Pinterest-Leitfaden für Food-Blogger

Den Pinterest-Leitfaden gibt bei testschmecker.de

Den Pinterest-Leitfaden gibt bei testschmecker.de

Ein Pinterest-Leitfaden für Food-Blogger, das wäre beim Start des Food-Blogs doch praktisch gewesen (neben einigen anderen Dingen). Denn nicht alle sozialen Netzwerke sind gleich. Jedes soziale Netzwerk seinen eigenen Stil, sein eigenes Profil, seinen eigenen Nutzerkreis. Und gerade Pinterest scheint bei den Food-Bloggern hoch im Kurs zu stehen – offensichtlich noch mehr, als die Bilder-Plattform Instagram.

Pinterest-Leitfaden kompakt

Auf zwei DIN A Seiten zusammengefasst gibt es deswegen auf meiner Food-Seite, dem Testschmecker, einen neuen Pinterest-Leitfaden zum kostenlosen Download.

Viele Food-Blogger berichten, dass es ihnen gelungen ist mit dem Engagement bei Pinterest auch die Besucherzahlen ihres Blogs zu steigern. Das gelingt freilich auch bei einigen anderen Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram. Aber nirgends scheint die Resonanz so gut zu sein wie bei Pinterest.

Doch der Weg zum Erfolg kann steinig werden. Ähnlich wie Twitter verlangt Pinterest ein recht großes zeitliches Engagement. Häufige Postings, viele Hinweise auf Fremdartikel, viel Foto-Arbeit. Da hilft bei etliche engagierten Bloggern nur der Rückgriff auf Dienste wie Buffer, mit denen man Beiträge im voraus planen kann.

Eigenheiten von Pinterest

Wer sich bislang nur suchend durch die Pinwände bewegt hat, dem wurden einige Besonderheiten vielleicht nicht gleich bewusst. Zum Beispiel dass Bilder im Hochformat wesentlich besser funktionieren, als das in Blogs übliche Querformat. Das vorwiegend Frauen hier unterwegs sein. Und dass es durchaus auch kleine Netzwerke gibt, in denen man sich gegenseitig fördert.

Alle sozialen Medien gleichwertig zu bedienen, das schafft wohl kaum ein Blogger, der nicht ins Profi-Lager gewechselt hat. Und bei der Wahl der einen Plattform, der man den Vorzug vor allen anderen gibt, sollte man sich mit den Eigenheiten vertraut machen. Dazu gehört freilich auch die eigene Recherche, die einem kein Leitfaden abnehmen kann: Wo sind meine Interessenten, Freunde, Kunden unterwegs? Wie schaffe ich die Zusatzbelastung mit weiteren Fotos, den so sehr beliebten Text-Bildern und vor allem die zahlreichen Pins von anderen Websites?

Die Entscheidung ist nicht für ewig. Aber im Nachhinein zu erkennen, dass man mit dem gleichen Engagement mehr erreicht hätte, ist immer schmerzlich. Deswegen soll der Leitfaden ein kleines Mosaiksteinchen bei der Recherche sein, die einem nicht erspart bleibt.

 

 

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Der Video-Frühjahrsputz – aufgeräumt wirkt besser bei Besuchern

Video-Frühjahrsputz: Mit dem Auffälligsten anfangen. Header dürfen öfters erneuert werden.

Video-Frühjahrsputz: Mit dem Auffälligsten anfangen. Header dürfen öfters erneuert werden.

Wer sein Geld nicht mit Videos verdient (und wer tut das schon?), der behandelt Plattformen wie Youtube oder Vimeo gerne als kleine Werkstatt: Rein in die Bude, ein paar Kleinigkeiten erledigt, und wieder raus. Und wie in jeder Werkstatt gibt es viele Dinge, die Spass machen wie Videos hochladen, Statistiken ansehen, Videos schauen. Und ein paar Dinge, die weniger Spass machen: Aufräumen!

