LED-Leuchten für Video – der große Rundumschlag zum Thema

Caleb Pike vom DSLR Video Shooter besticht durch ausgesprochen praxisnahe und fundierte Videos. In den vergangenen Wochen hat er den wohl aktuell definitiven Rundschlag über LED-Leuchten für Video-Filmer online gestellt.

Neben dem obigen, eher allgemein gehaltenen Ratgeber zum Thema gibt es zwei Testreihen mit ausführlichen Vorstellungen der LED-Leuchten. Besonders angenehm: Caleb verzichtet auf das weit verbreitete Sponsoring, und sei es auch nur das kostenlose Bereitstellen der Produkte.

Ein Teil der Testreihe widmet sich den preiswerteren LED-Leuchten bis zu 50 US-Dollar, der zweite Teil den teureren Leuchten zwischen 50 und 100 Dollar. Fast alle LED-Leuchten sind auch aktuell bei deutschen Versendern zu haben, wenn auch teilweise für geringfügig höhere Preise.

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Pinterest-Leitfaden für Food-Blogger

Den Pinterest-Leitfaden gibt bei testschmecker.de

Den Pinterest-Leitfaden gibt bei testschmecker.de

Ein Pinterest-Leitfaden für Food-Blogger, das wäre beim Start des Food-Blogs doch praktisch gewesen (neben einigen anderen Dingen). Denn nicht alle sozialen Netzwerke sind gleich. Jedes soziale Netzwerk seinen eigenen Stil, sein eigenes Profil, seinen eigenen Nutzerkreis. Und gerade Pinterest scheint bei den Food-Bloggern hoch im Kurs zu stehen – offensichtlich noch mehr, als die Bilder-Plattform Instagram.

Pinterest-Leitfaden kompakt

Auf zwei DIN A Seiten zusammengefasst gibt es deswegen auf meiner Food-Seite, dem Testschmecker, einen neuen Pinterest-Leitfaden zum kostenlosen Download.

Viele Food-Blogger berichten, dass es ihnen gelungen ist mit dem Engagement bei Pinterest auch die Besucherzahlen ihres Blogs zu steigern. Das gelingt freilich auch bei einigen anderen Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Instagram. Aber nirgends scheint die Resonanz so gut zu sein wie bei Pinterest.

Doch der Weg zum Erfolg kann steinig werden. Ähnlich wie Twitter verlangt Pinterest ein recht großes zeitliches Engagement. Häufige Postings, viele Hinweise auf Fremdartikel, viel Foto-Arbeit. Da hilft bei etliche engagierten Bloggern nur der Rückgriff auf Dienste wie Buffer, mit denen man Beiträge im voraus planen kann.

Eigenheiten von Pinterest

Wer sich bislang nur suchend durch die Pinwände bewegt hat, dem wurden einige Besonderheiten vielleicht nicht gleich bewusst. Zum Beispiel dass Bilder im Hochformat wesentlich besser funktionieren, als das in Blogs übliche Querformat. Das vorwiegend Frauen hier unterwegs sein. Und dass es durchaus auch kleine Netzwerke gibt, in denen man sich gegenseitig fördert.

Alle sozialen Medien gleichwertig zu bedienen, das schafft wohl kaum ein Blogger, der nicht ins Profi-Lager gewechselt hat. Und bei der Wahl der einen Plattform, der man den Vorzug vor allen anderen gibt, sollte man sich mit den Eigenheiten vertraut machen. Dazu gehört freilich auch die eigene Recherche, die einem kein Leitfaden abnehmen kann: Wo sind meine Interessenten, Freunde, Kunden unterwegs? Wie schaffe ich die Zusatzbelastung mit weiteren Fotos, den so sehr beliebten Text-Bildern und vor allem die zahlreichen Pins von anderen Websites?

