Archiv der Kategorie 'Design'

Infografiken – guter Trend, keine Software

Montag, den 13. Februar 2012

Infografiken im Web

Was ist mit dem schönen alten Spruch von Steve Jobs: „There will be an app for it”?

Im Augenblick begeistern mich toll gemachte Infografiken wie diese hier auf Cool Infographics. Man sieht sie an den verschiedensten Stellen im Netz förmlich aus dem Boden sprießen, auch auf Pinterest gibts eine schöne Sammlung (http://pinterest.com/helloquixotic/infographics/). Sehr gut gefällt mir zB die von AirBnb.

Bislang scheinen die aufwändig gemachten Illustrationen und Zahlenwerke aber die Tüftelarbeit von Designern zu bleiben: Es gibt wohl keine App dafür, die einem zumindest die Erstellung schöner Zahlendarstellungen (Kurven, Säulen, Flächengrafiken) abnimmt. Ein Blick auf Excel und seine grafischen Möglichkeiten lässt einen schaudern, auch bei NUmers aus dem Hause Apple kommt noch keine richtige Begeisterung auf.

Auch die Suche nach ansprechender Fachliteratur blieb zumindest in meinem ersten Anlauf auf Amazon erfolglos.

Dabei haben die optisch ansprechenden Zahlenwerke wirklich viele Vorteile: Man kann sich ähnlich wie bei Wimmelbildern an den einzelnen Zahlenwerken geradezu festbeißen. Man beschäftigt sich länger damit, wenn die Dinge optisch appetitlich aufgemacht sind. Und es bleibt mehr hängen.

Kleiner Nachteil: Text und Zahlen der Grafiken bleiben „verschlossen”, weil sie in den Bildern verpixelt sind. Damit sind sie auch für Suchmaschinen nicht lesbar.

Facebook: Die Timeline kommt

Mittwoch, den 1. Februar 2012

Unterstützung für die neue Timeline-Darstellung bei Facebook

Großes Heulen und Zähneklappern in der Gemeinde: Facebook stellt die Profile auf Timeline (zu deutsch: Chronik) um. Alles wird anders, so befürchten viele. Ganze sieben Tage hat man nach der Umstellung Zeit, um alte, unliebsame Einträge zu löschen.

Vielleicht hat das Unbehagen vieler Facebook-Nutzer ja tatsächlich damit zu tun, dass Facebook tut, was es für richtig hält – ohne seine Nutzer zu fragen. Aber hat man das von diesem Unternehmen wirklich anders erwartet?

Vielleicht hat es aber auch damit zu tun, dass viele fürchten, in einer optisch verbesserten oder zumindest aufgewerteten Darstellung mit großem Headerbild nicht mehr genügen attraktiv zu sein für Fans und Follower und sowieso alle.

Dem kann abgeholfen werden. Zum einen gibt es genügend Fotos im Netz, die man nicht nur benutzen kann, sondern auch darf für solche Zwecke. Zum anderen kann man, wenn man etwas Ausgefalleneres möchte, ja auch preiswert fremde Hilfe in Anspruch nehmen. Hier auf GraphicRiver zum Beispiel findet man etliche vorgefertigte facebook – files, die man leicht für seine Zwecke anpassen kann. Also auch für wenige Geübte eine leichte Aufgabe.

50-Dollar Follow Focus: Ein weiteres Kickstarter-Projekt

Freitag, den 27. Januar 2012

Der 50-Dollar-Follow-Fokus

Als Kickstarter-Projekt ist es vielleicht gar nicht mal mehr so interessant: Der 50-Dollar Follow Focus by Wiley Davis iust ja sozusagen schon überfinanziert. Und die bange Frage, ob es ein sinnvolles Produkt bis zur Realisierung schafft, scheint damit schon beantwortet.

Allerdings ist unter den netten Dankeschöns für die Spender ein sehr praktisches dabei: Wer das Projekt für den 50-Dollar-Follow-Focus mit 60 Dollar unterstützt bekommt das Produkt mit Versandkosten (in den USA). Für Europa muss man halt was drauflegen.

Aussehen tut das Produkt ganz gut. Vor allem die Idee des Riemenantriebs hat erscheint mir pfiffig, muss man doch nicht mehr die vielen unhandlichen Gears aufschrauben und dann danach noch viel unhandlichere Objektive transportieren.

iPod Nano umgetauscht – gegen das neue Modell

Mittwoch, den 11. Januar 2012

iPod Nano: lieber alt statt neu

Vor einiger Zeit hatte ich hier ja schon über die iPod-Nano-Rückrufaktion berichtet. Das ging etwas durcheinander und hat – zumindest für mich – auch etwas unschön geendet.

Ich war natürlich davon ausgegangen, das mein schicker iPod Nano der ersten Generation in weiß mit 2 GB dadurch wieder auf Vordermann gebracht wird. Es ging ja nur darum, dass die Batterie vielleicht nicht durchhalten könnte. Auch in vielen Foren äußerten Nano-Beistzer die Hoffnung, auf ein generalüberholtes Modell der Design-Ikone mit Click-Wheel.

Als jetzt am 5. Dezember das Päckchen von Apple zurückkam war ich doch ziemlich enttäuscht, als ich – ohne jeden Kommentar dazu – sozusagen als Ersatz das aktuelle Modell des iPad Nano erhielt. Als Gegenwert mag das viele iPod-Nutzer ja erfreut haben. Für mich ist das allerdings kein Ersatz.

Ich verstehe auch nicht, wie man in einem Unternehmen, das sich für das Design seiner Produkte rühmt, so einen Umtausch ohne Rücksprache arrangiert. Gehen die davon aus, dass man einfach jedes Apple-Produkt so toll findet, dass man es wahllos gegen irgendetwas anderes aus dem gleichen Haus austauschen kann?

Liebe Apple-Leute: So treu eure Fans und Anhänger auch sein mögen, ihr solltet vielleicht doch etwas behutsamer mit ihnen umgehen. Zumindest eine Rückfrage, ob ich mit solch einem Umtausch einverstanden bin, hätte ich erwartet. Das hätte sicher eure kostbaren Ressourcen strapaziert. Aber ich zahle ja bisher auch ohne Murren einen Apple-Aufschlag für viele Produkte. Und in meinem Fall hättet ihr so das Geld für einen nagelneuen iPad Nano gespart…

Ein Blick in die Zukunft: Theo Jansen’s Strandbeests

Dienstag, den 27. Dezember 2011

Auf die merkwürdigen Wesen des Niederländers Theo Jansen bin ich nun schon ein paar Mal gestoßen. Und sie faszinieren mich immer noch. Im obigen Video hat sich sogar die altehrwürdige BBC der mobilen Kunstformen angenommen. Wer noch mehr suchen möchte, der findet auf den gängigen Video-Plattformen unter dem Namen des niederländischen Künstlers weiteres Material.

Vielleicht muss man sich eine kindlich-naive Freude an bewegten Apparaten erhalten haben, um das nicht nur als schön zu empfinden, sondern als Kunst. Mir geht es so, und ähnlich wie die Brunnen des Schweizers Tinguely (dem in Basel ein ganzes Museum gewidmet ist) könnte ich mir so etwas stundenlang ansehen.


Eine Seite von Joachim Ott