Bessere iPhone-Videos – von den Profis lernen

Bessere iPhone-Videos brauchen nicht viel Zubehör oder Einarbeitung. Für einen professionelleren Look hilft es, auf die Arbeitsweise der Profis zu schauen.

Bessere iPhone-Videos brauchen nicht viel Zubehör oder Einarbeitung. Für einen professionelleren Look hilft es, auf die Arbeitsweise der Profis zu schauen.

Bessere iPhone-Videos erfordern keine professionelle Ausrüstung und Zubehör. Auch eine grundlegende Ausbildung oder technische Versiertheit ist nicht unbedingt nötig, um professionell aussehende iPhone-Videos zu bekommen. Im Prinzip genügen ein paar Arbeitsweisen und Grundregeln, an die sich auch viele Profis halten. Ein nicht verwackeltes Bild durch ein Stativ zum Beispiel, guter Ton und brauchbares Licht.

In diesem iPhone-Video zeige ich Dir, was mit dem iPhone möglich ist. Fast das gesamte Video wurde mit einem iPhone 6s gefilmt. Außer denjenigen Clips, in denen das iPhone selbst dargestellt wird. Die stammen von einer Canon EOS M6. Selbst das B-Roll Material, also diejenigen Szenen, die das rund 10minütige Video etwas auflockern sollen, wurden mit dem iPhone gefilmt. Die Möglichkeiten für Zeitraffer-Aufnahmen oder Zeitlupen mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde sind ideal, um stimmungsvolle Bilder auch in eher dokumentarische iPhone-Videos oder Tutorials einzubauen. Weiterlesen…

Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtungen

Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtungen malen Leuchtspuren ins Bild.

Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtungen malen Leuchtspuren ins Bild.

Über Langzeitbelichtungen und Nachtaufnahmen hatte ich hier schon mal geschrieben und gezeigt, wie einfach das mit dem iPhone geht. Und dass die Ergebnisse überraschend gut sind. Die Einschränkungen, so hatte ich damals geschrieben, liegen einzig und allein in dem kleinen Sensor. Der hat beim Smartphone nun einmal bei schlechtem Licht ein gewisses Bildrauschen. Und zwangsläufig aufgrund der Größe des Sensors eine geringere Auflösung.

Aber wer von seiner ersten Foto-Pirsch für Nachtaufnahmen mit guten Ergebnissen nach Hause gekommen ist, der will vielleicht nun doch auch die großen Abzüge haben von seinen guten Bildern. Und schielt deswegen auf Kameras mit größeren Sensoren wie MicroFour Thirds, APS-C oder gar Vollformat.

Das Vorgehen ist auch hier nicht besonders knifflig. Um aber nicht gleich die ersten Stunden in dunkler Nacht komplett zu verschwenden, hier ein paar Tipps.

Was sind Nachtaufnahmen?

Nachtaufnahmen sind zumindest nach meiner Definition alle Aufnahmen, die ich nicht mehr verwacklungsfrei aus der Hand machen kann. Und dabei ist diese Grenze in den vergangenen jahren beständig ausgeweitet worden. Die Sensoren haben einen größeren Dynamikumfang, die Objektive und Kameras habe (manchmal beide) eine Bildstabilisation, die ein paar Blendenstufen ausmachen kann.

Andererseits wird es richtig spannend ja nicht an der Grenze von Freihand- zu Stativ-Aufnahmen (die vielleicht bei maximal einer Sekunde liegen kann). Eindrucksvollere Ergebnisse gibt es in einer Spannweite von etwa 5 bis 30 Sekunden. Das ist der Bereich (ab 5 Sekunden), wo Bewegungen im Bild richtig gut sichtbar werden. Andererseits liegt die maximale automatische Belichtungszeit bei vielen Kameras bei 30 Sekunden. Wer länger belichten will, der muss auf Fernsteuerungen zurückgreifen oder mit der Stoppuhr in der Hand in der Einstellung ‚Bulb‘ herunterzählen.