Die Entscheidung ist nicht für ewig. Aber im Nachhinein zu erkennen, dass man mit dem gleichen Engagement mehr erreicht hätte, ist immer schmerzlich. Deswegen soll der Leitfaden ein kleines Mosaiksteinchen bei der Recherche sein, die einem nicht erspart bleibt.

 

 

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WordPress-Theme aus dem Baukasten

Divi mit Theme-Builder: Hier geht auch eine Echtzeit-Bearbeitungen des WordPress-Theme und Darstellung der Inhalte.

Divi mit Theme-Builder: Hier geht auch eine Echtzeit-Bearbeitungen des WordPress-Themes und Darstellung der Inhalte.

WordPress-Themes sind wirklich ein Sinnbild für den Spruch „Qual der Wahl”. Die Auswahl ist mittlerweile so überwältigend groß (und gut), dass die meisten Suchenden nach einigen hundert Beispielen völlig frustriert sind. Mir geht es da nicht anders. Wenn ich anderen Leuten Vorschläge zu ihrer Website mache, fühlen sich viele überfordert.

Wie man die Auswahl für ein WordPress-Theme etwas einengen kann  habe ich hier schon einmal beschrieben. Ich merke aber immer öfter, dass Kunden auch damit überfordert sind. Und das trifft dann wohl auch für viele Blogger und Geschäftsleute zu, die das richtige Layout für Ihre Seite suchen.

Ausschlaggebend für den Frust der Suchenden ist dabei oft die Vorstellung, ein Layout werde speziell für sie designed. Nach dem Motto: Das gibt es nur einmal, das ist unverwechselbar. Dieser Anspruch ist erstens unrealistisch und zweitens nicht hilfreich. Ähnlich frustriert müssen Autokäufer sein, die ihr ganz individuelles Gefährt suchen – das dennoch wie viele anderen vom Band kommt.

Denn fast alles, was man mit Layout machen kann, hat heute schon mal einer gemacht. Die traurige Wahrheit: individuell und einzigartig wird die Website erst durch die Inhalte. Das ist die Handschrift, die den Stil ausmacht. Alles anderen haben wir „irgendwo schon einmal gesehen”. Letztlich ergibt sich die Individualität durch eher kleine Gestaltungsunterschiede – und ganz wesentlich durch die Inhalte.

Warum also nicht gleich eine Art Baukastensystem für die Erstellung eines eigenen WordPress-Theme  nutzen? Inzwischen gibt es einige etablierte und bewährte Modelle, mit denen man sich seine Seite maßschneidern kann. Wer dann noch unbedingt andere Schriften braucht oder andere Farben für Buttons und Links, der kann entweder auch hier auswählen. Oder er muss in die Trickkiste greifen und selbst ein paar individuelle CSS-Anweisungen einfügen. Die Maske für diese Eingabe ist oft schon vorgesehen. Sie sorgt auch dafür, dass bei einem Update des Themes diese Änderungen erhalten bleiben.

Zwei Modelle möchte ich hier vorstellen, stellvertretend für einige andere.

Das Enfold-Theme hat eine vereinfachte Darstellung für alle Möglichkeiten. Das funktioniert auch mit älteren Browsern und Computern ganz gut.

Das Enfold-Theme hat eine vereinfachte Darstellung für alle Möglichkeiten. Das funktioniert auch mit älteren Browsern und Computern ganz gut.

WordPress-Theme mit einem Themebuilder

Als Beispiel führe ich hier einmal die Themes Flatsome und Enfold auf (beide habe ich im Einsatz). Beide gibt es auf der Plattform Themeforest.net (ich bin kein Affiliate). Dort findet man auch viele andere Themes, die ähnlich funktionieren. Daneben gibt es noch einige Beispiele, die ich beobachtet habe, aber nicht selbst ausprobiert wie SimpleMag. Dort heißt das Tool zum Gestalten der Seiten Page Composer.

