Blog-Planung: Der richtige Blogpost zur richtigen Zeit

Blog-Planung: Neben der Themenfindung ist auch der richtige Zeitpunkt für die Veröffentlichung wichtig.

Blog-Planung: Neben der Themenfindung ist auch der richtige Zeitpunkt für die Veröffentlichung wichtig.

Blog-Planung ist mehr als nur das Abarbeiten einer Themenliste, die man mal erstellt hat. Natürlich solltest Du nicht irgendwelchen Trends hinterherlaufen und / oder versuchen, etwas ‚Virales‘ zu machen. Aber wahrscheinlich kennst Du das, zumindest aus der Anfangszeit Deiner Internetaktivitäten, dass ein Blogpost ist erfolgreicher als andere. Das findest Du in Deiner Statistik heraus. Aber warum ist das so? Erst im Nachhinein dämmert Dir, dass Du damit eine aktuelle Frage, ein aktuelles Problem getroffen hast, einen Nerv getroffen hast.

Das kann ganz banale Ursachen haben. Vielleicht bechreibst Du eine Fehlfunktion in einer neuen App, die nach und nach auch andere Benutzer entdecken. Oder vielleicht wurde zeitgleich ein anderer Artikel eines erfolgreichen Bloggers publik, oder ein Stichwort, das Du auch als Suchbegriff verwendest, erschien immer wieder in den Nachrichten. Oder Du hast einfach zum richtigen Stichtag das richtige Thema erwischt.

Blog-Planung: manchmal ganz banal

Nein, so einfach, wie als Food-Blogger vor Weihnachten ein Rezept für Gänsebraten zu posten, ist es nicht. Aber gute Blog-Planung geht in diese Richtung. Da ich einige Websites anderer Leute betreue, habe ich früher in Newslettern auf wichtigen Termine für eine Branche hingewiesen. Seltsamerweise wurde das nur von wenigen dankbar (und erfolgreich) aufgegriffen. Dafür gibt es immer auch Kunden, die mich drei Tage vor Heilig Abend bitten, ihr Weihnachtsangebot in Shop und Blog zu posten. Dann weiß ich, dass meine Botschaften noch nicht von allen richtig verstanden wurden.

Dabei erkennt man in jedem Geschäft irgendwann einen Rhythmus. Egal ob jahreszeitlich, wöchentlich oder monatlich, für die Blog-Planungist er wichtig. Denn wenn Du Dich darauf verlässt, dieses punktuelle Interesse auch zu erkennen und ’spontan‘ bedienen zu können, dann klappt das oft nicht. Du hast vielleicht gerade dann keine Zeit für einen fundierten Artikel, Du hast nicht die passenden Bilder oder Du hast eine Entwicklung eben mal ganz einfach verschlafen.

Trend oder Aktualität

Ich plädiere nicht dafür, auf jeden fahrenden Zug aufzuspringen. Trends zu erkennen ist schön, aber man muss ihnen nicht immer folgen. Aber wenn Du Blog-Planung betreibt, und sei es nur mit einer Stichwortliste, dann wäre es doch blöd ein gutes Thema gerade dann zu präsentieren, wenn alle anderen damit schon durch sind. Aktualität ist nach meiner Meinung die wichtigere Bedingung.

Wenn Du für Deine Unternehmens-Webseite schreibst oder bloggst, dann hast Du sicher schon Erfahrungen damit, wie sich das Interesse Deiner Kunden oder Interessenten, Deiner Website-Besucher verändert. Dann brauchst Du nur für Deine Blog-Planung nur noch einen Redaktionskalender und etwas Disziplin, um die richtigen Geschichten zum richtigen Zeitpunkt auf den Weg zu bringen.  Schwieriger ist es, wenn Du für Dein privates Blog schreibst und kein ‚Geschäft‘ im eigentlichen Sinn dahinter steckt. Dann erhältst Du wahrscheinlich nur indirekt Rückmeldungen darüber, was gerade ein beliebtes Thema ist – oder war.

Hier ein paar Tipps, die Dir zumindest in den Anfangszeiten Deiner Aktivitäten für eine Unternehmensseite, ein Blog oder Deine Social Media Kanäle weiterhelfen können.

Google Analytics

Wahrscheinlich nutzt die Google Analytics oder etwas Vergleichbares, auf jeden Fall solltest Du das tun. Die eigenen statistischen Angaben sind nicht immer sehr aussagekräftig, vor allem nicht kurz nach dem Start. Wenn Du schon so lange dabei bist, dass Du ein Jahr zurückblicken kannst, dann schau nach, wen gut und was schlecht lief. Und überlege, ob ein ‚gutes‘ Thema vielleicht noch besser laufen könnte, wenn Du es zu einem anderen Zeitpunkt, mit einer anderen Variante nochmal aufgreifst.

