Blogposts schreiben: Thema und Profil

Blogposts schreiben: wie wichtig sind das Profil, SEO und die Frequenz? Und wo bleibt die Lust am Schreiben?

Blogposts schreiben: wie wichtig sind das Profil, SEO und die Frequenz? Und wo bleibt die Lust am Schreiben?

Blogposts zu schreiben kann in Arbeit ausarten. Fliegen einem zu Beginn noch die Themen zu, wird es mit der Zeit manchmal doch zäh. Rat und Hilfe sucht man im Netz bei diversen Ratgebern – aber die sind sich nicht immer einig. Was ist nun am wichtigsten? Mein Profil, das knackscharf sein soll? Die Suchmaschinen-Optimierung? Oder einfach die Tatsache, dass ich drei Posts pro Woche veröffentliche?

Für die Ungeduldigen: Am Fuß des Posts gibts eine kurze Zusammenfassung mit den 5 wichtigsten Tipps

Blogposts schreiben – etwas weniger unbekümmert

Und so kaut man am Bleistift, an seinen Fingernägel oder was auch immer und prüft, welche Kriterien am wichtigsten sind. Und warum der Rat der Experten so unterschiedlich ausfällt. Ich muss mein Profil finden und meine Zielgruppe festlegen. Aber mit jeder Einengung wird es schwieriger, spontan Themen aufzugreifen. Und lustvoll und spannend darüber zu schreiben. Muss ich für mein Blog quasi einen Business-Plan erstellen?

Erfolge sind ein eher mittelfristiges Ziel

Jeder möchte, dass sein Blog gelesen wird. Und jeder, der heute ein Blog beginnt, schielt auch schon auf kleine oder größere Einnahmen. Kein Wunder, liest man doch überall von den Erfolgen vieler Blogger, die jetzt reich und berühmt sind. Aber so gut und sinnvoll Vorbilder sind, in allen kreativen Bereichen gilt: Es gibt keine Schablonen oder fixe Anleitungen, höchstens Anregung und Inspiration.

Testen und Messen

Auch wenn einige Ratgeber schnelle und überzeugende Erfolge versprechen: gut Ding will Weile haben. Selbst wenn man Schreib-Erfahrung hat ist ein Blog nicht dasselbe wie eine Pressemitteilung, ein Unternehmensbericht oder eine Kurzgeschichte. Diese Erfahrungen führen höchstens dazu, dass der Schreibprozess selbst vielleicht etwas flüssiger von der Hand geht.

Die wirklich wichtigen Dinge für ein Blog lernt man erst im Laufe der Zeit. Und auch wenn ich niemandem empfehlen würde, einer Statistik (oder der Suchmaschinenoptimierung) beim Schreiben zu folgen: Erfahrung hilft. Doch erst, wenn man ein paar Wochen aktiv war, die Reaktionen seiner Leser verfolgt und die Statistiken erforscht hat, wird man schlauer. Eine Statistik ist sinnvoll, wenn sie über längere Zeit Daten erfasst und Trends erkennen lässt. Nicht nach einer Woche, oder einem Monat.

Wer an dieser Stelle bereits sein Business-Modell scheitern sieht: Glückwunsch! Die klare Einsicht, dass keiner der Erfolgs-Leitfäden zu einem Raketenstart führen wird, ist doch ein realistischer Anfang.

Nutzloses Schreiben?

Vielleicht ist es der Anspruch, der viele neuen Blogger hemmt. Und die vermeintlichen Ziele, die andere so schnell erreicht haben. Dabei ist einer der hilfreichsten Ansätze um Schreiben zu „lernen” die Übung und Erfahrung. Wer dabei Angst hat, nicht suchmaschinenoptimiert zu formulieren, das Thema verfehlt zu haben oder von anderen kritisiert zu werden, wird es schwer haben.

Auch Artikel, die vielleicht zu Beginn nur von einer handvoll Leuten gelesen werden, sind nicht nutzlos. Auch dann nicht, wenn sie keine Kommentare, Likes, Verlinkungen erhalten haben. Wer es nicht schafft, seinen Stil, seine Handschrift zu finden, der wird auch mit SEO-Tipps nicht glücklich werden.

