Newsletter fürs Blog

Brauche ich einen Newsletter für mein Blog?

Brauche ich einen Newsletter für mein Blog?

Ein Newsletter fürs eigene Blog wird als das heiße Ding empfohlen. Man könnte reich und glücklich dadurch werden – diesen Eindruck hat man zumindest, wenn man diverse Artikel im Netz verfolgt. Welchen Stellenwert hat ein Newsletter und der sich daraus vielleicht ergebende Verkauf eigener Produkte (wie zum Beispiel E-Books oder Fotos)? Oder sollte man besser auf Affiliate-Links und Werbung zu setzen? Oder sollte man sich ein Standbein als professioneller Blogger aufbauen und auf den Verkauf eigener Dienstleistungen abzielen?

Im Detail muss das jeder für sich herausfinden. Aber wenn man einige Anhaltspunkte kennt, kann man schon früh die Weichen richtig stellen.

Newsletter als Universalgenie

Dass der eigene Newsletter und noch vielmehr der Aufbau einer treuen Leserschaft so gelobt wird, hat etliche gute Gründe. Der Newsletter stärkt zunächst mal das eigene Blog. Investiere ich die gleiche Zeit in Facebook, Twitter & Co. bin ich deren Änderungen unterworfen. Man denke nur an Einführung und Änderungen des Algorithmus.

Wenn man aber weiß, dass der Aufbau eines Newsletters am besten und schnellsten über Facebook-Anzeigen erfolgt, dann bekommt auch dieses System bei vielen ein Fragezeichen. Der Aufbau eines Newsletters wird vor allem für all diejenigen so gelobt, die etwas über das Internet zu verkaufen haben. Wer kein Produkt hat, mit dem er diese Kosten wieder herein bekommt, der kann schnell ins Rechnen kommen. Ein paar hundert Euro für einige tausend Newsletter-Abonnenten – wofür? Damit ich ein größeres Publikum habe?

Spätestens hier wird deutlich, dass die Aufbauarbeit nur eine Seite der Medaille ist. Die andere ist die Arbeit an den Inhalten. Um die Leser bei der Stange z halten, brauche ich auch immer frische und sehr gute Inhalte. Auch das kostet Zeit, Geld und Arbeit.

Die Alternative: Werbung

Noch vor nicht allzu langer Zeit konzentrierten sich die eisten Blogs darauf, möglichst viele Besucher zu bekommen, um die eingeblendeten Anzeigen nutzen zu können. Ein durchaus akzeptabler Weg, der allerdings einiges ändert.

Als untere Grenze für nutzbare Werbelinks wird oft eine Reichweite von 20.000 Lesern angegeben. Dieses Limit ist nicht so leicht zu erreichen. Hinzu kommt, dass das eigene Blog auf diese Weise nur die Zwischenstation auf dem Weg zum Versandhändler wird. Die Konsequenzen daraus bekommt man nur allzu oft mit.

Da wird aus engagierten und sachverständigen Bloggern auch gerne Mal ein Verkaufs-Genie, das heute dies anpreist und morgen das. Und schon ist der Ruf als Authorität in einem Themenbereich verspielt. Die Grenze zwischen ehrlicher Beurteilung und Beschreibung und dem nahe liegenden Schön-Reden von Produkten für die man wirbt, ist  ein schmaler Grat.

Alternative: Auftragswerbung

Bleibt als weitere Alternative, für sich und seine Leistungen zu werben. Das ist zwar ziemlich nahe an Variante 1, dem newsletter für eigene Produkte. Aber während ein Ebook für 10 € schnell eine größere Kundschaft finden kann, ist das mit Dienstleistungen schwieriger. Zum Einen lässt sich diese Leistung im Netz oft nur unzureichend vermitteln. Zum anderen werden gleich Honorare in ganz anderen Größenordnungen fällig.

Mein Fazit

Das Newslettersystem ist eine empfehlenswerte Strategie – wenn man sein Blog und seine Position zu Ende denkt. Ich sollte also zuerst die Produkte schaffen, die ich später meinen Abonnenten verkaufen möchte.

Natürlich kann man auch die drei beschriebenen Wege der Refinanzierung eines Blogs kombinieren. Dann verwendet man eben die Affiliate-Links in seinem Newsletter und nutzt so Werbung in einem kleineren Kreis. Das kann mit dem passenden Konzept genauso gut funktionieren, wie mit den an der 20.000er-Grenze orientierten Online-Ads. Oder man nutzt einen Newsletter mit genügender Reichweite für die Bewerbung der eigenen Dienstleistungen.