Die Kosten dieser Themes beginnen bei rund 60 €. Das Prinzip ist einfach: Es gibt neben den Vorgaben von WordPress (Seiten mit und ohne Sidebar zum Beispiel) eine Reihe von Gestaltungselementen und Blöcken. Diese kann man auf jede einzelne Seite oder auch auf alle zusammen übertragen kann.

So finden sich bei vielen Startseiten oben Slider oder ein unbewegtes Headerbild mit Links zu den Inhalten. In der Mitte folgen meist verschieden gestaltete Blöcke mit einer oder mehreren Spalten. Und auch die Art Inhalte ist meist einfügbar: Videos, Portfolios, Bildergalerien, Testimonials.

Fuß und Sidebar können in WordPress von Hause aus durch Widgets gestaltet werden. Etliche Themes bieten hier weitere Widgets an oder sogar die Möglichkeit, eigene Widgetbereich zu definieren.

Prima, werden jetzt viele sagen. Damit kann man dann endlich per Mausklick Elemente hin- und herschieben, alles ganz einfach. Aber in der Praxis ist nicht alles so selbsterklärend, wie es scheint. Der Teufel steckt im Detail. Bei den meisten Modellen gibt es eine mehr oder minder steile Lernkurve. Und abends mal schnell eine Website gestalten geht gar nicht.

Ist dann noch ein Shop integriert, gilt es sich mit den Einstellungen von Woocommerce und anderen Pluguins ausgiebig zu beschäftigen und das Ergebnis zu testen. Also am besten doch viel Zeit mitbringen.

Flatsome im Design-Modus: gibt einen optischen Eindruck

Flatsome im Design-Modus: gibt einen optischen Eindruck

Mehrere WordPress-Themes, ein System

Dieses Modell kenne ich nur von Elegant Themes (hier bin ich Mitglied und Affiliate) und es ist im Prinzip das gleiche, wie oben beschrieben. Nur zahlt man hier nicht für ein Theme, das man genau einmal auf einer Website verwenden kann. Sondern man bekommt mit einer einjährigen Mitgliedschaft Zugriff auf zumindest zwei Themes, die dieses Modell nutzen. Und eine Vielzahl weiterer Themes, die man auf herkömmliche Weise anpassen muss.

Was ist dann genau der Unterschied? Das Modell „1 Theme für eine Website” verursacht einmal Kosten. Danach hat man in der Regel begrenzte Zeit Zugriff auf Updates und den Support.  Das Modell Mitgliedschaft ist von vorneherein auf eine längere Zusammenarbeit ausgelegt. Auch hier kann man das Ganze nach einem Jahr beenden und trotzdem mit den heruntergeladenen Themes weiter arbeiten.

Die Praxis zeigt, dass man in beiden Fällen längerfristig eine Beziehung eingeht – wenn man nicht gerade Instant-Websites baut, für die man nicht länger als ein Jahr zuständig ist. Beim Kauf eines einzelnen Themes heißt das, irgendwann für den Support bezahlen, denn Updates sind unumgänglich. Beim Modell Mitgliedschaft kann man diese ebenfalls nach einem Jahr beenden. Wer weiterhin auf dem Laufenden bleiben will und ab und an Support braucht, ist in der gleichen Situation wie beim Einzelkauf.

Das Gleiche beim Wechsel auf ein neues Theme. Das bedeutet entweder neuer Einzelkauf im einen Modell. Oder Fortsetzung der Mitgliedschaft beim anderen Modell mit einem neuen Theme.

