
Wenn meine Macs mal zwei Jahre alt geworden sind, werde ich nervös. Zwar ist die Lebensdauer von Macs nach meiner Erfahrung deutlich länger. Und ein Mac wird, so habe ich das zumindest festgestellt, im Laufe der Zeit auch nicht so langsam, wie ein Windows-Rechner. Aber man kennt das ja: Immer mal wieder kommt ein neues System, dann gibts auf einmal einige Apps und Programme und Updates, die nur mit dem neuen System funktionieren und nach einiger Zeit kommt man sich wirklich alt vor.
Da mein iMac mit 27 Zoll-Monitor
in der jüngeren Zeit nicht wirklich viele Veränderungen erfahren hat, habe ich beschlossen, eine Neuanschaffung noch etwas hinauszuschieben.
Statt dessen gibts eine kleine Frischzellenkur: Erst einmal die 16 GB RAM für iMac 27 Zoll
, Kostenpunkt rund 90 Euro. Mehr passt nicht rein, und anstelle der vorherigen 4 GB verspricht das doch schon Besserung.
Da ich kein versierter Bastler bin (Mac-Benutzer eben), suche ich mir vorher ein schönes Video (hier in englisch, hier in deutsch, wo der Einbau dieser Speichersteine genau erklärt ist. Danach komme ich zu dem Schluss: Das schaffe ich auch.
Im Prinzip ist auch alles ganz einfach. Nur das Eindrücken der RAM (richtige Seite beachten!) ist etwas schwierig und erfordert doch mehr Kraft als gedacht. Aber man merkt von alleine, wenn das zu locker ist und nicht richtig sitzt.
Bei mir gabs einen ersten, heftigen Schreck, als nach dem Einschalten nur Warntöne zu vernehmen waren und der iMac nicht startete. In ähnlichen Situationen sagt man wohl, dass dann in Sekunden das ganze Leben noch einmal an einem vorbeifliegt, bei mir waren es nur die aktuellen, nicht abgeschlossenen Projekte. Also die alten Speicher wieder rein und alles ist gut.
Schnelle Abhilfe schuf der Amazon-Marketplace-Anbieter, bei dem ich gekauft hatte (dahinter etsckt im Original dsp-memory.de: Ein Anruf genügte um den Austausch und den Versand neuer Speicher zu veranlassen, prompter und freundlicher Service. Vorsorglich bekam ich den Hinweis, dass es auch am Mac liegen sollte. Aber schon zwei Tage später zeigte sich, dass die neuen RAM-Steine anstandslos und auf Anhieb funktionierten.
Für die ruhigeren Tage ist jetzt noch das Update auf Lion geplant, und dann sollte ich noch ein paar weitere Monate mit meinem „alten” Mac klar kommen.
Fazit: Die „Aufrüstung” geht im Prinzip schnell und einfach und ist relativ preiswert. Wenn man das Vorgehen mal geübt hat, dann spart man sich sicher auch das Geld für die Neuanschaffung eines iMac mit mehr RAM, das ist nämlich ziemlich teuer. Aktuell macht das beim 27-Zoll-Modell einen Mehrpreis von 600 Euro aus. Stattdessen kauft man sich mit dieser Erfahrung lieber die Basis-Version und steckt die Steinchen dann selbst rein.
