Bringt Apple am Donnerstag ‘GarageBand für E-books’

Bringt Apple GarageBand für E-Books?

An verschiedenen Stellen im Netz verdichten sich die Gerüchte, (Apple reportedly announcing ‘GarageBand for E-books’ on Thursday, dass Apple bei seiner Präsentation am Donnerstag nicht nur Neuigkeiten im pädagogischen Bereich vorstellen wird. Von einer Software ähnlich Garageband für die Erstellung von E-Books wird gemunkelt. Für mich wäre das der Hit.

Meine Recherche nach Möglichkeiten zur Erstellung E-books auf dem Mac hat zwar inzwischen schon reichlich Material zusammengetragen. Aber eine vergleichbare einfache und preiswerte Lösung wie GarageBand – oder andere, günstige Apple-Apps – ist nirgendwo in Sicht. Auf der anderen Seite ist der Bedarf nach solch günstigen und einfachen Lösungen, wie man sie von Apple vermuten könnte, schier unüberschaubar.

Gerade viele der unbekannteren Autoren, die bei der Verlagssuche viel Zeit und Kraft einsetzen, liebäugeln immer öfter damit, ihre Werke im Eigenverlag auf elektronischem Wege zu veröffentlichen. Angefeuert durch einige Erfolgsgeschichten schwimmen sich etliche Autoren und Journalisten sozusagen gerade frei, was die Kooperation mit Verlagen angeht. Gar nicht zu reden von den tausenden noch unerfahrenen Schreibern, die sich zur Veröffentlichung ihrer Werke berufen fühlen.

Endlich mal wieder ein Apple-Termin, von dem ich mir das Durchschlagendes erhoffe.

Route und Havarie der Costa Concordia im Landkartenblog

Die Route der Costa Concordia

Karten, genauer gesagt Landkarten, sind für mich ein schier unerschöpflicher Quell der Freude – normalerweise. Naja, in diesem Fall freut einen das nicht unbedingt, aber das Landkartenblog, das mit schöner Regelmäßigkeit nicht nur interessante Karten-Infos veröffentlicht sondern gelegentlich auch brandaktuelle, zeigt hier auf zwei Seekarten (landkartenblog.de: Schifftracker Gemitrafik zeigt vollständige Route der Costa Concordia und wie das Schiff eingezeichnete Felsen rammte) den genauen Hergang, der zur Havarie führte. Im Blogpost gibts zwei schöne Karten, die man auch vergrößern kann.

Rückblick: Meine Buchfavoriten 2011

Jeder Deutsche kauft im Jahr etwa 10 bis 11 Bücher (genauer habe ichs nicht). Da liege ich wohl deutlich über dem Durchschnitt. Dazu kommen noch Bücher, die ich ausleihe, das ist auch eine beträchtliche Menge.

Wenn ich am Ende des Jahres jedoch zurückblicke, dann sind es immer nur wenige, die einen tieferen Eindruck hinterlassen habe und noch weniger, die einen bleibenden Eindruck hinterließen.

Die Steve Jobs Biografie

1. Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers
) Da sind die Eindrücke wohl auch noch am frischesten und sicher auch verstärkt durch das Mediengeschehen um den Tod des Apple-Gründers. Ich habe auch schon die erste Biografie von Young / Simon
gelesen, trotzdem war dieses Buch von Walter Isaacson noch spannend für mich. Ich bin ein ziemlicher Fan vieler Apple-Produkte, beeindruckt hat mich aber am meisten, dass diese oft als genial empfundenen Ideen von jemandem durchgesetzt wurden, der im persönlichen Umgang wohl eher als, naja, nicht gerade einfach einzuschätzen ist. Auch gute radikale Ideen müssen wohl mit viel Druck durchgesetzt werden. Oder anders ausgedrückt: Gestaltung, Entwicklung, Kreativität ist zunächst keine allzu demokratische Sache. Wo sich Mehrheitswille durchsetzt ist Originalität eben nicht zu erwarten.