Natürlich kann man das jederzeit machen. Aber der Jahresanfang und der sogenannte Frühjahrsputz sind ja oft eine psychologische Hilfe, um solche Dinge in Angriff zu nehmen.

Video-Frühjahrsputz auf den Plattformen

Hausboot-Reise, 7 Jahre alt, tolle Bilder, gute Musik - besser als privat markieren, auch wenns schön ist.

Hausboot-Reise, 7 Jahre alt, tolle Bilder, gute Musik – besser als privat markieren, auch wenns schön ist.

Ausmisten: nur die guten Videos bleiben

Man gibt es nicht gerne zu. Aber nicht jedes Video ist eine kleine Perle im Repertoire der eigenen Arbeiten. Manche haben sich einfach überholt. Manche können mit den heutigen Standards nicht mehr verglichen werden, weil sie zu alt sind. Wer hier einfach ein kleines Archiv führt, der kann diese Dinge stehen lassen. Oder besser noch: in ein Archiv verschieben. Wer solche Beiträge als Privat markiert, der kann sie selbst dort noch ansehen. (Von meinen Youtube-Videos ist derzeit etwa die Hälfte als privat markiert; aber ich bin auch nicht sehr aktiv.) Andere Besucher dagegen sehen ein aufgeräumtes Portfolio. Und wahrscheinlich wird kein Besucher diese alten Beiträge wirklich vermissen.

Zeigt ein Blick in die Statistik, dass ausgerechnet ein Uralt-Beitrag die höchsten Besucherzahlen aufweist, kann man ihn stehen lassen. Oder sich überlegen, ob man das gleiche Thema nicht noch einmal frisch aufbereitet. Allerdings ist dann die schöne Statistik futsch.

Aufhübschen: Header-Fotos nach Maß

Was Besucher zuerst zu sehen bekommen ist der Header der eigenen Profilseite. Den hat man meist irgendwann einmal mühsam ausgesucht und bearbeitet, damit er den Anforderungen entspricht. Und da steht er nun, Jahr um Jahr. Dabei gibt es inzwischen nicht nur viele neue Videos, sondern auch etliche gute Fotos, mit denen man diesen Header ablösen könnte. Jetzt gehen bei Vimeo übrigens auch Videos als Header. Wenn man sich nur nicht mit den Maßen herumschlagen müsste. Meinem Wissen nach ist meine Anleitung für Header noch immer aktuell, ansonsten nach neueren Angaben suchen.

Outros - gehen am leichtesten direkt in Youtube.

Outros – gehen am leichtesten direkt in Youtube.

Video-Intros & Outros

Intros und Outros waren lange Zeit ziemlich knifflig für Leute, die sich nur auf Videos machen beschränken. Die Arbeit zum Aufnehmen, Schneiden, Vertonen braucht genug Zeit. Und spätestens seit Casey Neistat wissen wir, dass ziemlich rudimentäre Titel und Abspänne das Gesamtergebnis kaum negativ beeinflussen.

Aber die Zeiten ändern sich. Mittlerweile hat Youtube die Möglichkeiten für leichte Erstellung guter Outros auch in Deutschland etabliert. Mit einer Anleitung dazu, die sich in der Youtube-Hilfe findet, gehts einfach und schnell. Intros sind wichtiger, weil der erste Eindruck zählt. und sie sind schwieriger zu erstellen, weil nicht von Youtube automatisiert. Ist zwar weniger ein Video-Frühjahrsputz als eine echte Erweiterung. Aber die lohnt sich.

Über mich / Kanal-Info / Profil

Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass eine gute und informative Über-mich-Seite auf der eigenen Website ganz hilfreich sein kann, um mit Leuten in Kontakt zu kommen. Sträflich vernachlässigt sind dagegen viele der Kanal-Info-Seiten auf Youtube oder der Profilseiten auf Vimeo. Dabei ist der erste Schritt, nachdem man ein interessantes Video gesehen hat, der Klick zum Profil. Dort sucht mach nach weiteren guten Videos und schließlich nach Infos, wer dahinter steckt.

