Mix-it, Baby: Videomaterial verschiedener Kameras mischen

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Dieser Artikel entspringt einer etwas vorauseilenden Neugier. Nachdem ich mir eine Panasonic Lumix LX100 bestellt hatte, um auch 4K-Videos machen zu können, wollte ich wissen, wie ich das 4K-Material verarbeiten kann und warf die Suchmaschine an. Die Suche für mein Programm Final Cut Pro X (FCPX) erbrachte jedoch fast nur Treffer auf kostenpflichtige Software, die es mir ermöglichen sollte, das 4K-Material aus der Kamera in FCPX zu laden.

Als die Kamera dann da war, stand schnell fest, dass man 4K-Material ohne weitere Umstände (und Software) importieren kann und auch als 4K bearbeiten kann: reinzoomen, wenn man in 1080 arbeitet oder eben wirklich 4K-Videos machen und ausgeben. Ich weiß nicht, ob zusätzliche Software dafür jemals notwendig war, heute braucht man sie offenkundig nicht und ich mixe munter HD und 4K aus verschiedenen Quellen

(Hier gibts dazu auch ein schönes Youtube-Video.)

Deswegen jetzt ein kurzer Überblick, was bei mir wie verarbeitet wird.

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Canon EOS 550D und EOS M

Liefern beide das Standardmaterial, normales HD. Die mitgelieferte Software von Canon erlaubt hier (und nur hier) sorgenfreien Import: Importiert wird nur das neue Material an einen voreingestellten Ort. Die Bearbeitung erfolgt dann ausschließlich in FCPX. Das Material aus beiden Kameras unterscheidet sich nach meinem Empfinden (und nach den technischen Daten) qualitativ nicht, die Güte hängt nur vom verwendeten Objektiv ab.

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[Beide Kameras sind inwzischen natürlich ‚Oldtimer‘. Nachfolger für die 550D ist am ehesten das Modell Canon EOS 700D mit Touchscreen und für die EOS M gibts jetzt eine Canon EOS M3 mit immerhin 24 Megapixel und WiFi, NFC, in Kürze soll eine presiwertere EOS M10 erscheinen.]

Panasonic Lumix LX100

Kann normales HD und 4K, und auch wenn die Kamera toll ist, hat die Bedienung der Panasonic DMC-LX100 Lumix doch einige Schwächen. Das fängt schon bei der Aufnahme an: Hier muss man von Hand das Dreh-Rädchen von 4:3 für Fotos auf 16:9 für Videos umstellen. Was man oft genug vergisst. Zumindest für den Mac wird keine Software mitgeliefert, die sorgenfreien Import mit einem Klick erlaubt. Statt dessen Karte einschieben oder Kamera anschließen und Dateien, deren Inhalt man nicht sieht (keine Vorschaubilder in den Verzeichnissen) von einem Ordner in einen anderen schieben.

Auch Apples Dienstprogramm Digitale Bilder ist nur unwesentlich besser: Hier gibts Vorschaubilder aber natürlich weiß diese Software auch nicht, was bereits importiert wurde. Also Dateien aussuchen und verschieben. Mühsam. Dafür gibts qualitativ gute Videos und Bilder in HD und 4K.

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GoPro Hero 3

Die inzwischen auch schon etwas älteres GoPro Her 3 Black Edition kann als Video bestenfalls eine 1440er Auflösung, normal und brauchbar ist die HD-Auflösung. Das Handling zunächst ähnlich mühsam: Dateien auswählen und verschieben, dann möglichst gleich händisch am Mac auf der Karte löschen, denn die Bedienung der Gopro über das Mini-Menü ist [Inzwischen gibts die bessere GoPro Actionkamera HERO4 Black Adventure 4k, wie der Name schon sagt auch in 4K.]

Ihre Stärken zeigt die Gopro, wenn es um Timelapse-Aufnahmen geht: Zum einen bei der Aufnahme, die wirklich einfach ist, sofern man auch nur ein Mini-Stativ zur Hand hat. Richtig gut wirds dann, wenn man die Fotos in das mitgelieferte GoPro-Studio importiert: Dort lassen sich die Bilder schnell und einfach und mit vielen Einstellmöglichkeiten zum Timelapse-Video weiterverarbeiten: Horizont gerade rücken, Fisheye-Effekt ausgleichen, ein- und ausblenden, Farben und Belichtung verändern. Geht alles schnell und einfach.

Man kann sich das Timelapse-Video gleich als normales HD ausgeben lassen oder die etwas größeren Einzel-Bilder zu einem ”großen“ Video verarbeiten und erst in FCPX einzoomen.

Die normalen Videoaufnahmen aus der GoPro sind eher was für Actionsportler. Alle anderen werden die Qualität der normalen Kameras höher einschätzen. Aber als zweite oder dritte Kamera auf einem kleinen Stativ ist sie eine echte Bereicherung und natürlich erst recht für Timelapse.