Mittlere Blendenwerte

Manchmal ist es einfach nicht dunkel genug, um vor allem in Städten auf lange Belichtungszeiten von 30 Sekunden oder mehr zu kommen. Und die brauchst Du zum Beispiel für Nachtaufnahmen mit schönen Leuchtspuren. Mit zwei Sekunden gibts nicht viele Spuren. Einfach zu lösen, sollte man meinen: Du blendest einfach ab. Aber bei sehr hohen Blendenwerten werden Deine Bilder nicht schärfer, sondern unschärfer. Abblenden für mehr Schärfe funktioniert, wenn Du von offener Blende wie 1,7 um zwei Stufen abblendest. Bei ganz hohen Werten dagegen sorgt die Lichtbeugung für unscharfe Kanten (Beugungsunschärfe). Also doch besser Graufilter nehmen.

Bildrauschen

Es ist wie früher bei den hochempfindlichen Filmen: Je höher die Empfindlichkeit des Films war, desto mehr Korn hast Du gesehen. Bei digitalen Kameras ist das ganz genau so – und noch schlimmer. Bei langen Belichtungszeiten kommt auch bei ISO 100 immer Bildrauschen dazu. Das kannst Du hinterher zum Beispiel in Lightroom mildern.

Mir gefallen die Ergebnisse besser, die meine Kamera (Canon EOS M6) mit ihren Einstellungen hin bekommt. Dort kann ich eine Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen einschalten. Und / oder High ISO Rauschreduzierung. Kleiner Nachteil ist, dass die Bilder in der Kamera gleich nach der Kamera nachbearbeitet werden. Du musst also ein paar Sekunden abwarten, bis das Bildverarbeitet ist. Da Nachtaufnahmen meistens keine Serienaufnahmen sind und auch sonst keine Eile haben, kann ich damit leben.

Mein Favorit ist Mischlicht: Das letzte Tageslicht plus Beleuchtung.

Mein Favorit ist Mischlicht: Das letzte Tageslicht plus Beleuchtung.

Das brauchst Du für Nachtaufnahmen

1. Stativ

Eine Selbstverständlichkeit. Dabei ist es in den meisten Fällen und gerade zu Beginn egal, ob es ein Mini-Stativ ist, ein kompaktes Reisestativ oder ein Profi-Gerät. Die Zeiten haben sich allerdings dahingehend geändert, dass heute auch Profis kaum mehr gewillt sind, zusätzlich zu Kamera-Ausrüstung auch noch 5 Kilo Stativ mitzuschleppen.

2. Kugelkopf oder Video-Neiger

Viele empfinden den Video-Neiger als komfortabler. Er lässt sich in jeder Ebene getrennt verstellen. Ein Kugelkopf schwenkt nach Lösen der Arretierung in alle Richtungen. Ich plädiere schon aus Gewichtsgründen für einen qualitativ guten kleinen Kugelkopf, wie er in guten Reisestativen verbaut ist.

3. Kamera

Die Kamera sollte Belichtungszeiten automatisch bis zu 30 Sekunden nutzen können. Das ist gerade bei kompakten Kameras nicht immer der Fall. Dort geht die Maximal-Einstellung bis zu einer Sekunden, danach kommt mit T eine ‚Bulb‘-Einstellung, bei der man selbst und manuell Anfang und Ende der Verschlusszeit festlegt. Ggf. findet man je nach Modell einen Fernauslöser und Intervall-Auslöser, der sich auch gut für Timelapse-Aufnahmen einsetzen lässt.

Während bei Leuchtspuren gilt ‚je länger desto besser‘ sollte man bei Aufnahmen des Sternehimmels vorsichtiger zu Werke gehen. Nach meiner Erfahrung sind 20 Sekunden ein gutes Limit, damit die Sterne durch die Bewegung am Himmel nicht unscharf werden. Außer natürlich, man will genau diese Bewegung zeigen.