Wer Kontakte knüpfen möchte oder wer seine Arbeit anderen anbieten möchte, der sollte hierauf etwas mehr Augenmerk verwenden. Ein Text, der neugierig macht und die wichtigsten Fakten vermittelt. Aktuelle Links und korrekte Angaben zu den Sozialen Netzwerken sind hilfreich.

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Instagram-Rückblick und die Schlussfolgerungen

Instagram-Rückblick: Meine beliebtesten Fotos 2016

Instagram-Rückblick, ganz automatisch: Meine beliebtesten Instagram-Fotos 2016

Rückblicke zum Jahresende sind für viele, die es lesen wollen, ziemlich elend. (Die Ausblicke übrigens auch). Ich bin kein Fan von diesen Zusammenfassungen. Aber ich mag Statistiken ganz gerne. Und 2016 war mein erstes „richtiges” Jahr auf dieser Plattform.

Der Jahreswechsel ist immer eine gute Zeit, um entweder ausführliche Statistiken zu wälzen oder zumindest kleine grafische Auswertungen anzusehen und auszuwerten. Für einen schnellen Instagram-Rückblick  gibt es die sehr beliebte Zusammenfassung „bestnine” mit den Fotos eines Accounts, die die meisten Likes bekommen haben. Wer genaueres über seinen Instagram-Account wissen möchte, der sieht in seinen Account bei Squarelovin (kostenlos) oder Iconosquare. Und wer bei Instagram ein Unternehmensprofil hat, der bekommt hier auch einen Statistik angezeigt.

Die Ergebnisse dürften überall die gleichen sein. Einmal detaillierter dargestellt, einmal grafisch etwas hübscher. Um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, genügt eigentlich die Minimal-Version – und die eigene Erfahrung.

Hier ein paar Ergebnisse aus meinem Instagram-Rückblick

Die Instagram-Bilder mit den meisten Kommentaren

Die Instagram-Bilder mit den meisten Kommentaren

Welches Foto läuft?

Es gab und gibt Tage, da komme ich beim Hochladen des Instagram-Bildes ins Grübeln. Was habe ich mir nur dabei gedacht? und dann noch dieser Text. zu ruppig, zu verschwurbelt, zu kurz, zu lang, zu persönlich, zu allgemein. Und am Ende des Tages steht oft genug eine Überraschung. Es gab viele Likes für Bilder, die ich eher im Mittelfeld angesiedelt hätte.

Natürlich gibts im Laufe der Zeit Erfahrungen, was geliked wird: Tiere gehen immer, dramatische Lichtwirkungen und ja, auch das – Sonnenuntergänge kommen gut an. Aber ich muss zugeben, dass ich sehr oft daneben liege. Noch drastischer ist es bei den Kommentaren. Neben den Standards („Nice” oder Smileys) gibts auf manche Bilder wirklich tolle Reaktionen. Und auch die sind für mich nicht vorhersagbar.

Die Instagram-Bilder mit den meisten Likes

Die Instagram-Bilder mit den meisten Likes

Text ist wichtig

Diesen Kommentaren entnehme ich auch, dass mehr Leute als angenommen, meine Texte lesen. Obwohl die Bilder-Plattform Instagram ja eigentlich zum schnellen „Durchwischen” des Foto-Streams einlädt und meine Texte etwas länger sind, lesen viele mit. Ich bin da ja auch nicht anders. Bei den Accounts, denen ich schon lange folge, interessieren mich die Texte auch. Die Fotos sind deswegen nicht weniger wichtig. Nur dort, wo man an guten Fotos (oder besser: ansprechenden Fotos) hängen bleibt, liest man auch die Texte. Im Instagram-Rückblick sind meine Texte immer länger geworden und haben sich nun bei 6 bis 10 Sätzen eingependelt.

