Archiv der Kategorie 'Regio'

Isochronous Application: wie weit kommt man in einer Stunde?

Donnerstag, den 9. Februar 2012

Isochronus

Schön, aber nutzlos, so könnte man nach einem ersten Blick auf das Projekt Isochronous Application V0.8 vermuten. Damit würde man der App aber unrecht tun, finde ich.

Auf der Website kann man einen Standort eingeben und sich dann auf einer Karte darstellen lassen, wie weit man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto in einem bestimmten Zeitraum kommt. (Laienhaft und unzureichend übersetzt stellt die Kartenanwendung eine Linie derjenigen Entfernung dar, die man in einer bestimmtenZeit zurücklegen kann. In der Wüste müsste diese Linie annähernd ein Kreis sein). Das ist als Spielerei zunächst schön, scheint aber für den praktischen Alltag weitgehend bedeutungslos.

Um aufzubrechen braucht es in der Regel ein Ziel, Sinn und Zweck einer Fortbewegung. Und logischerweise lässt sich mit der App auch schwer ermitteln, welche Wanderung oder Radfahrt ich in einem bestimmten Zeitraum unternehmen könnte, denn diese Darstellung kann ja nur den einfachen Weg ermitteln.

Für Autofahrer ist das Werkzeug ja nicht unbedingt nötig: Es gibt ja auch Navis und wenn ich ein bißchen länger fahre, dann macht das in der Regel auch nix.

Spannend wirds, wenn ich als Wanderer oder Radler mein Terrain sondieren möchte. Steigungen, Geländeformen und Wegenetz spielen da schon eine wichtige Rolle und wenn ich statt dem Studium einer topografischen Karte nur zwei Werte eingeben müsste, dann wäre das, naja, zumindest nett.

Aber was bei mir vor der Haustüre noch halbwegs brauchbare Anhaltspunkte ergibt, das scheitert schon im Nachbarstädtchen, am Fuße des 1100 Meter hohen Hausbergs. Dort werden die steilen Anstiege und die wenigen, schlechten Wege offensichtlich nicht wirklich berücksichtigt, wenn mein Radius in Richtung Hausberg fast genauso weit führt wie in die Rheinebene.

Worin liegen dann Reiz und Wert dieser App?

Bei einer ausgereiften Anwendung könnte ich – im schwedischen Nationalpark Sarek ebenso wie an meinem Hausberg oder am Jungfraujoch – bei Wanderungen und Radtouren gut erkennen, wie und in welche Richtung ich mich am schnellsten / effektivsten fortbewege, vielleicht auch Hindernisse umgehe. Also als Ergänzung zu einem Navi, einem handlichen GPS-Gerät oder einer entsprechenden Anwendung für das Handy wäre diese App schon brauchbar.

Und da fast alles, was im technischen Bereich mal angedacht und ausprobiert wird, auch irgendwann auch gut umsetzbar sein wird, darf man sich auf künftige Apps freuen, die einem beim Outdoor-Sport gute Dienste leisten können.

Panoramabild: Winter im Schwarzwald

Freitag, den 20. Januar 2012

Winterpanorama Schwarzwald

[Mit Klick auf das kleine Bild vergrößern]

Dieses Panoramabild entstand mit der genialen iPhone-App 360 Panorama: Man wählt einen Ausgangspunkt, drückt auf den Auslöser und dreht sich dann solange um die eigene Achse, wie man die Panoramasicht aufnehmen möchte. Erst zum Abschluss klickt man wieder auf den Auslöser – fertig. Speichern muss man natürlich noch.

Kinderleicht, wenn man nicht gerade auf Langlaufskiern auf abschüssigem Gelände steht und seine Drehung etwas übertreibt. Dieses Bild wurde dann allerdings erst durch die Nachbearbeitung in Lightroom erreicht und hätte – im Original und unbearbeitet – gerade mal für einen 300dpi-Druck mit den Maßen 16,7 x 5,3 cm gereicht. Sprich: mit etwas geringerer Auflösung hätte man noch etwa ein DIN A4 großes Bild auf dem heimischen Drucker rauslassen können.

Ein Blick in die Zukunft: Theo Jansen’s Strandbeests

Dienstag, den 27. Dezember 2011

Auf die merkwürdigen Wesen des Niederländers Theo Jansen bin ich nun schon ein paar Mal gestoßen. Und sie faszinieren mich immer noch. Im obigen Video hat sich sogar die altehrwürdige BBC der mobilen Kunstformen angenommen. Wer noch mehr suchen möchte, der findet auf den gängigen Video-Plattformen unter dem Namen des niederländischen Künstlers weiteres Material.

Vielleicht muss man sich eine kindlich-naive Freude an bewegten Apparaten erhalten haben, um das nicht nur als schön zu empfinden, sondern als Kunst. Mir geht es so, und ähnlich wie die Brunnen des Schweizers Tinguely (dem in Basel ein ganzes Museum gewidmet ist) könnte ich mir so etwas stundenlang ansehen.

Herbst-Impressionen zwischen Schwarzwald und Kaiserstuhl

Donnerstag, den 17. November 2011

Herbst-Impressionen

Und weil’s so schön ist nun doch noch einmal ein paar Herbstfotos aus meiner Region zwischen Schwarzwald und Kaiserstuhl. (Auf die kleinen Bilder klicken für größere Ansichten.)

Herbst-Impressionen

Herbst-Impressionen

Herbst-Impressionen

Herbst-Impressionen

Nebel im Rheintal – Blick vom Kandel

Donnerstag, den 10. November 2011

Nebel im Rheintal - Blick vom Kandel

Früh morgends über dem Nebelmeer, das im Rheintal liegt. Wenige sind unterwegs. Ein Rentner-Ehepaar. Ein paar einzelne Männer und Frauen, jeder für sich. Ein Vater mit Kind. Ein Campingbusfahrer hat seinen VW neben einer Holzbank geparkt, sitzt in der Sonne, vespert. Alle bewegen sich wie im Sanatorium: ruhig, gemessenen Schrittes, den Blick immer in die Ferne gerichtet.

Nebel im Rheintal - Blick vom Kandel

Nebel im Rheintal - Blick vom Kandel


Eine Seite von Joachim Ott