WordPress Bildgrößen in vielen Variationen

Im neuen Layout braucht man meistens auch andere WordPress Bildgrößen.

Im neuen Layout braucht man meistens auch andere WordPress Bildgrößen.

Sie sind ein unerschöpflicher Quell der Freude: Gute Bilder in einem WordPress-Blog machen das Lesen leichter. Sie ziehen Besucher an und bieten manchmal mehr Informationen auf einen Blick, als ein langer Text. Sie sind aber auch manchmal lästig: Google meckert rum, weil die Bilder zu große Datenmengen aufweisen und die Schnelligkeit der Webseite beeinträchtigen. Die Bilder sind nie in der passenden Größe und Auflösung dort, wo sie sein sollen. Und die Bildbearbeitung frisst inklusive der Bilder für Soziale Medien fast so viel Zeit, wie das Schreiben des Artikels – vom Fotografieren mal gar nicht zu reden.

Was tun? Weniger Bilder sind ja auch keine Lösung. Und die falschen WordPress Bildgrößen erst recht nicht. Mit etwas Planung und ein paar Helferlein kann das auch reibungsloser verlaufen.

WordPress: interne Bildverarbeitung

Zunächst einmal können wir uns alle freuen. Denn die Bildverwaltung in WordPress ist viel komfortabler geworden. Und auch Bildverarbeitung ist jetzt möglich. Wem das noch nicht genügt, der kann auf Plugins zurückgreifen.

Weitere WordPress Bildgrößen per Plugin

Das Plugin Simple Image Sizes erlaubt zusätzliche Bildgrößen festzulegen, auf die die Bilder automatisch beim Hochladen zurechtgeschnitten werden. Wer also bestimmte Größen braucht, die noch nicht in der functions.php seines Themes festgelegt sind, der kann sich damit prima behelfen.

Heißt das, ich kann jetzt einfach meine Riesen-Bilder aus der Super-Duper-DSLR hochladen? Kann man machen, sollte man aber nicht. Die effektivste Art Bilddaten sinnvoll zu reduzieren funktioniert mit Photoshop und dem Befehl „Für Web und Geräte speichern”. Dort genügt in der Regel die Qualitätsstufe hoch. Wenn es keine besonders hochwertigen Aufnahmen sondern eher Info-Bilder sind, kann man an an der Qualität auch Abstriche machen.

Hier wählt man die größte Größe aus, die man für WordPress, Instagram, Facebook & Co. verwenden möchte. Die kann man jetzt auch auf WordPress hochladen, dort werden automatisch die verschiedenen Bildgrößen erzeugt.  Diese Größe kann man dann aber auch für die Sozialen Medien verwenden.

… oder manuell in der functions.php festlegen

Wers noch detaillerter möchte und selbst im Maschinenraum seiner WordPress-Installation herumwerkeln möchte, der sucht nach einer Anleitung,wie man die entsprechenden Befehle in die functions.php einbaut (zum Beispiel hier)

Ein Genesis-Theme: Die größe WordPress Bildgröße bleibt gleich.

Ein Genesis-Theme: Die größe WordPress Bildgröße bleibt gleich.

Intelligent Bilder „nachladen”

Eine andere Möglichkeit, das Ladeverhalten seiner Seiten positiv zu beeinflussen bietet das Plugin Lazy Loads. Es bewirkt, dass nur diejenigen Bilder geladen werden, die gerade sichtbar sein sollen. Wer also auf seiner Startseite die letzten 10 Blog-Posts anzeigt und jeder hat etliche „schwere” Bilder, der ist mit dem Einsatz dieses Plugins sowieso gut bedient.

Auf die Möglichkeit der WordPress-Bildbearbeitung fürs Verkleinern sollte man übrigens nur in Notfälle zurückgreifen: Hierbei wird nämlich nur die Darstellung verkleinert. Das Bild selbst bleibt so groß (und schwer) wie vorher. Sprich: Nicht die Datenmenge wird reduziert, sondern nur die Darstellung.

Die Datenmenge ist ganz in Ordnung, wenn die Bilder etwa 200 KB groß sind. Da das – je nach Theme und Layout – nicht immer eine befriedigende Lösung ist, bleibt oftmals nur die Möglichkeit, entweder in Photoshop nochmal selbst Hand anzulegen. Oder auf Apps und Dienste wie JPGMini oder compressor.io zurückzugreifen.

Retina – immer zwei Varianten?

Und was ist nun mit den hoch gelobten Retina Displays bei Apple? Muss ich für eine ordentliche Darstellung nicht sowieso die größten und besten Bildqualitäten einstellen? Ja und nein. Ideal wäre es natürlich, wenn je nach Display und Anforderung die richtige Bilddatei eingebunden wird. Das kann das Plugin WP Retina 2x.

Prima! Dann kann ich ja meinem responsiven Theme die Wahl der richtigen WordPress Bildgröße überlassen. Die Plugin-Autoren weisen jedoch daraufhin, dass eine responsive Darstellung bevorzugt werden sollte, die Auswahl des Bildes über ein javascript die Fallback-Methode sein sollte.

Wordpress Bildgröße 620 px in der Desktop-Variante - aber 850 Pixel in Tablet-Modus.

WordPress Bildgröße 620 px in derDesktop-Variante – aber 850 Pixel in Tablet-Modus.

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Responsiv – wie groß ist das genau?

Gibts sonst noch Hürden? Nur wenige. Beachten könnte man vielleicht noch, dass das Umspringen eines responsiven Layouts Bildgrößer erfordert, die man eventuell gar nicht auf dem Plan hatte. In diesem aktuellen Layout meiner Website zum Beispiel ist die größte Bilddarstellung 620 Pixel breit.

Wer jetzt mit dem Mauszeiger auf die rechte untere Ecke geht und beginnt, das Browser-Fenster zusammen zu schieben, der stellt fest, dass das Layout umspringt. Bei der Tablet-Größe verschwindet erst die rechte und später (fürs Smartphone) schließlich auch die linke Sidebar.

Die Folge: Die Bilder werden dann 850 Pixel groß dargestellt. Sind die Bilder mit nur 620 Pixel Kantenlänge hochgeladen, bleiben sie an manchen Stellen kleiner, als der dafür vorgesehene Platz im Layout. Aber damit kann man leben, wenn man nicht gerade als Fotograf die eigenen Werke anpreist.

Neues Layout – neue Bilder?

Aber nichts hält ewig. Irgendwann entscheidet sich jeder WordPress-Benutzer mal für ein andere Layout, gerne mit größerer Bilddarstellung. Nur die Beiträge der vergangenen Jahre wirken jetzt etwas verloren – denn sie sind viel zu klein für das neue Layout. Schließlich ist das Internet schneller geworden, der Rechner leistungsfähiger.

Also jetzt alle Bilder nochmal raussuchen, neu bearbeiten, nochmal hochladen? Auch dafür gibts ein Plugin: Regenerate Thumbnails legt die nächst kleineren Bildgrößen neu an. Egal ob man jetzt einfach in den WordPress-Voreinstellungen die Maße geändert hat oder – was öfters vorkommt – ein neues Theme installiert hat.

Aber auch hier gilt wie immer in der Bildbearbeitung: Größer machen geht nicht. Wenn ich also stets nur Bilder mit 620 Pixel Breite hochgeladten habe, kann ich daraus für mein neues Thema keine Header-NBilder mehr mit 1180 Pixel Breite machen.

Mein Fazit:

  1. Die eigene Bildbearbeitung für eine „leichte” Version des größten benötigten Bildformates ist immer hilfreich. Ob ich das mit Photoshop, einer anderen App oder online mache ist egal. Das Original des Fotos sollte ich sowieso immer unverändert behalten.
  2. Die größte Online-Variante sollte das Bildmaß enthalten, dass ich für Webseite oder Soziale Medien brauche. Ausnahme ist Pinterest: Hier funktionieren Hochformate am besten, das verlangt zusammen mit der Nutzung als „Textbilder” immer eine eigene Verarbeitung.
  3. Für responsive Layouts darauf achten, wann ein Bild die größte Darstellung aufweist. Das  ist nicht immer in der Desktop-Version der Fall.
Wordpress Bildgrößen in einem modernen Layout: Große Header. Die sind aber noch am einfachsten auszuwechseln.

WordPress Bildgrößen in einem modernen Layout: Große Header. Die sind aber noch am einfachsten auszuwechseln.

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4 Fotografen-Fallen im Alltag

Professionelle Fotografen haben ein aufregendes Leben, arbeiten sehr diszipliniert und hart und liefern konsequent gute Ergebnisse ab. Denkt man sich so. Aber wahrscheinlich teilen Profis und (im besten Wortsinne) Amateure nicht nur die gleichen Leidenschaften, sondern auch die gleichen Schwächen. Einigen Fotografen-Fallen kann man ganz gut begegnen, wenn man sie kennt.

Bergwanderung - mit oder ohne Stativ? Zumindest ein Kompaktstativ verbessert die Bildausbeute.

Bergwanderung – mit oder ohne Stativ? Zumindest ein Kompaktstativ verbessert die Bildausbeute.

Fotografen-Falle Nummer 1: Zu viel Routine

Egal ob im Job, bei Familienbildern oder bei Fotos für den Food-Blog: Routine ist gut und hilfreich. Dinge gehen schneller von der Hand. Man fühlt sich sicherer, denn man weiß ja wie es geht. Und man spart Zeit. Meistens fällt einem erst mit viel Abstand auf, dass man sich eine Zeit lang zu sehr seiner Routine hingegeben hat.

Was hilft? Einfach mal neben sich stehen. Warum mache ich das jetzt so? Und wenn ich mich zwinge, es auf jeden Fall anders zu machen, wird es dann zwangsläufig schlechter? Oder nur anders. Den Blick fürs Fotografieren bekommt man am ehesten durch ein Ausbrechen aus der Routine zurück. Zum Beispiel durch ein privates Projekt. Etwas, das man nicht braucht, aber schon immer machen wollte. Ein Wochenend-Projekt in einem neuen Bereich, in dem man bisher nicht aktiv war. Danach sieht man auch seine Routine-Aufgaben wieder mit frischem Blick.

Etwas Abstand gewinnen und was Neues ausprobieren - hilft viel.

Etwas Abstand gewinnen und was Neues ausprobieren – hilft viel.

Zu wenig Übersicht

Fokussiert sein ist im Wortsinne nötig. Fokussiert auf die Aufgabe, auf die aktuelle Situation. Arrangieren, Auslösen, Kontrollieren. Man ist in seinem Element, fühlt sich wohl, erfüllt eine Aufgabe.

Zuhause am Rechner kommen beim Bearbeiten ein paar Ideen, die einem schon früher gut getan hätten. Warum habe ich nicht öfter die Perspektive gewechselt? Warum habe ich keine eher dunkleren Bilder geschossen, wie ich sie für die Nachbearbeitung gerne hätte? Zur Aufgabenliste, wenn man sich denn eine macht, gehören auch die Aspekte, die erst in der Nachbearbeitung wichtig werden. Videofilmer denken immer an eine sogenannte „B-Roll”. An Aufnahmen, die nicht direkt die Geschichte erzählen, sondern die andere Blickwinkel, andere Motive ins Spiel bringen. An diese B-Roll zu denken kann hilfreich sein.

Dann denkt man vielleicht auch eher an Aufnahmen, die gar nicht das eigentliche Motiv betreffen. Aufnahmen der Umgebung, Totalen auch bei Porträts, weil sie die Aufnahmesituation zeigen und vieles andere mehr.