Aktualität: Jain

Viele Instagram-Nutzer sehen die Plattform als eine Art aktuelles Tagebuch. Was heute hier erscheint, wurde auch heute fotografiert. Passt das Bild nicht zum aktuellen Wetter, gibts Kritik.

Das kann bei mir nicht funktionieren. Ich poste gerne auch aktuelle Fotos, aber immer mit ein paar Tagen Verzögerung. Denn nach einer Foto-Tour oder einem Ausflug wird erst gesichtet und aussortiert, dann nachbearbeitet (in Lightroom) und dann erst gepostet. Und auch das oft wieder mit Verzögerung. Ich bin zwar auch Fotograf, aber als Journalist sitze ich die meiste Zeit eben doch am Schreibtisch. Deswegen nutze ich Later.com, um meine Bilder meistens für eine Woche vorauszuplanen und dann morgens vor meiner eigentlichen Arbeit zu veröffentlichen.

Dabei achte ich aber durchaus darauf, dass die Bilder zur aktuellen Jahreszeit, zur aktuellen Wetterlage passen. Ich finde es unpassend, nur mit einem Griff ins Archiv etwas zu posten. Aber herbstlicher Nebel im Rheintal im November sieht in vielen Jahren sehr sehr ähnlich aus…

Themenwahl

Ich lebe am Rande des Schwarzwaldes und ich habe für den Account fast ausschließlich Schwarzwald-Bilder veröffentlicht und auch so getagged. Das engt den Besucherkreis zwangsläufig ein. Andererseits fällt es mir leichter, in Kontakt zu ähnlichen Profilen zu kommen. Durch Likes, aber vor allem durch Kommentare und Follower. Klar erreichen die Fotos aus unberührter kanadischer Wildnis zigtausende Nutzer. Aber hier wird sich kein Austausch ergeben.

Und klar: Ich habe von Reisen zum Beispiel nach England, Island, Kanada noch einige tolle Fotos auf der Platte. Aber die passen nicht zu meinem Schwarzwald-Profil. Also werden die hierfür auch nicht genutzt.

Wiederverwertung?

Ich mag keine „Fotos, die „repostet” wurden. Und damit logischerweise  auch keine Instagram-Profile, die keine eigenen Fotos veröffentlichen, sondern die Bilder anderer Leute „reposten”. Kann man machen, interessiert mich aber nicht. Mich interessiert das wirkliche Profil eines Menschen. Ist das ein engagierter Fotograf, hat er ein Thema, hat er einen eigenen Stil?

Nun scrolle ich ab und zu durch mein Profil und stelle fest, dass es etliche Bilder gibt, die ich wirklich zu meinen besten zähle, in meiner Anfangszeit bei Instagram gerade mal 20 Likes bekommen haben. Und fünf Schafe im Gegenlicht etwa 230. Ist ja nur logisch. Mit wachsender Followerzahl kommen mehr Likes.

Bisher waren Bilder für mich nach der ersten Veröffentlichung auf Instagram „verbrannt”. Nun überlege ich ernsthaft, ob ich nicht ab und zu eines der mir am Herzen liegenden Bilder lösche und später zu passender Zeit und Gelegenheit wieder poste. Ist das verwerflich?

Meine Konsequenzen für Instagram

  • Weiterhin sehr regelmäßig posten, auch wenn ich nicht jedes meiner Bilder für das absolute Glanzlicht halte. Andere sehen das vielleicht anders.
  • Weiterhin versuchen, sinnvolle und ansprechende Texte zu schreiben und die richtige Länge dafür finden.
  • Mehr kommentieren und nach interessanten Accounts suchen, denen ich folge. Wenn deswegen die Zeit nicht mehr für sehr ausführliches liken reicht, dann ist das eben so.
  • Dem eingeschränkten Themenkreis treu bleiben und hier Verbindungen schaffen.

Und die üblichen Instagram-Tipps?

