Storytelling-Website: „She Explores” über Women on the road

She-Explores-Website

Wenn es um das Thema Outdoor geht, um Campervans und um Abenteuer, die man auf Achse erlebt, dann sind meistens die Männer im Blickpunkt. Typische Abenteurer eben. Frauen tauchen meistens als „die Frau an seiner Seite” auf. Dabei gibt es ganz offensichtlich auch etliche Frauen, die mit einem Van oder einem Wohnmobil (oder Vergleichbarem) unterwegs sind – für eine bestimmte Zeit oder dauerhaft.

Die Website Women on the Road — She Explores: Women in the outdoors. zeigt einige Beispiele. Mit Interviews, schönen Bildern und aussagekräftigen Texten. Das Spektrum reicht von der großen Reise im alten VW-Bus über Expeditionen im Spezial-Fahrzeug bis zu denjenigen Frauen, die ihren Lebensstil radikal geändert haben und nun in ihrem Haus auf Rädern leben.

Zu den spannenden Geschichten gehören nicht nur die Abenteuer, die sie erleben. Es geht auch um ganz praktische Dinge, die das Leben unterwegs betreffen oder um den Ausbau des auserwählten Vehikels, das sie auf ihren Reisen begleiten soll.

So weit ich das übersehen kann, spielen alle Beispiele in Amerika oder anderen „großen” Ländern mit viel Platz, auch für Individualisten auf Achse. In vielen europäischen Ländern ist solch ein Leben nur schwer vorstellbar. Aber für Reisen jeder Art enthalten die spannenden Geschichten auf jeden Fall genügend Anregungen.

Die Seite „She Explores” sieht sich als „… a growing resource for the creative outdoors woman.” Dahinter stecken die Gründerin Gale Straub sowie die Redakteurin Jaymie Shearer und etliche Mitarbeiterinnen bzw. Autoren.

Interviews mit reisenden Frauen

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Helfen Videos beim Verkaufen?

Helfen Videos beim Verkaufen?

Helfen Videos beim Verkaufen?

Um Videos gibt es seit Jahren einen Hype: Erst waren sie die Spaß-Filmchen im Internet, heute sind sie das neue Fernsehen. Immer eine Rolle gespielt hat dabei auch der kommerzielle Aspekt: Werbung für irgendwas waren und sind sie quasi automatisch. Was muss man also tun, um sie konkret für das eigene Anliegen zu nutzen?

Den Anfang der Video-Geschichte im kommerziellen Bereich machten kurze Erklär-Videos. Die waren und sind hilfreich, animieren aber nicht unbedingt dazu, genau das vorgestellte Produkt zu kaufen. Eine weitere Stufe (mit einem mir unerklärlichen Erfolg) sind die sogenannten Unboxing-Videos: Kunden packen das neu erstandene Produkt aus, halten es in allen Variationen vor die Kamera und lassen ihrer Begeisterung freien Lauf. Am ehesten könnte man deren Erfolg noch damit erklären, dass Internet-Kunden nicht mehr die Möglichkeit nutzen in einen Laden zu gehen und die Ware selbst in die Hand zu nehmen. Diese Scheu ist verständlich, wenn man hinterher beim billigsten Versender einkauft.

Wo kann man mit Videos punkten?

Mittlerweile experimentieren viele Anbieter von Waren und Dienstleistungen mit Produkt-Videos im weitesten Sinn. Richtig erfolgreich sind vor allem drei Bereiche: Technik (allen voran Foto- und Videotechnik), Sport und Mode.

Ein Beispiel dafür, wie man auch ein recht alltägliches Produkt ziemlich attraktiv darstellen kann ist der amerikanische Hersteller von Kühlboxen (!) Yeti. Auf seiner Website finden sich ziemlich viele Videos, und nicht bei allen steht das Produkt im Vordergrund. Es gibt freilich Produktvideos, aber auch die heben sich vond er Masse ab. Und es gibt – anders als bei uns – direkte Vergleiche mit der Konkurenz.

Gutes Konzept: dokumentarisch Geschichten erzählen

Daneben aber dominieren schön gemachte Geschichten, die meistens in toller Landschaft aufgenommen sind. Es gibt witzige Produktionen mit Stuntmen, eher rührselige Geschichten unter dem Motto ‚Vater und Sohn‘ oder einfühlsame Porträts wie das eines Fliegenfischers. ‚My old man‘ schließlich heißt eine Serie über Väter und Söhne. Man kann das jetzt Storytelling nennen, aber im Prinzip sind das nichts anderes als dokumentarische Videos: keine Schauspieler, keine Produkt-Anpreisung.

