Zweitkamera: eine Actionkamera

Zweitkamera: Eine sollte immer dabei sein, die GoPro (auch ein älteres Modell) bietet sich da an.

Zweitkamera: Eine sollte immer dabei sein, die GoPro (auch ein älteres Modell) bietet sich da an.

Jeder braucht eine Zweitkamera. Also zumindest jeder, der mit großer Sicherheit brauchbare und abwechslungsreiche Fotos nach Hause bringen will. In früheren Zeiten habe ich in meiner DSLR-Ausrüstung stets ein zweites Gehäuse der gleichen Marke mitgeschleppt. Falls die Hauptkamera mal ausfällt, so die gängige Begründung. Das ist das Sicherheits-Argument.

Tatsächlich machte sich das Zweit-Gehäuse aber viel öfters nützlich, als nur in Notfällen (die es nur sehr sehr selten gab). Da war es zum Beispiel hilfreich, eine Zweitkamera dabei zu haben, die eine andere Brennweite verwendet. Oder eine, die man irgendwo abstellt und die dann automatisch Videos oder Zeitraffer-Aufnahmen machen lässt. Oder eine, die man mal mit Saugnapf auf die Motorhaube montiert, ohne dass man gleich den finanziellen Ruin riskiert. Weiterlesen…

Außenaufnahmen: Produktfotos draußen

Außenaufnahmen: Produktfotografie draußen macht oft nicht nur mehr Spass, sondern bietet auch viel mehr Möglichkeiten.

Außenaufnahmen: Produktfotografie draußen macht oft nicht nur mehr Spass, sondern bietet auch viel mehr Möglichkeiten.

Gute Produktfotos braucht heute fast jeder irgendwann – für die Webseite, einen Shop, ein Angebot bei Ebay oder für die Sozialen Medien. Deswegen hatte ich hier schon mal beschrieben, wie Du ohne großen Aufwand zuhause zu guten Bildern kommst.

Hier gehts zum Video: Weiterlesen…

Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtungen

Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtungen malen Leuchtspuren ins Bild.

Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtungen malen Leuchtspuren ins Bild.

Über Langzeitbelichtungen und Nachtaufnahmen hatte ich hier schon mal geschrieben und gezeigt, wie einfach das mit dem iPhone geht. Und dass die Ergebnisse überraschend gut sind. Die Einschränkungen, so hatte ich damals geschrieben, liegen einzig und allein in dem kleinen Sensor. Der hat beim Smartphone nun einmal bei schlechtem Licht ein gewisses Bildrauschen. Und zwangsläufig aufgrund der Größe des Sensors eine geringere Auflösung.

Aber wer von seiner ersten Foto-Pirsch für Nachtaufnahmen mit guten Ergebnissen nach Hause gekommen ist, der will vielleicht nun doch auch die großen Abzüge haben von seinen guten Bildern. Und schielt deswegen auf Kameras mit größeren Sensoren wie MicroFour Thirds, APS-C oder gar Vollformat.

Das Vorgehen ist auch hier nicht besonders knifflig. Um aber nicht gleich die ersten Stunden in dunkler Nacht komplett zu verschwenden, hier ein paar Tipps.

Was sind Nachtaufnahmen?

Nachtaufnahmen sind zumindest nach meiner Definition alle Aufnahmen, die ich nicht mehr verwacklungsfrei aus der Hand machen kann. Und dabei ist diese Grenze in den vergangenen jahren beständig ausgeweitet worden. Die Sensoren haben einen größeren Dynamikumfang, die Objektive und Kameras habe (manchmal beide) eine Bildstabilisation, die ein paar Blendenstufen ausmachen kann.

Andererseits wird es richtig spannend ja nicht an der Grenze von Freihand- zu Stativ-Aufnahmen (die vielleicht bei maximal einer Sekunde liegen kann). Eindrucksvollere Ergebnisse gibt es in einer Spannweite von etwa 5 bis 30 Sekunden. Das ist der Bereich (ab 5 Sekunden), wo Bewegungen im Bild richtig gut sichtbar werden. Andererseits liegt die maximale automatische Belichtungszeit bei vielen Kameras bei 30 Sekunden. Wer länger belichten will, der muss auf Fernsteuerungen zurückgreifen oder mit der Stoppuhr in der Hand in der Einstellung ‚Bulb‘ herunterzählen.