Google Trends

Auch wenn ich hier bei Google Trends nicht so oft fündig werde, Trends erkennt man hier ganz gut. Allerdings muss man in der  Ergebnisliste schon etwas stöbern, damit man zu relevanten Themen für Blogs und Unternehmensseiten gelangt. Zunächst suchst Du im Kopf der Seite ein passenden Kategorie heraus. Falls das noch zu allgemein ist, verwendest Du eigene Suchbegriffe.

Beispiele der sehr allgemeinen Art: Bloggen als Suchbegriff und als Thema hat seine Spitzen (in Deutschland) im Januar, wenn alle mit neuen Plänen und guten Vorsätzen starten. Tiefpunkt ist über die Weihnachtsfeiertage, wenn andere Interessen im Vordergrund stehen.

Blog-Archiv

Sicher kennst Du Kollegen, als Blogger, Unternehmer, Freiberufler, die in Deinem Themenbereich schon länger unterwegs sind. Wenn ihre Seiten auf WordPress basieren, stehen die Chancen gut, dass Du beispielsweise die Blogposts eines bestimmten Zeitraums (November 2016) aufrufen kannst. Nicht und niemals um Ideen zu klauen! Aber vielleicht haben erfahrenere Kollegen sich schon früher an diesen speziellen ‚Rhythmus‘ der Themen in Deiner Branche angepasst. Oder sie haben ein bessere Gespür entwickelt, was wann auf größeres Interesse stößt. WordPress bietet die Möglichkeit ein Archiv für die Besucher anzubieten. Bei mir ist das in der Seitenleiste als Aufklapp-Menü. Wenn man die WordPress-Struktur kennt und die Link-Zusammensetzung, die der Blogger gewählt hat, dann hilft auch so etwas wie http://www.joachimott.de/journal/2016/11/. Aber das ist eher Versuch und Irrtum.

Mein Tipp

Am besten ist es, von den eigenen Interessen auszugehen. Das ist sicher auch die Leitlinie für Deine Themenfindung. Wenn Du nicht nur zum Vergnügen bloggst, ist ein Themenplan und Redaktionskalender ganz wichtig für Dich. Und wenn Du schließlich Schwerpunkte im Jahresverlauf ausgemacht hast, dann solltest Du vielleicht nicht nur einen Blogpost zu diesem Termin zeitnah veröffentlichen. Versuche ein paar Blopposts thematisch drumherum zu platzieren. Nicht so, dass es nervt und nach Wiederholung aussieht. Aber doch so, dass man es auch dann wahrnimmt, wenn man nur gelegentlich auf Dein Blog schaut.

Je nachdem in welcher Branche, welchem Themenbereich Du unterwegs ist, kann es auch eine gute Idee sein, sich dem Print-Bereich zu widmen. Zeitschriften und Magazine haben einen langen Vorlauf. Und natürlich eine fundierte Themenplanung. Bei den Themen Food und Fotografie weiß ich, dass die Ausgabe des nächsten Monats sehr früh erscheinen. Das kann für eine Orientierung im aktuellen Monat hilfreich sein. Ebenso wie die Vorschau auf das nächste Heft, die ebenfalls schon vorausschauend Themen nennt.

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!

Redaktionskalender und Themenplan (2)

Ein Board für einen Redaktionskalender bei Trello.com

Ein Board für einen Redaktionskalender bei Trello.com

Teil der Serie:
Redaktionskalender und Themenplan (1)
Redaktionskalender und Themenplan (2)
Redaktionskalender und Themenplan (3)

Manchmal reicht ein einfacher Kalender nicht aus, um sein Blog zu füllen. Was ich hier beschrieben habe, nämlich den Kalender seines Rechners zu nutzen bzw. auch einen einfachen Ausdruck der Monatsübersicht, stößt mit wachsenden Ansprüchen bald an seine Grenzen: Wenn man mehr als Blog hat zum Beispiel, oder wenn man gleich auch die Social Media Beiträge verwalten will und / oder einen Newsletter. Deswegen folgt hier die nächste Stufe der Planung: Einfache, aber immer noch kostenlose Online-Werkzeuge wie Trello und Evernote.

Redaktionskalender mit Excel, Numbers & Co.

Gleich vorneweg ein Wort zu den Möglichkeiten, die ich hier nicht beschreibe: Offensichtlich weit verbreitet ist die Methode, für seinen Redaktionskalender eine Excel-Tabelle anzulegen. Hier gibt es ein schönes Beispiel samt Erläuterung, wer nach entsprechenden Stichworten sucht, der findet auch zahlreiche Download-Möglichkeiten wie hier diese Übersicht mit Bewertung. Diese Tabellen sind nicht mein Ding. Und vor allem haftet ihnen noch immer der Makel, der auch die zuerst beschriebene Papierform limitiert: Ich kann nichts so leicht verschieben und wieder neu positionieren oder kopieren, wie das am Bildschirm geschieht.

