Ein Blick in die Zukunft: Theo Jansen’s Strandbeests

Auf die merkwürdigen Wesen des Niederländers Theo Jansen bin ich nun schon ein paar Mal gestoßen. Und sie faszinieren mich immer noch. Im obigen Video hat sich sogar die altehrwürdige BBC der mobilen Kunstformen angenommen. Wer noch mehr suchen möchte, der findet auf den gängigen Video-Plattformen unter dem Namen des niederländischen Künstlers weiteres Material.

Vielleicht muss man sich eine kindlich-naive Freude an bewegten Apparaten erhalten haben, um das nicht nur als schön zu empfinden, sondern als Kunst. Mir geht es so, und ähnlich wie die Brunnen des Schweizers Tinguely (dem in Basel ein ganzes Museum gewidmet ist) könnte ich mir so etwas stundenlang ansehen.

Video zum „Tatort“ Product Placement ist verschwunden

Ich dachte ja, das ist ein Thema das eh nur Randgruppen interessiert: Journalisten, Filmemacher, ein kleines Häuflein von Medien-Experten eben. In einem knapp dreiminütigen Video war auf Youtube einige Zeit lang zu sehen, wie das Fahrzeug der Tatort-Kommissarin Charlotte Lindholm ins „rechte Licht” gerückt wurde.

Und obwohl ich den Tatort gesehen hatte: Der Zusammenschnitt der Auto-Szenen mit dem Hinweis auf das jeweilige Feature, das hier gerade demonstriert werden sollte, hat mich doch beeindruckt.

Nu isses weg: NDR vernichtet Spuren am „Tatort“. Der Journalist Stefan Niggemeier hat das Verschwinden dieses Videos aufgegriffen und die zahlreichen Kommentare auf seiner Website zeigen, dass das wohl doch ziemlich viele Leute gesehen haben.

Mein erstes, kindlich naives Staunen über diese Praktiken, die vom NDR wohl dementiert werden, liegt schon längere Zeit zurück. Damals, in den 90ern, habe ich mich darüber gewundert, wie in einem Film zum Thema Weinbau so oft ein Kombi einer bestimmten Automarke durch die Weinberge fuhr. Bis ich über einen Produktionskostenzuschuss der Autofirma las – und damals noch recht empört darüber war.

Heute gehe ich eigentlich schon davon aus: Wenn in einem Film etwas besonders ins Licht gerückt wird, dann zahlt auch einer dafür. Das erhöht die Sympathiewerte für den Hersteller zwar nicht automatisch, aber andererseits macht es auch ein bißchen Spass herauszufinden, wer an welchen Themen in welcher Form interessiert ist, um dort sein Produkt zur Schau zu stellen. Auch wenn ich aus dem Kino komme denke ich manchmal darüber nach, wie solche Kooperationen wohl zustande kommen und was das den Herstellern wert ist.

Light-it-Magazin-App: Viel Spass für wenig Geld…

Das Light-it-Magazin von Scott Kelby

Naja, Spass ist vielleicht nicht der richtige Begriff für Fotografen, die eine iPad-App testet. Aber diese hier macht schon Spass finde ich: „Light it” ist ein kleines Magazin des Fotografen und Foto-Trainers Scott Kelby, über den ich ja unlängst schon hier geschrieben habe.

Genau dieser Scott Kelby, der schon ungezählte Bücher, Zeitschriftenartikel und Videos veröffentlicht hat, hat eine (kostenlose) iPad-App für Fotografen entwickelt, mit der man sich Magazine zum Thema Licht und Blitzlicht in der Fotografie herunterladen kann.

Das kostet pro Ausgabe knapp 2,40 Euro, eine kostenlose Probeversion gibt es ebenfalls. Der Erscheinungstermin ist bislang etwas unregelmäßig, weil die Herausgeber wohl Workflow und iTunes-Verhalten noch nicht richtig eingeschätzt haben. Wie auch immer: Die kostenlose Probeausgabe finde ich gut. Nicht so teuer wie eine Hochglanz-Fachzeitschrift, sehr praxisorientiert, die Werbung hindert den Lesegenuss nicht und das Magazin ist wirklich interaktiv und Multimedial. Einfach in der Bedienung, dazu relativ schnell im Download und in der Darstellung.

In meinen Augen ist das ein guter Weg, und es wundert mich nicht, dass die großen Verlage mit Ihren Fotozeitschriften (nach meiner Kenntnis) noch nichts vergleichbares auf die Beine gestellt haben. Aber Scott Kelby ist ein Praktiker und hat sicher auch die nötigen Kontakte (und das nötige Kleingeld) um ein solches Projekt zu stemmen.

Aside-Mag: ein iPad-Magazin auf HTML5-Basis

Das Aside-Mag

Da ich selbst zur Zeit nach Möglichkeiten suche, schöne Apps fürs iPad zu erstellen hat mich das natürlich interessiert: Erstes iPad-Magazin auf Html5-Basis kommt aus Berlin meldet macnews.de.

Man findet es hier und kann auch direkt mit dem iPad dorthin steuern: Das Aside-Mag

Doch in der Praxis hat mich das noch nicht ganz überzeugt: Die Installation geht natürlich schneller als über iTunes. Auch der Download ist ja eigentlich recht flott geschehen. Dann aber hakelt es im Seitenaufbau und in der Grafik, das kennt man aus „richtigen” Apps so nicht unbedingt.

Aber die Idee, eine Beinahe-App mit Bordmitteln zu erstellen hätte natürlich für das Heer der Webdesigner schon einen gewissen Charme. Ich bin da zu wenig Fachmann um beurteilen zu können, ob das in naher Zukunft auch besser klappen wird. Bis dahin wird man für eine App wohl noch ziemlich tief in die Tasche greifen müssen und sich einen Programmierer dafür an Land ziehen müssen.

Meedia.de: Tageszeitungsapps für das iPad

Man hört es von allen Seiten, aber natürlich hat es bislang kaum jemand richtig „getestet”: Das Angebot von Zeitungen für das Tablet, speziell für das iPad, scheinen noch nicht so richtig in Gang gekommen zu sein. Eine oft gehörte Kritik ist, dass – ähnlich wie in den Anfangstagen der Webauftritte für Zeitungen – nicht auf das Medium eingegangen wird. Meistens erfolgt eine Übernahme der Inhalte, ohne dass man besonderen Wert legt auf Interaktivität oder den Einsatz verschiedener Medien wie Bilderschauen und Videos oder Verknüpfungen zu anderen Web-Angeboten.

Bei den Websites der Tageszeitungen haben uns mittlerweile wohl alle mal durchgekämpft. Und wenn die eigene regionale Zeitung kein passendes Angebot hat, dann locken die überregionalen auch nur begrenzt zum Umstieg vom Print-Medium auf die Online-Variante.

Auf meedia.de hat man jetzt das Angebot der Zeitungen speziell fürs iPad untersucht: Meedia: Zeitungen auf dem iPad: Tops und Flops. Untersucht werden jeweils die Kategorien Interaktivität, Multimedia, Optik, Nutzerfreundlichkeit, Inhalt sowie das Preis- /Leistungsverhältnis (max. 5 Punkte).

Das Ergebnis ist nicht – wirklich überraschend – etwas bescheiden. Der Test ist wirklich erhellend, er nennt die digitalen Vorreiter genauso wie die Mitläufer, die einfach nur das PDF in eine App packen. Lesenswert nicht nur für diejenigen, die jetzt schon iPad benutzen.

Geplant sind auch weitere Folgen zu Wochenzeitungen und Magazinen sowie eine zu Special Interest Titeln. Man darf gespannt sein.