Die „Über-mich”-Seite

Selfies helfen auch der „Über-mich”-Seite auf die Sprünge.

Selfies helfen auch der Über-mich-Seite auf die Sprünge.

Seltsamerweise ist bei Bloggern eine der unbelebtesten Seiten die „Über-mich”-Seite. Gerade die, die (fast) jeden Tag etwas schreiben. Die viel surfen, auf anderen Websites unterwegs sind und meistens auch gleich wissen wollen, wer da wohl wieder dahinter steckt. Nur wenn es darum geht, sich selbst darzustellen, in Worten und Bildern, da hapert es oft.

Dabei ist es doch ziemlich peinlich, oder? Da schreibt einer über Themen aus seinem Bereich, klug und lesenswert. Und meistens sind Blogger ja auch Experten, die gerne jemandem einen Rat mit auf den Weg geben. Woran liegts also, dass man die „Über-Mich”-Seite verkümmern lässt? Und was kann man besser machen?

„Über-mich”-Seite: Fakten, Fakten – Fakten???

Das ist der sichere Weg. Fakten aufzählen. Gerne auch mit der berühmten Liste: „Dinge, die Sie über mich wissen sollten”. Das ist dann meistens etwas belanglos und wirkt ziemlich willkürlich zusammengestellt. Tatsache ist: Menschen interessieren sich fürMenschen. Aber nicht unbedingt für Fakten, die einen Menschen beschreiben, sondern eher für Geschichten (deswegen lesen sie ja auch Blogs).

Diese Geschichte schwebt auch nicht im luftleeren Raum: Für Blog und Website gibt es ja eine Zielgruppe. Was könnte die interessieren? Wie würde ich mich einem meiner Leser vorstellen, wenn ich ihn persönlich treffen würde?

Bilder: „Es gibt ja keine guten”

Genauso ausgeprägt ist die Scheu vor der Selbstdarstellung in Bildern. Es gibt ja keine guten Fotos von mir. Ich habe die ersten Arbeitsjahre als Journalist für eine Tageszeitung gearbeitet und habe diesen Satz 1000mal gehört. Abwechselnd mit der Aussage: Ich sehe auf Fotos nicht gut aus. Und tatsächlich: Ich habe in der gleichen Zeit zwar auch 1000 Leute fotografiert, hatte aber was Bilder von mir betrifft die gleiche Einstellung.

Aber es hilft nichts. Alle Versuche, einen „guten” Fotografen zu einem Porträt zu überreden oder besondere Locations zu suchen oder witzige Situationen, sind müßig. Die Menschen am anderen Ende der Telefonleitung / Internetleitung wollen einfach nur wissen, wie das Gegenüber aussieht. Klar macht sich dann jeder ein Bild von mir und es stimmt nicht mit meinem Bild überein. Aber (fast) alles ist besser als kein Bild.

Wer darauf achtet, dass die Belichtung stimmt, das Bild technisch zumindest ok ist und kein grimmiger Gesichtsausdruck andere Menschen abschreckt, hat schon fast alles richtig gemacht.

Wieviel Text darfs denn sein?

Etwas mehr als der Dreizeiler sollte es schon sein. Aber wer bloggt hat erstens ein Anliegen, und zweitens kann er ja formulieren. Eine DIN A4 Seite ist reichlich. Es sollte nicht langweilig sein, aussagekräftig und korrekt. Verschwurbelte Formulierungen sind suspekt. Wer etwas zu verkaufen hat, der sollte es klar sagen. Meinungen Dritter zu zitieren ist peinlich, finde ich. Tut man das, weil man sich selbst nicht positiv darstellen kann und will? Dann reicht es doch, die eigenen Stärken und Schwächen halbwegs sachlich zu beschreiben.

Dauer-Baustelle

Und wenn Sie nicht zufrieden sind mit Ihrer Selbstdarstellung: Schreiben Sie eine neue. Es spricht ja nichts dagegen, diese Seite regelmäßig zu überarbeiten. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand diese Seite regelmäßig liest und sich über Veränderungen wundert ist denkbar gering. Aber auch das ist eine statistische Wahrheit: Die „Über-Mich”-Seite ist eine der meist besuchten Seiten innerhalb einer Website.