Der Youtube-Kanal der Firma hat immerhin rund 10.000 Abonnenten, das ist nicht beachtlich, zeigt aber nicht das ganze Bild. Die Aufrufe der Yeti-Website mit den Videos sind nicht bekannt, dürften aber beachtlich sein und beim Vkeruafen hilfreich. Denn die Spitzenreiter auf dem Yeti-Youtube-Kanal haben stattliche 650.000 Views, etliche weitere sind sechsstellig.

Nun passt das auf den ersten Blick nicht richtig zusammen: ein eher uncooles Produkt wie Kühlboxen begeistert normalerweise nicht so viele Zuschauer. Aber es sind eben keine Produktvideos, die die Zuschauer hier begeistern, sondern Geschichten von interessanten Menschen und interessanten Situationen. Also genau das Konzept, das auch den Erfolg von beliebten Firmen auf Social Media Plattformen erklärt.

Hinzu kommt freilich, dass die Videos professionell gemacht sind: Es gibt erkennbar ein Konzept und Drehbücher samt ausgewählten Protagonisten. Und gutes, sauberes Handwerk bei Aufnahme und Verarbeitung.

Lässt sich das Konzept Video zur Verkaufsförderung auf andere / auf alle Produkte und Dienstleistungen übertragen?

Meiner Meinung nach: Im Prinzip ja. Man sollte sich lediglich vom Fokus auf die Verkaufsförderung lösen, wenn man noch nicht allzu viel Erfahrung mit der Umsetzung von Werbekonzepten hat. Das Internet zeigt nicht nur positive Beispiele, es finden im Gegenteil zuhauf Videos, in denen Produkte und Dienstleistungen entweder dröge beschrieben oder marktschreierisch angepriesen werden.

Zum Konsum solcher Videos zwingt nur eine bevorstehende Kaufentscheidung, und das auch nur einmal. Wer die Geschichten eines Hersteller dagegen mag und verfolgt, der wird vielleicht nicht zum dauerhaften und treuen Kunden. Aber ihm bleibt immer die Verbindung von Produkt und Situation gegenwärtig. Und etwas Besseres kann einem Anbieter ja kaum passieren, als dass dem Kunden in solchen Situationen zuerst sein Name einfällt.

PS: Das klingt jetzt vielleicht so, als ob eine gute Marketingstrategie und gute Werbung unabhängig von der Qualität des Produkts zum Erfolg führen würde. Das ist natürlich nicht so. Und es wird einem auch schwer fallen, das eigene Produkt ständig in einem Video so darzustellen, dass man dessen Schwächen nicht erkennt. Wer sein Produkt offensiv und in vielerlei Variationen anpreist, so ist meine Erfahrung, der kümmert sich auch am ehesten um etwaige Schwachstellen und Qualitätsverbesserung.

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Nikon-Werbekampagne mit beeindruckenden Geschichten, Bildern und Videos

Werbekampagne Storytelling

Vor kurzem war es Canon, deren Beteiligung an einem Youtube-Channel ich erwähnte, heute muss ich Nikon mal lobend erwähnen: Nikon I Am Generation Image heißt eine kurze Serie, in denen Protagonisten vorgestellt werden, die ein ganz eigenes Projekt verwirklichen und dafür mit einer Kamera ausgestattet werden.

Gezeigt werden natürlich die Porträt-Videos der Protagonisten. Darunter auch zwei Männer mit ihren Töchtern, deren Twitter-Foto für Aufsehen sorgte. Und es werden die Fotos gezeigt, mit denen diese Protagonisten ihre Geschichte selbst darstellten. Ich kann solche Werbung ja ansehen, ohne auch nur einen Gedanken an die Kameramarke zu verschwenden. Umso schöner, dass es neben der klassischen Werbung auch solche interessanten Geschichten gibt.

Wobei mir auffällt, dass gerade beim Thema Video zwar zunehmend Panasonic (mit der GH4) und Sony (mit der A7) die Szene beherrschen, aber auf solche Mittel bislang verzichten.

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Das WordPress-Plugin Storyform hübscht WordPress-Artikel auf

NYT Snow Fall

]NYT-Artikel Snow Fall – sozusagen ein Musterbeispiel für gut gestalete Magazin-Artikel im Netz]

Die Website t3n hat das WordPress-Plugin Storyform getestet – und für gut befunden: Multimediale Geschichten mit Storyform erzählen: Das WordPress-Plugin im Kurztest und Screencast. Zur Erinnerung: solche Erzählformen wie die des Multimedia-Artikels Snow Fall bei der New York Times ließen sich damit realisieren, wenn man das wollte.

