Archiv der Kategorie 'Medien'

Google+ Profile: Spitzenreiter ist ein Fotograf

Donnerstag, den 2. Februar 2012

Oliver Bathke

Social Media hat bei mir für den persönlichen Gebrauch nicht die höchste Priorität. Also für mich privat meine ich. Facebook und Google+ eine tolle Sache, wenn man zum Beispiel etwas zu verkaufen hat oder auch „nur” eine gute Öffentlichkeitsarbeit leisten möchte. Für meine Zwecke ist das nun nicht so wichtig, aber es ist schön zu wissen, wie es geht und meinen Kunden ist damit oftmals geholfen.

Deswegen bin ich also trotzdem viel in diesen Bereichen unterwegs, lerne noch immer (fast) täglich etwas dazu und stoße manchmal auch auf Dinge, die mich verblüffen. Da gibt es zum Beispiel diese Seite circlecount.com, die sich – wie unschwer zu erkennen ist – auf die Circles und damit auf Statistik und Erfolg der Google+ Profile und Seiten bezieht. Dort kann man beobachten, wie Unmengen von Menschen Unmengen von anderen Menschen „folgen” – auch wenn es dort streng genommen kaum was zu verfolgen gibt. Bekannte Namen, ein gutes Netzwerk, wenig Inhalte – das genügt oftmals (erstaunlicherweise).

Bei der Suche nach den erfolgreichsten Profilen in Deutschland (The Google+ Profiles at Google+ – CircleCount.com Germany)stieß ich auf einen alten Bekannten (naja, nicht persönlich, nur über die Website): Der Fotograf Olaf Bathke hat dort mit mehr als 500.000 Followern eine fast unangefochtene Führungsposition. Nur ein weiteres Google+ Profil schafft diese magische Grenze der halben Millione noch, dann kommen schon – weit abgeschlagen – solch prominenten Namen wie der omnipräsente Sascha Lobo (mit rund 68.000 Followern).

Wie kommt man in der Hitliste soweit nach vorne, als Fotograf? Olaf Bathke veröffentlicht nicht nur seine eigenen Fotos und Geschichten aus dem Fotografen-Alltag, sondern weist auch auf jede Menge anderer gute Bilder hin. Er meldet sich gleich mehrmals täglich zu Wort, hängt in Hangouts herum (die er eloquent moderiert und im Video wiedergibt) und er schreibt in englischer Sprache – was die Zahl der möglichen Follower gleich drastisch erhöht. (Letztes Hangout zum Thema: Wie verkaufe ich mich als Fotograf am besten?)

Was den Unterschied macht, der seine Seite zum erfolgreichsten deutschen Google+-Profil macht? Weiß ich auch nicht. Aber wenn eine sympathische, offene Art, ein guter Geschmack und gute Fotos samt interessanten Einblicken in die Arbeit als Fotograf dafür ausreichen, dann ist die Welt auf Google+ ja doch noch in Ordnung…

Facebook: Die Timeline kommt

Mittwoch, den 1. Februar 2012

Unterstützung für die neue Timeline-Darstellung bei Facebook

Großes Heulen und Zähneklappern in der Gemeinde: Facebook stellt die Profile auf Timeline (zu deutsch: Chronik) um. Alles wird anders, so befürchten viele. Ganze sieben Tage hat man nach der Umstellung Zeit, um alte, unliebsame Einträge zu löschen.

Vielleicht hat das Unbehagen vieler Facebook-Nutzer ja tatsächlich damit zu tun, dass Facebook tut, was es für richtig hält – ohne seine Nutzer zu fragen. Aber hat man das von diesem Unternehmen wirklich anders erwartet?

Vielleicht hat es aber auch damit zu tun, dass viele fürchten, in einer optisch verbesserten oder zumindest aufgewerteten Darstellung mit großem Headerbild nicht mehr genügen attraktiv zu sein für Fans und Follower und sowieso alle.

Dem kann abgeholfen werden. Zum einen gibt es genügend Fotos im Netz, die man nicht nur benutzen kann, sondern auch darf für solche Zwecke. Zum anderen kann man, wenn man etwas Ausgefalleneres möchte, ja auch preiswert fremde Hilfe in Anspruch nehmen. Hier auf GraphicRiver zum Beispiel findet man etliche vorgefertigte facebook – files, die man leicht für seine Zwecke anpassen kann. Also auch für wenige Geübte eine leichte Aufgabe.

HDR-Kurs vom Foto-Profi

Montag, den 30. Januar 2012

Mehrsprachiger HDR-Kurs im Internet

Kennen Sie Trey Ratcliff? Müssen Sie nicht. Aber wenn Sie auf Google+ unterwegs sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit dass Sie – ebenso wie bei Scott Kelby oder Darren Rowse – öfters auf seine Einträge dort und irgendwann auch auf seine Website stoßen. Tatsächlich führt er sogar die Topliste der „most followed photographers” auf Google+ an.

Auch auf seiner Website tut er ordentlich was dafür, um genügend Freunde, Follower, Fans zu bekommen. Zum Beispiel bietet er einen HDR-Kurs an, den es sogar in verschiedenen Sprachen gibt: HDR-Kurs – Alles, was Sie über HDR-Fotografie wissen.

