Archiv der Kategorie 'Medien'

Scott Kelbys offener Brief an Adobe

Donnerstag, den 24. November 2011

Kritik an Adobes Update-Politik

Scott Kelby, den meisten Fotografen hierzulande vielleicht als Buchautor bekannt, hat in seiner Funktion als Vertreter der Fotografen-Vereinigung National Association of Photoshop Professionals einen offenen Brief an Adobe geschrieben: An Open Letter To Adobe Systems. Darin beklagt er einen Umstand, der zumindest mir so nicht bekannt war.

Zu den exorbitanten Preisen der Adobe Software soll wohl künftig eine Art „verschärfte” Update-Politik kommen. Demnach, so habe ich es verstanden, ist ein kostengünstigeres Update nur von der bislang letzten Version möglich. Wer also ein älteres Paket hat, muss sich entweder erst das vorletzte kaufen und dann auf das aktuelle updaten – oder gleich die Software komplett neu kaufen. Interessantes Unternehmensmodell.

Ähnlich machen das ja auch viele kleinere Software-Anbieter, die damit „Überspringer” wie mich bestrafen (ich mache nicht immer ein Update auf die nächste neue Version, sondern vielleicht erst auf die übernächste, je nach Programm, Bedeutung und Weiterentwicklung der jeweiligen Versionen).

Am besten selbst mal bei Scott Kelby nachlesen, der sich für immerhin rund 70.000 amerikanische Kollegen und Photoshop-Benutzer einsetzt.

Arte: Photo for life mit Oliviero Toscani

Freitag, den 18. November 2011

Arte Photo for life

Etwas spät entdeckt, aber besser spät als nie: Am Montag, 21. November startet auf Arte das, was man auf anderen Kanälen eigentlich schon lange nicht mehr sehen möchte: Eine Castingshow.

Aber diese soll anders sein: Mit dem Starfotografen Olivieri Toscani (ist das eigentlich ein Künstlername oder kann man wirklich so heißen?) und einem Konzept, das sich wohltuend abheben soll von den anderen Castingshows. Genauere Informationen gibts auf der Arte-Website Photo for life – ARTE und hier auf der speziellen Photo for life-Website.

Zu sehen ist der Wettbewerb der Fotografen von Montag, 21. November bis Freitag, 25. November, also kurz und knackig.

Die sechs Kandidaten stehen wohl schon fest und es soll eher eine Masterclass werden als ein Casting, in dem Lezte rausgewählt werden. Ich bin sehr gespannt….

Erfolgreiches Startnext-Projekt: Made in Iceland

Dienstag, den 15. November 2011

Über Crowdfunding-Projekte habe ich hier ja schon berichtet. Über den fleißigen und ideenreichen Daniel Delaney zum Beispiel, der sich das Startkapital für ein neues Webprojekt bei Kickstarter besorgte. Auf dieser amerikanischen Website werden übrigens wirklich enrom viele Projekte finanziert, an Geld aus privaten Taschen scheint es keinen Mangel zu geben. Auch wenn ein „echter” Gegenwert für die Geldgeber kaum vorhanden ist: In der Regel gibts viel Lob und Dank und Anerkennung und ein paar Gymmicks, nur selten irgendwelche VIP-Geschenke, die man auch als solche bezeichnen könnte.

Das deutsche Pendant dazu, Startnext, erschien mir zumindest bis zu diesem Beitrag nicht sehr aussichtsreich.

Jetzt habe ich obiges Video der Österreicherin Klara Harden entdeckt, die Ihre Islandreise zumindest zu einem Teil über Startnext mitfinanziert hat. Unter dem Titel „The Story of a Shipwrecked Rambler” bot sie diese Dokumentation an und sammelte immerhin einen finanziellen Beitrag zu einer Reise ein, da ja nicht billig war (rund 1.500 Euro wurden finanziert, geplant waren 1.250 Euro).

Es ist ein tolles Video dabei herausgekommen, das auf Vimeo bis heute rund 120.00 Abrufe zu verzeichnen hat und mehr als 300 Kommentare. Zugute kam dem Projekt sicherlich, dass die professionelle Fotografin und Videoproduzentin einen handfesten und begeisternden Gegenwert in Form des Videos liefern konnte. Aber auch, dass die Vorbereitung und PR-Arbeit (über Facebook, Vorstellung auf Reiseseiten und bei nomadearth ziemlich professionell war.

Ich finde, das kann Fotografen und Filmemachern schon Mut machen – auch wenn es erst einmal beweist, dass im Zweifelsfall weniger das Projekt („Gebt mir die Möglichkeit und ich beweise euch, das es das Abenteuer noch gibt!”) als die professionelle Herangehensweise und „Vermarktung” über den Spendenfluss entscheiden. Aber das ist na bekanntlich nichts, was Fotografen und Filmern wirklich neu wäre.

