Videos erstellen für die eigene Webseite

Videos erstellen: Zum Beispiel als eigener Blog-Beitrag (hier für meine Webseite testschmecker.de)

Videos erstellen: Zum Beispiel als eigener Blog-Beitrag (hier für meine Webseite testschmecker.de) – Link zum Video

Videos erstellen bringt mehr Besucher auf Deine Webseite. Das lesen wir zumindest tagtäglich im Internet. Videos sollte man auf der Website platzieren, in den Sozialen Medien und auf Youtube natürlich. Videos machen angeblich alles besser und effektiver. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? Lohnt sich der Aufwand, eigene Videos zu erstellen, wirklich? Und sind Videos für mein Themen auch wirklich nützlich?

Videos erstellen bringt mehr Klicks?

Alleine diese Aussage müssten ja schon wirklich jeden dazu bewegen, Videos zu machen und zu nutzen. Dass ich diese Überschrift mit Fragezeichen versehen habe, soll schon mal leise andeuten, dass ich das selbst nicht so pauschal sagen würde. Ich habe Videos auf (fremden) Facebook-Seiten platziert, die wirklich sehr gute Zugriffszahlen erreicht haben. Das galt vor allem für die sogenannten 1-Minuten-Häppchen.

Das waren kleine Ableger von längeren Videos. Die originalen, die längeren Videos aber haben oftmals auf auf Youtube oder der dazu gehörenden Webseite lange nicht diesen Erfolg aufweisen können. Für meine Seiten und Facebook bringen die meisten eingesetzten Videos zum Beispiel (rein statistisch gesehen) auch nicht mehr als gute Bilder mit guten Texten. Videos erstellen lohnt sich also nicht immer so richtig.

Video-Beispiel: Fahrradtest für gruener-fahren.de

Video-Beispiel: Fahrradtest für gruener-fahren.de – Link zum Video

Foto und / oder Videos?

Warum also solltest Du den Aufwand dann betreiben und selbst Videos erstellen? An einem Nachmittag kann ich eine ganz ordentliche Zahl guter Fotos erstellen. Die Nachbearbeitung für Webseite und Soziale Medien ist bei mir dann weniger aufwändig als für Print oder andere Aufträge. Auch Videos kann ich mit gründlicher Vorbereitung und deutlich mehr Materialaufwand in einem halben Tag erstellen (bestenfalls). Hinzu kommt hier aber locker das Zwei- bis Dreifache an Aufwand, bis daraus ein fertiges Video geworden ist.

Für mich sind Videos dennoch aus mehreren Gründen wichtig. Zum einen liebe ich das Medium. Ich stoße mit Fotos, einzelnen Aufnahmen oder Serien oft an Grenzen. Mit Videos kann ich (fast) die ganze Geschichte in einem Stück erzählen. Und ich habe neben den guten Bildern ergänzenden Text, ich zeige mehr vom Drumherum und ich kann durch Musik ggf. auch etwas die Stimmung beeinflussen.

Doch auch wenn man diese Vorteile oder Vorlieben in die Waagschale wirft, bleibt für Dich als Blogger oder Geschäftsmann wahrscheinlich nur die Rechnung: (Vielleicht) mehr Klicks gegen (ganz sicher) erheblich höheren Aufwand. Aber selbst wenn man es bis hierhin ganz nüchtern betrachtet, sollte man das große Ganze sehen.

Video-Beispiel: Appetithappen für Facebook-Seite von testschmecker.de

Video-Beispiel: Appetithappen für Facebook-Seite von testschmecker.de – Link zum Video

Such Dir Deine Kanäle

Heute möchte kaum jemand mehr auf nur ein Pferd setzen. Nur die Webseite, nur ein Facebook-Account, das erscheint vielen, die im Internet wahrgenommen werden wollen, als zu wenig. Also wird getwittert, weil man mit den Textbotschaften wieder ganz andere Menschen erreicht. Und es wird ein Instagram-Account eingerichtet, weil auch diese Bilderwelt ein ganz eigenes Publikum anzieht, das ich vielleicht auf keiner anderen Schiene erreiche.

Ich bin auch bei (fast) allen Plattformen dabei. Denn mein Hauptgeschäft war lange die Betreuung von Webseiten und allem drumherum. Für mich persönlich setze ich aber durchaus Schwerpunkte. Und Youtube sollte auch für Dich immer dann dazu gehören, wenn Du entweder selbst eine Vorliebe für das Medium Video hat. Oder wenn Dein Thema leichter aufgenommen und verstanden wird, wenn es jemand besser mit Ton und bewegten Bildern erklärt oder darstellt.

Wenn Deine Schwerpunkte schon jetzt auf Webseite / Blog und Facebook liegen, bietet sich ein Videokanal als Ergänzung an. Mit Instagram und Pinterest als bevorzugten Plattformen dagegen kann es etwas kniffliger werden, Videos zu integrieren. Zum Thema Videos erstellen rechne ich jetzt mal nicht die Handyschnipsel, die man zum Beispiel für Instagram Stories aufnimmt.