Nicht aus den Augen verlieren sollte man bei allen Varianten, dass Leser sowohl des Blog als auch des Newsletter von reinen Werbe-Angeboten schnell genervt sind. Die Uralt-Weisheit, dass man mit seinen Inhalten zuallererst einen konkreten Nutzen für seine Leser anbieten sollte, ohne jedes Mal auf einen Verkauf abzuzielen, gilt noch immer.

 

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Blogposts schreiben: bessere Inhalte zahlen sich aus

Blogposts schreiben: auch das Schreiben und Korrekturlesen auf Papier ist wichtig.

Blogposts schreiben: auch das Schreiben und Korrekturlesen auf Papier ist wichtig.

Wer ein Blog hat, der kennt die Freude am Schreiben: etwas Neues verfassen, sich der Welt mitteilen. Mal sachlich, mal unterhaltsam, immer informativ. Deswegen hat man ja ein Blog, weil man etwas zu sagen hat. Die Kehrseite: Es kann eine ganz schöne Last sein, immer wieder etwas Neues zu verfassen. Ideen suchen, ausformulieren, einen Text strukturieren, überarbeiten und korrigieren – bis man dann endlich auf den Knopf „Veröffentlichen” klicken darf. Was hilft, diese Aufgabe des Schreibens immer wieder lustvoll anzugehen und erfolgreich zu beenden?

Blogposts schreiben über das, was man kennt

Es ist wie in jedem Gespräch: Sobald man auf sicherem Terrain ist und über Dinge spricht, mit denen man sich wirklich auskennt, formuliert man viel sicherer. Die Idee sprudeln, die Sätze bilden fast von alleine die richtige Reihenfolge. Das ist die Basis für gutes Schreiben. Das Sahnehäubchen sind dann diejenigen Elemente, die die Sache aufwerten: vielleicht lustige Formulierungen, manchmal auch flapsige Kommentare, persönliche Erfahrungen.

Sobald die Basis fehlt, die eigene Erfahrung mit dem Thema, das Grundwissen, wird es schwierig. Natürlich kann man ähnlich wie in einem Referat Sachen recherchieren, sich Neues aneignen und verarbeiten und das Ganze schließlich zu einem lesenswerten, informativen Text verarbeiten.

Als Grundlage für ein Blog taugt diese Herangehensweise nur bedingt. Für eine Hausarbeit, ein Exposé mag das angehen. Aber es liest sich wahrscheinlich nicht so locker, wie sich das viele Leser von einem Blog wünschen. Und es ist auf Dauer doch sehr anstrengend und zeitraubend.

Vom Entwurf zum Artikel

Wer wenig Routine mit dem Schreiben hat, der tut gut daran, sich eine kurze Skizze zu machen: Aufhänger, Einstieg ins Thema, die Hauptpunkte und schließlich ein Resümée oder ein Abschluss. Das ist ein zusätzlicher Arbeitsschritt, und wenn das Ideen finden schon langwierig ist, dann schenkt man sich den gerne. Aber die Leser erwarten (zu Recht), dass man sein Anliegen vorher strukturiert hat und das Thema auf den Punkt bringt.

Natürlich gibts auch Blogs, da dreht sich alles eher um Befindlichkeiten. Und wer die gleiche Wellenlänge hat wie der Autor, der fühlt sich auch hier auf Anhieb wohl. Nach meiner Erfahrung wünschen sich aber die meisten Menschen konkrete Informationen.

Über den Tellerrand schauen

Es ist immer hilfreich zu sehen, was die anderen machen. Und wie sie es machen. Das gilt nicht nur für das Stadium vor dem Schreiben, die Ideen-Findung. Auch hier geht es nicht darum, etwas zu kopieren, einen Stil zu imitieren. Aber wer sich seine Lieblings-Blogs vornimmt, der kann schnell ein paar Elemente erkennen, die einem sympathisch sind. Es ist nicht immer nur die gelungene Mischung aus Unterhaltung und Information, auch wenn die ganz wichtig ist.

Es sind oftmals Kleinigkeiten: Wie formuliert jemand? Welchen Hintergrund hat er, um über ein bestimmtes Thema zu schreiben? Und lässt er auch was Persönliches erkennen? Es gibt nur wenige Vorbilder, die man einfach WOW findet, ohne sagen zu können, was so toll daran ist.

Redaktionskalender, Blogpost-Ideen und eine Skizze der Artikelstruktur gehen am besten auf Papier.