Damit sind wir bei den Basis-Werkzeugen für Redaktionskalender auf der nächsten Stufe. Evernote zum Beispiel eignet sich gut zum Sammeln von Material. Auf der Suche nach Ideen und Anregungen stößt man ja öfter auf Themen und Nachrichten, aus denen man später etwas machen möchte. Mit Evernote und der Erweiterung für den Browser kann man sowohl die ganze Seite ablegen als auch ein Lesezeichen mit kurzer Inhaltsangabe.

Leider kann ich selbst nicht allzu viel Lobendes über das Werkzeug sagen: Bei mir auf Mac OS-X mit Safari funktioniert das leider nicht, sondern nur mit Google Chrome und der entsprechenden Erweiterung. Meine Mail an den Service wurde in den vergangenen zwei Wochen nicht beantwortet (!), damit ist der Dienst für mich erst einmal gestorben.

Boards, Listen, Karten und Kalender: alles verschiebbar

Besser schaut es mit Trello.com aus: Dort kann man verschiedene Boards anlegen, also zum Beispiel für jedes Blog eines. Innerhalb der Boards kann man wiederum Listen anlegen. Bei mir sind die bezeichnet mit den Entstehungs-Etappen eines Blogposts: Ideensammlung, Geschrieben, Fotos bzw. Illustrierung, Veröffentlichung, Soziale Medien etc.

Die einzelnen Themen, die man hier anlegt, kann man noch mit Labeln versehen. Man sieht dann ganz gut in seiner Themenvorschau, welche Kategorien seines Blogs wie oft im Redaktionskalender vertreten sind. Die Karten mit den Themen lassen sich nun leicht verschieben: In der Reihenfolge innerhalb einer Liste, um zum Beispiel auf ausgewogene Verteilung der Kategorien zu achten. Und dann später kann man sie je nach Arbeitsfortschritt eben von einer Liste zur nächsten schieben.

Wer auf die Vernetzung in den Sozialen Medien viel Wert verlegt, der kann zum Beispeil mehrere Sozail-Meida-Listen anlegen: Nach der Veröffentlichung kommt das Thema auf Social Media 1 und wurde dort verlinkt. Eine Woche später in Social Media 2, dann 3 etc. Ganz zum Schluss wandern Artikel entweder ins Archiv oder sie kommen zur Wiedervorlage und Weiterbearbeitung an den Anfang oder werden aus gegebenem Anlass noch einmal in den Sozialen Medien vorgestellt.

Ein paar Extras

Bleibt noch zu sagen, dass es einige Erweiterungen gibt, die ich allerdings kaum nutze: Man kann für jedes Thema eine Checkliste anlegen mit mehreren Punkten und nach Erledigung abhaken. Außerdem kann man Fristen setzen und eine Kalenderansicht aktivieren. Und man kann die Karten zum Beispiel nach den verschiedenen Labels / Kategorien filtern.

Man kann die Karten mit den Themen auch auf ganze andere Projekte verschieben, also zum Beispiel auf das Board eines anderen Blogs oder eines Newsletters, wenn man den nicht im gleichen Board verarbeitet. Und man kann die Karten auch in ein Archiv verschieben. Ganz selbständig erscheinen die Karten nach einiger Zeit der Nicht-Bearbeitung grau und erinnern daran, dass man entweder was mit ihnen machen sollte, oder sie archiviert.

Unter den einfachen und kostenlosen Angeboten ist das zur Zeit mein Favorit. Zwar gibt es einige kostenpflichtige Angebote, die mich interessieren und die ich in einem abschließenden Artikel kurz vorstellen möchte. Aber bislang bin ich ziemlich zurückhaltend mit allem, was monatliche Kosten verursacht.

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!

Redaktionskalender und Themenplan (1)

Redaktionskalender und Themenplan

Redaktionskalender und Themenplan

Teil der Serie:
Redaktionskalender und Themenplan (1)
Redaktionskalender und Themenplan (2)
Redaktionskalender und Themenplan (3)

Einen Redaktionskalender braucht jeder, der halbwegs regelmäßig etwas veröffentlichen möchte: auf Webseiten, per Print oder auch per Newsletter. Wer öfters etwas schreiben möchte, der hat seine Inhalte, um die es gehen soll, zwar meistens im Kopf. Aber wenn der Zeitpunkt, den man für eine Veröffentlichung als passend erachtet, da ist, passt es meistens ganz schlecht. Mit einem Redaktionsplan motiviert man sich selbst, zu bestimmten Zeiten aktiv zu werden, vorausschauend zu planen und seine Inhalte auf die richtige Reihenfolge bzw. unnötige Überschneidungen und Wiederholungen zu korrigieren.