Da ich etliche Blogs verfolge (um nicht zu sagen verschlinge) ist mir die geradlinige Form mit gut lesebarem Text und schönen Bilder eigentlich die liebste. Die Website Freunde von Freunden macht das ganz gut.

Das erwähnte Plugin hatte ich vorher schon gefunden, hatte aber Befürchtungen, dass es nicht mit jedem Layout funktioniert. Außerdem ist es ein Unterschied, ob man später irgendwann mal mit dem Layout Schrift und Bildgröße ändert, oder gleich von einem ganz speziellen Layout wieder zu einem anderen wechseln muss. Aber die Tester scheinen mit der KOmpabilität zu den gängigen Themes keine Probleme entdeckt zu haben.

Im Artikel eingebunden ist ein Video, das die Möglichkeiten des Plugins ganz gut aufzeigt. Etwas Bauchgrimmen bereitet jedem Blogger mit einer eigenen WordPress-Installation die Sache mit der Auslagerung:

„Problematischer ist es allerdings, dass eure Templates und der zugrundeliegende JavaScript-Code jeweils von Storyform geladen werden und nicht auf eurem Server liegen. Sollte der Anbieter Probleme haben, könnte das auch negative Folgen für eure Website mit sich bringen.”

Das ist für etliche Plugins und Statistik-Dienste ja das Killer-Kriterium, dass man auf fremde Server angewiesen ist.

Die kostenlose Version kann man wohl nur auf nur einer Website mit maximal 1.000 Seitenaufrufe pro Monat. Aber die genannten Tarife zwischen 9 und 29 Dollar monatlich schrecken wohl kaum Nutzer ab, denn bei mehreren Blogs oder höheren Zugriffszahlen wird das wohl auch professionell / gewerblich genutzt.

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Hochgelobtes Multimedia der NYT: A Game of Shark and Minnow

Storytelling der NYT

Worum es geht, erfährt man im Untertitel: „Who Will Win Control of the South China Sea?”. Ein eher politisches, trockeneres Thema also, dass die NYT mit einer derzeit auf fast allen Kanälen hochgelobten Multimedia-Seite aufgreift: A Game of Shark and Minnow – Who Will Win Control of the South China Sea?. Schon bislang war die NYT für Multimedia gerühmt worden: Die Web-Reportage “Snow Fall” über ein Lawinen-Unglück wurde Ende 2012 im Web veröffentlicht, sie wird oft als Paradebeispiel für gutes digitales Storytelling bezeichnet.

Nun also eine weitere Geschichte, die neue Maßstäbe setzt.

Gut finde ich zunächst einmal, dass ein Medium wie die NYT sich mit dieser Art Storytelling beschäftigt und einer solchen Geschichte solch breiten Raum gibt. Wer sich über Online-Journalismus informiert, der musste zuletzt geglaubt haben, die Zeiten für so etwas seien bei den bisherigen Media-Institutionen abgelaufen und so etwas ließe sich nur noch über Kickstarter-Projekte finanzieren (wobei über Finanzierung / Honorierung dieser Geschichte zumindest mir nichts bekannt ist).

Auf der anderen Seite hat mein erster Besuch auf der Website doch etwas für Ernüchterung gesorgt: Lange, Texte, geschmeidig animierte Bilder und Karten, soweit so gut. Inwiefern kurze Videoschnipsel als Endlosschleife eingesetzt werden müssen, erschließt sich mir nicht: Da hätte man genauso gut Bilder einsetzen können. Und kompliziertere Sachverhalte mit kompakten Videos erläutern.

Alles in allem habe ich den Eindruck, dass die viel gelobte Geschichte natürlich noch immer für Verlagshäuser, Zeitungen und Zeitschriften Maßstäbe setzt. Dass aber – wie fast immer – die Entwicklung auf technischer und inhaltlicher Seite schon wieder einen Schritt weiter gegangen ist.

Die Geschichte erschien zunächst im New York Times Magazin, ist also zunächst eine Printgeschichte mit Texte und Fotos, die man fürs Web angepasst hat. Sicher stimmt, dass die Arbeit von Jeff Himmelman mit Fotos und Videos von Ashley Gilbertson hervorragender Journalismus ist.

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