Ziel und Plan und Profil

Also heißt es schreiben. Nicht ziel- und planlos oder ohne Struktur. Aber so, dass man am Ende seinen Artikel / Blogpost durchliest und sagt: Ja, das ist spannend und unterhaltsam. Und vielleicht sogar lehrreich.  Sich zu Beginn ein Profil zu geben ist eine gute Idee. In der Regel wird sich ein Profil aber erst im Laufe der Zeit entwicklen und verfeinern. Das ist dann der Punkt, wo SEO und Keyword-Planung spannend werden, neue Aspekte bringen. Und wo solche Techniken nicht von vorneherein dazu führen, dass ein Text eher verhunzt wird.

Auf jeden Fall führt es mit etwas Gespür dazu, dass man „sein” Profil findet. Und das entdeckt ein Leser ja auch nicht nach den ersten drei Artikeln. Man kann sich also ruhig etwas Zeit damit lassen.

Was ist der Maßstab?

Auch mit viel Erfahrung und statistischer Auswertung und einer größeren Leserschaft wird man sich immer wieder fragen müssen, was wichtiger ist. Das Profil, die Reichweite, am Ende vielleicht sogar Werbung und Verkauf auf der Website? Warum nicht mal eine spitze Glosse schreiben, einen erlebnisorientierten Beitrag? Das bringt vielleicht keine „vorzeigbaren” und nutzbaren Ergebnisse. Aber es führt vielleicht dazu, dass mich die Menschen besser kennen lernen, die mein Blog lesen.

Es ist wie in vielen Bereichen des Alltags, auch in den Sozialen Medien. Wer von Anfang einer Beziehung an Verkauf und Eigennutz im Auge hat, der wird von anderen sicher eher skeptisch beurteilt. Und das völlig zu recht. Wer es schafft, sich sich als Kenner der Materie und Ratgeber zu profilieren, der erhält oftmals einen Vertrauensvorschuss. Und für diesen Weg gibt es keine Abkürzungen.

Meine Tipps:

  1. Schreiben, schreiben, schreiben: Ausprobieren, was sich gut liest und was man gut kann. Unterschiedliche Textlängen, Lehrreiches und Unterhaltsames, reichlich bebildert und eher karg illustriert.
  2. Messen: Statistik von Anfang an einrichten, aber getrost erst mal für einige Wochen vergessen. Dann erkennt man einen Trend: Was kommt gut an, was wird gesucht, aber nicht gelesen, etc.
  3. Nach den ersten lustvoll und spontan verfassten Posts die eigene, persönliche Bilanz ziehen: Was mache ich gerne, was liegt mir. Was ergibt am ehesten ein Bild von mir, von dem was ich mache und von dem was ich kann. Ein knackscharfes Profil kann man nicht vom ersten Post an haben. Aber man kann darauf hinarbeiten.
  4. Möchte ich das schreiben, was mir am Herzen liegt, was ich kann, wo ich Bescheid weiß? Dann baue ich mir ein Profil auf, dass mir das Vertrauen meiner Leser einbringt. Für Vertrauen muss ich aber Werbung und Verkauf erst einmal hinten anstellen.
  5. Oder will ich mit Optimierung der Suchmaschinen und der Suche nach relevanten Keywords vor allem Reichweite aufbauen und später konkret etwas verkaufen?

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Die „Über-mich”-Seite

Selfies helfen auch der „Über-mich”-Seite auf die Sprünge.

Selfies helfen auch der Über-mich-Seite auf die Sprünge.

Seltsamerweise ist bei Bloggern eine der unbelebtesten Seiten die „Über-mich”-Seite. Gerade die, die (fast) jeden Tag etwas schreiben. Die viel surfen, auf anderen Websites unterwegs sind und meistens auch gleich wissen wollen, wer da wohl wieder dahinter steckt. Nur wenn es darum geht, sich selbst darzustellen, in Worten und Bildern, da hapert es oft.

Dabei ist es doch ziemlich peinlich, oder? Da schreibt einer über Themen aus seinem Bereich, klug und lesenswert. Und meistens sind Blogger ja auch Experten, die gerne jemandem einen Rat mit auf den Weg geben. Woran liegts also, dass man die „Über-Mich”-Seite verkümmern lässt? Und was kann man besser machen?

„Über-mich”-Seite: Fakten, Fakten – Fakten???

