Foto-Apps für Fotografen (iOS)

Foto-Apps helfen beim Fotografieren mit dem Smartphone oder mit einer externen Kamera - und man hat sie immer dabei.

Foto-Apps helfen beim Fotografieren mit dem Smartphone oder mit einer externen Kamera – und man hat sie immer dabei.

iPhone-Apps für Fotografen gibt es in schier unüberschaubarer Zahl. Aber es sind meist nur einige wenige, die bei fast allen Fotografen auch auf dem Smartphone vertreten sind. Und dabei spielen die Foto-Apps für Aufnahmen mit dem Handy eine eher untergeordnete Rolle. Denn die Standard-Foto-Apps fast aller Handys sind heute ziemlich ausgereift und genügen für die allermeisten Ansprüche. Hier geht es deswegen auch um diejenigen Apps, die einem beim Fotografieren mit einer anderen, externen Kamera oder eben mit der Smartphone-Kamera helfen. Da ich mit einem iPhone fotografiere und nur hier eigene Erfahrungen habe, beschränke ich mich auf iOS-Apps, als Apps fürs iPhone (und evt. für das iPad).

Foto-Apps als Helfer für Aufnahmen mit dem iPhone oder einer externen Kamera.

Foto-Apps als Helfer für Aufnahmen mit dem iPhone oder einer externen Kamera.

Foto-Apps zum Fotografieren

Wer seine Möglichkeiten durch eine App erweitern will, braucht Spezialisten. Das können Filter sein, wie bei Hipstamatic oder eben weitergehende Funktionen. Achtung: Ich war mal ziemlich begeistert von einer App, mit der man Blende und Zeit am iPhone manuell einstellen konnte.Kann man aber nicht, generell nicht. Man kann bestenfalls die Verschlusszeit steuern und das ist wohl vor allem sinnvoll bei gezielten Langzeitbelichtungen.

Die passende App dazu ist zum Beispiel Slow Shutter Cam (2,29 €). Damit kann man zum Beispiel Lighttrails erzeugen oder Bewegungen verwischen Aber im neuesten Apple-Modell iPhone 8 kann man das wohl auch schon mit Bordmitteln ohne zusätzliche App.

Mehr Einstell- und Kontrollmöglichkeiten bieten Apps mit dem passenden Namen ProCamera (5,99 €) und ProCam 5 (5,49 €). Beide spielen ihre Stärken vor allem dann aus, wenn man Aufnahmen komponiert, oder mit einem Stativ arbeitet. Beide beinhalten auch Funktionen zur Bildbearbeitung.

Helfer für die Aufnahme

Manchmal sind es ja nur Details, die man wissen will. Dann helfen spazielisierte Helfer wie die für Belichtungsmessung. Fotometer Pro eignet sich als Notbehelf, wenn man dem Belichtungsmesser der (Nicht-iPhone-)Kamera aus irgendeinem Grunde nicht traut. Dann mag auch der Long Exposure Calculator (kostenlos) ganz interessant sein. Oder man nutzt Photo Buddy (2,29 €), mit dem man auch die Schärfentiefe kalkulieren kann.

Sonnenstand-Apps

Das schönste Beispiel dafür, wie verschiedene Smartphone Funktionen zusammenspielen bei wichtigen Infos sind die Sonnenstand-Apps, die ich hier bereits vorgestellt habe.

Remote-Apps

Sie seien hier nur der Vollständigkeit halber genannt. Alle großen Kamera-Hersteller haben heute Apps, mit denen sich ihre Kameras per Wlan steuern lassen. Im Prinzip ist das Angebot der Funktionen dort immer ähnlich, weil meistens das Display mit den angezeigten Funktionen übertragen wird und damit die Grundlage für die Einstellungen ist. Es lassen sich Einstellungen vornehmen und natürlich lässt sich die Kamera auslösen, im Foto- wie im Video-Modus.

Am wichtigsten ist, dass man diese Dinge zuhause nicht nur ausprobiert, sondern regelrecht lernt. Von der GeoPro bis zur DSLR musste ich die leidvolle Erfahrung machen, dass der nur gelegentliche Umgang mit diesen Apps sich rächt, wenn man vor Ort darauf angewiesen ist, das sofort zum Laufen zu bringen.

Bei meiner GoPro funktionierte das Wlan nach einem Update nur noch, wenn ich erst den Flug-Modus einstellte, und dann erst wieder ausschließlich Wlan aktivierte. Bei der Panasonic Lumix LX100 habe ich schlicht die Reichweite der Wlan-Verbindung überschätzt. Und immer wieder gibt es Probleme, die Wlan-Verbindung zu aktivieren.

Moderne Apps nutzen NFC und Bluetooth, und natürlich lassen sich auch die Bilder auf der Kamera damit ansehen. Diese Funktionen halte ich für nett, aber verzichtbar. Schließlich ist meine Kamera auch beim Wlan-Einsatz in Reichweite.

