Instagram-Video-Stories mit zwei Apps erstellen

Instagram Video Stories: Aufwand und Spass sollten im richtigen Verhältnis stehen. Spark erlaubt einfache Aufnahmen, Sortierung und Schnitt der Clips.

Instagram Video Stories: Aufwand und Spass sollten im richtigen Verhältnis stehen. Spark erlaubt einfache Aufnahmen, Sortierung und Schnitt der Clips.

Instagram-Video-Stories – schnell oder perfekt?

Die Stories lassen sich aus der App heraus erzeugen, so einfach wie die Fotos für Deinen Account. Knifflig wird es an zwei Stellen: Zum Einen sind nicht alle Clips so verwertbar, wie Du sie aufgenommen hast. AmAnfang oder am Ende ist oftmals irgendetwas, was Du gerne herausschneiden möchtest. Und sei es nur ein verwackelter Teil vom Starten und Beenden der App. Und zum Zweiten wäre es natürlich hilfreich, wenn Du die Clips nachher zu einem langen Video schneiden könntest – und dennoch fertige 15-Sekunden-Clips zum Hochladen erhältst.

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Selfie-Tipps – die technische Seite

Selfie-Tipp: Fernsteuerung benutzen oder eine App.

Selfie-Tipp: Fernsteuerung benutzen oder eine App.

Selfies – und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich das einmal behaupte – brauchen die meisten von uns irgendwann. Und diejenigen, die nicht zwingend ein Selfie brauchen, die wünschen sich zumindest eines. Ein gutes natürlich. Und weil das Netz (gefühlt) überquillt von Tipps für das perfekte Selfie, gibts von mir an dieser Stelle die eher technischen Selfie-Tipps, die Dich möglichst gut aussehen lassen sollen.

Für viele sind Selfies kein Problem, sie werden am laufenden Band produziert und ebenso inflationär auch veröffentlicht. Es sind die Bilder für Freunde (und „Freunde” in den Sozialen Netzwerken), die mit dem ausgestreckten Arm entstehen. Gerne vor einem berühmten Hintergrund, oder zusammen mit anderen schönen Menschen oder zumindest mit einem Produkt, das man seinen Followern nahe bringen möchte. Weiterlesen…

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone: einfach und effektiv.

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone: einfach und effektiv.

Langzeitbelichtungen erfreuen sich unter Fotografen großer Beliebtheit. Kaum ein Instagram-Feed, der ohne Bilder von Wasserfällen mit Langzeitbelichtung auskommt oder von nächtlichen Straßen mit verwischten Scheinwerfer-Lichtern. Aber noch immer gibt es viele iPhone-Besitzer, die nicht alle Möglichkeiten ihrer Kameras ausgekundschaftet haben. Im Zweifelsfall greifen sie dann doch auf eine DSLR zurück. Hier gebe ich Dir drei Tipps, wie Du Langzeitbelichtungen mit dem iPhone gut hinbekommst.

Das Smartphone bietet viele Möglichkeiten, ggf. auch den Schutz vor verwackelten Bildern. Für „richtige” Langzeitbelichtungen brauchts aber immer ein Stativ mit einer Smartphone-Halterung. Ich habe in einer Seitentasche meines Rucksacks oder einer Umhängetasche immer ein Mini-Stativ von Joby dabei, manchmal auch das etwas schwerere von Manfrotto (Pixi).  Auch die dazu entsprechende Halterung fürs iPhone braucht zusammen geklappt wenig Platz.

Langzeitbelichtungen mit der Kamera-App

Ja, das kann die vorinstallierte App auch. Allerdings musst Du hier einen kleinen Umweg gehen, weil Du nicht direkt eine lange Belichtungszeit wie 10 Sekunden einstellen kannst. Du aktivierst in  der Kamera-App das kreisrunde Symbol für eine Live-Photo. Auch dazu solltest Du die Kamera auf einem Stativ befestigen. Wenn Dir das (wie beim Joby) etwas zu wackelig erscheint, kannst Du das Live-Bild auch mit dem Selbstauslöser kombinieren. Oder Du verwendest einen billigen Bluetooth-Fernauslöser benutzen.

Die Umwandlung der kurzen Drei-Sekunden-Video-Clips (denn nichts anderes verbirgt sich hinter den Live-Photos) geschieht, wenn Du das Bild in den gespeicherten Bildern aufrufst. Du darfst nicht auf ‚Bearbeiten‘ klicken, sondern das Bild nach oben wischen. Dann erscheinen darunter drei Möglichkeiten der Weiter-Bearbeitung. Das Mittel der Wahl heißt „Langzeitbelichtung”. Damit entsteht der gewünschte Effekt und das Bild ist damit in dieser Form in der Foto-App gespeichert.

