Textfotos – Balance von Aufwand und Aufmerksamkeit

Textfotos: bedeuten oft nicht weniger Aufwand, als gute Fotos zu machen.

Textfotos: bedeuten oft nicht weniger Aufwand, als gute Fotos zu machen.

Textfotos sind bei Fotografen nicht besonders beliebt. Oftmals werden sie als Ersatz für die fehlenden eigenen Fotos verwendet, damit man überhaupt eine Grafik, einen Hingucker in seinem Post hat. Als Hintergrund dienen manchmal noch Stock-Fotos, die man kostenlos nutzen darf. Manchmal aber wird auch nur eine farbige Fläche als Hintergrund verwendet. Was bringts also? Kann man da nicht genauso gut auf eine reißerische Überschrift setzen?

Textfotos werden immer einfacher

Die Beliebtheit der Textfotos hat auch damit zu tun, dass sie immer leichter verfügbar sind. Wer im Internet nach Diensten sucht, der findet von einfachen Text- und Collagenprogrammen bis hin zu ausgefuchsten Designprogrammen viele Online-Lösungen. Kein Mensch braucht mehr teure Programme wie Photoshop.

Leider verschwindet damit auch meist der Gestaltungswille oder das Gespür für den kreativen Umgang mit Zeichensätzen und Farben. Wer er es ganz simpel mag, der erstellt in Word ein Mini-Dokument, macht einen Screenshot und lädt das hoch. Bei dieser Schlichtheit sollte dann der Text, meist ein hintersinniges Zitat, die Lücken ausbügeln.

Wer sich tiefer in die Materie hineinkniet, lernt den Umgang mit Seiten wie Canva.com oder Designbold.com. Beide bieten kostenlose Nutzungsmöglichkeiten an, die durchaus ausreichend sind.

Dickes Plus: Passende Fotos zum Text

Wer seine Textfotos optimieren möchte, der verwendet gute und passende Fotos als Hintergrund für seine Text-Botschaften. Und macht damit wieder den Vorteil einer schnellen Lösung zunichte. Die Suche nach dem passenden Motiv, eine eventuelle Bearbeitung und die Gesamtgestaltung erfordern nämlich schnell mehr Aufwand, als man mit einem einfachen Schnappschuss zum Thema gehabt hätte.

Unzweifelhaft ist aber die Wirkung von Text zu passendem Foto in vielen Fällen schon höher als bei den meisten, eher durchschnittlichen Fotos.

Serien-Charakter

Eine weitere Steigerung seiner Textfotos erreicht man, wenn man bei der Gestaltung auf einen Wiedererkennungswert setzt. Wenn also Fotos einen ähnlichen Bildcharakter haben (Farbton, Stimmung, Kontrast, Motiv). Und wenn auch die Schriften zumindest ähnlich oder besser noch gleich sind. Wer dann noch ein dezentes Logo seines Unternehmens oder seiner Website unterbringt, der hat einen deutlichen Mehrwert.

Und ein Fotokonzept, das er auf der eigenen Website und auf fast allen Social-Media-Kanälen nutzen kann.

High-End-Lösung

Bei so viel Aufwand ist auch die High-End-Lösung nicht mehr weit. Denn hier kommt wieder eine Bildbearbeitungs-Software wie Photoshop oder Lightroom ins Spiel. Nur so ist erstens garantiert, dass man immer die passenden Filter und Schriften parat hat. Und dass man auch in einem Aufwasch die verschiedenen Formate und Bildgrößen für die verschiedenen Einsatzzwecke erzeugen kann. Einschließlich des Hochformats für Pinterest, zum Beispiel.

Fazit

Wie immer ist die Beurteilung von grafischen Lösungsmöglichkeiten relativ. Wer ohne Aufwand schnell was grafisches haben möchte, der ist mit einfachen Texten gut bedient. Er sollte dann aber auch keine Banalitäten texten und nicht langweilen. Wer anspruchsvollere Lösungen sucht, der ist schnell in einem Bereich, der den Aufwand von Fotografie und Bildbearbeitung erreicht.

