. Also bin ich vom Sie zum Du gewechselt.

Vom Sie zum Du

Mittlerweile stelle ich das generell in meinem Blogs und in den Sozialen Medien um. Das geschieht schweren Herzens, weil ich ja teilweise etliche sehr alte, noch immer nachgefragtere Artikel in jedem Blog führ. Und die will und werde ich nicht alle umarbeiten. Aber in dem Maße, in dem in den Inhalten hier zunehmend Tipps und Ratschlägen vorkommen, finde ich die Anrede mit Du einfach passender. Meine Rolle als Journalist tritt da zunehmend in den Hintergrund, und als Blogger (auch wenn ich diese Bezeichnung eher weniger mag) ist das „Du” schon passend finde ich.

Und weil ich eine klare Linie brauche, trenne ich fortan zwischen allem, was auf meinen Blogs und den dazu gehörigen Sozialen Medien veröffentlicht wird (Du) und allem, was anderswo, oder auch in Printform veröffentlicht wird (Sie). Die generelle Frage, die sich die meisten Menschen mit einem Blog ja wohl auch schon gestellt haben lautet: Was ist richtig?

Man kann es nicht richtig machen

Das wird wohl so sein: Es wird immer Menschen geben, das hat auch, aber nicht nur mit dem Alter zu tun, die finden es distanzlos, von einem „fremden” Menschen geduzt zu werden. Und sie haben ja auch recht. Die Situationen, wo ich in der Regel unbedenklich Fremde duze, sind überschaubar: beim Sport zum Beispiel, bei Festen oder großen Veranstaltungen, wo es ein Zusammengehörigkeitsgefühl gibt.

Man kann es nicht falsch machen

Andererseits ist Frage nach der passendsten und höflichsten Anrede zwar eine wichtige Sache. Noch wichtiger aber sind die Inhalte: Wenn meine Artikel jemandem einen Mehrwert bieten, werden sie gelesen. Wenn nicht, dann nicht. Da kann man schon mal über Du oder Sie hinwegsehen, finde ich. Generell, so ist meine Erfahrung, überwiegt in den Blogs ja ein Gemeinschaftsgedanke: Da haben die meisten Menschen die gleichen Interessen und tauschen sich aus.

Wer an der Diskussion mit einer förmlichen Anrede teilnehmen will kann das tun, und wird freundlich zurück gesiezt. Für mich soll es – wie im richtigen Leben – keine Unterschiede geben bei Herzlichkeit und Höflichkeit, die von Formalien herrühren.

Klare Regeln?

Gibt es wohl eher nicht. In dem Augenblick, wo ich als Unternehmen oder Dienstleister auftrete, komme ich auf die Höflichkeitsform zurück. Auf joachimott.de, testschmecker.de u.a. wird ab jetzt geduzt. Wichtig finde ich, dass man bei einer Linie bleibt (auch wenn man sie einmal gewechselt hat). Das bedeutet, dass nicht nur in Blogs sondern auch bei Facebook, Twitter & Co. entweder durchgehend geduzt oder gesiezt wird.

Auf Unternehmens-Websiten würde ich immer Sie verwenden, übrigens auch im Support und den sozialen Netzwerken. Schwedische Möbelhäuser sind eine Ausnahme, weil das in Skandinavien eben so ist und manchmal auch ein Markenzeichen.