Foto-Know-How fürs eigene Blog: die Grundausrüstung

Foto-Know-How kostet auch – aber eben nur Zeit. Wer anfängt zu bloggen, der macht sich viele Gedanken um die ideale Foto-Ausrüstung. Wie machen es die anderen, was benutzen die Blog-Profis? Und gibts auch eine Lösung fürs kleine Budget? Die gute Nachricht: Es gibt immer eine preiswerte Lösung. Und die für wenig Geld muss nicht merkbar schlechter sein.

Foto-Know-How – besser als High Tech

Das Netz ist voll mit netten kleinen Geschichten, bei denen man den „Profis” eine „Gurke” untergejubelt hat. Glamour-Fotografen, die mit einer Barbie-Spielzeugkamera knipsen mussten. Video-Blogger, die mit der Auflösung auskommen mussten, die vor Generationen verwendet wurde. Und man ahnt es bereits. Diese Leute haben sich nicht bis auf die Knochen blamiert. Jemandem seine Canon 5D wegzunehmen und sie gegen eine sprichwörtliche „Schrott-Kamera” einzutauschen mag zu Beginn ziemlich hart erscheinen.

Das Bokeh - lässt sich leicht austesten.

Das Bokeh – lässt sich leicht austesten.

Der Profi, so lernen wir bei solchen Videos, reduziert die Schmach auf ein paar harte Fakten: Die Auflösung ist schlecht, also fotografieren formatfüllend, ohne dass Details eine zu große Rolle spielen. Die Belichtung ist so schlecht wie die Empfindlichkeit, also sorgen wir gutes Licht. Und die Tiefenschärfe geht gegen Unendlich, also sorgen wir selbst durch den Bildausschnitt dafür, das unser Hauptmotiv gut rauskommt.

Natürlich wünschen wir uns alle das beste Werkzeug für jede Aufgabe. Und auch wer „nur” für sein eigenes Blog arbeitet und (noch) kein Geld damit verdient, sollte sich vernünftiges Werkzeug zulegen. Wie bei jedem anderen Handwerk aber entscheidet letztlich nicht das Werkzeug, sondern der Mensch, der damit arbeitet über die Qualität.

Licht für Foto und Video - viele Ratgeber helfen bei der Auswahl.

Licht für Foto und Video – viele Ratgeber helfen bei der Auswahl.

Lernen ist die beste Investition

Eine Knipse für den Anfang zu kaufen ist ok. Damit jede Menge Schrott zu fabrizieren und nur wenige gute Bilder ist ebenfalls akzeptabel. Wer daraus allerdings nichts anderes lernt, als dass er eine teure Kamera will, hat eine Chance verpasst. Nie war es einfacher, sich das nötige Foto-Know-How anzueignen:

  • Anleitung: Neben ungezählten beinahe sinnfreien Unboxing-Videos gibt es etliche Einführungen ins Thema. Wie hängen Blende, Belichtung und Empfindlichkeit zusammen. Welche Rolle spielen Sensorgröße und Auflösung? Welcher Kamera entlocke ich wie die besten Ergebnisse? Wer sich von einem Suchbegriff zum anderen durchhangelt, der hat sich nach spätestens einer Woche das Basis-Wissen draufgeschafft.
  • Kosten: Bilder kosten nix mehr. Die ersten Gehversuche für fotobegeisterte Jugendliche führten vor einigen Jahre über teure Diafilme mit Entwicklung und Rahmung, oder ebenso teure Abzüge von Negativfilmen. Und immer, wenn man glaubte zu wissen, wie es geht, wechselte man den Film, machte neue Erfahrungen, neue Fehler, zahlte sprichwörtlich Lehrgeld. Heute kann ich in meinem Wohnzimmer dasselbe Motive in hundert Variationen ablichten. Und nachher mit einem kostenlosen Programm die Bilder betrachten, auswerten und meine Schlüsse ziehen. Wann ist die Schärfentiefe ideal? Wann beginnt die Aufnahme körnig zu erscheinen? Welche und wieviel Lichtquellen sind nützlich und praktikabel?
  • Langsamer Aufbau: Ich muss nicht von der Kompaktkamera zur Profi-Knipse umsteigen. Von 100 Euro zu 3.000 Euro. Vielleicht mache ich Food-Fotografie. Dann wird die Anschaffung, die meine Bilder schlagartig besser macht, der Kauf eines Stativs sein. Vielleicht will ich Menschen fotografieren, schnell, umstandslos, mit einem Porträt-Effekt. Dann hilft mir eine „schnelle” Linse als Wechselobjektiv weiter. Und wenn ich mir das Canon 1,4 /35 mm nicht leisten kann, dann ersteigere ich eine ältere 1,7er-Linse für 50 Euro, nötigenfalls mit einem Objektivadapter für 20 Euro. Oder ich brauche gutes Licht und einen schönen Hintergrund. Beides bekomme ich für kleines Geld im Baumarkt.