Eine echte Alternative sind gute Textfotos also vor allem für Fotografen, die sowieso schon passendes Bildmaterial suchen, selbst fotografieren und bearbeiten. Sie können Textfotos zur Auflockerung des Erscheinungsbildes sinnvoll einsetzen – auch wenn die meisten Fotografen nichts Störendes in Ihren Bildern akzeptieren.

Wer die Arbeit mit Bildern auch welchen Gründen auch immer meiden möchte, der wird nicht umhin kommen, annähernd den gleichen Aufwand mit Texten und deren Gestaltung aufzubringen. Sonst bleiben die Textfotos eine Notlösung.

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WordPress Bildgrößen in vielen Variationen

Im neuen Layout braucht man meistens auch andere WordPress Bildgrößen.

Im neuen Layout braucht man meistens auch andere WordPress Bildgrößen.

Sie sind ein unerschöpflicher Quell der Freude: Gute Bilder in einem WordPress-Blog machen das Lesen leichter. Sie ziehen Besucher an und bieten manchmal mehr Informationen auf einen Blick, als ein langer Text. Sie sind aber auch manchmal lästig: Google meckert rum, weil die Bilder zu große Datenmengen aufweisen und die Schnelligkeit der Webseite beeinträchtigen. Die Bilder sind nie in der passenden Größe und Auflösung dort, wo sie sein sollen. Und die Bildbearbeitung frisst inklusive der Bilder für Soziale Medien fast so viel Zeit, wie das Schreiben des Artikels – vom Fotografieren mal gar nicht zu reden.

Was tun? Weniger Bilder sind ja auch keine Lösung. Und die falschen WordPress Bildgrößen erst recht nicht. Mit etwas Planung und ein paar Helferlein kann das auch reibungsloser verlaufen.

WordPress: interne Bildverarbeitung

Zunächst einmal können wir uns alle freuen. Denn die Bildverwaltung in WordPress ist viel komfortabler geworden. Und auch Bildverarbeitung ist jetzt möglich. Wem das noch nicht genügt, der kann auf Plugins zurückgreifen.

Weitere WordPress Bildgrößen per Plugin

Das Plugin Simple Image Size erlaubt zusätzliche Bildgrößen festzulegen, auf die die Bilder automatisch beim Hochladen zurechtgeschnitten werden. Wer also bestimmte Größen braucht, die noch nicht in der functions.php seines Themes festgelegt sind, der kann sich damit prima behelfen.

Heißt das, ich kann jetzt einfach meine Riesen-Bilder aus der Super-Duper-DSLR hochladen? Kann man machen, sollte man aber nicht. Die effektivste Art Bilddaten sinnvoll zu reduzieren funktioniert mit Photoshop und dem Befehl „Für Web und Geräte speichern”. Dort genügt in der Regel die Qualitätsstufe hoch. Wenn es keine besonders hochwertigen Aufnahmen sondern eher Info-Bilder sind, kann man an an der Qualität auch Abstriche machen.

Hier wählt man die größte Größe aus, die man für WordPress, Instagram, Facebook & Co. verwenden möchte. Die kann man jetzt auch auf WordPress hochladen, dort werden automatisch die verschiedenen Bildgrößen erzeugt.  Diese Größe kann man dann aber auch für die Sozialen Medien verwenden.

… oder manuell in der functions.php festlegen

Wers noch detaillerter möchte und selbst im Maschinenraum seiner WordPress-Installation herumwerkeln möchte, der sucht nach einer Anleitung,wie man die entsprechenden Befehle in die functions.php einbaut (zum Beispiel hier)

Ein Genesis-Theme: Die größe WordPress Bildgröße bleibt gleich.

Ein Genesis-Theme: Die größe WordPress Bildgröße bleibt gleich.