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iPhone 6s

Die Kamera des iPhone 6skann auch 4K Video und kann qualitativ ohne Probleme mit meinen Canon-Kameras und der Lumix LX100 mithalten. Zum Filmen gibt etliche Extra-Apps, aber die Bordmittel reichen. Nur als Stativlösung muss man sich etwas einfallen lassen, der Joby Grip tight Gorillapod Stand ist eine gute Sache dafür. Der Import geht normalerweise über iPhoto, was ich aber schon lange nicht mehr mache. Da alle meine Foto- und Video-Dateien in Ordern sortiert sind, musste ich nach dem Import in iPhoto alle Dateien wieder in die Ordner exportieren.

Jetzt nutze ich das Dienstprogramm des Mac ‚Digitale Bilder‘, anstatt das ansonsten von mir nicht genutzte iPhoto weiter mit Daten aufzublähen.

Fazit: Das Bildmaterial aus diesen fünf Quellen lässt sich gut mischen, einzig die Clips mit GoPro-Qualität lassen sich später klar erkennen. Wenn über kurz oder lang die DSLR wegfällt bleiben vier recht kompakte Kameras übrig, eine davon mit Wechsel-Objektiven. Alle mit brauchbarer Qualität und zwei von vier mit der Möglichkeit, 4K-Material zum Einzoomen zu benutzen. Das Schöne ist, dass man eine Kamera immer dabei haben kann, selbst eine zweite Kamera (wenn es eine der kleineren ist) belastet das Gepäck noch nicht spürbar. Wenn die Uralt-Canon mal durch eine gute spiegellose Kamera mit Wechselobjektiven ersetzt wird, dürfte der Gewichtsverlust deutlich sein – aber nicht so gewaltig, weil dann ja immer noch Wechsel-Objektive im Gepäck sind.

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Kaufempfehlungen für DSLR-Video

Weihnachten steht vor der Tür. genauer gesagt steht jetzt erstmal der Black Friday vor der Tür. Das ist sozusagen der aus den USA importierte Einkaufstag vor Weihnachten, an dem viele Händler saftige Rabatte geben. Apple zum Beispiel und viele andere Hersteller, Amazon verteilt seine Angebote gleich auf die ganze Woche. Und viele andere nutzen genau diesen Zeitraum auch, um den Kunden die ersten Weihnachts-Einkäufe schmackhaft zu machen.

Diese Einkaufsstimmung scheint auch was damit zu tun zu haben, dass gerade zwei wichtige Blogs zum Thema DSLR-Video Vergleichstests veröffentlichen, die in mehr oder weniger klare Verkaufsempfehlungen münden.

Auf der Website EOSHD gibt es gerade einen großen Vergleichstest, in dessen Mittelpunkt eigentlich die Black Magic Camera steht: The EOSHD Blackmagic Cinema Camera Shootout | EOSHD.com. Oder besser gesagt: stehen sollte. Den meisten, die das sehr aufschlussreiche Vergleichsvideo sehen, geht es wohl so wie mir: Die Kameras Panasonic Lumix GH-2 und Lumix GH-3 stehen preislich zwar ziemlich daneben (sind deutlich billiger), können qualitativ aber wohl sehr gut mithalten. Die GH-2 ist ein Auslaufmodell, ist aber derzeit besonders günstig zu haben, auch gebraucht. (Bei amazon.com sogar unlängst mit einem 50-%-Rabatt). Die GH-3 dagegen ist derzeit bei uns wohl noch gar nicht erhältlich.

Auch Philip Bloom versucht sich an einem Einkaufs-Ratgeber, der in meinen Augen aber fast etwas unübersichtlich ausfällt. Zudem fehlt der direkte Vergleich der Kameras, dafür ist von fast jedem Modell Anschauungsmaterial aus dem schier unerschöpflichen Fundus Blooms vorhanden.

Natürlich sind alle Artikel mit Affiliate-Konten verknüpft, wer über die entsprechenden Link kauft, der tut den Ratgebern was Gutes. Bei Philip Bloom gibt es zudem seine alljährliche Movember-Aktion, eine Charity-Aktion, die Bloom ins Leben gerufen hat und mit viel Engagement unterstützt.

Wers noch günstiger angehen will, der suche nach den Standards für Einsteiger und Fortgeschrittene: Die Canon 550D, Canon 600D und die Canon 650D gelten als die Standards schlechthin. Wer bevorzugt Web-Videos macht, kann hier Schritt für Schritt aufrüsten, mit Zubehör und Prime-Objektiven und macht mit Magic Lantern eine Profi-Kamera aus den Einsteigern.