Redaktionskalender, Blogpost-Ideen und eine Skizze der Artikelstruktur gehen am besten auf Papier.

Schreib mal wieder – von Hand

Schreiben am Computer hat so unendlich viele Vorteile, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann. Wenig bekannt sind einige Nachteile, die einem oft nicht bewusst werden. Mir fällt es einfacher, Fehler zu entdecken, wenn ich einen Text ausgedruckt vor mir liegen habe. Und ich finde es auch einfacher, einen gedruckten text umstrukturieren: Diesen Abschnitt nach unten, diesen in die Mitte, dann noch ein paar Übergänge neu machen. Und schon liest sich das viel schlüssiger und flüssiger.

Überhaupt hat analoges Arbeiten bei mir noch einen hohen Stellenwert: Ideen zu Papier bringen ist wichtig, die wichtigsten Notizen werden noch immer auf Papier festgehalten und auch für einen Redaktionskalender nutze ich zumindest teilweise noch Papier und Pilot-Stifte.

Suchmaschinen kurz ausblenden

Ich weiß, das ist ein unpopulärer Rat: Wir alle haben die Arbeitsweise der Suchmaschinen schnell verinnerlicht. Und wir sind auf sie angewiesen. Dehalb liest man öfters den Rat, von Beginn „suchmaschinengerecht zu schreiben und zu strukturieren. 99,9% unserer Leser sind aber Menschen und nicht Maschinen. Und die legen anderen Kriterien an. Deswegen schreibe ich zuerst so, wie ich mein Thema jemandem erzählen würde.

Erst danach bringe ich den Text auch mit Hilfe von einem SEO-Plugin (Yoast) in eine suchmaschinenfreundliche Form – so weit ich das für nötig halte. Wenn mein Plugin an meinen Formulieren rummeckert, verweise ich es auf seinen Platz. Es darf mir gerne helfen, aber es wird mir nicht vorschreiben, wie ich zu formulieren habe.

Fazit

Ein paar Tipps helfen und Anregungen und Hilfestellung von schreibenden Kollegen findet man zuhauf. Am meisten wirkt Routine: viel schreiben gibt Sicherheit und verbessert – mit einigen Kontrollen – die Sicherheit und die Ergebnisse.

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Pinterest-Leitfaden für Food-Blogger

Den Pinterest-Leitfaden gibt bei testschmecker.de

Den Pinterest-Leitfaden gibt bei testschmecker.de

Ein Pinterest-Leitfaden für Food-Blogger, das wäre beim Start des Food-Blogs doch praktisch gewesen (neben einigen anderen Dingen). Denn nicht alle sozialen Netzwerke sind gleich. Jedes soziale Netzwerk seinen eigenen Stil, sein eigenes Profil, seinen eigenen Nutzerkreis. Und gerade Pinterest scheint bei den Food-Bloggern hoch im Kurs zu stehen – offensichtlich noch mehr, als die Bilder-Plattform Instagram.

Pinterest-Leitfaden kompakt

Auf zwei DIN A Seiten zusammengefasst gibt es deswegen auf meiner Food-Seite, dem Testschmecker, einen neuen Pinterest-Leitfaden zum kostenlosen Download.

Viele Food-Blogger berichten, dass es ihnen gelungen ist mit dem Engagement bei Pinterest auch die Besucherzahlen ihres Blogs zu steigern. Das gelingt freilich auch bei einigen anderen Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram. Aber nirgends scheint die Resonanz so gut zu sein wie bei Pinterest.

Doch der Weg zum Erfolg kann steinig werden. Ähnlich wie Twitter verlangt Pinterest ein recht großes zeitliches Engagement. Häufige Postings, viele Hinweise auf Fremdartikel, viel Foto-Arbeit. Da hilft bei etliche engagierten Bloggern nur der Rückgriff auf Dienste wie Buffer, mit denen man Beiträge im voraus planen kann.

Eigenheiten von Pinterest

Wer sich bislang nur suchend durch die Pinwände bewegt hat, dem wurden einige Besonderheiten vielleicht nicht gleich bewusst. Zum Beispiel dass Bilder im Hochformat wesentlich besser funktionieren, als das in Blogs übliche Querformat. Das vorwiegend Frauen hier unterwegs sein. Und dass es durchaus auch kleine Netzwerke gibt, in denen man sich gegenseitig fördert.

