Roman als Roadmovie: „Tschick” von Wolfgang Herrndorf

Tschick von Wolfgang Herrndorf. Mögen Sie Road Movies? Haben Sie gute Erinnerungen an den ”Fänger im Roggen”, den Sie vielleicht in der Schulzeit gelesen haben? Dann ist wahrscheinlich Tschick für Sie das Buchm das Ihren Tag oder das Wochenende rettet.

Eigentlich bin ich Krimileser und damit ja schon ganz gut ausgelastet. Wenn ich nach einer anderen Lektüre greife (was ja auch oft vorkommt), dann gibts dafür immer einen bestimmten Anlass oder Anknüpfungspunkt. Ein Platz auf der Bestsellerliste genügt nicht.

Tschik hat einen Charme, dem ich nicht widerstehen konnte. Maik Klingenberg, Jugendlicher aus ”guten Verhältnissen” steht vor den Sommerferien, die er allein am Pool der elterlichen Villa verbringen soll. Doch dann Tschick auf: Schulkamerad zwar, aber doch aus einer ganz anderen Welt. Nach kurzen Wirrungen beginnt eine Reise ”in die Walachei“, die aber eigentlich doch nur die deutsche Provinz ist, mit einem geklauten Wagen, einigen Abenteuern und zwei schönen Freundschaften.

Eine Lektüre, die einige Jugenderinnerungen aufleben lässt und zum Aufbruch ermuntert – wohin auch immer. Also das Passende für aufkommende Frühlingsstimmung und Sommergefühle.

Was mich vor nicht allzu langer übrigens ebenso angesprochen hat und eine ähnliche Geschichte jugendlichen Aufbruchs in New York berichtet, das ist „Du wirst schon noch sehen wozu es gut ist“ von Peter Cameron. Eine ausführlichere Besprechung dieses Buches gibt es hier.

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