Schaut man sich auf der Startnext-Seite nach Medien-Projekten um, dann stellt man fest, dass viele andere Projekte zwar mit hehren und höheren Zielen an die Sache herangehen. Dass aber sicher sehr sehr viele Schwierigkeiten bei der Finanzierung bekommen werden.

Dagegen wirken die Medien-Projekte bei kickstarter sehr kommerziell und sie sind ja zum großen Teil auch sehr erfolgreich: Summen im fünf- oder sechsstelligen Bereich sind keine Seltenheit, und werden auch erreicht. Zum Vergleich: Startnext gibt auf seiner Startseite ein Finanzierungsvolumen von bislang rund 240.00 Euro an, soviel erreichen zum Beispiel auch einzelne Kickstarter-Projekte.

Aber immerhin: Startnext kann man jetzt schon als etabliert betrachten, die Website wird meiner Meinung nach weiter wachsen. Im deutschsprachigen Raum wird man wohl nie die Summen der etablierten (richtig „internationalen”) englischen Websites erreichen. Wer also hierzulande eine gute Idee für ein Projekt hat, der kann 2012 – mit guter Vorbereitung – schon mal seinen Hut in den Ring werfen und auf finanzielle Unterstützung in einem bescheidenen Rahmen hoffen. Im Erfolgsfall kann man dann auf Werbe-Buttons und Banner von Firmen verzichten und sich statt dessen der sicher befriedigenderen Kommunikation mit seinen Unterstützern widmen.

Startnext-Projekt

Volkswagen Beetle: smarte Website ohne Flash

Freitag, den 11. November 2011

Beetle-Website

Das passt ja irgendwie auch dazu, dass Adobe nun angekündigt hat, kein Flash mehr für mobile Anwendungen zu entwickeln. (Und vielleicht auch irgendwie dazu, das Steve Jobs Flash schon immer als mehr oder weniger überflüssig betrachtet hat).

Die neue Website des neuen Volkswagen Beetle kommt – wenn ich das richtig sehe – wohl ganz ohne Flash aus. Und bietet mehr Bewegung und Interaktivität auf der Website, als man mit dieser „Einschränkung” erwarten könnte. Die Seite ist quasi wie geschaffen für die Apple-Maus, mit der man natürlich auch etwas softer scrollt als mit dem altbackenen Scrollrad.

Vom Auto selbst kann man ja halten, was man will. Aber zumindest den Werbespot, den ich bisher gesehen habe, fand ich ebenfalls ziemlich gut.

Google+ Pages: Ähnlich wie Facebook

Dienstag, den 8. November 2011

Google+ Seiten

„Ick bün all dor”, so hallte es heute durch das Internet (ich weiß, das klingt schrecklich, aber ich finde, es passt). Google hat endlich seinen Dienst Pages freigeschaltet, und ziemlich viele hatten ganz offensichtlich sehnlichst darauf gewartet.

Braucht man das?

Pages sind bei Google+ wie bei Facebook die nicht-personengebundenen Seiten, die man für seinen Betrieb, Verein, Organisation nutzen kann. Also von der Idee her eigentlich Firmenseiten. Warum man die so dringend braucht, und was man nun auf diesen Seiten nun anderes veröffentlicht als auf seinem „normalen” Google+ Account – darüber grübelt die Fachwelt noch.

Schon bislang war mir ein Rätsel, mit welchem Aufwand die Gurus des Web ständig auf Facebook und Google+ ihre Schnipsel veröffentlichen, dazu kommen – neben Twitter – noch die Pages bei Facebook und Google+. Außerdem pflegen etliche noch ein Blog und veröffentlichen diese Inhalte auch noch, manchmal auf allen Kanälen.

Im besten Falle ergänzt sich das alles irgendwie. Im schlimmsten Fall findet man auf allen Kanälen (fast) identische Inhalte eines Menschen, dem man folgt.

Ich muss mir nun sicher sagen, dass ich meine Möglichkeiten noch lange nicht effizient ausschöpfe, weil ich mich auf Blogs konzentriere. Aber da gibt es ja noch ein paar andere Beschäftigungen für mich und schließlich – ganz ehrlich – habe ich noch kein überzeugendes Konzept gefunden von jemandem, der in einer ähnlichen Situation ist wie ich. Gute Beispiele für einzelne Teilbereiche gibts freilich schon, aber die große, sinnvolle Verschmelzung dieser Dienste, auf die warte ich noch.

Wer sich über die aktuellen Infos am Tag 1 schlau machen möchte, der kann das schon hier und hier und hier machen. Morgen gibt es sicher bereits sechsstellige Trefferlisten…


Eine Seite von Joachim Ott