Intelligent Bilder „nachladen”

Eine andere Möglichkeit, das Ladeverhalten seiner Seiten positiv zu beeinflussen bietet das Plugin Lazy Loads. Es bewirkt, dass nur diejenigen Bilder geladen werden, die gerade sichtbar sein sollen. Wer also auf seiner Startseite die letzten 10 Blog-Posts anzeigt und jeder hat etliche „schwere” Bilder, der ist mit dem Einsatz dieses Plugins sowieso gut bedient.

Auf die Möglichkeit der WordPress-Bildbearbeitung fürs Verkleinern sollte man übrigens nur in Notfälle zurückgreifen: Hierbei wird nämlich nur die Darstellung verkleinert. Das Bild selbst bleibt so groß (und schwer) wie vorher. Sprich: Nicht die Datenmenge wird reduziert, sondern nur die Darstellung.

Die Datenmenge ist ganz in Ordnung, wenn die Bilder etwa 200 KB groß sind. Da das – je nach Theme und Layout – nicht immer eine befriedigende Lösung ist, bleibt oftmals nur die Möglichkeit, entweder in Photoshop nochmal selbst Hand anzulegen. Oder auf Apps und Dienste wie JPGMini oder compressor.io zurückzugreifen.

Retina – immer zwei Varianten?

Und was ist nun mit den hoch gelobten Retina Displays bei Apple? Muss ich für eine ordentliche Darstellung nicht sowieso die größten und besten Bildqualitäten einstellen? Ja und nein. Ideal wäre es natürlich, wenn je nach Display und Anforderung die richtige Bilddatei eingebunden wird. Das kann das Plugin WP Retina 2x.

Prima! Dann kann ich ja meinem responsiven Theme die Wahl der richtigen WordPress Bildgröße überlassen. Die Plugin-Autoren weisen jedoch daraufhin, dass eine responsive Darstellung bevorzugt werden sollte, die Auswahl des Bildes über ein javascript die Fallback-Methode sein sollte.

Wordpress Bildgröße 620 px in der Desktop-Variante - aber 850 Pixel in Tablet-Modus.

WordPress Bildgröße 620 px in derDesktop-Variante – aber 850 Pixel in Tablet-Modus.

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Responsiv – wie groß ist das genau?

Gibts sonst noch Hürden? Nur wenige. Beachten könnte man vielleicht noch, dass das Umspringen eines responsiven Layouts Bildgrößer erfordert, die man eventuell gar nicht auf dem Plan hatte. In diesem aktuellen Layout meiner Website zum Beispiel ist die größte Bilddarstellung 620 Pixel breit.

Wer jetzt mit dem Mauszeiger auf die rechte untere Ecke geht und beginnt, das Browser-Fenster zusammen zu schieben, der stellt fest, dass das Layout umspringt. Bei der Tablet-Größe verschwindet erst die rechte und später (fürs Smartphone) schließlich auch die linke Sidebar.

Die Folge: Die Bilder werden dann 850 Pixel groß dargestellt. Sind die Bilder mit nur 620 Pixel Kantenlänge hochgeladen, bleiben sie an manchen Stellen kleiner, als der dafür vorgesehene Platz im Layout. Aber damit kann man leben, wenn man nicht gerade als Fotograf die eigenen Werke anpreist.

Neues Layout – neue Bilder?

Aber nichts hält ewig. Irgendwann entscheidet sich jeder WordPress-Benutzer mal für ein andere Layout, gerne mit größerer Bilddarstellung. Nur die Beiträge der vergangenen Jahre wirken jetzt etwas verloren – denn sie sind viel zu klein für das neue Layout. Schließlich ist das Internet schneller geworden, der Rechner leistungsfähiger.

Also jetzt alle Bilder nochmal raussuchen, neu bearbeiten, nochmal hochladen? Auch dafür gibts ein Plugin: Regenerate Thumbnails legt die nächst kleineren Bildgrößen neu an. Egal ob man jetzt einfach in den WordPress-Voreinstellungen die Maße geändert hat oder – was öfters vorkommt – ein neues Theme installiert hat.

