Instagram Strategie & Updates 2017

Eine Instagram Strategie hilft bei den unvermeidlichen Änderungen in den Sozialen Netzwerken.

Eine Instagram Strategie hilft bei den unvermeidlichen Änderungen in den Sozialen Netzwerken.

Die Instagram Strategie ändert sich – mal wieder, wie das in alle Sozialen Netzwerken der Fall ist. Nach der Anfangszeit mit vielen Freiheiten und verschiedenen Entwicklungs-Richtungen hat die einseitige Foto-Plattform Ende 2016 und zu Beginn 2017 neue Wege beschritten. Dabei spielen wirtschaftliche Interessen natürlich eine wichtige Rolle – für den Betreiber. Wer beispielsweise mit seinen Fotos und einem Portfolio hier eine Art Heimat gefunden hat, der wird sich angesichts der Änderungen – wie bei allen anderen Sozialen Netzwerken auch – immer wieder die Frage stellen müssen: Ist das noch mein Netzwerk? Bleiben oder weichen? Weitermachen oder anpassen?

Instagram Strategie: ein Soziales Netzwerk  ist kein zuhause

Das klingt jetzt vielleicht etwas hart, aber es trifft meiner Meinung nach auf alle Sozialen Netzwerke zu: Instagram, Facebook & Co. sind kein zuhause, nicht für Fotografen, nicht für Geschäftsleute, nicht für begeisterte Foto-Amateure. Das etwas abgedroschene „My home is my castle” gilt auch fürs Internet: Nur auf meiner eigenen Website bestimme ich, was geschieht.

Fotos in Ordner, Live-Streams, Stories, die sich nach wenigen Stunden in Luft auflösen? Kann man machen, muss man aber nicht. Auch die Möglichkeiten für Anzeigen muss man immer wieder prüfen, wenn man das braucht: Macht mans überhaupt? Und wenn ja, in den Sozialen Netzwerken oder anderswo?

Bei aller Begeisterung für Plattformen wie Instagram, wo man viele tolle Bilder und Profile entdeckt: Spätestens nach ein paar Wochen (und dann in regelmäßigen Abstanden) sollte man sich fragen, was einem das Engagement hier noch bringt. Dabei ist der Spass an der Sache durchaus eine ernsthafte Währung: Die meisten Instagramer werden hier sowieso nicht reich. Letztlich entscheidet sich die Antwort daran, was ich einbringen kann und was ich für mich als Vorteil, Gegenwert rausziehe. Solange das Verhältnis stimmt: warum nicht dabei bleiben?

Änderungen im Paket

Sieht man mal von vielen Kleinigkeiten ab, bleiben ein paar richtungsweisende Änderungen. Der Algoritmus zum Beispiel, der auswählt, was ich von wem zu sehen bekomme. Stories, in die man –  wenn man es richtig machen will – auch einige Zeit investiert, und die sich auflösen, ohne dass ich meine Arbeit ein weiteres Mal nutzen kann. Foto-Ordner, die quasi dazu auffordern noch mehr Bilder auf die Plattform zu werfen und nur ‚mehr desgleichen‘ bringen.

Diese Instagram Strategie ist zunächst gut für Instagram: Das bedeutet noch mehr Engagement, mehr Zeit, die man hier verbringt, noch mehr Material. Den Vorteil, den sich viele erhofft hatten, einen Link, der Besucher zu ihrem Angebot bringt, bekommen weiterhin nur Geschäftsleute.

Wenn ich meinen Zirkel habe aus Followern und aus Profilen, denen ich selbst mit Begeisterung folge, ist das ok. Wem Likes und Follower wegbrechen, weil der Algoritmus für Veränderungen sorgt oder weil andere schneller und flexibler mit Stories, mehr Bildern oder Live-Stream reagieren, dem geht vielleicht ein Stück Motivation verloren.

Zukunftskonzept Instagram?

Was als reine Foto-Plattform begonnen hat, muss nicht ewig so bleiben. Veränderungen, Verbesserungen sind das gute Recht derjenigen, die diese Plattformen betreiben. Schon bei Facebook haben viele Nutzer gelernt: Da lässt sich auch durch Proteste nichts beeinflussen.

Auf den Prüfstand stellen sollte man vielmehr die eigenen Ansprüche und Anforderungen. Und seine eigene Instagram Strategie. Für Fotografen ist es sicher gut, weiterhin eine Art Portfolio dort zu betreiben. Wer Mode und Lifestyle als Thema hat, wird mit den Veränderungen vielleicht sehr einverstanden sein. Und für die zahlreichen Foodblogger zählt vielleicht am ehesten die Gemeinschaft, die sie dort gefunden haben, und die sie weiter ausbauen.

