Smartphone-Videos: großes Weihnachts-Kino

Smartphone-Videos werden mit einem kleinen Stativ deutlich besser.

Smartphone-Videos werden mit einem kleinen Stativ deutlich besser.

Gute Smartphones haben längst auch gute Kameras. Was hindert einen also daran, sein nächstes Videoprojekt mit dem Handy umzusetzen? Auch wenn es ein eher cineastisches Projekt werden soll? Meistens sind es Kleinigkeiten. Anschaffungen von Ausrüstungsgegenstände im niedrigen zweistelligen Bereich lassen sich mit dem Weihnachtsgeld umsetzen. Was wirklich oft hindert ist die Situation, mit einem Smartphone in der Hand als Kameramann aufzutreten. An Weihnachten können Sie das mit der geduldigen Verwandtschaft mal ausprobieren. Die Hemmschwelle für vermientliche Peinlichkeiten ist in dieser „geschützten” Umgebung in der Regel geringer.

Smartphone-Videos für Anfänger

Fast jeder hat die Videofunktion seines Handys schon mal ausprobiert. Und fast jeder war nachher ein bißchen enttäuscht. Klar, die Erinnerungen frischt ein kurzes Video viel besser auf, als ein paar Schnappschüsse. Aber meist wars verwackelt und der Ton war schlecht. Der Gesamteindruck also eher mau.

Wer den Mumm hat, seiner Umgebung als Kameramann gegenüber zu treten, wird oft belohnt. Wenn er ein paar Dinge beachtet.

Die passende App

Klar, es gibt eine App dafür. Die ist auch schon installiert. Aber im App Store gibts ja noch Profi-Apps, wie Filmic Pro für gerade mal 10 Euro. Tatsächlich gibts hier eine ganze Menge Einstellmöglichkieten. So kann man Fokus und Belichtungszone trennen. In diesem Video wird man durch die zahlreichen Einstellmöglichkeiten geführt.

Meiner Ansicht nach kommt da aber nichts wesentliches dazu. Alle wichtigen Eigenschaften sind im iPhone zum Beispiel schon festgelegt. Ich habe früher mal für ein iPhone eine Foto-App gekauft, mit der sich Blende und Verschlusszeit einstellen lassen sollten. Und wie jeder Fotograf weiß, sorgt eine offene Blende für einen schöne Bokeh-Effekt mit geringer Schärfentiefe.

Apple erlaubt aber keine Änderungen an der Blende. das Bokeh wird also vor allem durch die Entfernung zum Objekt festgelegt. Die einfache Video-App des iPhones genügt also völlig, auch wenn manche Einstellungen durch die Filmic-App einfacher sind. Und mehr Spass machen.

Ein Mini-Stativ passt auch in die Jackentasche.

Ein Mini-Stativ passt auch in die Jackentasche.

Verwacklung ausgeschlossen

Das störendste Element bei Video aus der Hand sind Verwacklungen. Zwar tut die eingebaute Bildstabilisierung (sofern vorhanden) einen guten Job. Besser ist es allemal, sich darauf nicht zu verlassen. Kleine Stative wie ein Gorillapod oder ein leichtes Reisestativ wirken Wunder. Selbst ein Mini-Kugelkopf des Reisestativs erlaubt sanfte Schwenks.

Externe Mikros verbessern die Audio-Qualität deutlich.

Externe Mikros verbessern die Audio-Qualität deutlich.

Ärgernis Ton

Und schließlich gehört der Ton eines Smartphone-Videos oft genug zu den großen Enttäuschungen. Lange Zeit waren alle Verbindungen eines Smartphones mit einem externen Mikrofon eine eher alberne Sache. Mit Handy und Mikrofon und einem langen Kabel macht wohl niemand eine gute Figur.

Das Rode Video Mic Me passt auf jedes Smartphone, hat keine Anschlussprobleme und der aufsteckbare Fell-Windschutz ist inklusive. In diesem Video werden die beiden kleinen Rode-Video-Mics verglichen, auch mit den internen Mikrofonen. Der Vergleich lässt keine Fragen offen: das 50-Euro-Mini-Mic Me ist die bessere Alternative.

Wer über Weihnachten den Testlauf gemacht hat kann nach den Feiertagen mit kleinen Videos zu anderen Themen auf Facebook und Co. punkten. Bei iPhones ist die Video-Schnitt-Software iMovie schon dabei. Mehr Spass macht der Videoschnitt auf dem großen Rechner.