Checkliste

Zusammengefasst sind das die Punkte, die man beherzigen sollte:

  • es braucht einen aussagekräftigen Text für meine Zielgruppe, der eine Geschichte – meine Geschichte – erzählt.
  • Fotos sind wichtig. Es gehen auch Selfies, wenn man überlegt dran geht.
  • Seien Sie so ausführlich, so interessant, dass sie mit der Darstellung zufrieden sind.  Schreiben Sie ruhig lang – und kürzen Sie das ggf. auf eine starke, informative Seite.
  • Gehen Sie nächsten Monat noch einmal dran. Bis dahin haben Sie weitere interessante Über-Mich-Seiten gesehen und verglichen. Machen Sie das so oft, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Und spätestens nächstes Jahr wieder.

Und da ich mich viel zu oft über nichtssagende Seiten geärgert habe, wenn ich mehr über einen Blogger / Autor erfahren wollte, rate ich dringend: Schreiben Sie was! Verweise auf die Sozialen Medien sind allenfalls eine Ergänzung, kein Ersatz. Und keine Scheu vor Bildern und Selfies: So peinlich wie all die Fotografenseiten, auf denen sich die Lichtbildner im Halbdunkeln, mit Sonnenbrille oder von hinten fotografiert haben, kanns nicht werden.

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Der Video-Frühjahrsputz – aufgeräumt wirkt besser bei Besuchern

Video-Frühjahrsputz: Mit dem Auffälligsten anfangen. Header dürfen öfters erneuert werden.

Video-Frühjahrsputz: Mit dem Auffälligsten anfangen. Header dürfen öfters erneuert werden.

Wer sein Geld nicht mit Videos verdient (und wer tut das schon?), der behandelt Plattformen wie Youtube oder Vimeo gerne als kleine Werkstatt: Rein in die Bude, ein paar Kleinigkeiten erledigt, und wieder raus. Und wie in jeder Werkstatt gibt es viele Dinge, die Spass machen wie Videos hochladen, Statistiken ansehen, Videos schauen. Und ein paar Dinge, die weniger Spass machen: Aufräumen!

Natürlich kann man das jederzeit machen. Aber der Jahresanfang und der sogenannte Frühjahrsputz sind ja oft eine psychologische Hilfe, um solche Dinge in Angriff zu nehmen.

Video-Frühjahrsputz auf den Plattformen

Hausboot-Reise, 7 Jahre alt, tolle Bilder, gute Musik - besser als privat markieren, auch wenns schön ist.

Hausboot-Reise, 7 Jahre alt, tolle Bilder, gute Musik – besser als privat markieren, auch wenns schön ist.

Ausmisten: nur die guten Videos bleiben

Man gibt es nicht gerne zu. Aber nicht jedes Video ist eine kleine Perle im Repertoire der eigenen Arbeiten. Manche haben sich einfach überholt. Manche können mit den heutigen Standards nicht mehr verglichen werden, weil sie zu alt sind. Wer hier einfach ein kleines Archiv führt, der kann diese Dinge stehen lassen. Oder besser noch: in ein Archiv verschieben. Wer solche Beiträge als Privat markiert, der kann sie selbst dort noch ansehen. (Von meinen Youtube-Videos ist derzeit etwa die Hälfte als privat markiert; aber ich bin auch nicht sehr aktiv.) Andere Besucher dagegen sehen ein aufgeräumtes Portfolio. Und wahrscheinlich wird kein Besucher diese alten Beiträge wirklich vermissen.

Zeigt ein Blick in die Statistik, dass ausgerechnet ein Uralt-Beitrag die höchsten Besucherzahlen aufweist, kann man ihn stehen lassen. Oder sich überlegen, ob man das gleiche Thema nicht noch einmal frisch aufbereitet. Allerdings ist dann die schöne Statistik futsch.