Das ist der sichere Weg. Fakten aufzählen. Gerne auch mit der berühmten Liste: „Dinge, die Sie über mich wissen sollten”. Das ist dann meistens etwas belanglos und wirkt ziemlich willkürlich zusammengestellt. Tatsache ist: Menschen interessieren sich fürMenschen. Aber nicht unbedingt für Fakten, die einen Menschen beschreiben, sondern eher für Geschichten (deswegen lesen sie ja auch Blogs).

Diese Geschichte schwebt auch nicht im luftleeren Raum: Für Blog und Website gibt es ja eine Zielgruppe. Was könnte die interessieren? Wie würde ich mich einem meiner Leser vorstellen, wenn ich ihn persönlich treffen würde?

Bilder: „Es gibt ja keine guten”

Genauso ausgeprägt ist die Scheu vor der Selbstdarstellung in Bildern. Es gibt ja keine guten Fotos von mir. Ich habe die ersten Arbeitsjahre als Journalist für eine Tageszeitung gearbeitet und habe diesen Satz 1000mal gehört. Abwechselnd mit der Aussage: Ich sehe auf Fotos nicht gut aus. Und tatsächlich: Ich habe in der gleichen Zeit zwar auch 1000 Leute fotografiert, hatte aber was Bilder von mir betrifft die gleiche Einstellung.

Aber es hilft nichts. Alle Versuche, einen „guten” Fotografen zu einem Porträt zu überreden oder besondere Locations zu suchen oder witzige Situationen, sind müßig. Die Menschen am anderen Ende der Telefonleitung / Internetleitung wollen einfach nur wissen, wie das Gegenüber aussieht. Klar macht sich dann jeder ein Bild von mir und es stimmt nicht mit meinem Bild überein. Aber (fast) alles ist besser als kein Bild.

Wer darauf achtet, dass die Belichtung stimmt, das Bild technisch zumindest ok ist und kein grimmiger Gesichtsausdruck andere Menschen abschreckt, hat schon fast alles richtig gemacht.

Wieviel Text darfs denn sein?

Etwas mehr als der Dreizeiler sollte es schon sein. Aber wer bloggt hat erstens ein Anliegen, und zweitens kann er ja formulieren. Eine DIN A4 Seite ist reichlich. Es sollte nicht langweilig sein, aussagekräftig und korrekt. Verschwurbelte Formulierungen sind suspekt. Wer etwas zu verkaufen hat, der sollte es klar sagen. Meinungen Dritter zu zitieren ist peinlich, finde ich. Tut man das, weil man sich selbst nicht positiv darstellen kann und will? Dann reicht es doch, die eigenen Stärken und Schwächen halbwegs sachlich zu beschreiben.

Dauer-Baustelle

Und wenn Sie nicht zufrieden sind mit Ihrer Selbstdarstellung: Schreiben Sie eine neue. Es spricht ja nichts dagegen, diese Seite regelmäßig zu überarbeiten. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand diese Seite regelmäßig liest und sich über Veränderungen wundert ist denkbar gering. Aber auch das ist eine statistische Wahrheit: Die „Über-Mich”-Seite ist eine der meist besuchten Seiten innerhalb einer Website.

Checkliste

Zusammengefasst sind das die Punkte, die man beherzigen sollte:

  • es braucht einen aussagekräftigen Text für meine Zielgruppe, der eine Geschichte – meine Geschichte – erzählt.
  • Fotos sind wichtig. Es gehen auch Selfies, wenn man überlegt dran geht.
  • Seien Sie so ausführlich, so interessant, dass sie mit der Darstellung zufrieden sind.  Schreiben Sie ruhig lang – und kürzen Sie das ggf. auf eine starke, informative Seite.
  • Gehen Sie nächsten Monat noch einmal dran. Bis dahin haben Sie weitere interessante Über-Mich-Seiten gesehen und verglichen. Machen Sie das so oft, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind. Und spätestens nächstes Jahr wieder.

Und da ich mich viel zu oft über nichtssagende Seiten geärgert habe, wenn ich mehr über einen Blogger / Autor erfahren wollte, rate ich dringend: Schreiben Sie was! Verweise auf die Sozialen Medien sind allenfalls eine Ergänzung, kein Ersatz. Und keine Scheu vor Bildern und Selfies: So peinlich wie all die Fotografenseiten, auf denen sich die Lichtbildner im Halbdunkeln, mit Sonnenbrille oder von hinten fotografiert haben, kanns nicht werden.