Mein Tipp: Schneiden Sie großzügig. Im Gegensatz zu den Weihnachts-Videos liegt bei allen anderen Verwendungsmöglichkeiten: besser kurz und knackig.

Selbst die Halterung alleine - ohne Stativ - genügt in manchen Fällen schon zur Stabilisierung.

Selbst die Halterung alleine – ohne Stativ – genügt in manchen Fällen schon zur Stabilisierung.

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Der Große JPG-Vergleich: Canon, Nikon, Sony, Fuji, iPhone, Pentax, Olympus, Panasonic

JPG-Vergleich über mehrere Kameramarken hinweg: viel Fleißarbeit, gutes Ergebnis.

Das Video mit dem JPG-Vergleich ist für die meisten Kamerabesitzer interessant. Die Gegenüberstellung der JPG-Dateien, wie sie – ohne weitere Voreinstellungen – aus der Kamera kommen ist eine ziemlich große und löbliche Aufgabe. Und wer könnte diese Aufgabe besser angehen als ein Händler?

Im kanadischen Youtube-Kanal TheCameraStoreTV findet man seit langem gute und aufschlussreiche Videos. Die gibts zu den Produkten, die dort verkauft werden, aber auch zu allen Themen, die für Foto und Video wichtig sind.

JPG-Vergleich praxisnah

Wer könnte die Aufgabe eines JPG-Vergleichs über die verbreitetsten Kamera-Modelle besser bewältigen als jemand, der alle Kamera-Marken „zur Hand” hat? Diese beiden, Chris Niccolls und Jordan Drake machen den Verlgeich – mit dem kompletten Sortiment eines Foto-Geschäfts im Rücken – sozusagen als Service und als Fleißaufgabe.

Und nein: Das ist keine Werbung. Weder von mir für einen kanadischen CameraStore (wäre ja absurd). Noch vom Camerastore für seine Produkte.

Natürlich lässt das Ergebnis des nicht-wissenschaftlichen aber praxisnahen Tests verschiedene Interpretationen zu. Und natürlich kann man durch diverse Einstellung und / oder Apps (zum Beispiel beim iPhone) einiges steuern. Aber der Ruf einiger Kameramarken beruht nicht zuletzt auf diesen ganz spezifischen Eigenheiten von Farbe und Bildstil. Und schließlich fotografieren die meisten Menschen genauso. Nämlich mit den Voreinstellungen, wie sie ab Werk zu finden sind.

Deswegen sind auch alle Hinweise auf Photoshop, Lightroom, Presets und RAW-Verarbeitung hinfällig. Auch meiner Ansicht nach ist die Qualität im Auslieferungszustand ausschlaggebend. Die meisten Fotografen (und Hobby-Fotografen) wollen sich zu Recht mit dem kreativen Teil, dem Fotografieren beschäftigen. Der Rest kann auch Spass machen, ist aber eher ein notwendiges Übel für viele Fotografen.

Ich habe nicht alle Marken im Einsatz, aber Kameras von Nikon, Canon, Panasonic und das iPhone. Und ich kann insofern das meiste nachvollziehen. Ob es für eine Kaufentscheidung wichtig ist, diesen Vergleich zu kennen, sei mal dahingestellt. Immerhin zerstört es in meinen Augen den Mythos, die Bilder einzelner Marken seien ohne weiteres Zutun besser als die anderer Marken. Und das ist ja auch schon ein gutes Ergebnis.

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360 Grad Fotos für Facebook erstellen

Panoramafoto

Zum Thema 360 Grad Fotos bei Facebook hätte ich gerne einen interessanten Artikel mit vielen konkreten Tipps geschrieben: Zu Panorama-Fotos, wie man sie leicht mit dem Handy machen kann und bei Facebook als Panorama einbinden kann.

Dumm ist nur: Es funktioniert nicht. Zumindest geht das Erstellen der 360 Grad Fotos für Facebook nicht so, wie es soll. Nämlich direkt aus einer Pano-Anwendung auf dem iPhone heraus. Aber immerhin gibt es eine Lösung.

Bei mir sieht das Ergebnis dann so aus (Facebook-Link).

Das ist das Bild in groß, im Post eingebetettet wirkt es besser, finde ich.

360 Grad Fotos für Facebook: was nicht funktioniert

Vielleicht geht es dieses Mal anders herum und jemand weiß mir einen Tipp oder eine konkrete Anleitung. In etlichen Artikeln im Netz wird das Erstellen und Hochladen der Panos mit verschiedenen Apps für iOS beschrieben. Zum Beispiel hier: Anleitung: 360 Grad Fotos für Facebook erstellen.

