Landschaftsfotografie – Ausrüstung für den Start

Kompakte Kamera, wenige Objektive und Zubehör: Sie macht Landschaftsfotografie Spass.

Kompakte Kamera, wenige Objektive und Zubehör: Sie macht Landschaftsfotografie Spass.

Landschaftsfotografie erscheint den meisten Fotografen als der einfachste, selbstverständlichste Themenbereich. Jeder hat aus dem Urlaub schon gute Fotos mitgebracht. Und jeder ist überzeugt, dass er mit etwas mehr Zeit und Gelegenheit noch bessere Ergebnisse vorweisen könnte. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, ein zumindest geübter Blick fürs Motiv, et voilà: tolle Ergebnisse in der Landschaftsfotografie scheinen sicher.

Richtig daran ist, dass man ohne große Ausrüstung gute Ergebnisse bekommen kann. Und neben Porträts ist die Landschaftsfotografie, vor allem von Reisen, am ehesten mit emotionalen und guten Erinnerungen verknüpft. Wer sich näher mit dem Thema beschäftigt, wer gute Aufnahmen unbedingt haben will oder dringend braucht, der sollte aber ein bißchen planen – und üben. Weiterlesen…

4 Fotografen-Fallen im Alltag

Professionelle Fotografen haben ein aufregendes Leben, arbeiten sehr diszipliniert und hart und liefern konsequent gute Ergebnisse ab. Denkt man sich so. Aber wahrscheinlich teilen Profis und (im besten Wortsinne) Amateure nicht nur die gleichen Leidenschaften, sondern auch die gleichen Schwächen. Einigen Fotografen-Fallen kann man ganz gut begegnen, wenn man sie kennt.

Bergwanderung - mit oder ohne Stativ? Zumindest ein Kompaktstativ verbessert die Bildausbeute.

Bergwanderung – mit oder ohne Stativ? Zumindest ein Kompaktstativ verbessert die Bildausbeute.

Fotografen-Falle Nummer 1: Zu viel Routine

Egal ob im Job, bei Familienbildern oder bei Fotos für den Food-Blog: Routine ist gut und hilfreich. Dinge gehen schneller von der Hand. Man fühlt sich sicherer, denn man weiß ja wie es geht. Und man spart Zeit. Meistens fällt einem erst mit viel Abstand auf, dass man sich eine Zeit lang zu sehr seiner Routine hingegeben hat.

Was hilft? Einfach mal neben sich stehen. Warum mache ich das jetzt so? Und wenn ich mich zwinge, es auf jeden Fall anders zu machen, wird es dann zwangsläufig schlechter? Oder nur anders. Den Blick fürs Fotografieren bekommt man am ehesten durch ein Ausbrechen aus der Routine zurück. Zum Beispiel durch ein privates Projekt. Etwas, das man nicht braucht, aber schon immer machen wollte. Ein Wochenend-Projekt in einem neuen Bereich, in dem man bisher nicht aktiv war. Danach sieht man auch seine Routine-Aufgaben wieder mit frischem Blick.

Etwas Abstand gewinnen und was Neues ausprobieren - hilft viel.

Etwas Abstand gewinnen und was Neues ausprobieren – hilft viel.

Zu wenig Übersicht

Fokussiert sein ist im Wortsinne nötig. Fokussiert auf die Aufgabe, auf die aktuelle Situation. Arrangieren, Auslösen, Kontrollieren. Man ist in seinem Element, fühlt sich wohl, erfüllt eine Aufgabe.

Zuhause am Rechner kommen beim Bearbeiten ein paar Ideen, die einem schon früher gut getan hätten. Warum habe ich nicht öfter die Perspektive gewechselt? Warum habe ich keine eher dunkleren Bilder geschossen, wie ich sie für die Nachbearbeitung gerne hätte? Zur Aufgabenliste, wenn man sich denn eine macht, gehören auch die Aspekte, die erst in der Nachbearbeitung wichtig werden. Videofilmer denken immer an eine sogenannte „B-Roll”. An Aufnahmen, die nicht direkt die Geschichte erzählen, sondern die andere Blickwinkel, andere Motive ins Spiel bringen. An diese B-Roll zu denken kann hilfreich sein.

Dann denkt man vielleicht auch eher an Aufnahmen, die gar nicht das eigentliche Motiv betreffen. Aufnahmen der Umgebung, Totalen auch bei Porträts, weil sie die Aufnahmesituation zeigen und vieles andere mehr.

Fotografen-Falle Faulheit: ein Bild vom Straßenrand

Fotografen-Falle Faulheit: ein Bild vom Straßenrand

Faulheit

Das klingt jetzt besonders hart. Aber niemand ist davor gefeit. Soll ich wirklich auch noch das schwere Stativ ins Auto legen? Und zwei Blitze mehr für externe Blitze? Richtig auffällig wird es, wenn man als Landschaftsfotograf zunehmend mehr Aufnahmen vom Straßenrand aus macht. Oder wenn man sich immer öfter sagt, natürliches Licht ist doch prima, auf zusätzliche Blitze und Aufheller verzichte ich jetzt.