Außerdem sollte die Kamera einen Selbstauslöser haben. Sie sind ein Garant dafür, dass die Berührung der Kamera beim Auslösen keine Verwacklungen verursacht. Praktisch sind Einstellungen nicht nur für längere Zeiten (10 Sekunden) sondern kurze (ab etwa 2 Sekunden). Je nach Situation und Zahl der Aufnahmen kann es elend sein, jedes Mal noch lange auf die Auslösung zu warten.

4. Funk-Fernauslöser

Davon gibt es heute eine Vielzahl von Modellen, auch ganz preiswerte. Sie sind der komfortable Ersatz für den Selbstauslöser an der Kamera, denn sie erlauben berührungsfreies Auslösen.

5. Objektiv

Am sichersten haben sich bei mir lichtstarke Weitwinkel-Objektive erwiesen. Sie lassen mit Blenden ab 2,8 Raum bei den Belichtungszeiten und ISO-Werte. Und Weitwinkel-Aufnahmen sind relativ unempfindlich gegen Verwacklungen. Normal- und Tele-Brennweiten dagegen reagieren oft schon empfindlich auf stärkeren Wind.

6. ND-Filter

Egal wie man zu Filtern steht. Ein Graufilter oder ND-Fader (der sich stufenlos verstellen lässt) hilft ungeheuer. Vor allem, wenn man seine Langzeitbelichtungen nicht bei Dunkelheit sondern schon in der Dämmerung machen möchte. Leuchtspuren durch die Lichter von Autos beispielsweise wirken meiner Meinung anch besonders gut, wenn man die Landschaft noch im Dämmerlicht erkennen kann.

Geisterzug: Bewegte Dinge wie Fußgänger, Autos, Züge kann man auf diese Art gespenstisch ausblenden.

Geisterzug: Bewegte Dinge wie Fußgänger, Autos, Züge kann man auf diese Art gespenstisch ausblenden.

7. Extras

– Zusätzliche Akkus. In kalten Nächten saugen die Langzeitbelichtungen besonders am Akku. Wer schon einen oder zwei Standorte für Aufnahmen hinter sich hat, der sollte darauf gefasst sein, dass je nach Kameramodell der Akku in die Knie gehen kann. Übrigens: Bei Kameras mit kleinen Sensoren halten die Akkus meist länger, als bei großen Sensoren.

Sucherabdeckung. Die spielt bei klassischen Spiegelreflexkameras eine Rolle. Denn hier kann auch durch den Sucher Licht einfallen. Die Kleinteile gehen besonders gerne verloren, erst recht bei Nachtaufnahmen. Billigen Ersatz findet man bei Fremdherstellern, so dass man sich schmerzfrei auch eine Abdeckung in Reserve kaufen kann.

– Brille / Lupe. Zumindest bei mir als Brillenträger verschlechtert sich die Sehfähigkeit vor allem bei Dunkelheit. Aber auch bei Tageslicht habe sich Displaylupen als hilfreich erwiesen. Meist werden sie über die Stativhalterung oder einen Magnetrahmen am Display befestigt.

Taschenlampe / App. Zuerst brauchst Du die ganz banal, weil Du in manchen Situationen in der Dunkelheit einfach nichts mehr an Deiner Kamera erkennst. Gut, das Display leuchtet und führt Dich durch das Menü. Aber die Knöpfe und Rädchen haben sich ergonomisch ins Gehäuse eingefügt, sind schwer zu ertasten. Und wer sein Kameragehäuse noch nicht in- und auswändig kennt, tut sich schwer (Geht mir auch so, obwohl ich dachte, ich kenne meine Kameras.)

– Noch mehr Licht. Wer hat sich das noch nicht gewünscht, dass in einer dunklen Umgebung eben doch ein Detail herausgehoben werden sollte. Zum Beispiel einen Gegenstand anstrahlen, eine Person aufhellen, Bäume oder Häuser ausleuchten. In der Nachbearbeitung sind die Möglichkeiten beschränkt. Wer eine Taschenlampe oder eine Stirnlampe dezent einsetzt, der kann Personen oder Gegenstände damit sprichwörtlich ins rechte Licht setzen. Um allerdings das richtige Maß zu finden und eine Überbelichtung zu vermeiden, muss man einige Testaufnahmen einplanen – und üben.