Video-Beispiel: Wissenswertes zum Bioweinbau

Video-Beispiel: Wissenswertes zum Bioweinbau – Link zum Video

Geschichten und Zusammenhänge

Wer irgendwann mal mitbekommen hat, welchen Erfolg zum Beispiel die Lach- und Sachgeschichten mit der Maus bei den Erwachsenen (!) haben, der weiß, dass auch einfache Zusammenhänge im Film eine eigene Faszination haben. Jeder der handwerklich arbeitet, bei dem ein Produkt entsteht, jeder der im Bereich Landwirtschaft oder Lebensmittel tätig ist, kann hier Geschichten vermitteln, die mit Bildern und Texten alleine lange nicht so gut ankommen. Und auch die Dinge, die Dir selbst banal erscheinen, sind für Außenstehende manchmal fesselnd. So weiß ich von meinen Kunden-Websites, dass es ein sehr großes Interesse am Thema „Wein machen” gibt. Aber ers gibt erschreckend wenig und schlechter Videos dazu.

Ebenfalls gut nachgefragt sind Themenbereiche wie Technik, Autos oder der gesamte Do-it-yourself Bereich. Und das sind nur die größten und effektivsten Themenkomplexe.

Wenn das also zutrifft, dann solltest Du den Einstieg wagen und selbst Videos erstellen. Zumal das heute kaum Aufwand oder Kosten verursacht. Das Smartphone genügt für die ersten Aufnahmen, das Schnittprogramm gibts meist kostenlos. Und haufenweise Tutorials findest Du im Netz. Wichtig ist die Erkenntnis, dass ein Einstieg in Videos nicht bedeutet, das eine Video zu machen. Sondern sich vielleicht mal ein halbes Jahr oder drei bis vier Videos lang damit zu beschäftigen.

Was kann schon passieren?

Du kannst krachend scheitern. (Ich wollte das der Vollständigkeit halber erwähnt haben.) Wenn Du dran bleibst und es in den ersten Monaten auf ein halbes Dutzend Videos bringst, sind die Chancen gut, dass Du Dich rasch verbesserst, und die Resonanz auf Deine Videos auch. Es kann sein, Du hast wenig Erfolg – aber ungeheuren Spass an den Videos. Dann hat sich der Versuch ja schon gelohnt. Und es kann sein, Videos sind das bessere Medium für Dich. Aber das bekommst Du nur heraus, wenn Du es probiert hast.

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Blog-Planung: Der richtige Blogpost zur richtigen Zeit

Blog-Planung: Neben der Themenfindung ist auch der richtige Zeitpunkt für die Veröffentlichung wichtig.

Blog-Planung: Neben der Themenfindung ist auch der richtige Zeitpunkt für die Veröffentlichung wichtig.

Blog-Planung ist mehr als nur das Abarbeiten einer Themenliste, die man mal erstellt hat. Natürlich solltest Du nicht irgendwelchen Trends hinterherlaufen und / oder versuchen, etwas ‚Virales‘ zu machen. Aber wahrscheinlich kennst Du das, zumindest aus der Anfangszeit Deiner Internetaktivitäten, dass ein Blogpost ist erfolgreicher als andere. Das findest Du in Deiner Statistik heraus. Aber warum ist das so? Erst im Nachhinein dämmert Dir, dass Du damit eine aktuelle Frage, ein aktuelles Problem getroffen hast, einen Nerv getroffen hast.

Das kann ganz banale Ursachen haben. Vielleicht bechreibst Du eine Fehlfunktion in einer neuen App, die nach und nach auch andere Benutzer entdecken. Oder vielleicht wurde zeitgleich ein anderer Artikel eines erfolgreichen Bloggers publik, oder ein Stichwort, das Du auch als Suchbegriff verwendest, erschien immer wieder in den Nachrichten. Oder Du hast einfach zum richtigen Stichtag das richtige Thema erwischt.

Blog-Planung: manchmal ganz banal

Nein, so einfach, wie als Food-Blogger vor Weihnachten ein Rezept für Gänsebraten zu posten, ist es nicht. Aber gute Blog-Planung geht in diese Richtung. Da ich einige Websites anderer Leute betreue, habe ich früher in Newslettern auf wichtigen Termine für eine Branche hingewiesen. Seltsamerweise wurde das nur von wenigen dankbar (und erfolgreich) aufgegriffen. Dafür gibt es immer auch Kunden, die mich drei Tage vor Heilig Abend bitten, ihr Weihnachtsangebot in Shop und Blog zu posten. Dann weiß ich, dass meine Botschaften noch nicht von allen richtig verstanden wurden.

Dabei erkennt man in jedem Geschäft irgendwann einen Rhythmus. Egal ob jahreszeitlich, wöchentlich oder monatlich, für die Blog-Planungist er wichtig. Denn wenn Du Dich darauf verlässt, dieses punktuelle Interesse auch zu erkennen und ’spontan‘ bedienen zu können, dann klappt das oft nicht. