Archiv der Kategorie 'iPad'

Abschied von der FR – beginnt jetzt das Zeitungssterben?

Mittwoch, den 14. November 2012

Frankfurter Rundschau

Alle hatten es vorher gesagt, trotzdem ist es ein Schock: Die Frankfurter Rundschau hat gestern Insolvenz angemeldet. Ausgerechnet: Die FR gehört bei mir zu den am höchsten geschätzten Zeitungen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie dort geschafft haben, eine attraktive und funktionierende App anzubieten. Und moderate Preise für die Einzel(!)-Ausgaben.

Inzwischen gibt es ja schon wieder widersprüchliche Gerüchte, auch eine Fortführung wird nicht mehr ganz ausgeschlossen. Ich drücke der FR die Daumen – was wenig helfen wird.

Journalisten wie Thomas Knüwer werfen immer mal wieder ein erhellendes Licht auf die Situation der Verlage, auf das Miteinander und / oder Gegeneinander von Digital und Print. Und wie man die digitale Welt in den Verlagshäusern sieht, das erschließt sich Außenstehenden nur mühsam. Aber alleine schon aus der Sicht eines Verbrauchers hat man oft genug den Eindruck, da wurde und wird einiges verschlafen.

Thomas Knüwer hat gerade heute auf seinem Blog ‘Indiskretion Ehrensache’ einen aktuellen Beitrag zu diesem Thema veröffentlicht (Zeitungssterben, die nächste Runde).

Und wer sich gerade in Knüwers Schreibe eingelesen hat (was recht leicht fällt, finde ich), dem sei auch – weil ich gerade dabei bin – ein weiterer Artikel ans Herz gelegt, den er zum New York Marathon an anderer Stelle veröffentlicht hat: Wie wir den New York Marathon liefen, den es nicht gab

Bizarre Preiserhöhungen bei iTunes

Montag, den 29. Oktober 2012

Apple hat die Preise angehoben für Produkte in iTunes. Darunter sind einige Änderungen, die allen wehtun (die billigste App kostet nun 89 Cent statt 79 Cent), das ist jetzt der Einstiegspreis. Und es gibt einige Änderungen, die iTunes wohl vorübergehend lahmlegen.

Denn Apple hält sich an Preisstufen: Man kann sein Produkt nicht für 1,05 Euro anbieten. Bzw. man kann Apple mitteilen, dass man 1,05 Euro haben möchte, Apple berechnet seine Kosten und Gebühren und ordnet das Produkt dann in die entsprechende Preisstufe ein.

Bizarres Ergebnis an diesem Wochenende: Während man die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am Kiosk (oder in meinem Fall beim Bäcker) für 3,30 Euro erstehen konnte (1 Pfund totes Holz inklusive Transport der Rohstoffe und des Fertigproduktes durch die ganze Republik und das Aushändigen vor Ort) zahlte man für die digitale Version 3,59 Euro. Bei anderen Blättern war es ähnlich.

Der schwarze Pater war von den Verlagen Apple zugeschoben worden, man sei nicht rechtzeitig informiert worden, berichtete Meedia. Jetzt wird wieder über Preishoheit der Verlage und freie Marktwirtschaft diskutiert. Das hat auch alles seine Berechtigung.

Die peinliche Situation wäre aber meiner Meinung gar nicht erst entstanden, wenn die digitalen Versionen einer Zeitung oder Zeitschrift einen „gerechteren” Abstand zum Preis der Print-Version gehabt hätten. Beispiel Tageszeitungen: Die wenigen, die Einzelausgaben anbieten (meistens muss man abonnieren) sehen sich nun mit einer Preiserhöhung von 79 auf 89 Cent für eine Einzelausgabe konfrontiert. Kein Thema, finde ich.

Schmerzlicher finde ich, dass – aus welchen Gründen auch immer – die Vorschauen für Zeitungen und Zeitschriften weggefallen sind. Jetzt kann man sich nicht mehr vorher über den Inhalt informieren, bevor man kauft. Da das bei allen von mir aufgerufenen Apps der Fall war, gehe ich mal davon aus, dass es alle Angebote trifft.

Amazons startet E-Book-Verleih in Deutschland

Freitag, den 12. Oktober 2012

Das klang ja zunächst ganz verlockend: Amazons startet E-Book-Verleih in Deutschland – Was ändert sich für Selfpublisher und Leser?.

Schon alleine aus der Sicht der Leser erhöht das den Nutzen des Kindle ganz beträchtlich. Und Amazon hat ja gerade erst den Kindle Paperwhite vorgestellt, der in meinen Augen eine echte Bereicherung ist. Vielleicht liegts ja am fortgeschrittenen Alter und geringerer Sehschärfe, aber mir sind zur Zeit „Beleuchtete” Lesegeräte wie das iPad lieber, da ich hier auch bei schlechteren Lichtbedingungen noch alles gut lesen kann. Das vielgerühmte Feature der E-Book-Reader dagegen, man könne damit auch am Strand und bei strahlendem Sonnenschein lesen, dafür habe ich im allgemeinen keine Verwendung…

Als Vorteile des iPad hatte ich ja hier noch aufgeführt, dass man mehr Formate lesen kann und die Onleihe nutzen kann. Und nun steht einem das ganze Amazon-Angebot kostenlos zur Verfügung?

Nein nicht das ganze, wie man schön in dem oben verlinkten Artikel nachlesen kann: Nur derjenige Teil von Büchern, dessen (Selbst-)Verleger dieser Nutzung zustimmen. Und das werden sie voraussichtlich nur tun, wenn sie auf den Gewinn aus einem Verkauf nicht mehr angewiesen sind oder wenn sie – kostenlos – für sich Reklame machen wollen.

Ein weiterer Haken an der Sache, den ich aber gut nachvollziehen kann: Das kostenlose Ausleihen wird nur mit dem Kindle-Geräte von Amazon funktionieren. Weitere Details stehen in dem sehr informativen, oben verlinkte Artikel.

Kindle Paperwhite – für die Best-Ager?

Freitag, den 12. Oktober 2012

Kindle Paperwhite von Amazon

Amazon hat den hat den Kindle Paperwhite, 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN vorgestellt. Endlich mal ein E-Book-Reader, der mir entgegen kommt. Vielleicht liegts ja am fortgeschrittenen Alter und geringerer Sehschärfe, aber waren bisher „beleuchtete” Lesegeräte wie das iPad lieber, da ich hier auch bei schlechteren Lichtbedingungen noch alles gut lesen kann. Das vielgerühmte Feature der E-Book-Reader dagegen, man könne damit auch am Strand und bei strahlendem Sonnenschein lesen, dafür habe ich im allgemeinen keine Verwendung…

Mein Favorit wird auch weiterhin das Apple iPad bleiben, einfach, weil ich damit eben noch viel mehr anfangen kann, als mit einem Gerät, das „nur” Buchseiten anzeigt.

Aber ich muss zugeben, dass der Kindle auch Vorteile hat: Er ist leichter und kleiner, was schon etwas ausmacht, wenn man einen Sonntag auf dem Sofa bringt und sich das Ding vor Augen hält. Und die Lesequalität ist damit auch ausgesprochen gut, finde ich. Aber wenn die Funktion ausschließlich aufs Bücher lesen beschränkt ist, dann müsste der Preis noch niedriger sein. Derzeit gehen Gerüchte von einem 10-Euro-E-Book-Reader um, der dann wohl von den Mobilfunk-Providern angeboten werden soll, im Zusammenhang mit einem Netzvertrag.

In meinen Augen hat das iPad aber noch immer mehr Vorteile als der Kindle: Ich kann mit dem iPad Bücher in fast jedem Format lesen, das amazon-eigene Kindle-Format und das weiter verbreitete ePub eingeschlossen. Und ich kann damit auch sehr komfortabel die Onleihe benutzen und gegen eine Jahresgebühr (die ich sowieso an meine Stadtbücherei bezahle) kostenlos Bücher ausleihen.

Das iPad von Apple

Lange erwartet: GoPro App mit live view

Dienstag, den 9. Oktober 2012

Die lange erwartete GoPro App mit live view

Da war ich ja gespannt wie Flitzebogen, jetzt ist sie da: Die neue App für die GoPro Hero2 (GoPro App), die man mit der Fernbedienung kombinieren kann. Das bedeutet, man sieht auf dem iPhone das aktuelle Bild der GoPro und kann die Aufnahmen auch damit fernsteuern.

Bislang gab es nur die Fernsteuerung mit einem eigenen externen Auslöser. Jetzt kann man das nicht nur einfacher handhaben, man sieht endlich auch, was man aufnimmt.

Bin gespannt auf die ersten Testberichte, wie gut das funktioniert.


Eine Seite von Joachim Ott, info@joachimott.de