Podcast und / oder Youtube-Kanal?

Podcast oder Youtube-Kanal? Im Idealfall klappt beides.

Podcast oder Youtube-Kanal? Im Idealfall klappt beides.

Youtube-Kanal oder Podcast? Diese Frage stellen sich einige Youtuber in diesen Tagen, denn Podcasts sind ein neuer Trend, an dem kaum jemand vorbei kommt. Die Zuhörerzahlen sind selbst bei jüngeren Podcasts schon recht gut. Und auch lange Beiträge von mehr als einer Stunde werden von den Zuhörern offensichtlich gerne akzeptiert.

Aber abgesehen von der Frage, ob man seine Plattform wirklich nach aktuellen Trends und Publikums-Lieblingen ausrichten soll, ergeben sich viele andere Fragen. Beiden Medien, Podcast und Youtube-Videos, ist gemein, dass längere Geschichten erzählt werden können. Dabei finden Monologe genauso Anhänger wie Interviews, durchgeplante Vorträge sind ebenso vertreten wie eher spontane Gedankensammlungen.

Podcast-Set: Die Basis-Ausstattung gibts für kleines Geld als Set.

Podcast-Set: Die Basis-Ausstattung gibts für kleines Geld als Set.

Podcast: Einstiegsschwelle niedrig

Meiner Ansicht nach kann jeder, der ein Blog schreibt oder einen Youtube-Kanal hat, auch einen Podcast produzieren. Das Handwerkszeug ist dasselbe. Letztlich ist der eigene Geschmack, die eigene Vorliebe entscheidend dafür, ob man die Audio-Plattform auch noch bedienen möchte. Oder besser gesagt war das einmal so. Denn immer häufiger findet man Podcasts auch als Video auf Youtube. Und das ist der Punkt, wo selbst „Augen-Menschen” wie ich Gefallen finden an Podcasts.

Als Journalist faszinieren mich vor allem Interviews, und es müssen gar nicht mal die großen Namen sein, wie man sie in Magazinen oder auch in Interview-Zeitschrift findet. Während mir das Anhören längerer Podcasts eher schwer fällt, bin ich von einigen Youtube-Podcasts (zB von Matt D’Avella) sehr angetan.

Hier hilft mir, dass ich beide Gesprächspartner im Video sehen kann. Man erkennt leichter Emotionen und was ein der Sprecher ausdrücken möchte. Auch die eher reduzierte Körpersprache in Interviews sagt noch immer viel aus, und ich bin gefesselt von diesen Beiträgen.

Warum also das eine oder das andere wählen, wenn man mit gleichen Fähigkeiten, gleicher Ausrüstung und guten Ideen beides machen kann? Vielleicht entdeckt man so ja ganz neue Möglichkeiten für sich.

Die Ausrüstung

Egal ob man seine Podcasts nun filmt und auch bei Youtube einstellt oder ganz auf Audio-Plattformen setzt. Die Audio-Technik ist in weiten Teilen  gleich und lässt sich mit wenig Aufwand und Geld realisieren.

Mikrofone sind die Basis: Selbst wer einen Recorder oder das Smartphone für Aufnahmen verwendet, sollte sich ein externe Mikro anschaffen.

Mikrofone sind die Basis: Selbst wer einen Recorder oder das Smartphone für Aufnahmen verwendet, sollte sich ein externe Mikro anschaffen.