Die kennen wir ja: Die besten Tags, die besten Zeiten für Veröffentlichungen, die großen Plattformen und Profile, auf denen die eigenen Bilder auftauchen sollten. Das mag für andere funktionieren, für mich nicht. Meine Tags für meine Themen. Posten morgens vor der Arbeit ist ein schöner Start in den Tag und da habe ich auch die Zeit dafür. Und die kuratierten Plattformen, auf denen das eigene Bild viel mehr Menschen erreicht reagieren vor allem dann, wenn man dort sehr aktiv ist. Ich bin lieber bei den Fotografen selbst aktiv.

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Pinterest – Nische im Sozialen Netz?

Pinterest, eins der kleineren Sozialen Netzwerke, ist für manche Themen und Arbeitsweisen besonders gut geeignet.

Pinterest, eins der kleineren Sozialen Netzwerke, ist für manche Themen besonders gut geeignet.

Wenn von Sozialen Medien die Rede ist, ist das für viele Leute gleichbedeutend mit Facebook. Vielleicht auch noch mit Twitter. Aber danach kommt lange Zeit nichts. Dies hat seinen Grund nicht nur in der Reichweite des ältesten und verbreitetsten Netzwerks. Die Kombination aus Links und Artikeln mit und ohne Bild ist vielen Menschen offensichtlich sympathischer als vorwiegend Text (wie das lange Zeit bei Twitter die Regel war) und Bilder-Diensten wie Instagram oder Pinterest.

Im Vergleich zu Facebook (1,6 Milliarden) und Twitter (300 Millionen) hat Pinterest (100 Millionen) eine relativ geringe Reichweite. Aber als Soziales Netzwerk funktioniert es für manche Bereiche ganz ausgezeichnet. Und letztlich entscheidet in jedem Netzwerk, welche Verbindungen man knüpft, mit welchen Themen. Da sind 100 Gleichgesinnte in einem Netzwerk vielleicht besser als 100 zufällige Kontakte in einem anderen. Wer also soll sich bei Pinterest engagieren? Und wieviel Zeit und Arbeit soll man reinstecken?

Pinterest – Favorit von Frauen und Kreativen?

Gleich vorneweg: Die Zahlen zu allen Netzwerken unterscheiden sich je nach Quelle. Was annähernd gleich bleibt sind die Größenordnungen und einige andere nutzbezogene Aussagen.

Pinterest ist unstrittig das Netzwerk, bei dem neben Instagram die Bilder die größte Rolle spielen. Text ist dennoch mehr als nur Beiwerk. Schließlich geht es in den Pins um Links zur eigenen oder zu anderen Websites. Und natürlich spielen auch Aspekte für Suchmaschinen eine wichtige Rolle.

Die Bilderlastigkeit befördert denn auch Themen, die sich gut mit schicken Fotos, vielleicht auch mit Grafiken und Infografiken darstellen lassen. Architektur und Design, Kochen, Mode und Reisen sind hier bestens vertreten. Und die Statistiken weisen aus, dass der Frauenantiel bei Pinterest höher ist, als in anderen Netzwerken.

Vertikale Bilder

Am störendsten ist für all diejenigen, die schon eine Routine fürs Posten in den Sozialen Netzwerken entwickelt haben, das Bildmaß. Als ideale Bildgröße wird ein Hochformat von 735 mal 1102 Pixel angegeben. Blöd. Für die meisten anderen Netzwerke reicht es als unperfekte Lösung, Querformate mit 1000 Pixel Kantenlänge zu haben. Abgesehen davon stimmt natürlich der Bildausschnitt nie.

Hinzu kommt, dass offensichtlich Bilder am ehesten Besucher zu einem Klick verleiten, die über dem Bild einen (manchmal recht aufdringlichen) Text zeigen. Die Schlagzeilen-Größe verdeckt viel vom eigentlichen Bildmotiv. Als dominant empfinde ich die Pins, bei denen Bilder, Schriftarten und Grafiken mit Websites wie Canva zusammengestellt wurden.