Klingt alles zu schön, um wahr zu sein? Hier ein paar Beispiele, wie man aus wenig mehr macht:

Die kleinste Canon gegen die Größte. Und bei den Ergebnissen gibts kaum Unterschiede.

Pro Photographer, cheap camera challenge – der Name der Reihe sagt schon alles

Simon Cade vom DSLR Guide wird nicht müde, in diversen Videos darauf hinzuweisen, dass er gerne mit seiner uralten Canon DSLR arbeitet, und dass das keinen Unterschied macht.

Mein Fazit

Wichtigste Ressource beim Fotografieren sind das Basis-Wissen und die Erfahrung. Wer mit einer kleinen Kamera beginnt und um die Einschränkungen weiß, der kann trotzdem tolle Ergebnisse bekommen. Wer nicht mit der von der Oma geschenkten Kompaktkamera beginnen will, der kauft sich in der Bucht eine simple DSLR mit Wechselobjeltiv. Das darf zu Beginn gerne das Kit-Objektiv sein, ein billiges Allerwelts-Zoom. Und wer Videos macht, die Zeichen an der Wand sieht (und sie richtig deutet), der kauft – gerne ebenfalls gebraucht – eine 4K-Kamera für später. Auch normale HD-Videos werden schärfer, wenn sie von 4K heruntergerechnet werden. Und die höhere Auflösung ermöglicht mit Hineinzoomen und Schwenks fast so viel, wie eine zweite Kamera am Set.

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Tintenstrahl-Farbdrucker: Braucht man die heute noch?

Mein alter Farbdrucker: Schafft er es nochmal aus der Ecke?

Mein alter Farbdrucker: Schafft er es nochmal aus der Ecke?

Tintenstrahl-Farbdrucker scheinen das gleiche Schicksal zu erleiden, wie Faxgeräte oder Diaprojektoren. Zumindest bei mir. Ich habe mein Arbeitszimmer entrümpelt und neu eingerichtet wurde (viel Ikea und ein motorisch höhenverstellbarer Schreibtisch, der sehr viel komfortabler ist als der mit Gasdruckfeder). Ins neue Arbeitszimmer haben es alle Dinge geschafft, die ich täglich für meine Arbeit brauche. In einer Ecke allerdings ruht weitgehend unbeachtet jetzt mein Epson Farbdrucker. Und mir will partout kein Grund einfallen, das Ding wieder anzuschließen und zum Laufen zu bringen

Tintenstrahl-Farbdrucker sind ein Relikt

Die schlechten Seiten von Tintenstrahl-Farbdruckern aufzuzählen ist müßig, jeder kennt sie. Die Preise für Original-Druckertinte liegen irgendwo zwischen denen von sehr teurem Parfüm und dem Straßenpreis für Heroin (gefühlt). Immer, wenn man sie anschaltet, rackern sie erst eine Weile, säubern sich und verbrauchen dabei weiter kostbare Tinte. Und wenn man dann drucken will ist entweder eine der Farbpatronen leer oder die Düsen sind verstopft. Also reinigen, Tests drucken, neu drucken, etc. Mein Schwarz-Weiß-Laserdrucker ist kein solches Problemkind: Immer gestochen scharf Ergebnisse, kein Wartungsaufwand.

Nicht dass mich jemand falsch versteht. Ich habe nichts gegen Farbdrucker. Ich habe die Teile geliebt. Wann immer mir der Sinn danach stand, habe ich nach einem Foto-Shooting einen Ausdruck gemacht. Oder ich habe spontane Familienfotos ausgedruckt, weil man die Drucke viel lieber herumzeigt, als das Display seiner Kamera. Ich habe regelmäßig die zahlreichen Bilderrahmen in unserer Wohnung neu bestückt mit aktuellen Fotos (mache ich immer noch). Auch mit Sonderformaten wie Panoramafotos.