Fotografen-Falle Faulheit: ein Bild vom Straßenrand

Fotografen-Falle Faulheit: ein Bild vom Straßenrand

Faulheit

Das klingt jetzt besonders hart. Aber niemand ist davor gefeit. Soll ich wirklich auch noch das schwere Stativ ins Auto legen? Und zwei Blitze mehr für externe Blitze? Richtig auffällig wird es, wenn man als Landschaftsfotograf zunehmend mehr Aufnahmen vom Straßenrand aus macht. Oder wenn man sich immer öfter sagt, natürliches Licht ist doch prima, auf zusätzliche Blitze und Aufheller verzichte ich jetzt.

Witzigerweise trifft diese Fotografen-Falle Profis wie Amateure gleichermaßen. Wahrscheinlich steckt dahinter, dass man in erster Linie effektiv sein möchte. Für Kunst und für Hobbys ist das aber sicher nicht der richtige Maßstab.

Werkstattbesuch in der Keramikwerkstatt

Ein Werkstattbesuch steht bei vielen Fotografen auf der Projektliste.

Aufschieben

Gerade die interessantesten Projekte sind meistens Dinge, die man sich selbst ausgedacht hat, und mit denen man aus der Routine ausbrechen kann. Das mache ich, wenn ich die neue Kamera habe. Wenn ich ein anderes Stativ habe. Wenn ich mir diese Bearbeitungen in Photoshop und Lightroom angeeignet habe. Wieso schiebt man etwas auf, das man so gerne macht? Eine Fotografen-Falle.

Und am Ende des Jahres? Wieder ein Projekt weiterschieben. Lieber ein unperfektes Projekt erledigen, als gar keines. Was ja für fast alle Aufgaben gilt, die man lange vor sich herschiebt.

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Instagram-Rückblick und die Schlussfolgerungen

Instagram-Rückblick: Meine beliebtesten Fotos 2016

Instagram-Rückblick, ganz automatisch: Meine beliebtesten Instagram-Fotos 2016

Rückblicke zum Jahresende sind für viele, die es lesen wollen, ziemlich elend. (Die Ausblicke übrigens auch). Ich bin kein Fan von diesen Zusammenfassungen. Aber ich mag Statistiken ganz gerne. Und 2016 war mein erstes „richtiges” Jahr auf dieser Plattform.

Der Jahreswechsel ist immer eine gute Zeit, um entweder ausführliche Statistiken zu wälzen oder zumindest kleine grafische Auswertungen anzusehen und auszuwerten. Für einen schnellen Instagram-Rückblick  gibt es die sehr beliebte Zusammenfassung „bestnine” mit den Fotos eines Accounts, die die meisten Likes bekommen haben. Wer genaueres über seinen Instagram-Account wissen möchte, der sieht in seinen Account bei Squarelovin (kostenlos) oder Iconosquare. Und wer bei Instagram ein Unternehmensprofil hat, der bekommt hier auch einen Statistik angezeigt.

Die Ergebnisse dürften überall die gleichen sein. Einmal detaillierter dargestellt, einmal grafisch etwas hübscher. Um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, genügt eigentlich die Minimal-Version – und die eigene Erfahrung.

Hier ein paar Ergebnisse aus meinem Instagram-Rückblick

Die Instagram-Bilder mit den meisten Kommentaren

Die Instagram-Bilder mit den meisten Kommentaren

Welches Foto läuft?

Es gab und gibt Tage, da komme ich beim Hochladen des Instagram-Bildes ins Grübeln. Was habe ich mir nur dabei gedacht? und dann noch dieser Text. zu ruppig, zu verschwurbelt, zu kurz, zu lang, zu persönlich, zu allgemein. Und am Ende des Tages steht oft genug eine Überraschung. Es gab viele Likes für Bilder, die ich eher im Mittelfeld angesiedelt hätte.