Wers noch nicht ausprobiert hat, der kann sich demThema ja auf diese Weise nähern. Wers schon ausprobiert hat, der findet dort noch immer den einen oder anderen Tipp. Und wers schon wieder satt hat, …

Nein im Ernst: Verfolgt man die zahlreichen Plattformen für Fotos, dann erscheint einem die Thumbnail-Übersicht irgendwann wie ein großer Teller, in dem Kinder verschiedene Marmeladensorten verschmiert haben: Alles so schön bunt hier, marmeladig eben. Tatsächlich ist mit der leichtern Bedienbarkeit der HDR-Software die Verführung gewachsen, die Schieberegler mal in alle möglichen Richtungen möglichst weit zu versetzen. Die Folge sind Aufnahmen, die manchmal schon ziemlich surrealistisch anmuten.

Da man als Fotograf aber derzeit an HDR-Fotos ebenso wenig vorbei kommt wie an Tilt-Shift- und Timelapse-Aufnahmen als Videofilmer, sollte man mal kennen gelernt haben, was da geschieht. Und wenn es nur dafür ist, dass man erkennen kann, wo was und wieviel manipiuliert wurde.

iBooks authors: selbst veröffentlichen

Dienstag, den 24. Januar 2012

iBooks Author - neu und kostenlos für OS-X 10.7 Lion

Kaum ist sie da, die mit Aufsehen angekündigte neue Software von Apple, iBooks Author, da wird schon wieder heftigst diskutiert. Ich würde ja gerne mitstreiten, einen ersten Erfahrungsbericht schreiben oder sonst etwas Erhellendes dazu beitragen. Aber zu meiner Schande muss ich gestehen, das ich zu denjenigen Menschen gehöre (die Bedenkenträger), die erst ziemlich spät auf neue Betriebssystem umstellen.

In diesem Fall verhindert den Wechsel zu OS-X 10.7 Lion die Tatsache, dass ich noch keinen Nachfolger gefunden habe für meine Fax-Software Pagesender. An dem hängt ein Teil meines ziemlich umfangreichen Presseverteilers (ja, auch viele Medienmenschen haben sich noch nicht vom Fax verabschiedet). Aber das nur am Rande.

iBooks Author soll es nicht nur ermöglichen, relativ einfach E-Books zu veröffentlichen. Am klassischen E-Pub-Format Büchern ist ja meistens nicht so schrecklich viel dran. Man soll damit auch interaktive E-Books fürs iPad erstellen können – und das ist der Punkt, wo ich sofort anspringe (naja, jetzt eben mit Verzögerung).

In der Apple-Gemeinde und darüberhinaus werden die Lizenzbedingungen teilweise kritisiert: Apple sagt (vereinfacht gesagt): Wer sein Buch gratis verteilt, der kann das auch auf anderen Plattformen anbieten. Wer aber Geld dafür verlangt, der muss es über iTunes verkaufen, ein Teil des Erlöses fließt dann an Apple. Egal wie das diskutiert wird, ich finde diese Lösung fair.

Verwechselt wird in der ganzen Diskussion oftmals die Urheberrechtsfrage: Apple erhebt keinen Anspruch auf die Inhalte des Werks, sondern – so verstehen zumindest ich und eine ganze Reihe anderer Menschen das – nur auf die mit seiner Software erzeugte digitale Datei. Ich kann also immer noch hingehen und meine Inhalte über eine andere Datei für andere Vetriebswege anbieten. Irgendwie erscheint es mir auch nicht ganz so abartig, dass man nach der Entwicklung einer Software selbst an dem daraus erzeugten Profit teilhaben möchte, wenn man die Software kostenlos weitergibt.

Das ist aus meiner Sicht auch der Bonus des „Ersten”, desjenigen also, der am schnellsten mit einer Lösung auf dem markt ist. All die anderen Entwickler, die irgendwann Ähnliches anbieten, werden da zwar keine Einschränkungen haben, aber vielleicht auch die Software nicht kostenlos abgeben.

Wer sich noch erinnern kann, wie schmerzhaft die großen Summen früher beim Berufseinstieg für die Anschaffung von Quark Express und / oder Adobe Pagemaker oder Indesign waren, der wird dieser Lösung auch einen Reiz abgewinnen können…

Bringt Apple am Donnerstag ‘GarageBand für E-books’

Mittwoch, den 18. Januar 2012

Bringt Apple GarageBand für E-Books?

An verschiedenen Stellen im Netz verdichten sich die Gerüchte, (Apple reportedly announcing ‘GarageBand for E-books’ on Thursday, dass Apple bei seiner Präsentation am Donnerstag nicht nur Neuigkeiten im pädagogischen Bereich vorstellen wird. Von einer Software ähnlich Garageband für die Erstellung von E-Books wird gemunkelt. Für mich wäre das der Hit.

Meine Recherche nach Möglichkeiten zur Erstellung E-books auf dem Mac hat zwar inzwischen schon reichlich Material zusammengetragen. Aber eine vergleichbare einfache und preiswerte Lösung wie GarageBand – oder andere, günstige Apple-Apps – ist nirgendwo in Sicht. Auf der anderen Seite ist der Bedarf nach solch günstigen und einfachen Lösungen, wie man sie von Apple vermuten könnte, schier unüberschaubar.

Gerade viele der unbekannteren Autoren, die bei der Verlagssuche viel Zeit und Kraft einsetzen, liebäugeln immer öfter damit, ihre Werke im Eigenverlag auf elektronischem Wege zu veröffentlichen. Angefeuert durch einige Erfolgsgeschichten schwimmen sich etliche Autoren und Journalisten sozusagen gerade frei, was die Kooperation mit Verlagen angeht. Gar nicht zu reden von den tausenden noch unerfahrenen Schreibern, die sich zur Veröffentlichung ihrer Werke berufen fühlen.

Endlich mal wieder ein Apple-Termin, von dem ich mir das Durchschlagendes erhoffe.


Eine Seite von Joachim Ott