Witzigerweise trifft diese Fotografen-Falle Profis wie Amateure gleichermaßen. Wahrscheinlich steckt dahinter, dass man in erster Linie effektiv sein möchte. Für Kunst und für Hobbys ist das aber sicher nicht der richtige Maßstab.

Werkstattbesuch in der Keramikwerkstatt

Ein Werkstattbesuch steht bei vielen Fotografen auf der Projektliste.

Aufschieben

Gerade die interessantesten Projekte sind meistens Dinge, die man sich selbst ausgedacht hat, und mit denen man aus der Routine ausbrechen kann. Das mache ich, wenn ich die neue Kamera habe. Wenn ich ein anderes Stativ habe. Wenn ich mir diese Bearbeitungen in Photoshop und Lightroom angeeignet habe. Wieso schiebt man etwas auf, das man so gerne macht? Eine Fotografen-Falle.

Und am Ende des Jahres? Wieder ein Projekt weiterschieben. Lieber ein unperfektes Projekt erledigen, als gar keines. Was ja für fast alle Aufgaben gilt, die man lange vor sich herschiebt.

Inside Your Camera Bag – Fotografen-Zeugs

shotkit

Wen reizt es nicht, anderen Leuten mal in die Tasche zu schauen. Angefangen haben die Designer, die den Inhalt ihrer Taschen fein säuberlich aufgereiht haben, da fand man schicke Schreibwerkzeuge, Notizbücher, etliche elektronische Gadgets und eben persönlichen Kleinkram. Auf jeden Fall sah es immer sehr stylisch aus.

Jetzt haben das die Fotografen auch für sich entdeckt: Auf Inside Your Camera Bag – Photographer Gear and Interviews findet man das, was der Titel verspricht, den Inhalt von Fototaschen. Vertreten sind alle Spezies von Fotografen, auch einige prominente und man kann auch selbst mitmachen, mit mehreren Fotos und einem eigenen Profil. Für Amateure und Profis eben.

Witzig ist die Suchfunktion, die nicht nur mit Namen funktioniert, sondern auch mit Ausrüstungsgegenständen. Man kann also auch nach Leuten suchen, die das gleiche Blitzgerät, Stativ, Objektiv etc. verwenden. Und – das kann man jetzt sehen, wie man will, aber ich finde es ganz praktisch – unter der Beschreibung gibts auch einen Direktlink zum Einkaufen der gezeigten Ausrüstung.

Ich habe zum Beispiel nach chinesischen Billig-Blitzgeräten gesucht und bin ganz folgerichtig bei jemandem gelandet, der wirklich mit mehreren entfesselten Blitzen und Leuchtenstativen und Sucherkameras arbeitet – die Geschichte dazu schreibt Satoki Nagata auch gleich.

Sachen packen…

Ausrüstung sammeln und einpacken

So geht doch ein beliebtes Spiel, bei dem jeder in der Runde die Sachen seines Vorgängers aufzählt und dann noch was eigenes hinzufügt: Ich mache eine Reise und in meinen Koffer packe ich…

So ähnlich geht es mir beim Packen der Sache für Foto- und Video-Termine: nur nix Wichtiges vergessen. Und wenns nur der Puschel (Deadcat, Mini-Deadcat?) für Lavalier-Mikrofon ist: So klein und doch manchmal ziemlich wichtig.

Die oben gezeigten Sachen gehen in meine Fototasche, irgendwie. Eine größere Fototasche ist auch keine Lösung, muss man ja noch tragen können.

Ausrüstung sammeln und einpacken

Die Dinge aus dem mittleren Bild landen dann schon in einem extra Rucksack / Koffer etc.

Kniffliger wirds dann beim „Blech” auf dem untersten Bild: Alles in eine Tasche? Jedes einzeln verpacken? Sachen gar erst noch auseinandernehmen, wie den Follow Focus oder das Mini-Flycam? Schön, dass man bei den meisten Aufnahmen die ich mache mit dem Auto ganz nah drankommt.

Ausrüstung sammeln und einpacken

CheesyCam » DIY Video and Photography Projects

cheesycam.com

Ein schier unerschöpflicher Quell der Freude für alle, die ständig nach Erweiterungen für ihre SLR-Foto- oder Videoausrüstung suchen: CheesyCam » DIY Video and Photography Projects. Der Autor testet nicht nur so ziemlich alles, was man in diesem Bereich mal brauchen könnte.

Er verfasst meistens auch ein Video dazu, das die besprochenen Artikel im Gebrauch zeigt. Und er nennt Preise und Bezugsquellen. Oft genug nennt er als Alternative auch preiswerte Angebote aus der Bucht oder aus anderen Quellen. Oder er stellt gleich Projekte vor, bei denen er Ausrüstungsteile komplett selbst gemacht hat.