Mikrofone

Die Kernfrage bei Video-Podcasts ist: Dürfen die Mikrofone im Bild sichtbar sein, oder nicht? Als versteckte Mikros eigenen sich Lavalier-Mikrofone. Die kann man mit Recordern auch einfach mit seinem Smartphone für eine Aufnahme verwenden. Es gibt etliche gute Anleitungen, wie man die Mini-Mikros dezent versteckt. Größere Mikro können außerhalb des Bildes an sogenannten Galgen (Stativ-Konstruktionen, die es auch recht preiswert gibt) montiert werden. Natürlich braucht man die Mikros nicht zu verstecken, erst recht nicht für den reinen Audio-Podcast. Im Trend liegen gute, teure Mikrofone an Mikroständern (die man gerne zeigt) mit Pop-Schutz. Und auch dass der / die Sprecher Kopfhörer tragen, prägt die Atmosphäre der Video-Podcasts. Bei reinen Audio-Podcasts ist das natürlich komplett egal.

Wenn zwei oder mehr Mikros im Einsatz sind und wenn man den Ton nicht direkt in ein Aufnahmegerät speist, sollte man nach einem Vorverstärker suchen. Hier lassen sich mehrere Eingänge kombinieren und evt. auch der Pegel für Kamera oder Recorder anheben.

Für wenig Geld bekommt man auch eine Komplett-Lösung mit Mikro, Aufnahme-Stativ, Pop-Schutz etc.

Aufnahmen kann man direkt in den Mac oder PC. Besser ist preiswerter Recorder in der 100-Euro-Klasse.

Aufnahmen kann man direkt in den Mac oder PC. Besser ist preiswerter Recorder in der 100-Euro-Klasse.

Aufnahmegeräte

Im Video-Podcasts sind die Aufnahmegeräte eigentlich die Kameras. Ein zweiter Blickwinkel ist bei jedem Video schön, deswegen sollte man mit mindestens zwei Kameras arbeiten. Wer alleine arbeitet, der kann auch sein Mikro direkt in ein günstiges Aufnahmegerät wie das Zoom H1 einstöpseln oder das Tascam DR-05 einstöpseln (das verwende ich; ist etwas solider, trotzdem preiswerter). Fast noch einfacher geht es, wenn man ein preisgünstiges USB-Mikro ohne Umwege direkt in einen Mac speist. Dort zeichnet man den Ton auf und kann ihn direkt über  Garageband (kostenlos) weiterverarbeiten und schneiden.

Oberklasse: Ein Podcast als Video kann eindrücklichere Erlebnisse vermitteln.

Oberklasse: Ein Podcast als Video kann eindrücklichere Erlebnisse vermitteln.

Video-Podcasts

Wer als Youtuber zum Podcast kommt, der hat die Video-Ausrüstung dafür schon beisammen. Ideal sind zwei Kameras (zB von Canon die EOS M 10 ohne Mikrofoneingang oder die EOS M6 mit Mikrofoneingang) und zwei Lichtquellen. Lichtstarke Objektive, die ein schönes Bokeh erzeugen, lassen den oder die Sprecher besser zur Geltung kommen. Und falls der Raum akustisch so gar nicht taugt, kann man mit provisorischen Vorhängen oder Schaumstoff- oder Styropor-Platten etwas nachbessern.

Das Vorgehen

Hier haben es die Video-Anhänger wiederum leichter. In der Regel hat man nach einigen Videos ein Gespür dafür, wie man eine Geschichte entwickelt. Fesselnder Einstieg, ein lockerer, mehrfach aufgelockerter Hauptteil und ein Abschluss, der Lust macht auf mehr, sind ideal. Auch ein schriftliches Konzept hilft, während Ablesen vorbereiteter Texte mit und ohne Kamera immer heikel ist.

Wer jetzt bereits eine knackige Idee für seine ersten Podcast hat, der sollte nochmal innehalten. Podcasts und Videos leben vom Seriencharakter. Ich rate dazu, mindestens für drei Themen und Projekte Material und Ideen zu sammeln, und dann erst loszulegen. Sich eng an seinem Lieblingsthema entlang zu hangeln ist ebenfalls ratsam. Vom Blog bis zum Youtube-Kanal finden vor allem Angebote mit einem knackscharfen Profil Anhänger. Statt über alles zu sprechen, ist es für die meisten von uns besser, sich auf ein Thema zu konzentrieren, wo wir uns wirklich zuhause fühlen.