Aber auch hier gilt wie immer in der Bildbearbeitung: Größer machen geht nicht. Wenn ich also stets nur Bilder mit 620 Pixel Breite hochgeladten habe, kann ich daraus für mein neues Thema keine Header-NBilder mehr mit 1180 Pixel Breite machen.

Mein Fazit:

  1. Die eigene Bildbearbeitung für eine „leichte” Version des größten benötigten Bildformates ist immer hilfreich. Ob ich das mit Photoshop, einer anderen App oder online mache ist egal. Das Original des Fotos sollte ich sowieso immer unverändert behalten.
  2. Die größte Online-Variante sollte das Bildmaß enthalten, dass ich für Webseite oder Soziale Medien brauche. Ausnahme ist Pinterest: Hier funktionieren Hochformate am besten, das verlangt zusammen mit der Nutzung als „Textbilder” immer eine eigene Verarbeitung.
  3. Für responsive Layouts darauf achten, wann ein Bild die größte Darstellung aufweist. Das  ist nicht immer in der Desktop-Version der Fall.
Wordpress Bildgrößen in einem modernen Layout: Große Header. Die sind aber noch am einfachsten auszuwechseln.

WordPress Bildgrößen in einem modernen Layout: Große Header. Die sind aber noch am einfachsten auszuwechseln.

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WordPress-Theme aus dem Baukasten

Divi mit Theme-Builder: Hier geht auch eine Echtzeit-Bearbeitungen des WordPress-Theme und Darstellung der Inhalte.

Divi mit Theme-Builder: Hier geht auch eine Echtzeit-Bearbeitungen des WordPress-Themes und Darstellung der Inhalte.

WordPress-Themes sind wirklich ein Sinnbild für den Spruch „Qual der Wahl”. Die Auswahl ist mittlerweile so überwältigend groß (und gut), dass die meisten Suchenden nach einigen hundert Beispielen völlig frustriert sind. Mir geht es da nicht anders. Wenn ich anderen Leuten Vorschläge zu ihrer Website mache, fühlen sich viele überfordert.

Wie man die Auswahl für ein WordPress-Theme etwas einengen kann  habe ich hier schon einmal beschrieben. Ich merke aber immer öfter, dass Kunden auch damit überfordert sind. Und das trifft dann wohl auch für viele Blogger und Geschäftsleute zu, die das richtige Layout für Ihre Seite suchen.

Ausschlaggebend für den Frust der Suchenden ist dabei oft die Vorstellung, ein Layout werde speziell für sie designed. Nach dem Motto: Das gibt es nur einmal, das ist unverwechselbar. Dieser Anspruch ist erstens unrealistisch und zweitens nicht hilfreich. Ähnlich frustriert müssen Autokäufer sein, die ihr ganz individuelles Gefährt suchen – das dennoch wie viele anderen vom Band kommt.

Denn fast alles, was man mit Layout machen kann, hat heute schon mal einer gemacht. Die traurige Wahrheit: individuell und einzigartig wird die Website erst durch die Inhalte. Das ist die Handschrift, die den Stil ausmacht. Alles anderen haben wir „irgendwo schon einmal gesehen”. Letztlich ergibt sich die Individualität durch eher kleine Gestaltungsunterschiede – und ganz wesentlich durch die Inhalte.

Warum also nicht gleich eine Art Baukastensystem für die Erstellung eines eigenen WordPress-Theme  nutzen? Inzwischen gibt es einige etablierte und bewährte Modelle, mit denen man sich seine Seite maßschneidern kann. Wer dann noch unbedingt andere Schriften braucht oder andere Farben für Buttons und Links, der kann entweder auch hier auswählen. Oder er muss in die Trickkiste greifen und selbst ein paar individuelle CSS-Anweisungen einfügen. Die Maske für diese Eingabe ist oft schon vorgesehen. Sie sorgt auch dafür, dass bei einem Update des Themes diese Änderungen erhalten bleiben.