 

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Website-Optimierung: 3 Dinge, die 2016 noch drin sind

Website-Optimierung: mit drei kleinen Schritten noch 2016 was erreichen

Website-Optimierung: mit drei kleinen Schritten noch 2016 was erreichen

Website-Optimierung ist eine Daueraufgabe, denn eine Website ist nie optimal. Die Anforderungen ändern sich scheinbar so schnell, dass man mit Überarbeitungen kaum hinterher kommt. Gerade für Blogger, die ihre Webseite nicht professionell nutzen ist das eine Daueraufgabe, die schnell an Grenzen führt. Denn zu jeder Anpassung gehört meistens eine Recherche über das Wie und Warum. Drei kleinere Dinge sind es, die man meiner Einschätzung nach noch 2016 für eine Website-Optimierung vornehmen kann. Sie haben einen positiven Effekt für die eigene Website und für die Besucher – egal ob privat oder geschäftlich genutzt.

Website-Optimierung: Konzentration statt RSS-Feed

Ein RSS-Feed war ja schon mal bekannter in der Bloggerszene. Mit den sogenannten Feed-Readern bot man seinen Lesern einen guten Service. Denn im Feed-Reader konnte man täglich viele Blogs verfolgen, ohne jedes Mal eine ganze Liste von Websites einzeln aufzurufen. Heute vertrauen die Blog-Leser oft darauf, dass sie über das Folgen bei Facebook und Co. auf dem Laufenden gehalten werden. Auch und gerade dann, wenn neue Posts im Blog erscheinen. Ob das mit dem Algorithmus der Sozialen Netzwerke noch so stimmt, sei mal dahingestellt.

Damit wird der RSS-Feed, auf den viele Blogger in ihren Blogs hinweisen, eigentlich überflüssig. Ist das schon ein Grund, diesen Hinweis auf den RSS-Feed herauszunehmen? Ja, es gibt sogar zwei Gründe der Website-Optimierung, diesen Service für seine Leser einzuschränken. Der erste ist, dass die Besucher oft nicht mehr auf die eigene Seite kommen. Sie lesen im Feed die neueste Meldung und klicken zur nächsten Website. All die anderen Dinge, die man kunstvoll in Sidebars und im Header arrangiert hat, bekommen die Leser nicht mehr zu sehen.

Der zweite Grund ist, dass selbst die Facebook-Seite, über die Leser einem Blog folgen, da noch ergiebiger ist. Im Feed sind es oft zwei dürre Zeilen, die den Titel des Blogposts wiedergeben. Auf der eigenen Facebookseite kann man seine Hinweise auf neue Blogposts bebildern, mit einem Auszug versehen, und immer wieder neue Hinweise nachschieben.

Die Über-Mich-Seite

Die Über-mich-Seite ist eine der meist gelesenen Seiten. Das sagt so ziemlich jede Statistik, die ich kenne. Und das gilt auch für die Statistiken der Webseiten, die ich für andere betreue. In Anbetracht dieses Stellenwertes sind die Über-Mich-Seiten bemerkenswert schlecht (meine eigenen derzeit noch eingeschlossen). Nicht nur dass es viele gute Anleitungen gibt, wie man eine anspruchsvolle (und wirkungsvolle) Über-Mich-Seite erstellt. Es gibt auch viele tolle Beispiele, an denen man sich Anregungen holen kann.

Was hält einen nur davon ab, sich selbst ins rechte Licht zu rücken und viele interessante Aussagen über sich und seine Anliegen zu machen? Generell ist das wohl so wie mit den Fotos von sich selbst. Man mag sie nicht, ist nicht damit zufrieden, fühlt sich nicht richtig wieder gegeben und beschäftigt sich eigentlich viel lieber mit wichtigen „Sachthemen”. Dabei ist der Autor einer Webseite so ziemlich die wichtigste Sache. Und nein: Charakter und Anliegen des Autors erschließen sich dem Besucher eben nicht automatisch, wenn er nur genügend Blogposts liests.

Landingpage einrichten

Viele verbinden mit dem Begriff sicher noch die spezielle Seite für Treffer Suchmaschine. Wer nach einem bestimmten Begriff suchte, den empfing auf dieser Seite ein Hinweis auf alle Themen der eigenen Website, die mit diesem Suchbegriff zusammenhingen. Das ist ziemlich überflüssig, weil alle relevanten Treffer auch in der Trefferliste der Suchmaschine gezeigt werden.