Nachbearbeitung (die Ausnahmen)

Für die Nachbearbeitung greife ich nicht gerne aufs Handy zurück. Weder für die standardmäßige Entwicklung, wie man sie am besten zuhause in Photoshop oder Lightroom vornimmt. Noch für irgendwelche Spass-Effekte oder Nachbesserungen wie sie mit Facetune möglich sind. Aber es gibt zwei Ausnahmes.

Meine Lieblings-App für eine schnelle Bildverbesserung noch im Smartphone ist Snapseed (kostenlos), die gibts für iPhone, iPad aber eben auch für den Desktop.

Ein weitere Ausnahme ist die kleine App Diptic (3,49 €). Sie erlaubt Foto-Zusammenstellungen verschiedener Aufnahmen in verschiedenen vorgegebenen Kacheln. Ich möchte es nicht Collagen nennen, weil da nichts ineinander montiert wird. Die Bilder werden vielmehr neben- und übereinander platziert. Man kann dabei Größe, Aufteilung und Randstärke bestimmen. Das eignent sich gut für soziale Netzwerke, wenn man mehrere Bilder zusammenfassen will.

Hinweis vor dem Kauf

Manchmal kann es sinnvoll sein, Alternativen oder neue Apps im englischsprachigen Raum zu suchen. Vielleicht sind diese dann nur in ausländischen App-Stores erhältlich. Dann sucht man sich kurz die Anleitung im Netz, wie man den deutschen iTunes-Store gegen einen ausländischen wechselt.

Und natürlich ist es sinnvoll, die Apps direkt übers iPhone zu laden. Das erkennt vor dem Kauf (zumindest ist das meiner Erfahrung nach so), ob die App fürs Smartphone und die vorhandene iOS-Version kompatibel ist.

 

 

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Fotoblogs speziell für iPhone-Bilder

das iphone camera project

Wer immer noch denkt, das iPhone sei zum Telefonieren da, der sollte nun eines Besseren belehrt werden: Alleine die immense Zahl der Apps im Bereich Fotografie macht deutlich, dass Fotografieren wohl (fast) die liebste Beschäftigung der iPhone-Benutzer ist. Sich durch das immense Angebot der Foto-Apps im App-Store durchzuwursteln ist etwas freudlos: Man weiß trotz der Beschreibung nie genau, was einen erwartet, auch die Beurteilungen sind nicht immer so furchtbar aussagekräftig.

Andererseits ist wohl bei keinem anderen Fehlkauf im Bereich Fotografie so wenig Geld verschwendet, wie bei einer App. Viele davon gibt es auch kostenlos.

Fast genauso freudlos ist das durchforsten von Flickr auf der Suche nach iPhone-Fotos: Die Masse ist zwar schier unüberschaubar, aber die Qualität doch recht durchwachsen. Was vor allem daran liegt, dass viele eben einfach auch mit iPhone getaggte Partybilder und Ähnliches hochladen. In speziellen Gruppen erhält man schon eher einen guten Überblick, was mit der kleinen Kamera im iPhone und entsprechenden Apps alles möglich ist.

Hilfreich finde ich hier vor allem die Suche nach speziellen Linsen- / Apps- / Film-Kombinationen: Alleine bis man alle Kombinationsmöglichkeiten der Lieblings-App Hipstamatic durchprobiert hat, ist man alt und grau. Da ist es doch schön, dass sich bereits einige die Mühe gemacht haben und ein Motiv mit allen denkbaren Kombinationen abgelichtet haben. Letztlich ist das aber nur bei der Anschauung erbaulich – und in der Praxis weitgehend ohne Belang. Außerdem killt es jeglichen Rest von Spontanität, wenn man nach solch einer Matrix fotografieren wollte.

Am erbaulichsten finde ich noch immer die Fotoblogs, die sich ausschließlich mit iPhone-Fotos beschäftigen (oder eine entsprechende Kategorie haben).

ramble on: Fotoblog mit iPhone-Bildern

Zwei schon Beispiele:

ramble on hat eine spezielle iPhone-Kategorie und nutzt den Klassiker Pixelpost.

Das iphonecameraproject beschäftigt sich dagegen ausschließlich iPhone-Fotos und nutzt dazu tumblr.

Tumblr ist dazu wohl auch die ideale Plattform, schließlich gibt es auch eine App dafür. Für WordPress, mein Favorit unter den Blogsystemen, gibt es zwar auch eine App, die ich aber für einige meiner Websites nicht zum Laufen gebracht habe. Tumblr ist einfach und schnell zu bedienen, durchaus nicht sparsam an Funktionen und Layoutmöglichkeiten – die Bilder liegen aber eben nicht auf dem eigenen Server, was ich für einen gravierenden Fehler halte. Wer schon einmal versucht, Blogbeiträge und Fotos, die man über einen längeren Zeitraum gesammelt hat, auf eine neue Plattform zu übertragen, der weiß, was ich fürchte.

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