Alle sozialen Medien gleichwertig zu bedienen, das schafft wohl kaum ein Blogger, der nicht ins Profi-Lager gewechselt hat. Und bei der Wahl der einen Plattform, der man den Vorzug vor allen anderen gibt, sollte man sich mit den Eigenheiten vertraut machen. Dazu gehört freilich auch die eigene Recherche, die einem kein Leitfaden abnehmen kann: Wo sind meine Interessenten, Freunde, Kunden unterwegs? Wie schaffe ich die Zusatzbelastung mit weiteren Fotos, den so sehr beliebten Text-Bildern und vor allem die zahlreichen Pins von anderen Websites?

Die Entscheidung ist nicht für ewig. Aber im Nachhinein zu erkennen, dass man mit dem gleichen Engagement mehr erreicht hätte, ist immer schmerzlich. Deswegen soll der Leitfaden ein kleines Mosaiksteinchen bei der Recherche sein, die einem nicht erspart bleibt.

 

 

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Tabletop-Fotos: senkrecht von oben

Der Mini-Stativkopf genügt für Tabletop-Fotos mit leichten Kompaktkameras.

Der Mini-Stativkopf genügt für Tabletop-Fotos mit leichten Kompaktkameras.

Tabletop-Fotos sind eigentlich nur Aufnahmen von Dingen, die ähnlich einem Stilleben angeordnet werden. Auf einem Tisch eben. Aufnahmen aus einer senkrechten Perspektive erleben aber derzeit ein Hochkonkunktur: Nicht nur die klassischen Hipster-Fotos vom macBook mit einer Kaffeetasse und dem Handy im Café werden ganz offensichtlich gerne gesehen. Unter dem Begriff ‚Everyday Carry‘ hat sich ein Genre gebildet, das nach dem Motto ‚für alles gerüstet‘ all diejenigen Utensilien zeigt, mit denen der Besitzer sich dem Alltag in jeder Situation gewachsen fühlt. Und auch in der Küche haben vor allem Videos aus dieser senkrechten Perspektive, gerne als Zeitraffer, ihr Publikum.

Was muss ich machen, um das ohne allzu großen Aufwand und für wenig Geld ebenfalls umsetzen zu können. Diese einfache Anleitung soll weiter helfen.

Tabletop-Fotos aus der Senkrechten

Zunächst mal brauchts eigentlich: gar nix. Wenn ich ein solches Arrangement auf die Schnelle fotografieren möchte, lege ich vor die Balkontür (möglichst ohne direkten Sonneneinfall) eine weiße Plastikplatte auf den Boden. Die Gegenstände arrangieren, die etwas ungleichmäßige indirekte Beleuchtung eventuell mit einer weißen Platte aufhellen. Fertig.

Am schönsten sind die Aufnahmen schattenlos. Wer versucht, das mit Leuchten und Blitzen in den Griff zu bekommen, wird sich schwer tun. Die beschrieben Methode an einem Nordfenster sorgt für eher diffuses Licht. Ein Aufheller für die Schatten wirkt allemal dezenter als eine zweite Lichtquelle. Eine hohe Lichtempfindlichkeit macht das Tabletop-Bild noch etwas softer, senkt den Kontrast. Spätestens mit ein paar Korrekturen in Lightroom sollte das für den Alltag ausreichen.

Alltagsgebrauch heißt in diesem Fall, es werden Aufnahmen für das Blog benötigt, vielleicht ein Food-Blog. Oder man möchte etwas bei Ebay verkaufen und arrangiert die zusammengehörenden Gegenstände.

Wer öfters solche Aufnahmen braucht, der kann sich für wenig Geld dauerhaft auf diese Aufgabe einstellen. Die Profi-Lösung – schweres Stativ und ein massiver Ausleger-Arm für eine schwere DSLR –  wird sich in den allermeisten Fällen nicht lohnen.

Mikrofonständer

Mikrofonständer

Einfache Hilfsmittel

Für kleinere digitale Kompaktkameras wie meine Panasonic Lumix LX 100 reicht zum Beispiel ein billiger Mikrofonständer. Der übernimmt die Funktion von Stativ samt Ausleger. Statt dem leichten Mikrofon kann meine Konstruktion neben der Kamera auch einen Mini-Kugelkopf halten. Damit fällt die Ausrichtung der Kamera leichter. Noch sicherer und stabiler wirds mit der sehr viel leichteren GoPro-Kamera, die freilich weniger Einstell- und Kontrollmöglichkeiten bietet.