Zwei Modelle möchte ich hier vorstellen, stellvertretend für einige andere.

Das Enfold-Theme hat eine vereinfachte Darstellung für alle Möglichkeiten. Das funktioniert auch mit älteren Browsern und Computern ganz gut.

Das Enfold-Theme hat eine vereinfachte Darstellung für alle Möglichkeiten. Das funktioniert auch mit älteren Browsern und Computern ganz gut.

WordPress-Theme mit einem Themebuilder

Als Beispiel führe ich hier einmal die Themes Flatsome und Enfold auf (beide habe ich im Einsatz). Beide gibt es auf der Plattform Themeforest.net (ich bin kein Affiliate). Dort findet man auch viele andere Themes, die ähnlich funktionieren. Daneben gibt es noch einige Beispiele, die ich beobachtet habe, aber nicht selbst ausprobiert wie SimpleMag. Dort heißt das Tool zum Gestalten der Seiten Page Composer.

Die Kosten dieser Themes beginnen bei rund 60 €. Das Prinzip ist einfach: Es gibt neben den Vorgaben von WordPress (Seiten mit und ohne Sidebar zum Beispiel) eine Reihe von Gestaltungselementen und Blöcken. Diese kann man auf jede einzelne Seite oder auch auf alle zusammen übertragen kann.

So finden sich bei vielen Startseiten oben Slider oder ein unbewegtes Headerbild mit Links zu den Inhalten. In der Mitte folgen meist verschieden gestaltete Blöcke mit einer oder mehreren Spalten. Und auch die Art Inhalte ist meist einfügbar: Videos, Portfolios, Bildergalerien, Testimonials.

Fuß und Sidebar können in WordPress von Hause aus durch Widgets gestaltet werden. Etliche Themes bieten hier weitere Widgets an oder sogar die Möglichkeit, eigene Widgetbereich zu definieren.

Prima, werden jetzt viele sagen. Damit kann man dann endlich per Mausklick Elemente hin- und herschieben, alles ganz einfach. Aber in der Praxis ist nicht alles so selbsterklärend, wie es scheint. Der Teufel steckt im Detail. Bei den meisten Modellen gibt es eine mehr oder minder steile Lernkurve. Und abends mal schnell eine Website gestalten geht gar nicht.

Ist dann noch ein Shop integriert, gilt es sich mit den Einstellungen von Woocommerce und anderen Pluguins ausgiebig zu beschäftigen und das Ergebnis zu testen. Also am besten doch viel Zeit mitbringen.

Flatsome im Design-Modus: gibt einen optischen Eindruck

Flatsome im Design-Modus: gibt einen optischen Eindruck

Mehrere WordPress-Themes, ein System

Dieses Modell kenne ich nur von Elegant Themes (hier bin ich Mitglied und Affiliate) und es ist im Prinzip das gleiche, wie oben beschrieben. Nur zahlt man hier nicht für ein Theme, das man genau einmal auf einer Website verwenden kann. Sondern man bekommt mit einer einjährigen Mitgliedschaft Zugriff auf zumindest zwei Themes, die dieses Modell nutzen. Und eine Vielzahl weiterer Themes, die man auf herkömmliche Weise anpassen muss.

Was ist dann genau der Unterschied? Das Modell „1 Theme für eine Website” verursacht einmal Kosten. Danach hat man in der Regel begrenzte Zeit Zugriff auf Updates und den Support.  Das Modell Mitgliedschaft ist von vorneherein auf eine längere Zusammenarbeit ausgelegt. Auch hier kann man das Ganze nach einem Jahr beenden und trotzdem mit den heruntergeladenen Themes weiter arbeiten.