Für die Panos habe ich stets das recht teure Spezialpapier auf der Rolle gekauft. Und natürlich habe ich beim Kauf eines neuen Druckers darauf geachtet, dass das Gerät damit auch zurecht kommt. Auch in dien Arbeitsräumen meiner Frau wurden (und werden) regelmäßig neue Panoramafotos aufgehängt. Und sie finden sicher viel Beachtung. Das kann natürlich an meinen Fotokünsten liegen. Ziemlich sicher spielt aber auch eine wichtige Rolle, dass es regionale Motive sind und ein besonderes Format.

Und dennoch finde ich weder einen Grund noch einen geeigneten Platz, um den Farbdrucker jetzt zu reanimieren.

SW-Abzug auf Barytpapier. Dokumentenecht, jetzt schon mehr als 30 Jahre alt und in einigen Jahrzehnten sicher immer noch schön.

SW-Abzug auf Barytpapier. Dokumentenecht, jetzt schon mehr als 30 Jahre alt und in einigen Jahrzehnten sicher immer noch schön. Mein alter Farbdrucker: Schafft er es nochmal aus der Ecke?

Sexy Ergebnisse? Nur im neuen Zustand

Ehrlich gesagt habe ich ihn auch schon länger nicht mehr benutzt. Zuletzt für Passbilder, was keine so richtig ekstatischen Reaktionen hervorgerufen hat. Und wenn ich jetzt über Verwendungsmöglichkeiten für Motive meiner letzten Island-Fotos nachdenke, dann komme ich auf alle möglichen Verarbeitungswege. Die meisten haben mit Hochladen der Motive zu tun und der Entscheidung Abholen oder zuschicken lassen. Die Preise für Online-Dienste sind günstig. Und eine neue Bestellung mehrerer Tintenpatronen für den Epson ist bei einer Reanimation des Druckers nicht allzu fern.

Hinzu kommt, dass zwar auch die altgedienten Holz-Rahmen samt Passepartout noch ihren Charme haben, die derzeit mit digitalen Drucken befüllt werden. Andererseits ist auch das Bestellen bereits aufgezogener Drucke unter Acryl für mich ziemlich verlockend, seitdem ich das in einer Gallerie gesehen habe. Wobei die Holzrahmen samt Passepartout sicher noch lange Jahre im Einsatz bleiben werden.

Diese jederzeit verfügbaren Dienste sind auch teilweise die Ursache dafür, dass ich eigene Farb-Ausdrucke nicht mehr beruflich nutze. Ein JPG oder PDF zu schicken ist erstens einfacher. Und zweitens sind auch bei den Betrachtern die Ansprüche gestiegen. Ob da der Farbausdruck eines schon älteren Druckers noch mithalten kann? Die Preise für gute neue Drucker dagegen lassen mir eine Neuanschaffung kaum mehr rentabel erscheinen.

In der Rückschau war der immense Aufwand, den ich mit selbst erstellten SW-Abzügen auf Baryt-Fotopapier und einem speziellen Trocknungsgerät betrieben habe, der Lebensdauer der Drucke mehr als angemessen.

Das Technik-Museum

Was also spricht noch gegen die Entsorgung des Relikts? Schwer zu sagen. In einem Kämmerlein auf dem Dachboden liegt zum Beispiel, in Kisten verwahrt, meine erstes Schwarz-Weiß-Labor. Gekauft von den mageren Einkünften eines Ferienjobs in einem Fotogeschäft während meiner Studentenzeit. Also wirklich vom Munde abgespart. Vergrößerer, eines der besten Objektive, die es damals für diesen Zweck gab. Trocknungsgerät, Lampen, Zeitschaltuhr, Schalen, Entwicklungsdosen.

Im Keller stehen zwei Überblend-Projektoren, die damals ihrer Zeit weit voraus waren. Digitale Steuerung für vertonte Diaschauen. Neben der übersichtlichen Zahl öffentlicher Diaschauen gibt es einige tausend private Dias, die ebenfalls auf zwei Magazine für die Überblendung verteilt waren. Warum? Weil ich es konnte. Warum sollte ich mir meine privaten Bilder mit weniger Komfort ansehen?