„Keine Zeit” ist das häufigste Argument, das ich von Leuten höre, deren Website ich betreue. Gemeint ist meistens: Ich habe keine Zeit, mich jede Woche / jeden Monat hinzusetzen, mir ein Thema auszudenken, das zu schreiben und zu fotografieren. Klingt auch nach einer erfüllenden, aber zeitraubenden Aufgabe.

Nun ist es in den meisten Branchen und bei den meisten Websites ja nicht so, dass jedes Jahr vollkommen neue, unerwartete Dinge geschehen: Wer zum Beispiel ein Weingut betreibt, der hat einen ziemlich regelmäßigen Kalender an Aufgaben und Terminen übers Jahr. Und gerade bei einem Produkt wie Wein sind viele Kunden interessiert am Drumherum: Dem Geschehen im Weingut, in Weinberg und Keller, den aktuellen Veranstaltungen.

Anfangen: jetzt

Meine Empfehlung lautet deshalb immer und immer wieder: Einmal im Jahr sollte man sich hinsetzen und zu jedem Monat ein paar Ideen sammeln. Damit ist das meiste für die Erstellung eines Redaktionskalender eigentlich schon geschehen. Denn meistens werden auf den Betriebs-Seiten keine ausgefeilten, langatmigen Berichte veröffentlicht. Es geht eher kurz und knackig zur Sache, auch wenn man Darstellungen durchaus ein paar Sätze mehr vertragen, oder Fotos.

Mit diesem groben Plan vor Augen kann man sich noch am gleichen Abend hinsetzen und für die ersten drei Monate kurze Texte in eine Datei tippen: Erscheinungsdatum, Überschrift und die Grundfassung sollten drin stehen, und noch ein Hinweis, wie man das illustrieren kann. Mit diesem Grundgerüst für die ersten drei Monate muss man nur noch ein paar Fotos schießen oder aus seinem Album / Archiv kramen, und bekommt dann ziemlich sicher die Grundversorgung“ an Aktualität für seine Website hin.

Natürlich kann alles mögliche über einen hereinbrechen: Planänderungen, Ausfälle beim Personal, neue Aufgaben. Und spätestens, wenn man zum vorgesehenen Zeitpunkt den Text rüberkopiert oder an Mitarbeiter versendet, prüft man noch einmal, ob das noch so stimmt.

Aber in aller Regel ist man besser dran, einen vielleicht unperfekten Beitrag zu veröffentlichen, als wieder monatelang gar nichts. Wer nach einem halben Jahr die befriedigende Erfahrung gemacht hat, dass die quälende Stille und as Vor-sich-herschieben einer überschaubaren Artikelzahl gewichen sind, der plan die nächsten drei oder sechs Monate viel motivierter. Und in vielen branchen kann man nach dem ersten Jahr auf ein Gerüst an Themen und Terminen zurückgreifen, das einem viel schneller zum gewünschten Ergebnis verhilft.

Einfach beginnen: Alltags-Kalender oder ein Ausdruck

Wer die Angst vor dem weißen Blatt Papier kennt und fürchtet, der kann seinen ganz gewöhnlichen Kalender, print oder digital, zuhilfe nehmen. Bei mir ist das iCal auf einem Mac. Über die Druckvorschau kann man festlegen, wieviel angezeigt / ausgedruckt werden soll: Dinge aus dem privaten und / oder beruflichen Bereich. Praktikabel ist die Monatsübersicht: Stehen Veranstaltungen an, setzt man die Stichworte in das Feld 14 Tage zuvor – das ist etwa der Zeitraum, in dem spätestens Benachrichtigungen und letzte Einladungen erfolgen sollten.

Das Arbeiten „old school“ mit Papier liegt vielen Menschen mehr als der digitale Kalender, der sich vielleicht erst am Fälligkeitstag mit einem Signalton meldet. Und zum Einstieg ist die Methode ziemlich narrensicher: Bei spontanen Einfällen und Änderungen muss man nicht zurück an den Computer oder den Rechner hochfahren: Mit Kugelschreiber ein weiterer Eintrag, eine Verschiebung oder ein paar Stichworte für einen neuen Artikel zu machen geht blitzschnell.

Redaktionskalender und Themenplan sind hier in einem Dokument. Wer vielleicht jede Woche mal was von sich hören lassen will und einen fest verplanten Jahreslauf hat, der kommt damit gut zurecht. Und wer über seine Websites etwas vermarktet, der nutzt mit Sicherheit auch einen Newsletter, den man – samt Themen aus der Website und Terminierung – hier ebenfalls leicht unterbringt.

Redaktionskalender und Themenplan

War das hilfreich?
Ich freue mich übers Teilen und Liken!