Die Praxis zeigt, dass man in beiden Fällen längerfristig eine Beziehung eingeht – wenn man nicht gerade Instant-Websites baut, für die man nicht länger als ein Jahr zuständig ist. Beim Kauf eines einzelnen Themes heißt das, irgendwann für den Support bezahlen, denn Updates sind unumgänglich. Beim Modell Mitgliedschaft kann man diese ebenfalls nach einem Jahr beenden. Wer weiterhin auf dem Laufenden bleiben will und ab und an Support braucht, ist in der gleichen Situation wie beim Einzelkauf.

Das Gleiche beim Wechsel auf ein neues Theme. Das bedeutet entweder neuer Einzelkauf im einen Modell. Oder Fortsetzung der Mitgliedschaft beim anderen Modell mit einem neuen Theme.

 

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WordPress Themes: das richtige finden

Wordpress Themes. Über die Qual der Wahl, und wie man beides einschränkt.

WordPress Themes. Über die Qual der Wahl, und wie man beides einschränkt.

WordPress Themes können zur Plage werden. Wer WordPress für sich entdeckt ist zunächst einmal glücklich: Es ist ein gutes Redaktionssystem, das ständig weiterentwickelt wird. Es gibt jede Menge Plugins und Erweiterungen. und es gibt eine unüberschaubare große Vielfalt an WordPress Themes, das sind die speziellen Layoutpakete die es größtenteils kostenlos gibt oder für wenig Geld (so um die 50 Euro). Doch mit diesen Themes fängt das Dilemma schon an. Wer unter zigtausenden Layouts das passende finden möchte, der verzweifelt bald.

Ich stehe oft vor der Qual der Wahl, weil ich auf für andere Websites mit Redaktionssystem und evt. einem Shop aufsetze. Und ich habe für mich eine Lösung gefunden, die die Vielfalt etwas einschränkt, aber immer noch mehr als ausreichend viele Möglichkeiten offen lässt.

WordPress Themes aus der Datenbank

Die wohl größte Anzahl an WordPress Themes gibts bei WordPress selbst. Sie sind alle kostenlos, man kann auch nach bestimmten Kriterien suchen. Aber ich für meinen Teil komme mit der Auswahl trotzdem nur schwer voran. Die Ergebnisse kann man nicht auf der Website speichern.

Etwas komfortabler ist für mich die Plattform von Envato: Themeforest. Hier ist die Suche etwas komfortabler, die Themes kosten aber im Schnitt um die 50 Euro). Ich schränke das auf wenige Kriterien ein, zum Beispiel Blog / Magazine – responsive – minimal. Dieses Beispoiel ergibt aktuell noch 431 Treffer, die man sich auch nicht alle ansehen möchte. Wer zuviele Filter wählt grenzt viele interessante Themen aus, die sich vielleicht anpassen lassen. Die Auswahl lasse ich mir danach sortieren, was am meisten verkauft wird. Ich finde diese Schwarm-Lösungen, zum Beispiel auch mit Bewertungen, sehr hilfreich. Die Käufe sind quasi die Nagelprobe: gut finden kann man viel, kaufen tut man wahrscheinlich dasjenige, das man für das beste hält.

In dieser Auswahl findet man unter den ersten 20 oder 30 Treffern einige ansprechende. Das kann man jetzt erst mal sacken lassen. Oder man sieht sich noch auf themetix.com einige Beispiele im Einsatz an: Dort kann man gezielt nach aktiven Websites mit einem speziellen Theme suchen.

Auf die Großen vertrauen

Wer einigen großen Bloggern folgt (also erfolgreiche mit hohen Besucherzahlen) der stößt relativ oft auf das Genesis-Framework von Studiopress. Es sei leicht, schnell, gut anpassbar und hat auch sonst einige Vorteile. Man kann sich in das System gut einarbeiten, es gibt viele Erweiterungen und etliche Themes vom Anbieter selbst und auch aus anderen Quellen. Zum Beispiel gibts bei creativemarket.com/relativ viele Child-Themes, die auch recht günstig sind.