Aufhübschen: Header-Fotos nach Maß

Was Besucher zuerst zu sehen bekommen ist der Header der eigenen Profilseite. Den hat man meist irgendwann einmal mühsam ausgesucht und bearbeitet, damit er den Anforderungen entspricht. Und da steht er nun, Jahr um Jahr. Dabei gibt es inzwischen nicht nur viele neue Videos, sondern auch etliche gute Fotos, mit denen man diesen Header ablösen könnte. Jetzt gehen bei Vimeo übrigens auch Videos als Header. Wenn man sich nur nicht mit den Maßen herumschlagen müsste. Meinem Wissen nach ist meine Anleitung für Header noch immer aktuell, ansonsten nach neueren Angaben suchen.

Outros - gehen am leichtesten direkt in Youtube.

Outros – gehen am leichtesten direkt in Youtube.

Video-Intros & Outros

Intros und Outros waren lange Zeit ziemlich knifflig für Leute, die sich nur auf Videos machen beschränken. Die Arbeit zum Aufnehmen, Schneiden, Vertonen braucht genug Zeit. Und spätestens seit Casey Neistat wissen wir, dass ziemlich rudimentäre Titel und Abspänne das Gesamtergebnis kaum negativ beeinflussen.

Aber die Zeiten ändern sich. Mittlerweile hat Youtube die Möglichkeiten für leichte Erstellung guter Outros auch in Deutschland etabliert. Mit einer Anleitung dazu, die sich in der Youtube-Hilfe findet, gehts einfach und schnell. Intros sind wichtiger, weil der erste Eindruck zählt. und sie sind schwieriger zu erstellen, weil nicht von Youtube automatisiert. Ist zwar weniger ein Video-Frühjahrsputz als eine echte Erweiterung. Aber die lohnt sich.

Über mich / Kanal-Info / Profil

Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass eine gute und informative Über-mich-Seite auf der eigenen Website ganz hilfreich sein kann, um mit Leuten in Kontakt zu kommen. Sträflich vernachlässigt sind dagegen viele der Kanal-Info-Seiten auf Youtube oder der Profilseiten auf Vimeo. Dabei ist der erste Schritt, nachdem man ein interessantes Video gesehen hat, der Klick zum Profil. Dort sucht mach nach weiteren guten Videos und schließlich nach Infos, wer dahinter steckt.

Wer Kontakte knüpfen möchte oder wer seine Arbeit anderen anbieten möchte, der sollte hierauf etwas mehr Augenmerk verwenden. Ein Text, der neugierig macht und die wichtigsten Fakten vermittelt. Aktuelle Links und korrekte Angaben zu den Sozialen Netzwerken sind hilfreich.

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Website-Optimierung: 3 Dinge, die 2016 noch drin sind

Website-Optimierung: mit drei kleinen Schritten noch 2016 was erreichen

Website-Optimierung: mit drei kleinen Schritten noch 2016 was erreichen

Website-Optimierung ist eine Daueraufgabe, denn eine Website ist nie optimal. Die Anforderungen ändern sich scheinbar so schnell, dass man mit Überarbeitungen kaum hinterher kommt. Gerade für Blogger, die ihre Webseite nicht professionell nutzen ist das eine Daueraufgabe, die schnell an Grenzen führt. Denn zu jeder Anpassung gehört meistens eine Recherche über das Wie und Warum. Drei kleinere Dinge sind es, die man meiner Einschätzung nach noch 2016 für eine Website-Optimierung vornehmen kann. Sie haben einen positiven Effekt für die eigene Website und für die Besucher – egal ob privat oder geschäftlich genutzt.

Website-Optimierung: Konzentration statt RSS-Feed

Ein RSS-Feed war ja schon mal bekannter in der Bloggerszene. Mit den sogenannten Feed-Readern bot man seinen Lesern einen guten Service. Denn im Feed-Reader konnte man täglich viele Blogs verfolgen, ohne jedes Mal eine ganze Liste von Websites einzeln aufzurufen. Heute vertrauen die Blog-Leser oft darauf, dass sie über das Folgen bei Facebook und Co. auf dem Laufenden gehalten werden. Auch und gerade dann, wenn neue Posts im Blog erscheinen. Ob das mit dem Algorithmus der Sozialen Netzwerke noch so stimmt, sei mal dahingestellt.