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Der Video-Frühjahrsputz – aufgeräumt wirkt besser bei Besuchern

Video-Frühjahrsputz: Mit dem Auffälligsten anfangen. Header dürfen öfters erneuert werden.

Video-Frühjahrsputz: Mit dem Auffälligsten anfangen. Header dürfen öfters erneuert werden.

Wer sein Geld nicht mit Videos verdient (und wer tut das schon?), der behandelt Plattformen wie Youtube oder Vimeo gerne als kleine Werkstatt: Rein in die Bude, ein paar Kleinigkeiten erledigt, und wieder raus. Und wie in jeder Werkstatt gibt es viele Dinge, die Spass machen wie Videos hochladen, Statistiken ansehen, Videos schauen. Und ein paar Dinge, die weniger Spass machen: Aufräumen!

Natürlich kann man das jederzeit machen. Aber der Jahresanfang und der sogenannte Frühjahrsputz sind ja oft eine psychologische Hilfe, um solche Dinge in Angriff zu nehmen.

Video-Frühjahrsputz auf den Plattformen

Hausboot-Reise, 7 Jahre alt, tolle Bilder, gute Musik - besser als privat markieren, auch wenns schön ist.

Hausboot-Reise, 7 Jahre alt, tolle Bilder, gute Musik – besser als privat markieren, auch wenns schön ist.

Ausmisten: nur die guten Videos bleiben

Man gibt es nicht gerne zu. Aber nicht jedes Video ist eine kleine Perle im Repertoire der eigenen Arbeiten. Manche haben sich einfach überholt. Manche können mit den heutigen Standards nicht mehr verglichen werden, weil sie zu alt sind. Wer hier einfach ein kleines Archiv führt, der kann diese Dinge stehen lassen. Oder besser noch: in ein Archiv verschieben. Wer solche Beiträge als Privat markiert, der kann sie selbst dort noch ansehen. (Von meinen Youtube-Videos ist derzeit etwa die Hälfte als privat markiert; aber ich bin auch nicht sehr aktiv.) Andere Besucher dagegen sehen ein aufgeräumtes Portfolio. Und wahrscheinlich wird kein Besucher diese alten Beiträge wirklich vermissen.

Zeigt ein Blick in die Statistik, dass ausgerechnet ein Uralt-Beitrag die höchsten Besucherzahlen aufweist, kann man ihn stehen lassen. Oder sich überlegen, ob man das gleiche Thema nicht noch einmal frisch aufbereitet. Allerdings ist dann die schöne Statistik futsch.

Aufhübschen: Header-Fotos nach Maß

Was Besucher zuerst zu sehen bekommen ist der Header der eigenen Profilseite. Den hat man meist irgendwann einmal mühsam ausgesucht und bearbeitet, damit er den Anforderungen entspricht. Und da steht er nun, Jahr um Jahr. Dabei gibt es inzwischen nicht nur viele neue Videos, sondern auch etliche gute Fotos, mit denen man diesen Header ablösen könnte. Jetzt gehen bei Vimeo übrigens auch Videos als Header. Wenn man sich nur nicht mit den Maßen herumschlagen müsste. Meinem Wissen nach ist meine Anleitung für Header noch immer aktuell, ansonsten nach neueren Angaben suchen.

Outros - gehen am leichtesten direkt in Youtube.

Outros – gehen am leichtesten direkt in Youtube.

Video-Intros & Outros

Intros und Outros waren lange Zeit ziemlich knifflig für Leute, die sich nur auf Videos machen beschränken. Die Arbeit zum Aufnehmen, Schneiden, Vertonen braucht genug Zeit. Und spätestens seit Casey Neistat wissen wir, dass ziemlich rudimentäre Titel und Abspänne das Gesamtergebnis kaum negativ beeinflussen.

Aber die Zeiten ändern sich. Mittlerweile hat Youtube die Möglichkeiten für leichte Erstellung guter Outros auch in Deutschland etabliert. Mit einer Anleitung dazu, die sich in der Youtube-Hilfe findet, gehts einfach und schnell. Intros sind wichtiger, weil der erste Eindruck zählt. und sie sind schwieriger zu erstellen, weil nicht von Youtube automatisiert. Ist zwar weniger ein Video-Frühjahrsputz als eine echte Erweiterung. Aber die lohnt sich.