Landingpage bezeichnet heute eine sehr geradlinige einzelne Seite ohne jede Ablenkung, die den Besucher direkt zu einer Anmeldung, einem Kauf führt. All das, waroauf Blogger so stolz sind, das Drumherum, die Themenvielfalt, vielleicht auch die Werbung und ganz sicher die Navigation sind einfach weg. Ziel ist, dass der Besucher direkt zur entscheidenden Stelle kommt, wo er mit einem Klick den Newsletter abonniert, das neueste Produkt kauft, an einer Abstimmung teilnimmt oder was immer auch das Anliegen des Webseiten-Betreibers ist.

Einige WordPress-Thems haben von Hause schon eine „blank page” ohne andere Elemente, die man dafür nutzen kann. Ist das nicht der Fall, kann man ein Plugin für Landingpages nutzen. Oder man verweist auf eine externe Einzelseite (also außerhalb des Blogs aber noch immer auf der eigenen Webseite), die diesen Zweck erfüllt. Und schließlich kann man mit einigen Kenntnisse auch dafür sorgen, dass per CSS-Angaben alle andere Elemente ausgeblendet werden.

 

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Tabletop-Fotos: senkrecht von oben

Der Mini-Stativkopf genügt für Tabletop-Fotos mit leichten Kompaktkameras.

Der Mini-Stativkopf genügt für Tabletop-Fotos mit leichten Kompaktkameras.

Tabletop-Fotos sind eigentlich nur Aufnahmen von Dingen, die ähnlich einem Stilleben angeordnet werden. Auf einem Tisch eben. Aufnahmen aus einer senkrechten Perspektive erleben aber derzeit ein Hochkonkunktur: Nicht nur die klassischen Hipster-Fotos vom macBook mit einer Kaffeetasse und dem Handy im Café werden ganz offensichtlich gerne gesehen. Unter dem Begriff ‚Everyday Carry‘ hat sich ein Genre gebildet, das nach dem Motto ‚für alles gerüstet‘ all diejenigen Utensilien zeigt, mit denen der Besitzer sich dem Alltag in jeder Situation gewachsen fühlt. Und auch in der Küche haben vor allem Videos aus dieser senkrechten Perspektive, gerne als Zeitraffer, ihr Publikum.

Was muss ich machen, um das ohne allzu großen Aufwand und für wenig Geld ebenfalls umsetzen zu können. Diese einfache Anleitung soll weiter helfen.

Tabletop-Fotos aus der Senkrechten

Zunächst mal brauchts eigentlich: gar nix. Wenn ich ein solches Arrangement auf die Schnelle fotografieren möchte, lege ich vor die Balkontür (möglichst ohne direkten Sonneneinfall) eine weiße Plastikplatte auf den Boden. Die Gegenstände arrangieren, die etwas ungleichmäßige indirekte Beleuchtung eventuell mit einer weißen Platte aufhellen. Fertig.

Am schönsten sind die Aufnahmen schattenlos. Wer versucht, das mit Leuchten und Blitzen in den Griff zu bekommen, wird sich schwer tun. Die beschrieben Methode an einem Nordfenster sorgt für eher diffuses Licht. Ein Aufheller für die Schatten wirkt allemal dezenter als eine zweite Lichtquelle. Eine hohe Lichtempfindlichkeit macht das Tabletop-Bild noch etwas softer, senkt den Kontrast. Spätestens mit ein paar Korrekturen in Lightroom sollte das für den Alltag ausreichen.

Alltagsgebrauch heißt in diesem Fall, es werden Aufnahmen für das Blog benötigt, vielleicht ein Food-Blog. Oder man möchte etwas bei Ebay verkaufen und arrangiert die zusammengehörenden Gegenstände.