Das Publikum

Die üblichen Kanäle zum Bekanntmachen eigener Angebote wirken auch hier. Blog, Social Media und fleißige Kommunikation mit allen, die in Deinem Themenbereich unterwegs sind, helfen sehr. Und wenn man es schafft einen der etablierten Podcasts / Youtuber auf sich aufmerksam zu machen, ist das wie ein Hauptgewinn.

Mein Fazit

Die Anschaffungen und der Aufwand für Podcasts sind sehr überschaubar. Wer Erfahrungen mit Videos hat, wird sich schnell einfinden, auch in die Audio-Bearbeitung. Langes freies Reden ist nicht jedermanns Sache, da entdeckt man seine eigenen Schwächen oft erst beim Ausprobieren. Spannender als Monologe finde ich Interview-Podcasts, die die Planung und Organisation freilich auf Dauer erschweren. Wer schon immer Lust hatte auf so etwas: Jetzt ist sicher ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen.

Warum Smartphone-Fotos für Blog und Website genügen

Smartphone-Fotos: Besser als man denkt

Smartphone-Fotos: Besser als man denkt

Smartphone-Fotos werden von den meisten Menschen noch immer nicht richtig für voll genommen. Dabei liefern die Immer-Dabei-Kameras hervorragende Qualitäten. Wenn man ein paar Punkte beachtet, bekommt man sprichwörtlich druckreife Ergebnisse.

„Ich habe nur ein Smartphone als Kamera.” Das höre ich öfters, wenn es darum geht, dass jemand mal eben auf die Schnelle ein paar Bilder machen sollte. Ganz abgesehen davon, dass niemand, der ernsthaft fotografiert gerne mal eben auf die Schnelle ein paar Fotos macht: Das Smartphone genügt für die meisten Zwecke durchaus. ich fotografiere mit einem iPhone und bin selbst immer wieder überrascht von den Ergebnissen, die selbst auf meinem großen Bildschirm ausnehmend gut aussehen. Und mit etwas Nachbearbeitung von den Ergebnisse anderer Kameras kaum zu unterscheiden sind.

Einschränkungen gibt es natürlich, und die seien auch gleich vorneweg genannt. Wer ein episches Landschaftsfoto schießen will, auf dem letzte Details auch in der Ferne gut zu erkennen sind, der stößt rasch an die Grenzen des kleinen Sensors. Aber das ändert sich acuh noch nicht bei Kompaktkameras und Micro-Four-Thirds-Kameras. Erst ab APS-C kommen hier nach meiner Einschätzung sehr gute Ergebnisse zustande.

Zweite Einschränkung ist die Lichtempfindlichkeit: Bei schlechtem Licht werden die Smartphone Bilder eher körnig und verlieren an Details und Zeichnung.

Wenn man sich jetzt ansieht, womit die meisten Blogs und Unternehmens-Webseiten „gefüttert” werden, dann kann man diese Einschränkungen getrost hinnehmen.

Das Gitter ist hilfreich, ebenso das indiviiduelle Wählen der Messpunkte und der AE/AF-Lock (Screenshot)

Das Gitter ist hilfreich, ebenso das indiviiduelle Wählen der Messpunkte und der AE/AF-Lock (Screenshot)

Drei wesentliche Tipps für gute Smartphone-Fotos

Ran an ans Motiv!

Niemand will von Bildern mit vielen ablenkenden Details in der Umgebung später Ausschnitte herauspfrimeln. Auch wenn es schwer fällt: Greife ins Geschehen ein, arrangiere Objekte und auch Personen so lange, bis auf dem (vergleichsweise riesigen) Display alles so ist, wie Du es haben möchtest. Im Nahbereich sind die kleinen Kameras ausgesprochen gut und scharf.