Über mich / Kanal-Info / Profil

Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass eine gute und informative Über-mich-Seite auf der eigenen Website ganz hilfreich sein kann, um mit Leuten in Kontakt zu kommen. Sträflich vernachlässigt sind dagegen viele der Kanal-Info-Seiten auf Youtube oder der Profilseiten auf Vimeo. Dabei ist der erste Schritt, nachdem man ein interessantes Video gesehen hat, der Klick zum Profil. Dort sucht mach nach weiteren guten Videos und schließlich nach Infos, wer dahinter steckt.

Wer Kontakte knüpfen möchte oder wer seine Arbeit anderen anbieten möchte, der sollte hierauf etwas mehr Augenmerk verwenden. Ein Text, der neugierig macht und die wichtigsten Fakten vermittelt. Aktuelle Links und korrekte Angaben zu den Sozialen Netzwerken sind hilfreich.

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Instagram-Rückblick und die Schlussfolgerungen

Instagram-Rückblick: Meine beliebtesten Fotos 2016

Instagram-Rückblick, ganz automatisch: Meine beliebtesten Instagram-Fotos 2016

Rückblicke zum Jahresende sind für viele, die es lesen wollen, ziemlich elend. (Die Ausblicke übrigens auch). Ich bin kein Fan von diesen Zusammenfassungen. Aber ich mag Statistiken ganz gerne. Und 2016 war mein erstes „richtiges” Jahr auf dieser Plattform.

Der Jahreswechsel ist immer eine gute Zeit, um entweder ausführliche Statistiken zu wälzen oder zumindest kleine grafische Auswertungen anzusehen und auszuwerten. Für einen schnellen Instagram-Rückblick  gibt es die sehr beliebte Zusammenfassung „bestnine” mit den Fotos eines Accounts, die die meisten Likes bekommen haben. Wer genaueres über seinen Instagram-Account wissen möchte, der sieht in seinen Account bei Squarelovin (kostenlos) oder Iconosquare. Und wer bei Instagram ein Unternehmensprofil hat, der bekommt hier auch einen Statistik angezeigt.

Die Ergebnisse dürften überall die gleichen sein. Einmal detaillierter dargestellt, einmal grafisch etwas hübscher. Um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, genügt eigentlich die Minimal-Version – und die eigene Erfahrung.

Hier ein paar Ergebnisse aus meinem Instagram-Rückblick

Die Instagram-Bilder mit den meisten Kommentaren

Die Instagram-Bilder mit den meisten Kommentaren

Welches Foto läuft?

Es gab und gibt Tage, da komme ich beim Hochladen des Instagram-Bildes ins Grübeln. Was habe ich mir nur dabei gedacht? und dann noch dieser Text. zu ruppig, zu verschwurbelt, zu kurz, zu lang, zu persönlich, zu allgemein. Und am Ende des Tages steht oft genug eine Überraschung. Es gab viele Likes für Bilder, die ich eher im Mittelfeld angesiedelt hätte.

Natürlich gibts im Laufe der Zeit Erfahrungen, was geliked wird: Tiere gehen immer, dramatische Lichtwirkungen und ja, auch das – Sonnenuntergänge kommen gut an. Aber ich muss zugeben, dass ich sehr oft daneben liege. Noch drastischer ist es bei den Kommentaren. Neben den Standards („Nice” oder Smileys) gibts auf manche Bilder wirklich tolle Reaktionen. Und auch die sind für mich nicht vorhersagbar.

Die Instagram-Bilder mit den meisten Likes

Die Instagram-Bilder mit den meisten Likes

Text ist wichtig

Diesen Kommentaren entnehme ich auch, dass mehr Leute als angenommen, meine Texte lesen. Obwohl die Bilder-Plattform Instagram ja eigentlich zum schnellen „Durchwischen” des Foto-Streams einlädt und meine Texte etwas länger sind, lesen viele mit. Ich bin da ja auch nicht anders. Bei den Accounts, denen ich schon lange folge, interessieren mich die Texte auch. Die Fotos sind deswegen nicht weniger wichtig. Nur dort, wo man an guten Fotos (oder besser: ansprechenden Fotos) hängen bleibt, liest man auch die Texte. Im Instagram-Rückblick sind meine Texte immer länger geworden und haben sich nun bei 6 bis 10 Sätzen eingependelt.

Aktualität: Jain

Viele Instagram-Nutzer sehen die Plattform als eine Art aktuelles Tagebuch. Was heute hier erscheint, wurde auch heute fotografiert. Passt das Bild nicht zum aktuellen Wetter, gibts Kritik.