Von den zahlreichen Gehäusen und Objektiven vergangener Jahre will ich gar nicht reden. Beim Drucker ist das anders. Für ihn tickt die Uhr. „Wenn Du mich hier noch länger rumstehen lässt”, flüstert er mir zu, „dann räche ich mich mit eingetrockneten Düsen und einem Verbrauch an neuer Tinte, der Dich in den Ruin treiben wird.”

Vielleicht spreche ich nochmal mit ihm.

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Sonnenstand-Apps (iOS) für Fotografen

Sonnenstand-Apps und die kostenlose Alternative: Die Desktop-Variante von TPE

Sonnenstand-Apps und die kostenlose Alternative: Die Desktop-Variante von TPEE

Sonnenstand-Apps sind nicht nur was für Landschaftsfotografen. Zu wissen, wann wo die Sonne steht, was im Schatten liegt, wann die goldene oder die blaue Stunde beginnt, das ist auch für viele andere interessant. Zum Beispiel, wenn man Porträts im Freien schießen möchte, wenn man besondere Locations aufsucht für oder wenn man seine Fototour mit verschiedenen Stationen plant. Was für Hilfsmittel gibt es, was können sie und was kosten sie?

Sonnenstand-Apps helfen bei der Planung von Foto-Shootings

Sonnenstand-Apps helfen bei der Planung von Foto-Shootings

Sonnenstand-Apps

Als ich das erste Mal auf The Photographers Ephemeris* stieß, war ich sehr angetan. Die Möglichkeit, den Sonnenstand schon zuhause am Mac berechnen zu können, erschien mir als kleine Revolution. Heute gibt es mehrere Apps fürs Handy, alle kosten so um die 10 Euro. Und sie sind immer anspruchsvoller geworden.

Bei den meisten kann man nicht nur den Sonnenstand an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit ermitteln. Einige Apps decken auch Mond und Sternbilder ab. Außerdem kann man die Höhe des Sonnenstands ebenso herausbekommen und mit etwas Kniffelei auch, ob der gewählte Standort zum Beispiel nich / wieder im Schatten benachbarter Berge liegt.

Natürlich gibt es auch die Zeiten der Dämmerung als Angabe sowie die Ermittlung der blauen Stunde (kurz nach Sonnenuntergang) und der goldenen Stunde (kurz vor Sonnenuntergang). Wer die App schon vor Ort aufruft, der kann sich den Verlauf der Sonnen und Einfallswinkel sogar in eine aktuelle Ansicht einblenden lassen. Und so vielleicht ermitteln, wenn die Sonne hinter einem Brückenpfeiler verschwindet oder ähnliches.

Sun Surveyor (auch kostenlos)

The Photographers Ephemeris TPE
Achtung: Das gibt es auch kostenlos als Web-App im Netz

Sun Seeker

PhotoPills

Es gib übrigens noch eine ganze Reihe solcher und ähnlicher Apps, für iOS und für Android. Darüberhinaus gibts einige, die jeweils nur einen kleinen Teil der Leistungen anbieten, Schattenberechner, Sonnen- und Mond-Auf- und Untergangszeiten etc.

Ich selbst nutze übrigens – wenn überhaupt – nur die kostenlose Desktop-Variante des TPE. Dieses Angebot war nach meiner Erinnerungen auch das erste auf dem Markt. Inzwischen gibts von diesem Anbieter auch eine zweite App, The Photographers Transit. Damit jkann man den Blickwinkel je nach Standort und Objektiv voraus berechnen. Und es gibt für TPE eine ganze Latte von In-App-Käufen, für die man zu mehr als 40 € hinlegen kann.

Für meine Bedürfnisse reicht die Desktop-Version aus, um vorab ein paar grundlegende Dinge zu klären.

*Das englische ephemeris wird übersetzt als Ephemeride: Positionstabelle für astronomischen Objekte

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ND-Fader für die kleine Kamera

Kleine und preiswerte ND-Fader für die Kompaktkamera erweitern die Möglichkeiten.

Kleine und preiswerte ND-Fader für die Kompaktkamera erweitern die Möglichkeiten.