Drei wesentliche Zutaten

Mikrofonständer gibts zum Beispiel günstig beim Musik-Versender Thomann (dort ist meiner her) oder bei Amazon. Bei meinem Ausleger ist vorne eine 3/8″-Stativschraube, auf die der Mini-Stativkopf montiert werden kann. Auf dessen 1/4″-Schraube wider kommt die Kamera (oder die GoPro-Halterung).

Mini-Stativkopf

Mini-Stativkopf

Einen preiswerten Stativkopf gibts für weniger als 20 Euro – wenn man nicht schon ein kleines Stativ mit Mini-Kopf zuhause hat.

Die dritte Zutat schließlich macht das Arrangement erst komfortabel. Um  den Bildausschnitt festzulegen und die Kamera fernzusteuern empfiehlt sich die Fernbedienung über WLAN für die eigene Kamera. Neuere Kompaktkameras haben dieses Feature, meine Lumix LX 100 lässt sich bestens so bedienen. Auch für die GoPro gibts die passende App, die aber leider eine grlößere Verzögerung bei der Übertragung des Bildes hat. Da die Dinge auf dem Tisch nicht davon laufen, spielt das eine untergeordnete Rolle. Hier habe ich in in einem früheren Artikel Beispiele für die Fernsteuerung von Kameras aufgeführt. Die WLAN-Lösung ist wegen der Bildübertragung die beste Möglichkeit.

Schmankerl: Videos

Noch beeindruckender als Fotos aus dieser Perspektive sind offensichtlich Videos: Instagram und Facebook quellen förmlich über vor kurzen Zeitraffer-Videos aus der Senkrechten. Gezeigt wird jeder Handlungsablauf vom Zubereiten eines Gerichts bis zum Zusammenbau irgendwelcher Gerätschaften. Da bei dieser Perspektive nichts im Wege ist und der Zeitraffer auch komplexere Handlungen komprimiert, erfreuen sich die Mini-Videos größer Beliebtheit.

Die leichte GoPro am Ausleger.

Die leichte GoPro am Ausleger.

Zu beachten: Die Aufbauhöhe

Vergleich Arbeitshöhe - je nach Weitwinkel-Wirkung.

Vergleich Arbeitshöhe – je nach Weitwinkel-Wirkung.

Beachten sollte man schließlich noch, dass mit einem Weitwinkel-Objektiv der Aufnahme-Abstand verkürzt werden kann. Das Bild zeigt die Abstände einmal mit der Lumix und einmal mit der GoPro, die ja ein ziemlich extremes Weitwinkelobjektiv hat. Es gibt aber auch einen Nachteil der GoPro. Wegen der Weitwinkel-Verzerrung ist eine Nachbearbeitung für ansprechende Ergebnisse nötig. Aber die kann man mit dem mitgelieferten GoPro Sudio App schnell erledigen.

GoPro-Verzerrung vor und nach der Bearbeitung.

GoPro-Verzerrung vor und nach der Bearbeitung.

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Den Website-Eingang verschönern: Fotos, Videos, Anreißer

Die neue Website von ECOIN Baden hat einen neuen, schöneren Website-Eingang bekommen.

Die neue Website von ECOIN Baden hat einen neuen, schöneren Website-Eingang bekommen.

Lange Zeit war ein Blog ein Blog, eine chronologisch sortierte Reihe von Artikeln. Sie bildeten auch den Website-Eingang. Der neueste stand oben, wer Interesse am Thema zeigte, scrollte nach unten. Heute sind Blogs suchmaschinenoptimierte Websites, bei denen Besucherzahlen und Werbe-Einnahmen eine Rolle spielen. Wer nur seine Infos an den Mann bringen will, könnte auf das ganze Schischi verzichten. Oder?

Besser nicht! Bloggen ohne Besucher macht deutlich weniger Spass als mit Besuchern. Und eine optisch schönere Eingangsseite ist immer auch eine Art höflicher Empfang.

Beispiel Biowinzer

Die Website für den Regionalverband ECOVIN Baden betreue ich schon lange. Nach den konventionellen Vorgänger-Versionen gabs kürzlich eine responsive, großzügiger gestaltete Seite.

Mit zwei neuen Videos, die ich kürzlich zum Thema Bioweinbau erstellt habe, sollte auch der Website-Eingang  einladender gestaltet werden. Weg von der klassischen, chronologischen Blog-Darstellung mit den jüngsten Artikeln auf der Vorderseite.

Die neue Seite zeigt in einem responsiven Slider die optischen „Leckerbissen”, beide Videos und ein Bilder jüngsten Galerie zur Präsentation. Außerdem gibts die beiden neuen Rubriken und einige Themen werden auf der Vorderseite angerissen. Der Plan ist, dass Besucher so schneller den Weg zu den attraktivsten Inhalten finden. Danach können sie sich dann mit den aktuellen Beiträgen auf dem Laufenden halten.

Braucht ein Blog heute einen schicken Website-Eingang?

Diese Frage stelle ich mir schon länger. Lange Zeit habe ich sie mit einem klaren Nein beantwortet. Eingangsseiten, so war meine Meinung, halten die Besucher nur vom Lesen ab. Sie stöbern, landen bei älteren Artikel, die ich einem Erst-Besucher nicht als Erstes zeigen würde. Ein Gräuel waren mir die von einigen Kunden geforderten „Willkommens-Seiten” ohne weitere Infos.

Zur Zeit überdenke ich das und bin dabei, für etliche Websites die Eingangsseite, den Empfang zu ändern. Das hat auch Gründe, die nichts mit dem Schielen auf Besucherzahlen und Werbeeinnahmen zu tun haben.

1. Bessere Orientierung

Der Besucher braucht beim Blog mit einer chronologischen Reihung der Artikel Zeit, um zu erkennen, was ihn hier erwartet. Gut, er kann sich an den Kategorien orientieren. Er kann einen Blick auf die „Über”-Seite werfen und einfach stöbern. Mit einer – wenn auch rudimentären – Eingangsseite sollte er zumindest auf Anhieb sowohl das Aktuellste sehen, als auch das, was der Anbieter als seine „Highlights” betrachtet.

2. Mehr Abwechslung

Auch im klassischen Blog steht das Aktuelle ganz oben. Damit bietet sich ebenfalls bei jedem neuen Besuch  ein neues Bild – im Idealfall. Die Kleinteiligkeit einer speziellen Eingangsseite zeigt aber vielleicht noch mehr Dinge, die man beim letzten Besuch nicht entdeckt hat. Wenns gut läuft, hält dieser Effekt einige Zeit an und man findet bei jedem neuen Besuch etwas, wo man einhakt.

3. Mehr Besuchs-Zeit

Viele Besucher einer Webseite kommen heute über Suchmaschinen. Sie machen eine Punktlandung bei dem Artikel, nach dem sie gesucht haben. Finden sie ihn interessant, bleiben sie kurze Zeit. Wenn nicht, sind sie gleich wieder weg. Wer nach dem Namen der Webseite sucht oder einfach den Anbieter sucht, der landet auf der Eingangsseite. Bei den meisten Blogs ist das der Statistik zufolge der zweithäufigste Einstieg.

Langes Suchen wünscht man keinem seiner Besucher. Aber man kann davon ausgehen, dass sich ein Besucher generell für das Thema der Seite interessiert. Und dann ist der Website-Eingang mit mehreren Inhalten der bessere Einstieg als die Artikel-Chronologie. Vorausgesetzt der Anbieter stellt diejenigen Thema vorne dran, die seine Besucher am meisten interessieren.

Mein Fazit

Für die meisten Blogger / Website-Betreiber sind die Zeiten vorbei, als man das Standard-Theme mühselig den eigenen Vorstellungen anpasste. Layout-Vorlagen und Themes gibt es heute in großer Fülle, kostenlos oder für wenig Geld. Das Festhalten an der klassischen Blog-Darstellung ist für mich verständlich. Bei vielen häufig von mir besuchten Blogs, macht es für mich auch keinen Unterschied, ob es einen Website-Eingang gibt. Mit der Zeit entwickelt man eine Routine darin, eine Website auf Inhalte zu scannen und nach den eigenen Kriterien zu bewerten.

Aber wie Suchmaschinen-Optimierung und generelle Layoutfragen ist auch die Struktur wichtig. Sie kann dazu zusammen mit dem Website-Eingang bewirken, dass mehr Menschen die Inhalte sehen. Und in die hat man meistens ziemlich viel Zeit und Arbeit gesteckt. Zwar besteht die Gefahr, dass Moden und Trends noch schneller vorbeiziehen und man noch häufiger als bisher alles neu aufmischt. Aber ein schöner und einladender Empfang ist nie verkehrt.

Mein Herz gehört aber nach wie vor auch jedem Blogger, der gute Inhalte bietet und meint, er will nicht in das magazinähnliche Erscheinungsbild Zeit und Arbeit investieren.

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