Wer auf Instagram Zeit investiert, der sollte ein (zumindest grobes) Konzept haben, wie diese Soziale Plattform im Zusammenhang mit Website, Facebook und Twitter funktioniert.

Das meiste rausholen…

Jeder muss für sich entscheiden, wie die Balance aussieht, sozusagen die Kosten-Nutzen-Rechnung: wieviel Zeit investieren, welchen Gewinn daraus ziehen. Nach meiner Beobachtung ergeben sich gerade für Fotografen drei wesentliche Punkte, die man mit oder ohne die aktuellen und künftigen Entwicklungen auf Instagram im Augen behalten sollte.

  1. Ein knackscharfes Profil. Wenn die Neuerungen helfen, das zu erreichen, macht man sie mit, ansonsnten lässt man besser die Finger davon. Welche drei Begriffe, Hashtags, oder welche drei meiner erfolgreichsten Bilder stehen für mein Profil?
  2. Die „richtige” Community. Follow-for-follow oder follow-for likes bringt ebensowenig wie ein künstlich gepushtes Influencer-Profil mit zigtausend (auf Umwegen) akquierierten Followern. Wenn der Austausch stimmt, sind die Zahlen weniger wichtig, finde ich.
  3. Klasse statt Masse. Wer Livestream nicht kann, sollte das nicht machen, nur weil man es machen kann. Und wer Stories stückelt und improvisierte Sammelsurien aufstellt, sollte die Finger davon lassen. Achtet man bei seinen Fotos auf ein gutes Niveau, dann muss nicht weitere Auswahlfotos zusätzlich zu seinem besten Foto in Ordnern platzieren.

 

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4 Fotografen-Fallen im Alltag

Professionelle Fotografen haben ein aufregendes Leben, arbeiten sehr diszipliniert und hart und liefern konsequent gute Ergebnisse ab. Denkt man sich so. Aber wahrscheinlich teilen Profis und (im besten Wortsinne) Amateure nicht nur die gleichen Leidenschaften, sondern auch die gleichen Schwächen. Einigen Fotografen-Fallen kann man ganz gut begegnen, wenn man sie kennt.

Bergwanderung - mit oder ohne Stativ? Zumindest ein Kompaktstativ verbessert die Bildausbeute.

Bergwanderung – mit oder ohne Stativ? Zumindest ein Kompaktstativ verbessert die Bildausbeute.

Fotografen-Falle Nummer 1: Zu viel Routine

Egal ob im Job, bei Familienbildern oder bei Fotos für den Food-Blog: Routine ist gut und hilfreich. Dinge gehen schneller von der Hand. Man fühlt sich sicherer, denn man weiß ja wie es geht. Und man spart Zeit. Meistens fällt einem erst mit viel Abstand auf, dass man sich eine Zeit lang zu sehr seiner Routine hingegeben hat.

Was hilft? Einfach mal neben sich stehen. Warum mache ich das jetzt so? Und wenn ich mich zwinge, es auf jeden Fall anders zu machen, wird es dann zwangsläufig schlechter? Oder nur anders. Den Blick fürs Fotografieren bekommt man am ehesten durch ein Ausbrechen aus der Routine zurück. Zum Beispiel durch ein privates Projekt. Etwas, das man nicht braucht, aber schon immer machen wollte. Ein Wochenend-Projekt in einem neuen Bereich, in dem man bisher nicht aktiv war. Danach sieht man auch seine Routine-Aufgaben wieder mit frischem Blick.

Etwas Abstand gewinnen und was Neues ausprobieren - hilft viel.

Etwas Abstand gewinnen und was Neues ausprobieren – hilft viel.

Zu wenig Übersicht

Fokussiert sein ist im Wortsinne nötig. Fokussiert auf die Aufgabe, auf die aktuelle Situation. Arrangieren, Auslösen, Kontrollieren. Man ist in seinem Element, fühlt sich wohl, erfüllt eine Aufgabe.