Mittlere Blendenwerte

Manchmal ist es einfach nicht dunkel genug, um vor allem in Städten auf lange Belichtungszeiten von 30 Sekunden oder mehr zu kommen. Und die brauchst Du zum Beispiel für Nachtaufnahmen mit schönen Leuchtspuren. Mit zwei Sekunden gibts nicht viele Spuren. Einfach zu lösen, sollte man meinen: Du blendest einfach ab. Aber bei sehr hohen Blendenwerten werden Deine Bilder nicht schärfer, sondern unschärfer. Abblenden für mehr Schärfe funktioniert, wenn Du von offener Blende wie 1,7 um zwei Stufen abblendest. Bei ganz hohen Werten dagegen sorgt die Lichtbeugung für unscharfe Kanten (Beugungsunschärfe). Also doch besser Graufilter nehmen.

Bildrauschen

Es ist wie früher bei den hochempfindlichen Filmen: Je höher die Empfindlichkeit des Films war, desto mehr Korn hast Du gesehen. Bei digitalen Kameras ist das ganz genau so – und noch schlimmer. Bei langen Belichtungszeiten kommt auch bei ISO 100 immer Bildrauschen dazu. Das kannst Du hinterher zum Beispiel in Lightroom mildern.

Mir gefallen die Ergebnisse besser, die meine Kamera (Canon EOS M6) mit ihren Einstellungen hin bekommt. Dort kann ich eine Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtungen einschalten. Und / oder High ISO Rauschreduzierung. Kleiner Nachteil ist, dass die Bilder in der Kamera gleich nach der Kamera nachbearbeitet werden. Du musst also ein paar Sekunden abwarten, bis das Bildverarbeitet ist. Da Nachtaufnahmen meistens keine Serienaufnahmen sind und auch sonst keine Eile haben, kann ich damit leben.

Mein Favorit ist Mischlicht: Das letzte Tageslicht plus Beleuchtung.

Mein Favorit ist Mischlicht: Das letzte Tageslicht plus Beleuchtung.

Das brauchst Du für Nachtaufnahmen

1. Stativ

Eine Selbstverständlichkeit. Dabei ist es in den meisten Fällen und gerade zu Beginn egal, ob es ein Mini-Stativ ist, ein kompaktes Reisestativ oder ein Profi-Gerät. Die Zeiten haben sich allerdings dahingehend geändert, dass heute auch Profis kaum mehr gewillt sind, zusätzlich zu Kamera-Ausrüstung auch noch 5 Kilo Stativ mitzuschleppen.

2. Kugelkopf oder Video-Neiger

Viele empfinden den Video-Neiger als komfortabler. Er lässt sich in jeder Ebene getrennt verstellen. Ein Kugelkopf schwenkt nach Lösen der Arretierung in alle Richtungen. Ich plädiere schon aus Gewichtsgründen für einen qualitativ guten kleinen Kugelkopf, wie er in guten Reisestativen verbaut ist.

3. Kamera

Die Kamera sollte Belichtungszeiten automatisch bis zu 30 Sekunden nutzen können. Das ist gerade bei kompakten Kameras nicht immer der Fall. Dort geht die Maximal-Einstellung bis zu einer Sekunden, danach kommt mit T eine ‚Bulb‘-Einstellung, bei der man selbst und manuell Anfang und Ende der Verschlusszeit festlegt. Ggf. findet man je nach Modell einen Fernauslöser und Intervall-Auslöser, der sich auch gut für Timelapse-Aufnahmen einsetzen lässt.

Während bei Leuchtspuren gilt ‚je länger desto besser‘ sollte man bei Aufnahmen des Sternehimmels vorsichtiger zu Werke gehen. Nach meiner Erfahrung sind 20 Sekunden ein gutes Limit, damit die Sterne durch die Bewegung am Himmel nicht unscharf werden. Außer natürlich, man will genau diese Bewegung zeigen.