2. Krimis: Die neue Almen-Reihe von Martin Suter (z.B. Allmen und die Libellen). Ich lese ziemlich viele Krimis, also muss auch einer auf diese Liste. Es gab zwar viel Spannendes 2011, aber mir widerstrebt der Trend, das Geschehen eines Krimis immer weiter zu steigern: Unter einem verrückten Serienmörder tuts ja heute fast kein Autor mehr, fast immer geht letztlich darum, die Welt zu retten. Da finde ich die Suter-Geschichten wohltuend unaufgeregt und nicht so blutrünstig. Meine Phantasie genügt, um mir ausreichend schreckliche Dinge vorzustellen, man muss mir Grausamekiten nicht bis ins letzte Detail beschreiben.

Das erzählerische Talent Suters wurde ja mit dem Erscheinen der Allmen-Reihe geradezu überschwänglich gelobt, so dass viele sicher mit zu hohen Erwartungen an die doch recht schmalen Büchlein gegangen sind. Alles in allem aber ist das eine Reihe, die ich sicher weiterverfolgen werde. Und das ist mehr, als man von vielen anderen Autoren sagen kann. Im Gegenteil habe ich in diesem Jahr eine ganze Reihe von Bestseller-Krimi-Autoren gestrichen, die sich für mich totgelaufen haben.

Mein wunderbarer Wohnwagen

3. Bildband: Mein wunderbarer Wohnwagen. Nicht immer sind es die spektakulärsten Geschichten, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Buch „Mein wunderbarer Wohnwagen” macht sich an dieser Stelle vielleicht etwas seltsam. Aber wenn man selbst Bücher veröffentlicht hat und weitere veröffentlichen möchte, dann sieht man einiges mit anderen Augen. Also auch mit Blick auf einen wirtschaftlichen Erfolg.

Kurzum: Dieses Buch ist originell, exotisch, vom Konzept her gut und inhaltlich und optisch beinahe ideal umgesetzt. Das mag für viele andere Bildbände auch zutreffen – aber die gehen trotzdem sang und klanglos unter. Dieses hier hat Aufmerksamkeit in den Medien bekommen und es hat sich – soweit ich das beurteilen kann – auch gut verkauft. Was sicher auch etwas damit zu tun hat, dass es schon in England recht erfolgreich war.

Ich stelle mir gerne vor, wie man das einem deutschen Verleger vor 12 Monaten angeboten hätte, und welch höhnisches Gelächter man dafür geerntet hätte. Ehrlich gesagt: Ich hätte mein Geld auch nicht darauf verwettet, dass das ein Erfolg wird. Umso schöner. Ach ja, und natürlich ist es auch ein Symbol dafür, wie mächtig der gegenwärtige Retro-Trend ist, der sich auch 2012 fortsetzen wird.

Fotoprofis über die Schulter geschaut

Schreibtischfotos: Die Hardware der Kreativenso heißt ein aktueller, mehrteiliger Artikel, den man derzeit auf Spiegel online nachlesen kann. Grundsätzlich Neues erfährt man zumindest dann nicht, wenn man selbst viel fotografiert, egal, ob man sich jetzt Profifotograf nennt oder nicht.

Aber einige Dinge, die man als Fotograf immer wieder Außenstehenden erklären muss, sind klar benannt und man findet diese Aspekte auch oft in anderen „Arbeitsplatzbeschreibungen” von Profifotografen. Offensichtlich sind diese Aspekte aber außerhalb der Profi-Kreise wenig bekannt.

Epson-Drucker für A3-Formate: wenn schon, dann groß
Epson Stylus Photo R3000 – A3, Wifi, Ethernet

Wenn schon, dann groß: Epson R3000 – A3, Wifi, Ethernet (Kosten: etwa 650 Euro)

Fotodrucker – am besten: gar keiner

1. Fotografen haben meist gar keinen so tollen Drucker: Oft tut es ein Billigmodell. Grund dafür ist, dass die Fotos eben auch digital geliefert werden. Und dass Druck-Dienstleister bessere Ergebnisse liefern, als der Fotodrucker im Arbeitszimmer. Nur selten sieht man die großen teueren Modelle, die auch richtig große Formate ausdrucken.

Standard in diesem Bereich sind am ehesten Epsondrucker. Von den Preisen für Tintenpatronen muss man hier gar nicht sprechen. Da ist der Dienstleister auch wieder die sauberere Lösung: Der liefert Bilder samt Rechnung und keiner meint, die paar Ausdrucke könnten doch nix extra kosten. Whitewall scheint keine schlechte Lösung zu sein.