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FocusMaker: einfache und schnelle Lösung für DSLR-Video

focusmaker

Nee, was war das am Anfang alles aufregend: Man brauchte für die HD-Video SLR ja unbedingt ein sehr gutes Objektiv und einen Follow Focus. Und den Follow Focus kauft man dann nicht alleine, sondern braucht Rods und eine Kamerahalterungen und überhaupt, ein besseres Stativ etc.

Eigentlich braucht man das nicht unbedingt. Es gibt inzwischen etliche billige Fokussierhilfen, wie zum Beispiel den Dosenöffner (Jar Opener) aus buntem Kunststoff, den man auf sein Objektiv draufschanllt. Oder den LensStrap, über den ich hier auch schon berichtet habe.

Allen diesen billigen Lösungen fehlt es an präzisen, reproduzierbaren Einstellmöglichkeiten. Da ist der FocusMaker schon eine komfortablere Lösung: Er ist präziser handhabbar, er lässt Einstellungen zu, die man wieder herstellen kann. Und er ist mit 79 Euro (jawohl, in Euro, ohne Ärger mit Zoll und Umsatzsteuer) zwar nicht ganz so billig, aber nach meiner Einschätzung doch recht brauchbar.

Bleibt die Tatsache, dass gegenüber den Anfängen von DSLR-Video die Follow Focus immer billiger geworden sind (ab 120 Dollar ist man dabei) und das trifft auch für die anderen Zubehörteile zu. Ein Nachteil des Fokusmaker ist aus meiner Sicht, dass man ihn komplett abmontieren muss (es wäre hilfreich, wenn der Zahnkranz zumindest auf dem Objektiv verbleiben könnte, wenn man denn mehere davon hat). Und dass er, naja, vor Ort vielleicht einen nicht ganz so professionellen Eindruck macht. Aber da muss man halt drüber stehen, die Ergebnisse zählen.

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Nikon Coolpix AW100 Outdoor-Digitalkamera 3 Zoll

Nikon AW 100

Weil ja bald Weihnachten ist. Und da kauft man(n) sich gerne auch mal Dinge, die man eigentlich nicht unbedingt haben muss. Zum Beispiel eine Nikon Coolpix AW100 Outdoorcamera: wasserdicht, kälteresistent, bildstablisiert, mit GPS.

Ist vielleicht eine gute Alternative für Leute, die mit der GoPro liebäugeln, aber selbst keine Abenteuersportarten betreiben oder sich scheuen, mit einer Helmkamera durch die Gegend zu fahren. Immerhin hat man dann auch ein richtiges Display, auf dem man sehen kann, was man aufnimmt bzw. was man aufgenommen hat. HD-Movie-Funktion (1080p), Stereoton, HDMI-Ausgang – das ist doch was für einen Gegenwert von rund 270 Euro, also in etwa die Preisklasse der GoPro (die alte gibts billiger, die neue Hero2 ist teurer). Die Nikon AW 100 gibts auch in orange oder – wenn man sie nach dem Verlieren im Wald partout nicht wiederfinden möchte – mit dem Tarn-Design Camouflage.

Nikon Coolpix AW100 Outdoor-Digitalkamera 3 Zoll: Amazon.de: Kamera & Foto.

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Neues Audio-Gerät für Video-Vertonung: Der Zoom H1

Zoom H1Es war schon seit einiger Zeit angekündigt, nun ist es da und es wurde wohl auch schon getestet: Der Zoom H-1 Handy Recorder ergänzt die Reihe seiner größeren Kollegen Zoom H2 und Zoom H4N, die oft und gerne zusammen mit HDSLR-Kameras (also Spiegelreflexkameras, die für HD-Video-Aufnahmen geeignet sind) eingesetzt werden.

Bei meiner Canon 550D gibt es noch den kleinen Haken, dass sie nur einen Mono-Eingang besitzt. Aber im Gegensatz zu einem „echten“Video-Mikrofon, das oben auf der Kamera auf den Blitzschuh montiert wird, ist das wohl eher ein Gerät, das solo zum Einsatz kommt (oder mit einem Lavalier-Mikrofon) und dessen Daten nachher mit den Video-Clips synchronisiert werden.

Getestet hat es wohl bereits von Roman Mischel, der – wie immer – recht konkret berichtet und nützliche Tipps gibt (r73.net |€“ Weblog über Videojournalismus » Der Zoom H1). Das größte Manko in meinen Augen ist, dass es wohl bereits Griffgeräusche mitaufzeichnet. Das größte Plus ist sicher die Handlichkeit und der Preis von knapp 100 Euro.

Das dämpft meine Euphorie etwas, so dass ich wohl (vorerst) bei meiner derzeitigen Praxis bleiben und ein Olympus WS-300M einsetze, wahlweise mit einem guten externen Mikrofon (Sony) oder einem kleinen Lavalier-Mikrofon.

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