Nachteil dieser Methode: Richtig lange Belichtungen (lange Lichtstreifen auf einer nächtlichen Straße) und die damit verbundenen Effekte funktionieren damit nicht. Für fließendes Wasser wie an an einem Wasserfall reicht das aber durchaus.

Slow Shutter

Natürlich gibts für fast alles die passende App, auch für Langzeitbelichtungen. Slow Shutter Cam kostet derzeit 2,29 € und macht genau das, was sie soll. Darüberhinaus ist sie eine clevere kleine Foto-App, mit der man zum Beispiel Fokus- und Belichtungspunkt trennen kann, einen Selbstauslöser programmieren kann oder Intervalle bestimmen kann für die Auslösung.

Auch nach dem Verwendungszweck der Langzeitbelichtung fragt die App: Bewegungs-Unschärfe, Light-Trails oder Low Light mit (Rauschreduzierung). Merke Dir die Belichtungsdauer, denn eine Anzeige dafür gibt es beim Auslösen nicht. Du musst einfach abwarten, bis nach der Aufnahme unten das Menü zum Speichern oder Bearbeiten erscheint, dann ist die Aufnahme beendet.

Camera+

Und schließlich kann auch eine der Universal-Kamera-Apps, die ich hier schon vorgestellt habe, prima mit Langzeitbelichtungen umgehen. In Camera+ (Preis derzeit 3,49 €) erscheint unten im Aufnahme-Fenster eine Angabe von Belichtungszeit und ISO-Wert. Die Blende kannst Du übrigens niemals verändern beim iPhone, auch nicht mit einer App. Dort tippst Du drauf und kannst dann die Belichtungszeit fast beliebig verändern bis 30 Sekunden). Während der Aufnahme wird die Belichtungszeit sichtbar heruntergezählt.

Dieses Feature und die angenehmen anderen Dienste wie Trennung von Fokus- und Belichtungspunkt oder die Wasserwaage für horizontale / vertikale Ausrichtung machen diese App zur wohl komfortabelsten Lösung für Langzeit-Belichtungen.

Spannende Foto-Exkursionen mit Erfolgserlebnis

Mein Fazit: Die Lösung mit der installierten Kamera-App ist für erste Experimente ganz ok. Du musst auf jeden Fall mindestens ein Mini-Stativ dabei haben und eine Smartphone-Halterung, dann kannst Du das schon bei der nächsten Wanderung ausprobieren.

Richtig Spass macht das Unternehmen Langzeit-Belichtungen mit den beiden vorgestellten Apps (es gibt sicher noch mehr). Wenn Du dann noch ein nicht ganz so kleines Reise-Stativ dabei hast (bei mir ist es das Rollei C5i Carbon), dann kannst Du alles ziemlich perfekt einstellen. Die Ergebnisse sind verwacklungsfrei und die Bildqualität ist gut und reicht nicht nur für die Webseite und Deine Social Media Profile.

 

Smartphone-Videos: großes Weihnachts-Kino

Smartphone-Videos werden mit einem kleinen Stativ deutlich besser.

Smartphone-Videos werden mit einem kleinen Stativ deutlich besser.

Gute Smartphones haben längst auch gute Kameras. Was hindert einen also daran, sein nächstes Videoprojekt mit dem Handy umzusetzen? Auch wenn es ein eher cineastisches Projekt werden soll? Meistens sind es Kleinigkeiten. Anschaffungen von Ausrüstungsgegenstände im niedrigen zweistelligen Bereich lassen sich mit dem Weihnachtsgeld umsetzen. Was wirklich oft hindert ist die Situation, mit einem Smartphone in der Hand als Kameramann aufzutreten. An Weihnachten können Sie das mit der geduldigen Verwandtschaft mal ausprobieren. Die Hemmschwelle für vermientliche Peinlichkeiten ist in dieser „geschützten” Umgebung in der Regel geringer.

Smartphone-Videos für Anfänger

Fast jeder hat die Videofunktion seines Handys schon mal ausprobiert. Und fast jeder war nachher ein bißchen enttäuscht. Klar, die Erinnerungen frischt ein kurzes Video viel besser auf, als ein paar Schnappschüsse. Aber meist wars verwackelt und der Ton war schlecht. Der Gesamteindruck also eher mau.

Wer den Mumm hat, seiner Umgebung als Kameramann gegenüber zu treten, wird oft belohnt. Wenn er ein paar Dinge beachtet.

Die passende App

Klar, es gibt eine App dafür. Die ist auch schon installiert. Aber im App Store gibts ja noch Profi-Apps, wie Filmic Pro für gerade mal 10 Euro. Tatsächlich gibts hier eine ganze Menge Einstellmöglichkieten. So kann man Fokus und Belichtungszone trennen. In diesem Video wird man durch die zahlreichen Einstellmöglichkeiten geführt.