Gutes Licht suchen

Suche gutes Licht. Das gibt es auch in dunkleren Räumen, an Fenstern zum Beispiel oder an Lampen. Im Gegensatz zu Kompaktkameras erkennt man bei den meisten Smartphone-Kameras die verwendeten Belichtungszeiten, die Blende und die ISO-Zahl nicht. Und unser Auge erkennt auch keinen so riesigen Unterschied zwischen der Mitte eines Raumes und einem Platz am Fenster. Der Sensor schon.

Am iPhone tippt man auf den bildwichtigen Teil, der richtig belichtet sein soll. Dann erscheint neben dem Fokus-Kästchen ein Schiebe-Regler, mit dem man die Belichtung verändern kann. Das Ergebnis sieht man gleich auf dem Display.

Faustregel: Im Zweifelsfall bei großen Kontrasten darauf achten, dass die Lichter nicht „ausfressen”, also keine Zeichnung mehr aufweisen. Damit wird der dunklere Teil zwar noch dunkler, aber den kann man ggf. später noch aufhellen. Was im Bild einmal weiß ist wird auch später keine Details mehr enthüllen.

Die Kamera stabilisieren

Das klingt jetzt leichter gesagt als getan. Es wird doch niemand ein Smartphone auf ein Stativ setzen wollen? Doch, genau das. Ich verstehen die Hemmungen, damit womöglich vor Publikum zu hantieren. es sieht einfach ein bißchen lächerlich aus, ein Stativ auszupacken und dann das Handy daruf zu montieren. Aber wenn man weiß, dass die Situation eintritt und man bei schlechtem Licht fotografieren muss, sollte man das probieren. Es muss ja nicht gerade das große Dreibein-Stativ sein. Youtube-Vlogger haben die kleinen Gorillapod-Stative populär gemacht, so dass man damit statt Kopfschütteln durchaus anerkennden Blicke erntet.

Bilder gestalten

Am iPhone kann man den Punkt für Fokus und Belichtung „feststellen”: Diese Funktion erreicht man durch längeres Drücken auf einem Punkt im Display und sie heißt AE/AF-Lock. Die Schärfe wird nicht mehr an einem anderen Bildteil festgemacht, wenn wir den Ausschnitt ändern oder wenn jemand durchs Bild läuft. Mit einer App kann man auch den Punkt für Fokus und Belichtung in zwei Zonen trennen, was aber nicht zwingend ist: Denn auch bei dem AE/AF-Lock kann man noch immer mit dem Schieberegler die Bleichtung verstellen. Und man kann in den Voreinstellungen im iPhone ein Raster einblenden, das einem hilft, das Bild zu gestalten.

Das unbearbeitete Bild.

Das unbearbeitete Bild.

Fazit

Mit dem iPhone (und vielen anderen Smartphones) kann man viel mehr machen als die meisten denken. Auch die meisten Fotografen unterschätzen Smartphone-Kameras noch immer. Das Gute an diesem Thema: Im Netz gibt es sprichwörtlich tonnenweise Infos dazu, wie man mit dem iPhone gute Bilder macht. Fast alle sind kostenlos. Ein guter Einstieg ist der Youtube-Kanal iPhone photography course (in englisch).

LED-Leuchten für Video – der große Rundumschlag zum Thema

Caleb Pike vom DSLR Video Shooter besticht durch ausgesprochen praxisnahe und fundierte Videos. In den vergangenen Wochen hat er den wohl aktuell definitiven Rundschlag über LED-Leuchten für Video-Filmer online gestellt.

Neben dem obigen, eher allgemein gehaltenen Ratgeber zum Thema gibt es zwei Testreihen mit ausführlichen Vorstellungen der LED-Leuchten. Besonders angenehm: Caleb verzichtet auf das weit verbreitete Sponsoring, und sei es auch nur das kostenlose Bereitstellen der Produkte.

Ein Teil der Testreihe widmet sich den preiswerteren LED-Leuchten bis zu 50 US-Dollar, der zweite Teil den teureren Leuchten zwischen 50 und 100 Dollar. Fast alle LED-Leuchten sind auch aktuell bei deutschen Versendern zu haben, wenn auch teilweise für geringfügig höhere Preise.