Das kann bei mir nicht funktionieren. Ich poste gerne auch aktuelle Fotos, aber immer mit ein paar Tagen Verzögerung. Denn nach einer Foto-Tour oder einem Ausflug wird erst gesichtet und aussortiert, dann nachbearbeitet (in Lightroom) und dann erst gepostet. Und auch das oft wieder mit Verzögerung. Ich bin zwar auch Fotograf, aber als Journalist sitze ich die meiste Zeit eben doch am Schreibtisch. Deswegen nutze ich Later.com, um meine Bilder meistens für eine Woche vorauszuplanen und dann morgens vor meiner eigentlichen Arbeit zu veröffentlichen.

Dabei achte ich aber durchaus darauf, dass die Bilder zur aktuellen Jahreszeit, zur aktuellen Wetterlage passen. Ich finde es unpassend, nur mit einem Griff ins Archiv etwas zu posten. Aber herbstlicher Nebel im Rheintal im November sieht in vielen Jahren sehr sehr ähnlich aus…

Themenwahl

Ich lebe am Rande des Schwarzwaldes und ich habe für den Account fast ausschließlich Schwarzwald-Bilder veröffentlicht und auch so getagged. Das engt den Besucherkreis zwangsläufig ein. Andererseits fällt es mir leichter, in Kontakt zu ähnlichen Profilen zu kommen. Durch Likes, aber vor allem durch Kommentare und Follower. Klar erreichen die Fotos aus unberührter kanadischer Wildnis zigtausende Nutzer. Aber hier wird sich kein Austausch ergeben.

Und klar: Ich habe von Reisen zum Beispiel nach England, Island, Kanada noch einige tolle Fotos auf der Platte. Aber die passen nicht zu meinem Schwarzwald-Profil. Also werden die hierfür auch nicht genutzt.

Wiederverwertung?

Ich mag keine „Fotos, die „repostet” wurden. Und damit logischerweise  auch keine Instagram-Profile, die keine eigenen Fotos veröffentlichen, sondern die Bilder anderer Leute „reposten”. Kann man machen, interessiert mich aber nicht. Mich interessiert das wirkliche Profil eines Menschen. Ist das ein engagierter Fotograf, hat er ein Thema, hat er einen eigenen Stil?

Nun scrolle ich ab und zu durch mein Profil und stelle fest, dass es etliche Bilder gibt, die ich wirklich zu meinen besten zähle, in meiner Anfangszeit bei Instagram gerade mal 20 Likes bekommen haben. Und fünf Schafe im Gegenlicht etwa 230. Ist ja nur logisch. Mit wachsender Followerzahl kommen mehr Likes.

Bisher waren Bilder für mich nach der ersten Veröffentlichung auf Instagram „verbrannt”. Nun überlege ich ernsthaft, ob ich nicht ab und zu eines der mir am Herzen liegenden Bilder lösche und später zu passender Zeit und Gelegenheit wieder poste. Ist das verwerflich?

Meine Konsequenzen für Instagram

  • Weiterhin sehr regelmäßig posten, auch wenn ich nicht jedes meiner Bilder für das absolute Glanzlicht halte. Andere sehen das vielleicht anders.
  • Weiterhin versuchen, sinnvolle und ansprechende Texte zu schreiben und die richtige Länge dafür finden.
  • Mehr kommentieren und nach interessanten Accounts suchen, denen ich folge. Wenn deswegen die Zeit nicht mehr für sehr ausführliches liken reicht, dann ist das eben so.
  • Dem eingeschränkten Themenkreis treu bleiben und hier Verbindungen schaffen.

Und die üblichen Instagram-Tipps?

Die kennen wir ja: Die besten Tags, die besten Zeiten für Veröffentlichungen, die großen Plattformen und Profile, auf denen die eigenen Bilder auftauchen sollten. Das mag für andere funktionieren, für mich nicht. Meine Tags für meine Themen. Posten morgens vor der Arbeit ist ein schöner Start in den Tag und da habe ich auch die Zeit dafür. Und die kuratierten Plattformen, auf denen das eigene Bild viel mehr Menschen erreicht reagieren vor allem dann, wenn man dort sehr aktiv ist. Ich bin lieber bei den Fotografen selbst aktiv.

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