Zuhause am Rechner kommen beim Bearbeiten ein paar Ideen, die einem schon früher gut getan hätten. Warum habe ich nicht öfter die Perspektive gewechselt? Warum habe ich keine eher dunkleren Bilder geschossen, wie ich sie für die Nachbearbeitung gerne hätte? Zur Aufgabenliste, wenn man sich denn eine macht, gehören auch die Aspekte, die erst in der Nachbearbeitung wichtig werden. Videofilmer denken immer an eine sogenannte „B-Roll”. An Aufnahmen, die nicht direkt die Geschichte erzählen, sondern die andere Blickwinkel, andere Motive ins Spiel bringen. An diese B-Roll zu denken kann hilfreich sein.

Dann denkt man vielleicht auch eher an Aufnahmen, die gar nicht das eigentliche Motiv betreffen. Aufnahmen der Umgebung, Totalen auch bei Porträts, weil sie die Aufnahmesituation zeigen und vieles andere mehr.

Fotografen-Falle Faulheit: ein Bild vom Straßenrand

Fotografen-Falle Faulheit: ein Bild vom Straßenrand

Faulheit

Das klingt jetzt besonders hart. Aber niemand ist davor gefeit. Soll ich wirklich auch noch das schwere Stativ ins Auto legen? Und zwei Blitze mehr für externe Blitze? Richtig auffällig wird es, wenn man als Landschaftsfotograf zunehmend mehr Aufnahmen vom Straßenrand aus macht. Oder wenn man sich immer öfter sagt, natürliches Licht ist doch prima, auf zusätzliche Blitze und Aufheller verzichte ich jetzt.

Witzigerweise trifft diese Fotografen-Falle Profis wie Amateure gleichermaßen. Wahrscheinlich steckt dahinter, dass man in erster Linie effektiv sein möchte. Für Kunst und für Hobbys ist das aber sicher nicht der richtige Maßstab.

Werkstattbesuch in der Keramikwerkstatt

Ein Werkstattbesuch steht bei vielen Fotografen auf der Projektliste.

Aufschieben

Gerade die interessantesten Projekte sind meistens Dinge, die man sich selbst ausgedacht hat, und mit denen man aus der Routine ausbrechen kann. Das mache ich, wenn ich die neue Kamera habe. Wenn ich ein anderes Stativ habe. Wenn ich mir diese Bearbeitungen in Photoshop und Lightroom angeeignet habe. Wieso schiebt man etwas auf, das man so gerne macht? Eine Fotografen-Falle.

Und am Ende des Jahres? Wieder ein Projekt weiterschieben. Lieber ein unperfektes Projekt erledigen, als gar keines. Was ja für fast alle Aufgaben gilt, die man lange vor sich herschiebt.

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Ein Imagefilm für Landschafts-Fotografie und meine liebsten Foto- und Video-Kanäle

Ein Imagefilm für Landschaftsfotografie? Wer macht schon so etwas? Richtig: Ein Landschaftsfotograf.

Der Brite Thomas Heaton verdient sein Geld wohl vor allem mit Foto-Aufträgen und seinem Stuido. Seine große Leidenschaft aber ist die Landschaftsfotografie. Und diese Leidenschaft teilt er mit seinen Fans auf Youtube. Derzeit sind das etwa 56.000.

Natürlich ist so etwas immer auch Eigenwerbung. Aber wer die gleichen Faibles teilt (Fotografie und sogenannte motivational videos), der sieht sich das gerne an. Youtube ist wirklich eine übersprudelnde Quelle für Fotografien, die Anleitungen und schöne Beispiele suchen. Selbst wenn man die (sehr erfolgreichen) Videos abzieht, die versprechen, dass man mit seinem Hobby schon bald Geld verdienen kann, bleiben etliche ernsthafte und kostenlose Angebote übrig, mit deren Nutzung man sich wahrscheinlich das Geld für etliche Fachbücher spart. Zumal die gedruckten Informationen ja stest den digitalen etwas hinterherhinken.

Es gibt mittlerweile einige Youtube-Kanäle zum Thema Foto & Video, denen ich folge. Als am wenigsten ergiebig stellen sich im Lauf der Zeit diejenigen heraus, die stets nur das neueste Equipment besprechen. Am ergiebigsten sind die Berichte aus der Praxis, die manchmal auf Anhieb eher etwas banal klingen. Aber den Kollegen über die Schulter zu schauen, kann man manchmal auch schon etwas bringen.