ND-Filter sind eine feine Sache für all diejenigen, die viel fotografieren oder Video-Aufnahmen machen. Erst recht variable Filter, die stufenlose „Abdunkelung” des Objektivs erlauben. Doch warum sollte man Filter kaufen, die weniger Licht durchlassen? Erst recht, wenn man an anderer Stelle viel Geld dafür ausgibt, große Lichtstärken zu bekommen? Ganz einfach: Das schöne Bokeh, die geringe Schärfentiefe bei einer offenen Blende von 1,8 kann man bei strahlendem Sonnenschein nicht nutzen. Bei Blende 16 ist so ziemlich alles scharf, von nah bis fern. Außerdem ermöglichen die ND-Filter auch den anderen Effekt, bezogen auf die Verschlusszeiten. Lässt man die Blende gleich, kann man dafür die Verschlusszeiten vervielfachen (ein Stativ vorausgesetzt). Und man erhält dafür bei Belichtungszeiten von ein bis zwei Sekunden glatte Wasseroberflächen auf Seen oder Bächen und Wasserfällen.

Wie gut soll der ND-Fader denn sein?

Immer wieder liest man ziemlich Verrisse über die Qualität der billigen ND-Fader. Aber die gibt es immerhin schon in einer Preisspanne zwischen 10 und 20 Euro. Zum Vergleich: Meinen Tiffen ND-Fader habe ich mit demjenigen Durchmesser gekauft, der für mein „größtes” Objektiv notwenig war. Das sind 77 mm und kostet derzeit so etwa 170 Euro. Um das teure Stück auch für kleinere Objektivdurchmesser nutzen zu können, habe ich Adapterringe gekauft.

Alles in allem ist das nicht vergnügungssteuerpflichtig, macht die Sache aber erschwinglich. Gute Qualität für jeden Objektivdurchmesser zu kaufen, erschien mir etwas maßlos. Dafür schraube ich jetzt beim Einsatz verschiedener Objektive diverse Zwischenringe zusammen. Nicht nur bei schlechtem Wetter ein ziemliches Elend und immer zeitaufwändig.

Die teuren großen ND-Fader in bester Qualität sind für Kompaktkameras nicht sehr attraktiv.

Die teuren großen ND-Fader in bester Qualität sind für Kompaktkameras nicht sehr attraktiv.

Für meine Kompaktkamera, eine Lumix LX 100 mit Objektivdurchmesser 43 mm wäre mir nicht nur die Schrauberei  zu blöd. Auch das Mitnehmen des großen Filtern mit Schutztasche wirkt etwas albern, wenn man sich schon eine kleine und leichte Kamera kauft.
Ein Fotga ND-Fader mit 43 mm kostet gerade mal 12 Euro. Wer wie ich diese Metallsonnenblende auf dem kleinen Objektiv sitzen hat und sie nicht mehr missen möchte, der muss diese offensichtlich eine Nummer größer wählen: Nach Benutzer-Aussagen in Rezensionen ist das Außengewinde gerade eine Nummer größer als das Innengewinde. Wer also zum Beispiel schon eine Sonnenblende gekauft hat, der muss für das Anbringen auf dem Filter nochmal eine Blende mit größerem Durchmesser kaufen.

Und die Qualität? Ich kenne einige Ergebnisse der Billigfilter, vorzugsweise von Bildern aus dem Internet. Die besagen so ziemlich genau das, was auch die Amazon-Rezensionen sagen: Für „normalen” Alltagsgebrauch sind die preiswerten Filter durchaus brauchbar. Wer Bilder für den eigenen Bedarf schießt, ab und zu mal Aufnahmen auf Instagram oder Facebook postet, für den stellt sich die Frage gar nicht. Und wer Abzüge fürs Wohnzimmer produzieren möchte, der sollte von vorneherein die DSLR in Gepäck packen.

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Textfotos – Balance von Aufwand und Aufmerksamkeit

Textfotos: bedeuten oft nicht weniger Aufwand, als gute Fotos zu machen.

Textfotos: bedeuten oft nicht weniger Aufwand, als gute Fotos zu machen.