Grafik-Tablet: Für große Monitore sollte es schon A4 sein
Wacom Intuos 4 M A5 wide Grafiktablett

Tablet Wacom Intuos 4 M a5 wide – für Photoshoparbeiten auf großen Bildschirmen (Kosten: 300 bis 400 Euro).

Tablets als Mausersatz

2. Dass Bildbearbeitung große Monitore braucht, hat sich herumgesprochen. Dass die meisten Fotografen ihre Bilder mit Hilfe eines Grafiktabletts bearbeiten wohl eher nicht. Und dann ist es auch keines der kleinen, praktischen, preiswerten Tablets sondern gleich ein größeres, meist auch wireless. Nur wenige halten – im wörtlichen Sinne – an der Maus fest.

Standard ist eine Wacom-Lösung, bis 27 Zoll meistens ein A5-Format, danach besser A4. Ach ja, und natürlich am besten auch wireless.

NAS-Server: Speicherplatz kann man nie genug habenSynology DS211j NAS (1.2GHz,128MB,3x USB 2.0, 1XLAN)

Mindestens 2 unabhängige Firewire-Platten, viele Fotografen schwören auf NAS-Server (Kosten: Etwa 200 Euro, Festplatten dazu extra kaufen)

Datensicherung: Gigabyte für Fotos und Videos

3. Auch für mich ein unendliches Thema, bei dem noch keine wirklich gute und zukunftssichere Lösung in Sicht ist: Datensicherung. Fast alle Profifotografen arbeiten mit mehreren Festplatten in einem Raid-System. Aber nix hält ewig: Auch Festplatten haben eine begrenzte Lebensdauer. Oftmals müssen Daten auch transportabel sein, das System muss beliebig erweiterbar und Einzelteile austauschbar sein.

Hier muss man sich wohl einmal für eine begrenzte Zeit festlegen, wohlwissend, dass das eigene System bald durch eine neue Lösung abgelöst wird. Und anders als bei anderer Hardware, wie zum Beispiel einem Grafiktablett, stöpselt man hier nicht einfach das alte aus und das neue ein. Mit der Zunahme von Videos auch im Fotografenbereich hat sich das Ganze eher potenziert, weil hier zigmal soviele Daten anfallen.

iPod Nano umgetauscht – gegen das neue Modell

iPod Nano: lieber alt statt neu

Vor einiger Zeit hatte ich hier ja schon über die iPod-Nano-Rückrufaktion berichtet. Das ging etwas durcheinander und hat – zumindest für mich – auch etwas unschön geendet.

Ich war natürlich davon ausgegangen, das mein schicker iPod Nano der ersten Generation in weiß mit 2 GB dadurch wieder auf Vordermann gebracht wird. Es ging ja nur darum, dass die Batterie vielleicht nicht durchhalten könnte. Auch in vielen Foren äußerten Nano-Beistzer die Hoffnung, auf ein generalüberholtes Modell der Design-Ikone mit Click-Wheel.

Als jetzt am 5. Dezember das Päckchen von Apple zurückkam war ich doch ziemlich enttäuscht, als ich – ohne jeden Kommentar dazu – sozusagen als Ersatz das aktuelle Modell des iPad Nano erhielt. Als Gegenwert mag das viele iPod-Nutzer ja erfreut haben. Für mich ist das allerdings kein Ersatz.

Ich verstehe auch nicht, wie man in einem Unternehmen, das sich für das Design seiner Produkte rühmt, so einen Umtausch ohne Rücksprache arrangiert. Gehen die davon aus, dass man einfach jedes Apple-Produkt so toll findet, dass man es wahllos gegen irgendetwas anderes aus dem gleichen Haus austauschen kann?

Liebe Apple-Leute: So treu eure Fans und Anhänger auch sein mögen, ihr solltet vielleicht doch etwas behutsamer mit ihnen umgehen. Zumindest eine Rückfrage, ob ich mit solch einem Umtausch einverstanden bin, hätte ich erwartet. Das hätte sicher eure kostbaren Ressourcen strapaziert. Aber ich zahle ja bisher auch ohne Murren einen Apple-Aufschlag für viele Produkte. Und in meinem Fall hättet ihr so das Geld für einen nagelneuen iPad Nano gespart…