Einige Kanäle zum Thema Fotografie, die ich recht gerne nutze:

Thomas Heaton
Gavin Hoey (bei Adorama TV, Foto-Handel)
Dan Mace / DanTheDirector
Dave Dugdale
Caleb Pike / DSLRVideoshooter
Simon Cade /DSLRGuide
Fenchel & Janisch
Philip Bloom
Sean Cannell
Serge Ramelli
Tim Schmoyer / Video Creators
Phlearn / Photoshop Tutorials

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Instagram-Feed: ohne Pushen geht auch

Winter im Schwarzwald

Nachdem nun Schnee im Schwarzwald (also vor meiner Haustüre) liegt, wird mein Instagram-Feed etwas abwechslungsreicher.

Wie das so ist beim Surfen im Netz bin ich kürzlich auf einen Artikel-Link gegangen, der das Geheimnis höherer Followerzahlen bei Instagram versprach. Obwohl man ja mittlerweile eigentlich weiß, wie solche Links und Artikel funktionieren. Auf jeden Fall war es etwas erschreckend, welche Methoden da angewendet werden, um möglichst viele Follower zu erreichen. Ob Interesse an den eigenen Bildern und dem Profil besteht, spielt da keine Rolle. Manches ist einfach nur stumpfsinnig, manches etwas heimtückisch. geht es doch meistens darum, dass einem die Leute folgen, man selbst aber möglichst wenigen Leute folgt. Es läuft dann auf ein ständiges folgen und entfolgen hinaus.

Das Ganze ist – wenn man nicht gleich „einkauft“ – auf jeden Fall ein ständiges Gklicke, Gelike und Folgen völlig ohne Rücksicht auf die Inhalte. Und wenn man sich die Followerzahlen zu manchen Accounts ansieht, dann hat man auch den Verdacht, dass das dort genauso gemacht wurde.

Vielleicht bin ich der letzte Dinosaurer in der Welt der sozialen Medien. Aber ich liebe meinen Instagram-Feed (übrigens auch meinen Tumblr-Feed), der mir genau das zeigt, was ich gerne sehe (und lese). Gute Fotos von interessanten Leuten, schöne Geschichten. Darunter viele eher unbekannte Fotografen, mit einer kleinen aber feinen Sammlung. Und auch die ganz großen Namen, die dick im Geschäft sind und eine fast unvorstellbare Bilderfülle zeigen.

Die Vorstellung, sich völlig willkürlich einen Grusel-Feed zusammen zu klicken, auf den man dann besser gar nicht mehr draufschaut, wirkt da eher erschreckend.

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Was Sinnvolles mit guten Fotos anfangen: Exposure

Exposure

Der Rat ist nicht ganz uneigennützig, stammt er doch von den Anbietern der Website exposure.co, die letztlich natürlich den Fotografen auch Webspace verkaufen wollen. Aber der Einstieg ist zunächst mal kostenlos. Und man ist mit seinen Fotos in guter Gesellschaft.

Das sind doch ausreichend Gründe, seine Schätze aus dem Archiv zu holen – wenn sie den noch nicht zu verstaubt sind und wenn sie einer kritischen Betrachtung standhalten. Auf Exposure finden sich viele spannende Foto-Geschichten, die von der guten Seitengestaltung mit Schwerpunkt auf Bild-Darstellung profitieren. Der spannende Themenmix und die Anwesenheit einiger prominenter Glanzlichter tun ein Übriges, um Interessenten auf die Website zu locken.

Wer sich also damit nicht andere Vermarktungschancen seiner Fotos vergibt, der sollte zumindest die drei kostenfreien Beiträge nutzen. Danach sollte man sich überlegen, ob die Resonanz die Investition in die Website lohnt.

Meiner Ansicht nach sind gute Fotos noch immer am besten auf der eigenen Website aufgehoben. Aber auch da gilt, dass man einiges dafür tun muss, damit sie gut zur Geltung kommen. Und das tun viele Fotografen nicht, oder nicht regelmäßig genug. Oder sie verpassen mangels Aktualisierungen und Upgrades der Website die Chance auf eine moderne und ansprechende Darstellung ihrer Arbeiten. Die Ansprüche an eine schöne Portfolio-Seite ändern sich ja doch recht schnell. Das alles nimmt man ja in Kauf, solange die Auftragslage gut ist.

Die drei kostenlosen Projekte in ansprechender und prominenter Umgebung könnten da eine schnelle Lösung sein, um was Aktuelles anzubieten, ohne viel Zeit und Arbeit zu investieren.

Wer Nix anzubieten hat, der kann sich beim Stöbern, am besten anhand der Kategorie-Auswahl, einige Anregungen für künftige Arbeiten holen.

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