Textfotos sind bei Fotografen nicht besonders beliebt. Oftmals werden sie als Ersatz für die fehlenden eigenen Fotos verwendet, damit man überhaupt eine Grafik, einen Hingucker in seinem Post hat. Als Hintergrund dienen manchmal noch Stock-Fotos, die man kostenlos nutzen darf. Manchmal aber wird auch nur eine farbige Fläche als Hintergrund verwendet. Was bringts also? Kann man da nicht genauso gut auf eine reißerische Überschrift setzen?

Textfotos werden immer einfacher

Die Beliebtheit der Textfotos hat auch damit zu tun, dass sie immer leichter verfügbar sind. Wer im Internet nach Diensten sucht, der findet von einfachen Text- und Collagenprogrammen bis hin zu ausgefuchsten Designprogrammen viele Online-Lösungen. Kein Mensch braucht mehr teure Programme wie Photoshop.

Leider verschwindet damit auch meist der Gestaltungswille oder das Gespür für den kreativen Umgang mit Zeichensätzen und Farben. Wer er es ganz simpel mag, der erstellt in Word ein Mini-Dokument, macht einen Screenshot und lädt das hoch. Bei dieser Schlichtheit sollte dann der Text, meist ein hintersinniges Zitat, die Lücken ausbügeln.

Wer sich tiefer in die Materie hineinkniet, lernt den Umgang mit Seiten wie Canva.com oder Designbold.com. Beide bieten kostenlose Nutzungsmöglichkeiten an, die durchaus ausreichend sind.

Dickes Plus: Passende Fotos zum Text

Wer seine Textfotos optimieren möchte, der verwendet gute und passende Fotos als Hintergrund für seine Text-Botschaften. Und macht damit wieder den Vorteil einer schnellen Lösung zunichte. Die Suche nach dem passenden Motiv, eine eventuelle Bearbeitung und die Gesamtgestaltung erfordern nämlich schnell mehr Aufwand, als man mit einem einfachen Schnappschuss zum Thema gehabt hätte.

Unzweifelhaft ist aber die Wirkung von Text zu passendem Foto in vielen Fällen schon höher als bei den meisten, eher durchschnittlichen Fotos.

Serien-Charakter

Eine weitere Steigerung seiner Textfotos erreicht man, wenn man bei der Gestaltung auf einen Wiedererkennungswert setzt. Wenn also Fotos einen ähnlichen Bildcharakter haben (Farbton, Stimmung, Kontrast, Motiv). Und wenn auch die Schriften zumindest ähnlich oder besser noch gleich sind. Wer dann noch ein dezentes Logo seines Unternehmens oder seiner Website unterbringt, der hat einen deutlichen Mehrwert.

Und ein Fotokonzept, das er auf der eigenen Website und auf fast allen Social-Media-Kanälen nutzen kann.

High-End-Lösung

Bei so viel Aufwand ist auch die High-End-Lösung nicht mehr weit. Denn hier kommt wieder eine Bildbearbeitungs-Software wie Photoshop oder Lightroom ins Spiel. Nur so ist erstens garantiert, dass man immer die passenden Filter und Schriften parat hat. Und dass man auch in einem Aufwasch die verschiedenen Formate und Bildgrößen für die verschiedenen Einsatzzwecke erzeugen kann. Einschließlich des Hochformats für Pinterest, zum Beispiel.

Fazit

Wie immer ist die Beurteilung von grafischen Lösungsmöglichkeiten relativ. Wer ohne Aufwand schnell was grafisches haben möchte, der ist mit einfachen Texten gut bedient. Er sollte dann aber auch keine Banalitäten texten und nicht langweilen. Wer anspruchsvollere Lösungen sucht, der ist schnell in einem Bereich, der den Aufwand von Fotografie und Bildbearbeitung erreicht.

Eine echte Alternative sind gute Textfotos also vor allem für Fotografen, die sowieso schon passendes Bildmaterial suchen, selbst fotografieren und bearbeiten. Sie können Textfotos zur Auflockerung des Erscheinungsbildes sinnvoll einsetzen – auch wenn die meisten Fotografen nichts Störendes in Ihren Bildern akzeptieren.

Wer die Arbeit mit Bildern auch welchen Gründen auch immer meiden möchte, der wird nicht umhin kommen, annähernd den gleichen Aufwand mit Texten und deren Gestaltung aufzubringen. Sonst bleiben die Textfotos eine Notlösung.

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