Einer der Kernsätze geht etwa so, dass Facebook automatisch das Panorama-Format erkennt und einbindet. Also so, dass ein Ausschnitt gezeigt wird, den man dann scrollen kann.

Dumm nur, dass genau das nicht funktioniert. Vom iPhone aus hochgeladen werden einige 360 Grad Fotos bei Facebook einfach als Panorama-Streifen dargestellt. Ziemlich unnütz, da man auf den etwa 1 Zentimeter hohen Aufnahmen gar nix erkennt, geschweige denn, dass sich etwas bewegt. Da macht es auch keinen Unterschied, ob ich Aufnahmen hochlade, die ich mit der Pano-Funktion des iPhone erstellt habe oder welche, die ich mit Cardboard, der Google-App, gemacht habe.

Die ebenfalls oft empfohlene Google Street View App verwende ich nicht, weil die Abbildung von Boden und Himmel meiner Meinung nach nur in den seltensten Fällen einen Sinn ergibt. Und weil Rundum-Schüsse viel einfacher und schneller gehen und montiert werden.

Das, was am nähesten an eine Panorama-Darstellung dran kommt, ist der Upload direkt aus Cardboard übers iPhone auf Facebook. Dann wird ein Ausschnitt gezeigt, der sich allerdings auf Facebook auch wieder nicht scrollen lässt. Statt dessen landet man mit einem Klick auf das Bild auf einer Google-Seite, wo das Pano dann formatfüllend in Bildschirmgröße angezeigt wird – aber eben nicht in Facebook.

Interessanterweise wird dasBild übrigens bei vr.google.com hochgeladen und bleibt auch dort, nachdem ich meinen fehlerhaften Facebook-Eintrag gelöscht habe. Offensichtlich habe ich mit den Nutzungsbedingungen auch meine Nutzungsrechte zumindest teilweise an Google abgetreten.

Was funktioniert

Eine Lösung gibt es noch, um Panos so hochzuladen, dass sie von Facebook auch als Pano erkannt und richtig eingebudnen werden. Ich kann sie vom Computer hochladen. Allerdings auch nicht über den Dialog Fotos und Hochladen, sondern direkt mit dem Rüberziehen des Panso aus einem Verzeichnis in das Facebook-Fenster. Das ist für mich verschmerzbar, weil ich meine Posts sowieso am Computer verfasse. Gedacht war die Lösung aber doch wohl anders.

Und dass Google mein Pano-Foto auf seinem Server behält, ohne die Möglichkeit, dass ich es dort wieder löschen kann, begeistert mich auch nicht gerade.

Ich habe ziemlich früh mit Stitching-Software Panos erstellt und im Web veröffentlicht. Deswegen habe ich mich über die vermeintlich einfache Möglichkeit gefreut. Vielleicht bin ich ja auch der Einzige, bei dem der einfache Weg übers Handy nicht klappt. Oder mein iPhone 6s ist schon wieder veraltet. Oder oder oder…

Über Tipps und Rückmeldungen in den Kommentaren würde ich mich freuen!

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Die große Freiheit (immerhin drei Meter): USB-Lightning-Kabel für iPad und iPhone

USB-Lightnin-Kabel mit 3 Metern Länge [Affiliate-Link]Als disziplinierter iPad-Benutzer stellt man sein iPad abends in die Ladestation. Denn der Akku reicht normalerweise einen Tag, wenns ein Sonntag ist oder man auf Reisen ist und unverhältnismäßig viel am iPad macht, dann kann es mit einem langen Tag auch knapp werden.

Um eine vorzeitigen Erschöpfungszustand abzuhelfen gibts ja auch mobile Akkus, an denen man das Gerät wieder aufladen kann, wenn einige Zeit keine Steckdose auffindbar ist.

Wer die eigene Schwäche kennt und weiß, dass regelmäßiges Laden nicht sein Ding ist, der kann sich für zuhause auch dieses praktische Teil kaufen: [Apple MFi zertifiziert] iClever BoostLink 3 Meter Lightning auf USB Ladekabel mit Klettband für iPhone 6S, 6S Plus, 6 Plus, 6, 5S, 5C, 5, iPad Air 2, Air, Mini 2, Mini, iPad 4. Generation, iPod Touch 5. Generation, iPod Nano 7. Generation, Weiß [Affiliate-Link]

Das drei Meter lange USB-Kabel mit Lightning-Anschluss sorgt zumindest in den eigenen vier Wänden dafür, dass man weiter sein iPad nutzen kann. Auch wenn die nächste Steckdose weiter als drei Meter entfernt ist, kann man sich doch meistens mit einem Sessel nahe der Steckdose behelfen, bis der Akku wieder im grünen Bereich ist.

