Fotoprofis über die Schulter geschaut

Schreibtischfotos: Die Hardware der Kreativenso heißt ein aktueller, mehrteiliger Artikel, den man derzeit auf Spiegel online nachlesen kann. Grundsätzlich Neues erfährt man zumindest dann nicht, wenn man selbst viel fotografiert, egal, ob man sich jetzt Profifotograf nennt oder nicht.

Aber einige Dinge, die man als Fotograf immer wieder Außenstehenden erklären muss, sind klar benannt und man findet diese Aspekte auch oft in anderen „Arbeitsplatzbeschreibungen” von Profifotografen. Offensichtlich sind diese Aspekte aber außerhalb der Profi-Kreise wenig bekannt.

Epson-Drucker für A3-Formate: wenn schon, dann groß
Epson Stylus Photo R3000 – A3, Wifi, Ethernet

Wenn schon, dann groß: Epson R3000 – A3, Wifi, Ethernet (Kosten: etwa 650 Euro)

Fotodrucker – am besten: gar keiner

1. Fotografen haben meist gar keinen so tollen Drucker: Oft tut es ein Billigmodell. Grund dafür ist, dass die Fotos eben auch digital geliefert werden. Und dass Druck-Dienstleister bessere Ergebnisse liefern, als der Fotodrucker im Arbeitszimmer. Nur selten sieht man die großen teueren Modelle, die auch richtig große Formate ausdrucken.

Standard in diesem Bereich sind am ehesten Epsondrucker. Von den Preisen für Tintenpatronen muss man hier gar nicht sprechen. Da ist der Dienstleister auch wieder die sauberere Lösung: Der liefert Bilder samt Rechnung und keiner meint, die paar Ausdrucke könnten doch nix extra kosten. Whitewall scheint keine schlechte Lösung zu sein.

Grafik-Tablet: Für große Monitore sollte es schon A4 sein
Wacom Intuos 4 M A5 wide Grafiktablett

Tablet Wacom Intuos 4 M a5 wide – für Photoshoparbeiten auf großen Bildschirmen (Kosten: 300 bis 400 Euro).

Tablets als Mausersatz

2. Dass Bildbearbeitung große Monitore braucht, hat sich herumgesprochen. Dass die meisten Fotografen ihre Bilder mit Hilfe eines Grafiktabletts bearbeiten wohl eher nicht. Und dann ist es auch keines der kleinen, praktischen, preiswerten Tablets sondern gleich ein größeres, meist auch wireless. Nur wenige halten – im wörtlichen Sinne – an der Maus fest.

Standard ist eine Wacom-Lösung, bis 27 Zoll meistens ein A5-Format, danach besser A4. Ach ja, und natürlich am besten auch wireless.

NAS-Server: Speicherplatz kann man nie genug habenSynology DS211j NAS (1.2GHz,128MB,3x USB 2.0, 1XLAN)

Mindestens 2 unabhängige Firewire-Platten, viele Fotografen schwören auf NAS-Server (Kosten: Etwa 200 Euro, Festplatten dazu extra kaufen)

Datensicherung: Gigabyte für Fotos und Videos

3. Auch für mich ein unendliches Thema, bei dem noch keine wirklich gute und zukunftssichere Lösung in Sicht ist: Datensicherung. Fast alle Profifotografen arbeiten mit mehreren Festplatten in einem Raid-System. Aber nix hält ewig: Auch Festplatten haben eine begrenzte Lebensdauer. Oftmals müssen Daten auch transportabel sein, das System muss beliebig erweiterbar und Einzelteile austauschbar sein.

Hier muss man sich wohl einmal für eine begrenzte Zeit festlegen, wohlwissend, dass das eigene System bald durch eine neue Lösung abgelöst wird. Und anders als bei anderer Hardware, wie zum Beispiel einem Grafiktablett, stöpselt man hier nicht einfach das alte aus und das neue ein. Mit der Zunahme von Videos auch im Fotografenbereich hat sich das Ganze eher potenziert, weil hier zigmal soviele Daten anfallen.