Ausführlicher Vergleich von ND Fadern für HDSLR

Variable ND Filter Shootout from Dave Dugdale on Vimeo.

Alle Fotografen schauen wohl in dieser Zeit nicht nur nach Geschenken für ihre Liebsten sondern prüfen auch, ob die Kasse für kleinere Foto-Anschaffungen reicht: Geschenke für sich selbst nennt man das wohl.

In der Kategorie „kauf ich gleich, kost nicht viel” fallen auch ND-Filter oder besser gesagt: Fader. Das sind diejenigen Graufilter-Vorsätze, die sich stufenlos anpassen lassen. Die englische Bezeichnung „Variabel Neutral Density Filter“ trifft es ein klein wenig besser, finde ich. Der Sinn liegt vor allem im Videobereich darin, dass man die geringe Tiefenschärfe seiner teureren, lichtstarken und meist auch qualitativ guten „Prime-Linsen” eben auch bei guten Lichtverhältnissen nutzen kann, indem man mit dem variablen Graufilter Licht wegnimmt und mit offener Blende filmt. Fotografen zeigen für dieses Vorgehen übrigens meistens nur Unverständnis: die teuren lichtstarken Linsen nun dunkler machen? Bei Videos ist das oftmals sehr sinnvoll.

Wie auch immer: Das sind Produkte, die es in einer großen Spannweite von Preis und Qualität gibt. Da mein größtes Objektiv (und das größte, das ich demnächst anzuschaffen beabsichtige) einen Durchmesser von 77 mm hat, liegt es nahe, den Fader in dieser Größe zu kaufen und dann den Filter mittels Adapterringen (Step-Up) an kleinere Objektiv-Durchmesser anzupassen.

Variable Graufilter - ND Fader

Variable Graufilter – ND Fader

Dave Dugdale von der Website www.learningdslrvideo.com hat nun einen seiner stets sehr ausführlichen und wie ich finde sehr objektiven Berichte genau diesem Thema gewidmet. Glück für mich, denn eines der getesteten Modelle war mein bisheriger Favorit, der LCW Fader ND MKII, und der fiel sinnigerweise gleich zu Beginn aus dem Rennen.

Und die übrigen Ergebnisse von Dave Dugdale legen nahe, dass auch die preiswerten Varianten wie ein weiterer Favorit von mir, der Walimex Graufilter ND-Fader wahrscheinlich im Testfeld einen schweren Stand gehabt hätten: Die Favoriten dort liegen nämlich in der 150 bis 200 Dollar-Klasse. Ein Ergebnis, das durchaus nachvollziehbar ist: Auch bei Objektiven gibt es schließlich nur ganz wenige sehr preiswerte Produkte, die qualitativ mit den teureren Modellen mithalten können.

Nachvollziehbar finde ich auch die Haltung des Testers, der den superteuren Linsen sehr kritisch gegenüber steht: Bis zu 500 Dollar kann man für die zwei gegeneinander drehbaren Frontlinsen zahlen – soviel wie andernorts für ein richtiges Objektiv mit mehreren Linsen.

Die Suche nach den Testsiegern auf dem deutschen Markt erweist sich als einigermaßen schwierig: Genus und Tiffen sind bei uns nicht gerade häufig zu finden, und wenn dann eher in den gängigeren, kleineren und preiswerteren Durchmessern.

Interessant wäre natürlich, die Testsieger des US-Tests im mittleren Preissegment nochmal gegen die preiswerteren Linsen anzutreten zu lassen, die es bei uns so zahlreich von verschiedenen Anbietern gibt. Zumal natürlich auch der Verdacht nahe liegt, dass gerade die preiswerteren Modelle, die unter verschiedenen Namen und in verschiedenen Preisklassen angeboten werden, letztlich doch vom gleichen Hersteller aus Fernost stammen.

Wer die Testsieger aus Daves Test (oder andere Modelle dieses Tests) mit einem Affiliate-Link aus daves Artikel kaufe3n möchte, der unterstützt solche löblichen Projekte. Als Faustregel kann man wohl den dort angegebenen (meist günstigeren) US-Preis in Dollar gleich 1:1 in Euro umrechnen, da beim Import Steuer und Zollgebühren anfallen.

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