SEO für Pins

Auch die Aspekte der Suchmaschinen-Optimierung spielen eine Rolle. Und das heißt wieder ganz banal: Wenn Sie ein Rezept für Schoko-Muffins mit einem Pin verlinken wollen, dann sollte der Text „Schoko-Muffins” enthalten, der Link und der Bildname auch. Während sich das in anderen Netzwerken weitgehend durchgesetzt hat, sind die Pinterest-Nutzer dem Anschein nach eher weniger konsequent in SEO-Dingen.

Erfolgreiche Pinterest-Nutzer können dagegen berichten, dass ihnen Google Analytics einen steten Besucherstrom von ihren Pin-Boards ausweist.

Frequenz und Zeiten

Wer schon bei den „Schlagzahlen” von Twitter ins Schnaufen kommt, der muss sich für eine gute Präsenz auf Pinterest nochmals wärmer anziehen: Empfohlen werden 5 bis 30 Pins pro Tag. Das ist eine ganz schöne Menge. Und wenn man bedenkt, dass vor allem gute Fotos mit Texten im Bild gut funktionieren, steckt da viel Arbeit drin.

Schaut man sich erfolgreiche Pniterest-Nutzer an, hat man schon den Eindruck, dass es die schiere Masse macht. Mehrere Dutzend Boards mit insgesamt Zig-Tausend Pins sind keine Seltenheit.

Experten raten, nur einen kleinen Teil der Pins eigenen Themen zu widmen: Externe Links machen die Boards bunter und attraktiver für die Besucher. Die erwarten von den Pinterest-Boards Abwechslung und Expertise in ihrem Themenbereich. Das bedeutet aber auch, dass man mehr Leute zu anderen Websites schickt, als zur eigenen.

Auch die Zeiten, zu denen am meisten gepostet und gelesen wird, fallen etwas aus dem Rahmen: Nachmittags und abends herrscht hier der größte „Verkehr” und an Samstagen. Natürlich lassen sich auch Pins durch Plattformen wie Buffer vorausplanen (aber erst mit einem kostenpflichtigen Plan. Wiees bei anderen Anbeitern aussieht, habe ich jetzt nicht recherchiert.) Wer vor allem tagsüber unter der Woche am Rechner sitzt und postet, der kann leichter auf das Geschehen reagieren und ist am Wochenende aber auch eher „abgehängt” vom Geschehen.

Fazit

Mein Ratschlag ist, dass sich jeder die Plattform sucht, die ihm am sympathischsten ist – ohne auf Zahlen und Statistiken zu schielen. Wer Spass daran hat, Pins zu sammeln, zu gestalten, zu sortieren, der wird sich hier wohl fühlen. Wem es nichts ausmacht, Fotos etwas länger mit Photoshop aufzuhübschen und zu betexten oder mit Canva an der richtigen Gestaltung zu pfrimeln, der wird sich hier wohl fühlen. Und schließlich sind Design, Mode und Kochen hier bestens vertreten. Wer in diesem Bereich unterwegs ist, der findet hier sicher auch mehr Anregungen als auf vielen anderen Plattformen.

Und wie bei allen Sozialen Netzwerken gilt: Ein kleiner Kreis engagierter Leute ist für viele Themenbereiche besser als die schiere Masse von Followern. Wer also bei Facebook zum Beispiel nicht die richtigen Leute findet und bei Pinterest auf Anhieb guten Kontakt hat, kann seine Zeit künftig besser hier investieren.

Mich hält von einem stärkeren Engagement bei Pinterest die hohe Posting-Frequenz ab und die Tatsache, das „nackte” Fotos (ohne Texte), wie ich sie auf meinen Websites und auch bei Facebook, Twitter und vor allem Instagram verwende, nicht so gut ankommen wie Text-Bilder.

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!