Natürlich gibts im Laufe der Zeit Erfahrungen, was geliked wird: Tiere gehen immer, dramatische Lichtwirkungen und ja, auch das – Sonnenuntergänge kommen gut an. Aber ich muss zugeben, dass ich sehr oft daneben liege. Noch drastischer ist es bei den Kommentaren. Neben den Standards („Nice” oder Smileys) gibts auf manche Bilder wirklich tolle Reaktionen. Und auch die sind für mich nicht vorhersagbar.

Die Instagram-Bilder mit den meisten Likes

Die Instagram-Bilder mit den meisten Likes

Text ist wichtig

Diesen Kommentaren entnehme ich auch, dass mehr Leute als angenommen, meine Texte lesen. Obwohl die Bilder-Plattform Instagram ja eigentlich zum schnellen „Durchwischen” des Foto-Streams einlädt und meine Texte etwas länger sind, lesen viele mit. Ich bin da ja auch nicht anders. Bei den Accounts, denen ich schon lange folge, interessieren mich die Texte auch. Die Fotos sind deswegen nicht weniger wichtig. Nur dort, wo man an guten Fotos (oder besser: ansprechenden Fotos) hängen bleibt, liest man auch die Texte. Im Instagram-Rückblick sind meine Texte immer länger geworden und haben sich nun bei 6 bis 10 Sätzen eingependelt.

Aktualität: Jain

Viele Instagram-Nutzer sehen die Plattform als eine Art aktuelles Tagebuch. Was heute hier erscheint, wurde auch heute fotografiert. Passt das Bild nicht zum aktuellen Wetter, gibts Kritik.

Das kann bei mir nicht funktionieren. Ich poste gerne auch aktuelle Fotos, aber immer mit ein paar Tagen Verzögerung. Denn nach einer Foto-Tour oder einem Ausflug wird erst gesichtet und aussortiert, dann nachbearbeitet (in Lightroom) und dann erst gepostet. Und auch das oft wieder mit Verzögerung. Ich bin zwar auch Fotograf, aber als Journalist sitze ich die meiste Zeit eben doch am Schreibtisch. Deswegen nutze ich Later.com, um meine Bilder meistens für eine Woche vorauszuplanen und dann morgens vor meiner eigentlichen Arbeit zu veröffentlichen.

Dabei achte ich aber durchaus darauf, dass die Bilder zur aktuellen Jahreszeit, zur aktuellen Wetterlage passen. Ich finde es unpassend, nur mit einem Griff ins Archiv etwas zu posten. Aber herbstlicher Nebel im Rheintal im November sieht in vielen Jahren sehr sehr ähnlich aus…

Themenwahl

Ich lebe am Rande des Schwarzwaldes und ich habe für den Account fast ausschließlich Schwarzwald-Bilder veröffentlicht und auch so getagged. Das engt den Besucherkreis zwangsläufig ein. Andererseits fällt es mir leichter, in Kontakt zu ähnlichen Profilen zu kommen. Durch Likes, aber vor allem durch Kommentare und Follower. Klar erreichen die Fotos aus unberührter kanadischer Wildnis zigtausende Nutzer. Aber hier wird sich kein Austausch ergeben.

Und klar: Ich habe von Reisen zum Beispiel nach England, Island, Kanada noch einige tolle Fotos auf der Platte. Aber die passen nicht zu meinem Schwarzwald-Profil. Also werden die hierfür auch nicht genutzt.

Wiederverwertung?

Ich mag keine „Fotos, die „repostet” wurden. Und damit logischerweise  auch keine Instagram-Profile, die keine eigenen Fotos veröffentlichen, sondern die Bilder anderer Leute „reposten”. Kann man machen, interessiert mich aber nicht. Mich interessiert das wirkliche Profil eines Menschen. Ist das ein engagierter Fotograf, hat er ein Thema, hat er einen eigenen Stil?