Wer öfters solche Aufnahmen braucht, der kann sich für wenig Geld dauerhaft auf diese Aufgabe einstellen. Die Profi-Lösung – schweres Stativ und ein massiver Ausleger-Arm für eine schwere DSLR –  wird sich in den allermeisten Fällen nicht lohnen.

Mikrofonständer

Mikrofonständer

Einfache Hilfsmittel

Für kleinere digitale Kompaktkameras wie meine Panasonic Lumix LX 100 reicht zum Beispiel ein billiger Mikrofonständer. Der übernimmt die Funktion von Stativ samt Ausleger. Statt dem leichten Mikrofon kann meine Konstruktion neben der Kamera auch einen Mini-Kugelkopf halten. Damit fällt die Ausrichtung der Kamera leichter. Noch sicherer und stabiler wirds mit der sehr viel leichteren GoPro-Kamera, die freilich weniger Einstell- und Kontrollmöglichkeiten bietet.

Drei wesentliche Zutaten

Mikrofonständer gibts zum Beispiel günstig beim Musik-Versender Thomann (dort ist meiner her) oder bei Amazon. Bei meinem Ausleger ist vorne eine 3/8″-Stativschraube, auf die der Mini-Stativkopf montiert werden kann. Auf dessen 1/4″-Schraube wider kommt die Kamera (oder die GoPro-Halterung).

Mini-Stativkopf

Mini-Stativkopf

Einen preiswerten Stativkopf gibts für weniger als 20 Euro – wenn man nicht schon ein kleines Stativ mit Mini-Kopf zuhause hat.

Die dritte Zutat schließlich macht das Arrangement erst komfortabel. Um  den Bildausschnitt festzulegen und die Kamera fernzusteuern empfiehlt sich die Fernbedienung über WLAN für die eigene Kamera. Neuere Kompaktkameras haben dieses Feature, meine Lumix LX 100 lässt sich bestens so bedienen. Auch für die GoPro gibts die passende App, die aber leider eine grlößere Verzögerung bei der Übertragung des Bildes hat. Da die Dinge auf dem Tisch nicht davon laufen, spielt das eine untergeordnete Rolle. Hier habe ich in in einem früheren Artikel Beispiele für die Fernsteuerung von Kameras aufgeführt. Die WLAN-Lösung ist wegen der Bildübertragung die beste Möglichkeit.

Schmankerl: Videos

Noch beeindruckender als Fotos aus dieser Perspektive sind offensichtlich Videos: Instagram und Facebook quellen förmlich über vor kurzen Zeitraffer-Videos aus der Senkrechten. Gezeigt wird jeder Handlungsablauf vom Zubereiten eines Gerichts bis zum Zusammenbau irgendwelcher Gerätschaften. Da bei dieser Perspektive nichts im Wege ist und der Zeitraffer auch komplexere Handlungen komprimiert, erfreuen sich die Mini-Videos größer Beliebtheit.

Die leichte GoPro am Ausleger.

Die leichte GoPro am Ausleger.

Zu beachten: Die Aufbauhöhe

Vergleich Arbeitshöhe - je nach Weitwinkel-Wirkung.

Vergleich Arbeitshöhe – je nach Weitwinkel-Wirkung.

Beachten sollte man schließlich noch, dass mit einem Weitwinkel-Objektiv der Aufnahme-Abstand verkürzt werden kann. Das Bild zeigt die Abstände einmal mit der Lumix und einmal mit der GoPro, die ja ein ziemlich extremes Weitwinkelobjektiv hat. Es gibt aber auch einen Nachteil der GoPro. Wegen der Weitwinkel-Verzerrung ist eine Nachbearbeitung für ansprechende Ergebnisse nötig. Aber die kann man mit dem mitgelieferten GoPro Sudio App schnell erledigen.

GoPro-Verzerrung vor und nach der Bearbeitung.

GoPro-Verzerrung vor und nach der Bearbeitung.

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