Außerdem sollte die Kamera einen Selbstauslöser haben. Sie sind ein Garant dafür, dass die Berührung der Kamera beim Auslösen keine Verwacklungen verursacht. Praktisch sind Einstellungen nicht nur für längere Zeiten (10 Sekunden) sondern kurze (ab etwa 2 Sekunden). Je nach Situation und Zahl der Aufnahmen kann es elend sein, jedes Mal noch lange auf die Auslösung zu warten.

4. Funk-Fernauslöser

Davon gibt es heute eine Vielzahl von Modellen, auch ganz preiswerte. Sie sind der komfortable Ersatz für den Selbstauslöser an der Kamera, denn sie erlauben berührungsfreies Auslösen.

5. Objektiv

Am sichersten haben sich bei mir lichtstarke Weitwinkel-Objektive erwiesen. Sie lassen mit Blenden ab 2,8 Raum bei den Belichtungszeiten und ISO-Werte. Und Weitwinkel-Aufnahmen sind relativ unempfindlich gegen Verwacklungen. Normal- und Tele-Brennweiten dagegen reagieren oft schon empfindlich auf stärkeren Wind.

6. ND-Filter

Egal wie man zu Filtern steht. Ein Graufilter oder ND-Fader (der sich stufenlos verstellen lässt) hilft ungeheuer. Vor allem, wenn man seine Langzeitbelichtungen nicht bei Dunkelheit sondern schon in der Dämmerung machen möchte. Leuchtspuren durch die Lichter von Autos beispielsweise wirken meiner Meinung anch besonders gut, wenn man die Landschaft noch im Dämmerlicht erkennen kann.

Geisterzug: Bewegte Dinge wie Fußgänger, Autos, Züge kann man auf diese Art gespenstisch ausblenden.

Geisterzug: Bewegte Dinge wie Fußgänger, Autos, Züge kann man auf diese Art gespenstisch ausblenden.

7. Extras

– Zusätzliche Akkus. In kalten Nächten saugen die Langzeitbelichtungen besonders am Akku. Wer schon einen oder zwei Standorte für Aufnahmen hinter sich hat, der sollte darauf gefasst sein, dass je nach Kameramodell der Akku in die Knie gehen kann. Übrigens: Bei Kameras mit kleinen Sensoren halten die Akkus meist länger, als bei großen Sensoren.

Sucherabdeckung. Die spielt bei klassischen Spiegelreflexkameras eine Rolle. Denn hier kann auch durch den Sucher Licht einfallen. Die Kleinteile gehen besonders gerne verloren, erst recht bei Nachtaufnahmen. Billigen Ersatz findet man bei Fremdherstellern, so dass man sich schmerzfrei auch eine Abdeckung in Reserve kaufen kann.

– Brille / Lupe. Zumindest bei mir als Brillenträger verschlechtert sich die Sehfähigkeit vor allem bei Dunkelheit. Aber auch bei Tageslicht habe sich Displaylupen als hilfreich erwiesen. Meist werden sie über die Stativhalterung oder einen Magnetrahmen am Display befestigt.

Taschenlampe / App. Zuerst brauchst Du die ganz banal, weil Du in manchen Situationen in der Dunkelheit einfach nichts mehr an Deiner Kamera erkennst. Gut, das Display leuchtet und führt Dich durch das Menü. Aber die Knöpfe und Rädchen haben sich ergonomisch ins Gehäuse eingefügt, sind schwer zu ertasten. Und wer sein Kameragehäuse noch nicht in- und auswändig kennt, tut sich schwer (Geht mir auch so, obwohl ich dachte, ich kenne meine Kameras.)

– Noch mehr Licht. Wer hat sich das noch nicht gewünscht, dass in einer dunklen Umgebung eben doch ein Detail herausgehoben werden sollte. Zum Beispiel einen Gegenstand anstrahlen, eine Person aufhellen, Bäume oder Häuser ausleuchten. In der Nachbearbeitung sind die Möglichkeiten beschränkt. Wer eine Taschenlampe oder eine Stirnlampe dezent einsetzt, der kann Personen oder Gegenstände damit sprichwörtlich ins rechte Licht setzen. Um allerdings das richtige Maß zu finden und eine Überbelichtung zu vermeiden, muss man einige Testaufnahmen einplanen – und üben.