Damit wird der RSS-Feed, auf den viele Blogger in ihren Blogs hinweisen, eigentlich überflüssig. Ist das schon ein Grund, diesen Hinweis auf den RSS-Feed herauszunehmen? Ja, es gibt sogar zwei Gründe der Website-Optimierung, diesen Service für seine Leser einzuschränken. Der erste ist, dass die Besucher oft nicht mehr auf die eigene Seite kommen. Sie lesen im Feed die neueste Meldung und klicken zur nächsten Website. All die anderen Dinge, die man kunstvoll in Sidebars und im Header arrangiert hat, bekommen die Leser nicht mehr zu sehen.

Der zweite Grund ist, dass selbst die Facebook-Seite, über die Leser einem Blog folgen, da noch ergiebiger ist. Im Feed sind es oft zwei dürre Zeilen, die den Titel des Blogposts wiedergeben. Auf der eigenen Facebookseite kann man seine Hinweise auf neue Blogposts bebildern, mit einem Auszug versehen, und immer wieder neue Hinweise nachschieben.

Die Über-Mich-Seite

Die Über-mich-Seite ist eine der meist gelesenen Seiten. Das sagt so ziemlich jede Statistik, die ich kenne. Und das gilt auch für die Statistiken der Webseiten, die ich für andere betreue. In Anbetracht dieses Stellenwertes sind die Über-Mich-Seiten bemerkenswert schlecht (meine eigenen derzeit noch eingeschlossen). Nicht nur dass es viele gute Anleitungen gibt, wie man eine anspruchsvolle (und wirkungsvolle) Über-Mich-Seite erstellt. Es gibt auch viele tolle Beispiele, an denen man sich Anregungen holen kann.

Was hält einen nur davon ab, sich selbst ins rechte Licht zu rücken und viele interessante Aussagen über sich und seine Anliegen zu machen? Generell ist das wohl so wie mit den Fotos von sich selbst. Man mag sie nicht, ist nicht damit zufrieden, fühlt sich nicht richtig wieder gegeben und beschäftigt sich eigentlich viel lieber mit wichtigen „Sachthemen”. Dabei ist der Autor einer Webseite so ziemlich die wichtigste Sache. Und nein: Charakter und Anliegen des Autors erschließen sich dem Besucher eben nicht automatisch, wenn er nur genügend Blogposts liests.

Landingpage einrichten

Viele verbinden mit dem Begriff sicher noch die spezielle Seite für Treffer Suchmaschine. Wer nach einem bestimmten Begriff suchte, den empfing auf dieser Seite ein Hinweis auf alle Themen der eigenen Website, die mit diesem Suchbegriff zusammenhingen. Das ist ziemlich überflüssig, weil alle relevanten Treffer auch in der Trefferliste der Suchmaschine gezeigt werden.

Landingpage bezeichnet heute eine sehr geradlinige einzelne Seite ohne jede Ablenkung, die den Besucher direkt zu einer Anmeldung, einem Kauf führt. All das, waroauf Blogger so stolz sind, das Drumherum, die Themenvielfalt, vielleicht auch die Werbung und ganz sicher die Navigation sind einfach weg. Ziel ist, dass der Besucher direkt zur entscheidenden Stelle kommt, wo er mit einem Klick den Newsletter abonniert, das neueste Produkt kauft, an einer Abstimmung teilnimmt oder was immer auch das Anliegen des Webseiten-Betreibers ist.

Einige WordPress-Thems haben von Hause schon eine „blank page” ohne andere Elemente, die man dafür nutzen kann. Ist das nicht der Fall, kann man ein Plugin für Landingpages nutzen. Oder man verweist auf eine externe Einzelseite (also außerhalb des Blogs aber noch immer auf der eigenen Webseite), die diesen Zweck erfüllt. Und schließlich kann man mit einigen Kenntnisse auch dafür sorgen, dass per CSS-Angaben alle andere Elemente ausgeblendet werden.

 

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