Das Genesis-Framework erwirbt man einmal und kann es beliebig oft nutzen. Die Child-Themes kauft man entweder bei Studiopress und kann sie dann ebenfalls unbegrenzt einsetzen. Bei anderen Quellen weiß ich nicht, ob das nicht auf eine Website begrenzt ist.

Das Baukasten-System

Einige Theme-Anbieter haben ein Geschäftsmodell, das auf Mitgliedschaften beruht. Man kauft nicht ein Theme, sonder kann durch die Mitgliedschaft alle Themes nutzen. Normalerweise lasse ich von dauerhaften Zahlungen möglichst die Finger. Aber das Divi-Theme mit dem Seiten Plugin Divi-Builder von elegantthemes.com erschien mir ganz verlockend. Also bin ich (vorerst mal) für ein Jahr dabei. Und die ersten Versuche sind sehr vielversprechend. Auf gruener-fahren.de zum Beispiel habe ich das Extra-Theme eingesetzt, um das Prinzip mit dem Seiten-Aufbau zu testen. (Und ich bin Affiliate der Website, würde also bei einem Kauf über diesen Link eine Provision erhalten. Der Vollständigkeit halber.) Die Themes kann man übrigens auch nach Ende der Mitgliedschaft nutzen. Man erhält dann aber keinen Support mehr und keine weiteren Downloadmöglichkeiten. Wer mit WordPress arbeitet weiß, dass die Lebenszeit der Webseiten begrenzt.

Das ist mein Überblick. Diese Eingrenzung hilft mir und verringert meine Such-Zeiten. Natürlich gibt es andere tolle Anbieter wie Elmastudio und noch viele andere mehr. Und natürlich schaue ich noch immer bei interessanten Seiten in den Quellcode, welches System und welches Layout dahintersteckt. Und es gibt zum Beispiel bei Dr. Web regelmäßig die 10 WordPress Themes des Monats. Aber wie gesagt: Mein Problem ist ja nicht zu wenig Auswahl, sondern zu viel.

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Online-Geschenke zur Kundenbindung?

Online-Geschenke sollten nützlich sein, witzig und gut aussehen. Im Idealfall.

Online-Geschenke sollten nützlich sein, witzig und gut aussehen. Im Idealfall.

Online-Geschenke sind die neuen Päckchen. Der gute alte Brauch, zu Weihnachten Geschenke zu machen ist ja etwas aufgeweicht in den Familien. Für den Geschäftsbereich trifft das überhaupt nicht zu. Ab Mitte November gibts Geschenke zuhauf: Preisnachlässe, Dreingaben, Black und andere Fridays. Das Email-Postfach quillt über vor Angeboten. Und beim Lesen merkt man meist, dass man all das gar nicht haben möchte.

Sinn dieser geschäftlichen Geschenke ist die Kundengewinnung oder Kundenbindung. Gut, wenn man jetzt einen Online-Shop hat, an den man die Gratis-Gaben (oder zumindest Rabatte) anbinden kann. All die Freiberufler, Dienstleister und diejenigen, deren Produkt man sich nicht zuhause ins Regal stellen kann, schauen in die Röhre. Oder gibt es auch für die Online-Geschenke, mit denen sie ihre Kunden beglücken können?

Online-Geschenke mit Phantasie

Klar ist ja schon einmal: Der Beschenkte kann kein Päckchen aufmachen. Es kann also „nur” darum gehen, jemandem eine Freude zu machen. Bestenfalls gibt man etwas weg, das einem anderen einen konkreten Nutzen bringt. Und ihn vielleicht an die gute Zusammenarbeit erinnert. Oder man findet zumindest etwas, das den anderen zum Lachen bringt. Und weil fast alle heute am oder mit einem Computer arbeiten, besteht durchaus die Wahrscheinlichkeit, dass die digitalen Präsente gut ankommen.