Neuer Leitfaden: Langzeitbelichtungen

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone - dazu gibts einen kostenlosen Leitfaden bei der Annmeldung zum Newsletter.

Langzeitbelichtungen mit dem iPhone – dazu gibts einen kostenlosen Leitfaden bei der Annmeldung zum Newsletter.

Je nachdem wo man mitliest, bekommt man das vielleicht nicht mit: Es gibt einen neuen Leitfaden als kleine Belohnung für die Anmeldung zu meinem Newsletter. Das Video und der Blogpost zum Thema Langzeitbelichtung mit dem iPhone stieß auf großes Interesse. Und ich selbst finde die Methoden genial und einfach, und die Ergebnisse bestechend.

Und deswegen habe ich die wichtigsten Infos noch einmal ganz knapp in einem PDF zusammengefasst.

Natürlich gibts noch andere gute Gründe für die Anmeldung zum Newsletter: Es gibt monatlich eine kleine Zusammenfassung und einige Infos, die es nicht ins Blog geschafft haben.

Natürlich kann man sich jederzeit wieder vom Newsletter abmelden. Hinweise zum Newsletter auch in meiner Datenschutzerklärung.

Hier gehts zur Anmeldung für meinen Newsletter

Hochformat-Videos für IGTV

Hochformat-Videos für IGTV

Hochformat-Videos für IGTV

Videos im Hochformat wurden ja oft belächelt. Vielleicht ändert sich das jetzt, nachdem der Instagram-Ableger IGTV mit eigener App das bislang ungeliebte Format hoffähig macht. Natürlich – und das ist ja auch Sinn und Absicht der ganzen Aktion – kann man wie bisher auch bei allen anderen Sozialen Medien mit seinem Smartphone problemlos Hochformat-Videos erstellen und hochladen.

Dieses Mal ist aber tatsächlich auch einiges anders. Das fängt schon damit an, dass Instagram bisher eben die reine Smartphone-Geschichte war. Auch die Instagram-Stories, für die Hochformat-Videos verwendet werden konnten, mussten vom Smartphone kommen. Nun kann man über seinen Desktop-Rechner Videos auf IGTV hochladen. Das zeigt auch ein bißchen die Richtung, in die die Macher von IGTV schielen. Youtuber nämlich filmen kaum mit dem Smartphone für die Videos auf ihrem Kanal. Sie nutzen Kameras, gerne die großen, teuren mit den tollen neuen Features. Und sie arbeiten am Rechner, um aus ihren Aufnahmen tolle Videos zu machen.

Deswegen an dieser Stelle ganz kurz die Anleitung, wie man mit geringer Youtube- und Video-Erfahrung auf dem eher konservativen Weg zu Hochformat-Videos kommt. Die Clips müssen länger als 15 Sekunden sein (das ist die Obergrenze bei Stories) und können derzeit maximal 10 Minuten lang sein.

Hochformat-Videos: Fast alle Aufnahmen sind brauchbar

Das ist die gute Nachricht. Fast alles, was man an Aufnahmen in seinem Archiv hat ist brauchbar, um daraus beispielsweise mit FCPX neue Hochformat-Videos zu erstellen. Am besten sind natürlich neue Hochformat-Aufnahmen mit dem Smartphone. Sie haben von vorneherein das ideale Maß von 1080 x 1920. Man kann sie einfach in die Timeline ziehen und fertig.

Mindestens genauso gut brauchbar sind alle Fotos, auch die im Querformat. Hier ist die Auflösung nämlich schon von Hause aus so groß, dass man ohne weiteres einen Ausschnitt mit 1080 x 1920 Pixeln bei Bildschirmauflösung 72 dpi herausschneiden kann. Beim iPhone 6s sind 4032 x 3024 Pixel. Da kann man bestenfalls sogar verschiedene Bildteile einzeln verwerten.