Die Kabel gibts von verschiedenen Herstellern und Anbietern, immer wieder klagt auch mal ein Amazon Kunde, das würde mit seinem Gerät nicht funktionieren. Bei diesem Kabel keine Klage in den Bewertungen und auch bei mir funktionierts prima mit dem iPad Air2 und dem iPhone 6s.

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Eine Krux: Ladegeräte…

Ladegeräte

Jedes neue technische Spielzeug vom Smartphone bis zur Kamera bringt diese schwarze Kästchen mit sich: Ladegeräte stapeln sich bei technik-affinen Menschen in großen Kartons oder Schubladen und vermengen sich nur allzu gerne mit einem Gewirr von Kabeln. Dabei sind fast alle diese Ladegeräte ziemlich tumbe Gesellen: Sie laden schlicht und einfach vor sich hin, oft stundenlang. Um zu wissen, wann sie fertig sind, muss man immer wieder einen Blick drauf werfen.

Keine Anzeige über Ladedauer oder den Ladezustand, keine weiteren Anschlüsse für USB und Auto-Strom mit 12 Volt. Keine zusätzliche Buchse, um am gleichen Gerät wiederum ein Ladekabel fürs Smartphone oder andere Geräte anzuschließen, wenn man schon eine Steckdose belegt. Keine verschiedenen Lade-Modi, keine auswechselbaren Platten für die gängigsten Akkus, schon gar nicht zu reden von Halterungen für Akku-Doppelpacks. Also muss man bei jeder Kamera das entsprechende schwarze Gehäuse suchen, Netzkabel rausfischen, aufladen, dann den zweiten Akku aufladen (mindestens drei sind bei meinen Kameras in der Regel vorhanden).

LadestationDas höchste der Gefühle scheint so ein Vierfach-Lader zu sein, wie es ihn für Smartphones und Tablets gibt. Eher schlicht, wenn auch optisch ansprechend gelöst, wegen der Geräte-Halterung. Dieses Modell (Avantree Powerhouse USB Ladegerät
), mit dem ich schon länger ganz zufrieden bin, berücksichtigt auch den unterschiedlichen Bedarf von iPhone und iPad.

Ist das das 21. Jahrhundert? Dass die Gerätehersteller nach der billigsten Lösung suchen ist mir klar. Was ist mit all den anderen Technikanbietern? Ist das wirklich Raketenwissenschaft, so ein Ding zu entwickeln, das zumindest für 90 % der mobilen Geräte unserer Zeit einzusetzen ist? Ist ja nicht so, dass wir Nutzer dafür kein Geld ausgeben würden. In Zeiten, als man Geräte noch vorwiegend mit Akkus im AA-Format betrieb, durfte eine komfortable Ladestation ja auch was kosten.

Immerhin haben die Fremdhersteller der Kamera-Akkus ja schon den Weg geebnet: Sie verkaufen für gefühlt tausend Kamera-Akkus das immer gleiche Gerät mit jeweils einem anderen Aufsatz (wohlgemerkt nicht mit verschiedenen zusätzlichen Aufsätzen). Wenn man Glück hat, kann dieses Teil dann schon neben 220 V auch 12 V und USB. Die Welt kanns nicht kosten: Meistens kostet ein 2er-Pack mi Ladegerät weniger als das Doppelte von einem Akku.

Ich finde solche Lösungen wie sie Casey Neistat in seinem New Yorker Studio zeigt ja auch witzig: Eine große Platte mit fest installierten Ladegeräten, alles fest verkabelt und verschraubt. Andere präsentieren stolz in Videos ähnliche Nachbauten oder ihre mobilen DIY-Lösungen: in Transportkoffer eingebaut, die garantiert nicht umsonst im Flieger mit dürfen.

Mir schwebt da eher so ein kleines Kästchen vor, etwa so groß wie zwei Kamera-Akkus, mit austauschbaren Akku-Platten / Halterungen und einem informativen Display. Also was, das auch ins Handgepäck passt. Statt meines Nylon-Beutels mit Kästchen und Kabeln, der mit jeder Reise größer wird. Na? Macht mal!

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