Inspirierendes aus sozialen Netzwerke: Mal schauen, was die anderen machen

Unlängst habe ich hier über meine Zweifel an Pinterest geschrieben. Nicht, dass ich das nicht eine tolle Sache fände. Aber – und darauf weisen immer mehr Leute hin – es kann auch juristisch etwas zweifelhaft sein, wenn man sich mit Bildern anderer Urheber schmückt.

Dabei ist Pinterest natürlich nur einer von vielen solcher Dienste, aber wahrscheinlich der, der gerade den spektakulärsten Raketenstart hinlegt.

Unbeachtet der aktuellen Diskussion um Urheberschaft: Schon immer schauen die Kreativen natürlich gerne nach, was die Kollegen so machen. Fotografen, Designer, Webentwickler, sie alle leben auch von den Inspirationen, die sie von anderen Seiten bekommen.

Für mich mit die besten Quellen sind:

500px

500px

Wurde als Alternative zu Flickr zuerst hoch gelobt. Ist jüngst erst überarbeitet worden und bietet viele qualitativ hoch stehende Fotos. Außerdem belegt die Website meiner Ansicht nach sehr gut, dass im kreativen Bereich eine Masse engagierter Amateure (dort sind aber auch Profis vertreten) leicht eine viel größere Anzahl toller Ergebnisse liefern kann, als eine kleine Schar von Profis.

Natürlich bildet solch eine Sammlung immer auch aktuelle Trends sehr schön ab. Und wer einen Einstieg in den Markt sucht, der kann sich solchen Trends dann leicht anschließen (oder mit Grausen abwenden).

Ach ja, und natürlich gibts auch eine App dafür.

Fancy

Fancy

Ich glaube, Fancy könnte man gut als den direkten Konkurrenten zu Pinterest sehen. Fancy-Empfehlungen sind zB auch sehr gut und oft in der iPad-App Flipboard vertreten. Das Prinzip ist das gleiche wie bei Pinterest, die Darstellung nicht ganz so pfiffig.

Dribble

Dribble

Dribble dagegen ist wiederum eher mit 500px zu vergleichen: Hier sind es die Kreativen selbst, die sich präsentieren. Allerdings dieses Mal nicht auf Fotografie beschränkt, sondern in einem größeren Spektrum. Und: Man kann hier nicht so einfach mitmischen, sondern braucht eine Einladung. Interessant auch, dass es statt der üblichen Einteilung auch ”Debuts” und „Playoffs” gibt.

E-Books: Möglichkeiten und Verdienst

E-Books für KindleAmazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen
E-Books sind das Thema, das mich 2012 noch einige Zeit beschäftigen wird. Während ich bislang vor allem die technische Seite im Blick hatte, beschäftige ich mich nun auch mit Vertriebsfragen – das ist spannend und ein genauso weitreichendes Thema. Da ist es hilfreich, wenn jemand über seine Erfahrungen berichtet, und das nicht nur einmal sondern fortlaufend. Zum Beispiel hier auf der Seite literaturcafe.de (das auch für zahlreiche andere interessante Beiträge gut ist): Jahresübersicht: Was wir 2011 mit unserem E-Book verdient haben.

Nun sind die Angaben dort schwerlich vergleichbar mit dem, was „Normalbürger” machen: Die besucherstarke Website literaturcafe bietet hervorragende Bedingungen, um gerade dieses Buch zu diesem Thema zu promoten. Und es erhielt – nicht zuletzt deswegen – auch tatkräftige Unterstützung dadurch, das andere Medien dies aufgegriffen haben.

Und schließlich beschäftigt sich das E-Book genau mit dem Kernthema aller E-Books: Geld verdienen. Ähnliches kann man beim Thema Internet beobachten, wo diejenigen Websites besonders viel Geld verdienen, bei denen thematisch eben ums Geldverdienen im Internet geht.

Auf jeden Fall erhält man mit dem hilfreichen und informativen Artikel jede Menge Infos. Noch besser ist da fast nur noch der ebenfalls dort veröffentlichte Übersichtsartikel mit dem fortlaufend ergänzten Erfahrungsbericht: Das eigene Kindle-E-Book bei Amazon verkaufen.

Logisch, dass man bei soviel Unterstützung natürlich auch gerne das E-Book kauft, um das es geht: Für 2,99 Euro erhält man den Titel Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen zum Download auf Kindle und / oder iPad.

Pinterest – das neue große Ding?

Screenshot der Pinterest-Seite

Facebook, Google+ und jetzt Pinterest: Vor Jahren hätte man sich noch über findige Köpfe gefreut, die an Software frickeln, mit denen das Netz „umgänglicher” wird, mit denen Interaktion und Kommunikation verbessert werden.

Wer allerdings die Medien aufmerksam verfolgt, der hat eher das Gefühl, dass jetzt Goldgräberstimmung herrscht bei großen Unternehmen, die ihr Geld in riesige Datensammelmaschinen pumpen.

Doch egal, die Hintergründe interessieren mich an dieser Stelle erst mal wenig, zunächst geht um die fast kindliche Freude am Entdecken: Mit Pinterest erhält man eine große, schicke Pinwand, auf der man seine Fundstücke aus dem Netz sammeln kann. Wer also viel auf diversen Websites unterwegs ist, der kann hier leicht Artikel, Fotos und Websites an seine Wand pinnen, an verschiedene nach Themen sortierten Boards. Und weil das Ganze unter dem Überbegriff Social Media läuft (oder Datensammelmaschine) geht es wie bei anderen Plattformen auch darum, dass man sich anderen mitteilt und schaut, was andere machen.

Meine erste Freude wurde allerdings schlagartig getrübt, als ich feststellen musste, dass auf diese Weise fremde Inhalte noch leichter und oberflächlicher herausgepickt werden können – ohne dass der sonst übliche Werbe-Effekt für die Herkunftsseite auftreten müsste. Mit anderen Worten: Jemand kann seine Pinwand mit tollen Bildern und Fundstücken spicken, ohne dass ein Brosamen davon an die eigentlichen Erzeuger / Anbieter zurückgeht.

Das war bisher anders: Was ich in meinem Blog vorstelle, das wird verlinkt, auch auf Facebook sind die Ursprünge ja in der Regel zurückzuverfolgen. Und Bilder von fremden Websites zu klauen war bisher sowieso tabu: Ein Vorschaubild erschien meistens noch ok, evt. auch als Screenshot und dafür gibts einen Backlink.

Auf Pinterest konnte ich mich durch ganze Bildertafeln klicken ohne einen Anhaltspunkt zu finden, wer das eigentlich gemacht / fotografiert hatte. Ich habe freilich auch schnell gelernt, dass andere das sorgfältiger und fairer handhaben, mit Link zum Urheber. Eine kurze Recherche ergab schnell, dass auch Fachleute das durchaus kritisch sehen (t3n:„Pinterest und die rechtlichen Grenzen beim Teilen und Verlinken”).

Wieder andere stellen das, wenn ich das richtig verstanden habe, so dar, dass ein kometenhafter Aufstieg der neuen Plattform dazu führen könnte, dass das Urheberrecht den neuen „Erfordernissen” angepasst wird – was ich etwas gruselig finde: Es müssen nur genügend Leute mitmachen, damit man Rechte und Ansprüche kippt?

Meine erste Begeisterung ist auf jeden Fall erstmal einer Ernüchterung gewichen.