Nun scrolle ich ab und zu durch mein Profil und stelle fest, dass es etliche Bilder gibt, die ich wirklich zu meinen besten zähle, in meiner Anfangszeit bei Instagram gerade mal 20 Likes bekommen haben. Und fünf Schafe im Gegenlicht etwa 230. Ist ja nur logisch. Mit wachsender Followerzahl kommen mehr Likes.

Bisher waren Bilder für mich nach der ersten Veröffentlichung auf Instagram „verbrannt”. Nun überlege ich ernsthaft, ob ich nicht ab und zu eines der mir am Herzen liegenden Bilder lösche und später zu passender Zeit und Gelegenheit wieder poste. Ist das verwerflich?

Meine Konsequenzen für Instagram

  • Weiterhin sehr regelmäßig posten, auch wenn ich nicht jedes meiner Bilder für das absolute Glanzlicht halte. Andere sehen das vielleicht anders.
  • Weiterhin versuchen, sinnvolle und ansprechende Texte zu schreiben und die richtige Länge dafür finden.
  • Mehr kommentieren und nach interessanten Accounts suchen, denen ich folge. Wenn deswegen die Zeit nicht mehr für sehr ausführliches liken reicht, dann ist das eben so.
  • Dem eingeschränkten Themenkreis treu bleiben und hier Verbindungen schaffen.

Und die üblichen Instagram-Tipps?

Die kennen wir ja: Die besten Tags, die besten Zeiten für Veröffentlichungen, die großen Plattformen und Profile, auf denen die eigenen Bilder auftauchen sollten. Das mag für andere funktionieren, für mich nicht. Meine Tags für meine Themen. Posten morgens vor der Arbeit ist ein schöner Start in den Tag und da habe ich auch die Zeit dafür. Und die kuratierten Plattformen, auf denen das eigene Bild viel mehr Menschen erreicht reagieren vor allem dann, wenn man dort sehr aktiv ist. Ich bin lieber bei den Fotografen selbst aktiv.

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Große Bilder auf der Website – wer mag schon Ladezeiten?

Große Bilder - gibts mit 500 KB oder 50 KB. Wo liegt der richtige Kompromiss zwischen Bildqualität und Datenmenge.

Große Bilder – gibts mit 500 KB oder 50 KB. Wo liegt der richtige Kompromiss zwischen Bildqualität und Datenmenge.

Große Bilder sind für heutige Websites fast schon ein Muss. Wer mag noch kleine Bilder sehen? Moderne responsive Webseiten lassen sich zwar auch klein darstellen, fürs Handy. Aber in der „Normalversion” am Desktop-Rechner kommen sie eben doch groß raus. Retina-Displays und große Bildschirme tun ein übriges, um die Lust an perfekten Bildern zu befördern.

Der Schreck kommt, wenn man seine Website auf Leistungsfähigkeit überprüft. Die Datenmenge ist zu groß, Google findet das nicht schön und lange Ladezeiten lassen das eigene Blog in der Ergebnislisten der Suchmaschinen dann schon einmal nach hinten rutschen.  Wo ist der ideale Kompromiss zwischen Bildqualität und Datenmenge? Und was kann man tun, um die Datenmenge für Bilder zu reduzieren?

Große Bilder sind nur selten wirklich nötig

Wo die Grenze bei Größe und Qualität der Bilder liegen sollte, das ist Geschmackssache. Die Entscheidung fällt schon bei der Auswahl des Layouts für die eigene Website. In den meisten Fällen sind die Demo-Versionen der Layouts ja schon mit Bildern gefüllt. Man erkennt also genau, auf was man sich einlässt.

Richtig große Bilder (mehr als 1000 Pixel Kantenlänge) sind sind vor allem für Foto-Websites interessant. Oder hochwertige, ästhetisch ansprechende Produkte, die detailgetreu dargestellt werden müssen. Und selbst dann lässt sich der Einsatz der großen Bildgrößen beschränken auf ein Header-Bild oder Detail-Ansichten, die per Mausklick vergrößert werden.