Meiner Ansicht nach kommt da aber nichts wesentliches dazu. Alle wichtigen Eigenschaften sind im iPhone zum Beispiel schon festgelegt. Ich habe früher mal für ein iPhone eine Foto-App gekauft, mit der sich Blende und Verschlusszeit einstellen lassen sollten. Und wie jeder Fotograf weiß, sorgt eine offene Blende für einen schöne Bokeh-Effekt mit geringer Schärfentiefe.

Apple erlaubt aber keine Änderungen an der Blende. das Bokeh wird also vor allem durch die Entfernung zum Objekt festgelegt. Die einfache Video-App des iPhones genügt also völlig, auch wenn manche Einstellungen durch die Filmic-App einfacher sind. Und mehr Spass machen.

Ein Mini-Stativ passt auch in die Jackentasche.

Ein Mini-Stativ passt auch in die Jackentasche.

Verwacklung ausgeschlossen

Das störendste Element bei Video aus der Hand sind Verwacklungen. Zwar tut die eingebaute Bildstabilisierung (sofern vorhanden) einen guten Job. Besser ist es allemal, sich darauf nicht zu verlassen. Kleine Stative wie ein Gorillapod oder ein leichtes Reisestativ wirken Wunder. Selbst ein Mini-Kugelkopf des Reisestativs erlaubt sanfte Schwenks.

Externe Mikros verbessern die Audio-Qualität deutlich.

Externe Mikros verbessern die Audio-Qualität deutlich.

Ärgernis Ton

Und schließlich gehört der Ton eines Smartphone-Videos oft genug zu den großen Enttäuschungen. Lange Zeit waren alle Verbindungen eines Smartphones mit einem externen Mikrofon eine eher alberne Sache. Mit Handy und Mikrofon und einem langen Kabel macht wohl niemand eine gute Figur.

Das Rode Video Mic Me passt auf jedes Smartphone, hat keine Anschlussprobleme und der aufsteckbare Fell-Windschutz ist inklusive. In diesem Video werden die beiden kleinen Rode-Video-Mics verglichen, auch mit den internen Mikrofonen. Der Vergleich lässt keine Fragen offen: das 50-Euro-Mini-Mic Me ist die bessere Alternative.

Wer über Weihnachten den Testlauf gemacht hat kann nach den Feiertagen mit kleinen Videos zu anderen Themen auf Facebook und Co. punkten. Bei iPhones ist die Video-Schnitt-Software iMovie schon dabei. Mehr Spass macht der Videoschnitt auf dem großen Rechner.

Mein Tipp: Schneiden Sie großzügig. Im Gegensatz zu den Weihnachts-Videos liegt bei allen anderen Verwendungsmöglichkeiten: besser kurz und knackig.

Selbst die Halterung alleine - ohne Stativ - genügt in manchen Fällen schon zur Stabilisierung.

Selbst die Halterung alleine – ohne Stativ – genügt in manchen Fällen schon zur Stabilisierung.

Gimbal fürs iPhone: eine lohnende Anschaffung?

Vor wenigen Tagen hat Videofilmer Philip Bloom ein Handy-Video veröffentlicht. Wahrscheinlich eine Auftragsproduktion für Werbezwecke für den Handy-Hersteller. Das einminütige Video zeigte nicht so sehr die Vorzüge des Handys als vielmehr den sinnvollen Einsatz eines Gimbals: Diese Handheld-Geräte sind inzwischen für 200 bis 300 Euro zu haben, gleichen Wackler in drei Ebenen aus und erlauben auch sehr sanftes Schwenken.

Wie alle, auch die kleineren Videos, zeigt dieser Film, dass jemand mit soviel Erfahrung wie Bloom und einem Gespür für Bilder mit fast allem ansprechende Darstellungen kreieren kann.

Verwendet wurde dabei wohl ein eher preiswertes Gimbal von Zhiyun, preislich liegt das derzeit so um die 200 Euro.

Wenig später liefen die ersten Berichte und Videos ein von einem neuen Produkt des Drohnen-Herstellers DJI. Dort hatte man das an der Drohne eingesetzte Gimbal bereits zuvor mit der auch im Fluggerät verbauten 4K-Kamera angeboten. Mit 500 bis 600 Euro war diese Lösung wohl weniger massentauglich. Jetzt wurde zur IFA ein neues Gimbal vorgestellt, das DJI Osmo mobile.

Es kann mit Smartphones eingesetzt werden und eine App zaubert all die beeindruckenden Fähigkeiten der Drohnen-Kamera aufs Handy. Preisangabe derzeit 330 €, allerdings ist das Gimbal derzeit nur direkt beim Hersteller erhältlich.

Wer bereits ein gutes Handy für Video-Aufnahmen nutzt der erhält damit wohl eine der besten Lösungen, auf schnellem Weg unverwackeltes Material in guter Qualität zu bekommen.

Hier zwei Produktvorstellungen in englisch und deutsch. (Nein, das ist keine bezahlte Werbung.)