Medien: Kein Geld mehr für Fotos?

Tja, so knapp lassen sich die neuesten Entwicklungen im Journalismus (kann man das in diesem Fall noch so nennen?) zusammenfassen. Freelens berichtet auf seiner Website: Gruner + Jahr ohne Bildredakteure – und das ist erschreckenderweise genauso gemeint. Für Titel wie SCHÖNER WOHNEN, HÄUSER, LIVING AT HOME, ESSEN & TRINKEN, ESSEN & TRINKEN FÜR JEDEN TAG, BEEF!, FLORA GARTEN, DOGS und den Verlag NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND und einige andere Bereiche sollen die Redaktionen reduziert werden. Die Bildredaktionen sollen ausgelagert werden, heißt es dort. Wer je in einer Redaktion gearbeitet hat tut sich schwer mit dem Gedanken, dass eine Bildredaktion „ausgelagert“ wird…

Nach meiner Einschätzung setzt sich damit ein Trend um so radikaler fort, den es schon lange gibt. Grundton der Argumentation bei vielen Verlagen: Gute Bilder gibt es zuhauf und kostenlos. Zeitungen bedienen sich ebenso ungeniert bei Wikipedia, Flickr und Co. wie Buchverlage. Ganze Bildbände entstehen unter der Voraussetzung, dass es ausdrücklich kein Geld für Bilder gibt: Die könne sich der zuständige Autor / Redakteur kostenlos bei denen holen, die im Buch vertreten sein sollen.

Dass auch renommierte Verlage von dieser Entwicklung nicht verschont bleiben zeigt eine andere Meldung von Freelens: Demnach hat die New York Times einer Fotografin ganze 750 Dollar Fotohonorar angeboten für eine vierwöchige Reportage auf See. Geschätzter Kostenpunkt: 10.000 Dollar.

Die Fotografin Lindsey Hoshaw ließ sich dann „sponsern“ von Spot.Us. Die NYT nannte weder den Sponsor in der Reportage, noch verlinkte sie auf die Homepage der Fotografin. Dafür beanspruchte sie das Copyright an den Fotos…

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„Blackfriday“ – auch bei uns

Apple Angebote zum Black Friday

Apple Angebote zum Black Friday

In den USA hat er eine lange Tradition, ebenso wie Thanksgiving und Halloween: Der „Black Friday“ ist der letzte Freitag im November und da beginnen die Amerikaner – kollektiv – mit ihren Weihnachtseinkäufen. Um die Sache in Schwung zu bringen, machen die Händler für diesen Tag spezielle Angebote. Das soll nun auch zu uns rüberschwappen.

Cyberport hat für heute Rabatte angekündigt, Amazonscheint das dagegen für den deutschen Markt nicht übernehmen zu wollen, während Apple es sogar offensiv bewirbt und teilweise ganz ordentliche Preisnachlässe gewährt.

Auch wenn manches etwas aufgesetzt wirkt, was wir aus den USA übernehmen: Diese Geschichte könnte sich bei uns gut durchsetzen.

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Nachklapp zum „Welt am Sonntag” eMag: Überflüssig

Nachdem es nun wirklich verblüffend einfach war, an einen Gutschein-Code zu kommen, habe ich auch das Welt am Sonntag eMag getestet. Und: Ich bin enttäuscht.

Aufmachung und Navigation sind noch recht klar und einfach. Was die sogenannte eMag-Oberfläche nun besser machen soll um an „normale“ Inhalte zu kommen – Text und Bild, Flash, Audio, Video – erschließt sich mir nicht. Da ist nichts, was man nicht genauso gut – oder besser – mit einem ganz normalen Redaktionssystem und dem vernünftigen Einsatz von „normalen“ Mitteln plus Flash, Audio und Video hinbekommen hätte. Plus etwas Werbung zur Finanzierung. 1,50 Euro pro Ausgabe ist zwar erschwinglich, aber dafür?

Alles wirkt etwas langsamer, lädt relativ lange, lässt sich dafür aber – mit deutlichen Abstrichen an der Schärfe – im Vollbildmodus darstellen. Langsames Aus- und Einblenden neuer Seiten mag beim ersten Mal effektvoll sein – danach nervt es und hält unnötig auf.

Schade, dass das, was man jedem Einsteiger ins Internet predigt – Besucher sollen schnell und einfach an gute Inhalte kommen, angemessener Einsatz von Multimedia und ein bißchen Werbung ist auch ok – bei den Profis der Medienwelt nicht ankommt.

Mein sonntäglicher Gang zum Bäcker wird weiterhin durch den Einkauf eines kiloschweren Printprodukts der Sonntagspresse gekrönt werden – auch wenn das teurer ist.

PS: Die Werbung im eMag hätte mich ja interessiert, aber die habe ich beim Durchklicken nicht gefunden.

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Freelens zeigt die deutschen Fotobuchpreise

Die deutschen Fotobuchpreise 2010

Die deutschen Fotobuchpreise 2010

Interessierte Fotografen machen sich dafür jedes Jahr auf die Suche: Wer hat die begehrten Fotobuchpreise bekommen, was steckt dahinert, was will oder soll man kaufen. In diesem Jahr gibts eine schöne und ziemlich ausführliche Darstellung bei Freelens: Die deutschen Fotobuchpreise sind vergeben | FREELENS .

Buch und Fotograf werden kurz porträtiert, das Cover und die bibliographischen Angaben sind auch dabei. Prima, Dankeschön!

Die angegebenen Preise bis zu 250 oder gar 500 Euro machen einen zwar leicht schwindlig. Aber auch in der Preisklasse bis etwa 60 Euro habe ich einige vielversprechende Titel entdeckt.

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E-Magazine: Die Zwischendinger aus dem Printbereich

E-Mag der Welt am Sonntag

E-Mag der Welt am Sonntag

Zugegeben: Das einzige E-Magazin, das ich regemlmäßig verfolge ist 4Seasons von globetrotter.de. Der Outdoor-Ausrüster betreibt auch mit seinem Videoportal eine gute Lösung, um auf allen Schienen Appetit auf seine Angebote zu machen.

Das scheint mir in diesem Fall auch nicht allzu schwer: Hier geht es immerhin um Erlebnisse, weniger um Outdoorjacken und Wanderschuhe. Die wollen die Leser dann schon fast von alleine, wenn sie erst Lust auf eigene Unternehmungen bekommen haben. Das Upload-Magazin hat unlängst einige der sogenannten Corporate E-Mags vorgestellt, aber in keinem Bereich hat mich das Konzept so überzeugt, wie hier. Auch beim Medium Magazin, einer Journalisten-Zeitschrift, erscheint mir der Anreiz nicht ganz so hoch.

Jetzt erscheint am Wochenende erstmals das E-Mag der Welt am Sonntag – zum Preis von 1,50 pro Ausgabe. Netterweise wird im Text darauf hingewiesen, dass einige Werbeartner speziell animierte Anzeigen geschaltet haben.

In meinen Augen ist das kein Pluspunkt. Wenn ich schon für Online-Inhalte zahlen soll (was ich nicht tun werde), dann es der Hinweis auf verstärkte Werbung dort kein Anreiz, im Gegenteil.

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