Digital, aber mit Schleife und ganz persönlich

Die Zahl der Beispiele ist unüberschaubar, die Form allerdings bleibt meistens gleich. Wenn man jemandem etwas digital übermitteln will, sind die Formen eingeschränkt. Es kommen PDFs in Frage, Bilder, Gutschein (sind etwas banal), E-Books. Und ja, es gehen auch Fotos und vielleicht auch Videos. Im weitesten Sinne ist zum Beispiel auch die aktuelle Weihnachts-Werbung vieler Firmen ein solches Weihnachtsgeschenk. Der Aufruf, Zeit zu schenken oder ein Frankenstein-Video von Apple, das Menschen rührt und zum Schmunzeln bringt.

Was soll das Online-Geschenk erreichen

Mal abgesehen von dem netten Nebeneffekt, dass man sich in Erinnerung bringt und seine Wertschätzung zeigt, kann man als vernünftiger Mensch bevorzugt Dinge mit einem praktischen Nutzen verschenken. Ich habe in den Anfangszeiten meiner Online-Redaktion den Betrieben einer bestimmten Branche einen sehr übersichtlichen Jahreskalender als PDF geschenkt. Der sollte als Entwurf für einen Redaktionskalender dienen und jeden Monat passende Themen für die Aktualisierung der Website vorschlagen, mit passenden Bildmotiven. Das klappte gut, weil ja alle Beschenkten in der gleichen Branche waren. So weit ich das beurteilen kann, kam das gut an. Ich wurde noch Jahre später darauf angesprochen. Konkret umgesetzt wurde es in wenigenFällen, aber seinen Sinn hatte es dennoch erfüllt.

Digitale Weihnachtskarten gehören nicht zu meinen Favoriten. Aber ich erinnere mich an schöne, ergreifende Videos, die mit ziemlichem Aufwand produziert wurden und die mir lange in Erinnerung geblieben sind. Die empfand ich auch als ein Geschenk.

PDFs, E-Books und ähnliches wird heute so breit gestreut, kostenlos oder für wenig Geld, dass es schwer ist, aufzufallen. Außerdem sollte der Beschenkte nicht den Eindruck haben, dass hier jemand nur in die große Kiste gegriffen hat und eines sehr zahlreichen Angebote an eine Email gehängt hat. Und wie immer spielt neben dem Inhalt auch die Gestaltung eine Rolle. Der Aha-Effekt beim Öffnen ist bereits der halbe Erfolg.

Werkzeug

Sie wissen sicher, was sich Kunden und Interessanten am meisten wünschen. Geben Sie es Ihnen. Und machen Sie das, was Sie am besten können. Schreiben, fotografieren, beraten, programmieren, filmen. Wenn Ihr Geschenk noch immer etwas dröge aussehen sollte, hübschen Sie es mit den Mitteln auf, die Ihnen online zur Verfügung stehen. Die obige Grafik ist zum Beispiel mit Canva erstellt und lässt selbst PDFs etwas schöner aussehen.

Geben! Und nehmen?

Dass man mit seinem Online-Geschenk auch gleichzeitig Werbung für sich macht ist ok. Es sollte aber eher dezent geschehen. Das Ganze an an Aufträge zu koppeln erscheint mir zu geschäftsmäßig. In meinen Augen ist dann die Grenze zwischen Geschenk und Werbung überschritten.

Was darf man also erwarten, damit man noch in guter Erinnerung bleibt? Meiner Meinung nach: gar nix. So ist das eben mit Geschenken. Niemand freut sich über Geschenke, die mit Hintergedanken gemacht werden. Bestenfalls kann man auch das weiterhin machen, was man mit dem Geschenk ausdrücken möchte: In Verbindung bleiben, guten Kontakt halten, aufeinander eingehen. Dann ist das Online-Geschenk quasi das i-Tüpfelchen, dass dieses gute Verhältnis noch einmal betont.

 

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