Analoge Fotografie: Was bringt das Fotografieren mit Film?

Analoge Fotografie: Die Rückkehr zum Film bringt nicht nur Nachteile.

Analoge Fotografie: Die Rückkehr zum Film bringt nicht nur Nachteile.

Analoge Fotografie hat noch immer ihre Anhänger – und wie ich finde, vollkommen zurecht. Natürlich möchte ich die Digitalfotografie nicht mehr missen. Und ich möchte nicht zurück auf den Stand von vor 20 Jahren. Aber wer eine alte Kamera für Kleinbildfilm oder Rollfilm in die Hand nimmt, der nähert sich dem Thema Fotografie auf ganz neue Weise. Du kannst viele neue Entdeckungen machen – und das meiste erfolgreich aufs digitale Fotografieren übertragen.

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Druckerfrust: Herbstfarben

Herbstpanorama

Nachdem ich jahrelang mit meinen Epson-Fotodruckern viel Freude hatte, kam in den letzten Tagen doch etwas Frust auf. Die Freud eberuhte bislang vor allem darauf, dass die üblichen Tintenstrahler-Marotten nicht auftraten. Keine ewigen Düsenreinigungen, eingetrockente Farben oder fehlende Formate. Da Epson-Fotodrucker ziemlich gut mit auch extremen Panoramaformaten zurecht kommen und selbst das Fotopapier auf der Rolle noch ganz erschwinglich ist, nutze ich meinen Drucker vor allem für Panoramas (bis zu 50 cm Länge). [EPSON Fotopapier semigloss 210mmx10m kostet rund 55 Euro und reicht bei mir für 19 Panos.]

Gescheitert bin ich letztlich an Fotos mit knalligen Herbstfarben meiner letzten Urlaubsreise: Die wurden auch nicht annähernd so natürlich wiedergegeben, wie auf meinem Monitor. Da half auch alles drehen an den Einstellungen nichts und nachdem das Fotopapier ja gleich meterweise durchläuft, stieg ich für Testdrucke auf kleinere Formate um.

Letztlich beschloss ich, eines der unter Fotografen am meisten gelobten Fotolabors zu nutzen, Whitewall. Und ich muss neidlos anerkennen, dass das dort gut gelöst wurde. Bei Preisen von knapp sechs Euro für Panoramaabzüge keine schlechte Alternative zum Fotodrucker, zumindest bei „Problemfällen”.

Hipstamatic-Abzüge: superschick, superschnell

Verrückt: Da kauft man sich ein teures iPhone, um damit Fotos zu machen, die einen analogen Chic haben. Statt sich die Digitalfotos mit den verschiedenen Hipsta-Pacs nur auf dem iPhone oder dem Computer anzusehen, kann man jetzt freilich noch einen (analogen) Schritt weiter gehen: und Papierabzüge machen lassen.

Hipstamatic-Abzüge in schicker Verpackung

Hipstamatic-Abzüge in schicker Verpackung

Im Hipstamart kann man seit einiger Zeit Abzüge von seinen Fotos bestellen – direkt aus der App oder auch über den Computer (was ich etwas komfortabler finde). Warum sollte man das tun und nicht einfach zu einem Billig-Anbieter gehen, der die quadratischen Fotos eben eine Nummer zu groß ausdruckt (in der Regel gibt es keine quadratischen Formate bei digitalen Bilderdiensten)? Einfache Antwort: Die meisten Dienstleister nehmen es mit dem Beschnitt nicht so genau. Das macht nichts aus, solange oben am Himmel eben mal 2 Milimeter fehlen.

Bei Fotos aus der Hipstamatic ist aber ein (gestalteter) Rand mit dabei, und wenn von dem an einer Seite was fehlt, dann sieht das ziemlich schlimm aus.

Stilvoll gerahmt

Stilvoll gerahmt

Der Hipstamatic-Service über die Website ist ziemlich gut und funktioniert ähnlich schick wie die App. Zunächst muss man mal etwas rechnen. Es gibt die Abzüge in 4 inch, 7 inch, 10 inch und 30 inch, also in 10,16 cm, 17,78 cm, 25,4 cm und 76,2 cm. Ich habe ein 9er Pack mit den 7 inch Aufnahmen bestellt, das sind 19,99 Dollar plus, der Versand mit einer überaus schicken Hülle schlug in diesem Fall (diese Menge, diese Größe) mit 3,91 Dollar zubuche. In Euro sind das 16,88 Euro für neun Bilder.

Innerhalb etwa einer Woche waren die Abzüge bei mir. Schon alleine das Auspacken ist eine Freude. Die Qualität ist gut, der Preis meiner Meinung nach in Ordnung und die Lieferzeit ok.

Wer für seine Hipstamatic-Abzüge übrigens noch passende Rahmen sucht, der wird bei dem bekannten schwedischen Möbelhaus fündig: Dort gibts die Rahmen mit einem Passepartout (das für diese Größe nicht passt) recht preisgünstig. Rahmengröße ist etwa 25×25 cm außen, 22×22 cm innen. Ich werde beim nächsten Mal darauf achten, dass ich Fotos mit einem schwarzen Rand nehme, zB aus dem Pistil Film. Dazu ein weißer Hintergrund und weiße Rahmen – falls es die auch in weiß gibt. Sonst hilft Holzfarbe weiter.

Gute Qualität, vergleichsweise rasche Lieferung

Gute Qualität, vergleichsweise rasche Lieferung

Blog-Bilder verkaufen: Der Stilpirat

Der Stilpirat

Der Stilpirat

Das eigene Blog als Plattform um die eigenen Fotos zu veröffentlichen – das ist schon ganz schön. Noch schöner wäre es, wenn man die Fotos auch gleich auf diesem Wege verkaufen könnte. Nun sind die Programmierer von WordPress beispielsweise schon recht umtriebig, aber eine solche Lösung zeichnet sich bei Blog-Software generell noch nicht ab.

Findige Fotografen wie Der Stilpirat finden dennoch einen Weg. Der auch als „Heidefotograf“ aktive Steffen Böttcher nutzt zum Beispiel www.fineartprint.de. Dort werden die Motive in verschiedenen Ausführungen agezeigt (zum Beispiel als Leinwand, gerahmt oder als Poster). Man kann verschiedene Ausführungen und Größen wählen und direkt bestellen.

Wieviel letztlich vom Erlös beim Fotografen ankommt und ob sich das Ganze insgesamt lohnt – darüber erfährt man leider recht wenig auf den diversen Fotografen-Websites, die diesen oder einen anderen Service nutzen. Immerhin muss man durch die kleine Darstellung und die Verwendung von Wasserzeichen nicht fürchten, dass die eigenen Bilder einfach in relativ höher Auflösung für andere Zwecke heruntergeladen werden.

Aber natürlich ist Der Stilpirat auch so ein lesenswertes Blog. Von der at-Adresse sollte man sich nicht täuschen lassen, die Heimat des Fotografen liegt im deutschen Norden.

fineartprint.de

fineartprint.de