Nicht ganz so gut sieht es bei den herkömmlichen Video-Aufnahmen aus, die man im Querformat gemacht hat. Die müssen deutlich vergrößert werden und verlieren damit eindeutig an Qualität. Besser sieht es mit 4K-Videos aus. Die haben eine Auflösung von 3840 x 2160.

Hochformat-Videos sind mit jedem Schnittprogramm am Desktop recht einfach zu erstellen.

Hochformat-Videos sind mit jedem Schnittprogramm am Desktop recht einfach zu erstellen.

Die Arbeitsweise

Wer schon einiges mit FCPX oder anderen Schnitt-Programmen gemacht, für den ist das nicht grundlegend neu. Man legt ein neues Projekt an und wählt als Video-Format „Angepasst“. Die Auflösung ist jetzt standardmäßig mit 1920 x 1080 angegeben, das ändert man von Hand in 1080 x 1920. Und bei der Framerate behält man am besten den Wert bei, den die Kamera hat, von der das meiste Material kommt.

Zieht man einen Querformat-Clip in die Timeline passt alles, wie gehabt.

Wenn man nun einen Querformat-Clip in die Timeline zieht, sieht man im Vorschaufenster, dass der im Querformat erscheint und nur einen Teil des Hochformat-Fensters ausfüllt. Man wählt den Befehl transormieren und kann den Clip vergrößern, bis er den ganzen Rahmen ausfüllt. Mit Anfassern in der Mitte kann man den Clip so verschieben, dass man den richtigen Ausschnitt sieht.

Zieht man ein Bild in die Timeline, muss man auch hier wieder vergrößern, hat aber deutlich mehr Reserven wegen der besseren Auflösung. Wenn man Bewegung ins Bild bringen möchte und den Ken-Burns-Effekt auswählt, ist das Ergebnis aber sehr bescheiden. Hier muss man bei der verkleinerten Darstellung bleiben und in dem kleinen Querformatfenster die beiden passenden Rahmen wählen.

Export der Hochformate

Idealerweise exportiert man die Hochformat-Clips aus FCPX mit Compressor, dabei erhält man gute Qualität bei geringer Dateigröße. Auch wenn man in Compressor schon das passende Hochformat angelegt hat, muss man nachher noch einmal im Reiter Video die Bildgröße korrigieren. Bei mir springt das automatisch auf einen größeren Wert.

Wichtig ist auch, gleich ein passenden Thumbnail / Titelfoto zu erstellen, vorzugsweise im Bildbearbeitungsprogramm seiner Wahl.

Die Clips auf dem Mac auswählen und per AirDrop aufs iPhone ziehen. Von dort über die App IGTV veröffentlichen und dabei auch das Titelbild nicht vergessen.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile sind die leichtere Bearbeitung an einem größeren Bildschirm. Inklusive Korrekturen, Ausschnitten, Color-Grading. Auch die Anpassung der Geschwindigkeiten der Clips vom Zeitraffer bis Slomo lassen sich leicht erledigen. Und ggf. kann man da auch nachhelfen, etwas schneller, langsamer machen und mit Optical Flow auch qualitativ verbessern. Auch das Stabilisieren ist bei vielen Clips hilfreich. Es gibt wohl nur wenige, die längere Arbeiten am Mini-Bildschirm erledigen wollen.

Ebenfalls hilfreich ist, dass man alle Clips in seiner Ordnerstruktur am Schreibtisch-Rechner ablegen kann und damit später leichter wieder drauf zugreifen kann.

Vorteilhaft ist sicher auch, dass man im derzeitigen IGTV-Angebot mit solchen „handgemachten” Hochformat-Videos einen Bonus hat gegenüber all denjenigen, die ihre alten Querformat-Filme dort einstellen und hoffen, dass die Nutzer ihr Smartphone eben quer halten.

Der einzige Nachteil ist in meinen Augen der erhöhte Zeitaufwand. Aber wer Videos für Youtube gemacht hat (oder Clips für die Instagram Stories), der findet sich schnell in eine Routine ein und wird mit besserer Qualität belohnt.