Ein Spezialfall sind bildschirmfüllende Hintergrundbilder. Wer die quasi aus der Kamera heraus hochlädt, bremst seine Seite ziemlich aus.

Wer über Themen schreibt, die sich gut illustrieren lassen, der kommt auch bei einzelnen Blogposts schon mal auf 6 bis 10 Bilder. Und wenn auf der Eingangsseite 5 Posts in voller Länge angezeigt werden, dann läppert sich das.

Große Bilder – klein gerechnet

Interessant ist auf jeden Fall, die Möglichkeit, die Bilddaten eines Fotos deutlich zu reduzieren, ohne dass der optische Eindruck leidet. Nun ist dieser Eindruck bei den meisten Betrachtern unterschiedlich. Manche sehen nur ein tolles Motiv, andere Pixel, Kantenunschärfe, chromatische Abberation.

Erste Wahl wenn Bildbearbeitung einen hohen Stellenwert hat, ist Photoshop. Eine vergleichsweise teure Lösung. Fotografen besitzen die Software sowieso, andere überlegen sich die Investition gründlich. Die erste Abzweigung in Richtung weniger Bilddaten nimmt man beim Abspeichern der Bilder. Die Auswahl „Für Web und Geräte speichern” lässt schon mal viel weg, was man in der Internetdarstellung nicht braucht und trotzdem der Optik nicht schadet. Die JPG-Vorgaben von niedrig sehr hoch werden im Ausschnitt angezeigt, und die Bilddatenmenge wird ebenfalls angezeigt. Hoch = Qualität 60 von 100 ist eine gute Wahl, finde ich.

Wer Landschaftsfotos, Produktfotos, Porträts für seine Ansprüche gezielt komprimieren möchte, der probiert alle Versionen aus und stellt die Bilder nebeneinander. Bei 100% am Bildschirm begutachtet, erkennt man seine individuelle Schmerzgrenze recht schnell. Auf GIF und PNG kann man meiner Meinung nach verzichten.

Und wer noch mehr feilen möchte, der kann mit Helligkeit und Kontrast noch ein paar Kilobytes einsparen. Auch der vorsichtige Einsatz der Instrumente zur Schärfung von Bildern nach der Verkleinerung in Photoshop („unscharf maskieren”) sind eine große Hilfe zur Bildverbesserung.

Preiswerte Lösungen

Wie für viele Probleme gibt es auch hier eine kostenlose Lösung im Internet. Auf compressor.io kann man das schnell und einfach erledigen. Auch die Website compressjpeg.com bietet diesen Service. Optisch nicht ganz so ansprechend gelöst, dafür mit Stapelverarbeitung.

Wer seine Bilder nicht aus der Hand geben möchte, der kann auch auf spezielle kleinere Programm zurückgreifen. Die Software jpegmini erlaubt die Bearbeitung am eigenen Rechner (PC, Mac) und ist mit 20 US-Dollar sehr erschwinglich. Die Pro-Version erlaubt größere Bilder und bietet schnellere Verarbeitung.

Mein Favorit bleibt die Photoshop-Lösung für Bildbearbeitung und Datenreduktion. Andere Varianten sind aufwändiger. Ärgerlich finde ich zum Beispiel, dass die Bildverarbeitung in Lightroom zwar noch den Export von kleineren Bildmaßen erlaubt. Aber das 1000-Pixel-Bild hat dann immer noch 500 KB und ich muss mit Photoshop einen weiteren Verarbeitungsschritt machen. Das gilt auch für Snapseed.

Hinzu kommt, dass man für Website, Facebook, Pinterest, Instagram jeweils andere Bildmaße und geringe Bilddaten braucht. Um seine Bilder optimal zu präsentieren brauchts also neben dem Aufwand fürs Fotografieren noch einiges an Nachbearbeitung.

 

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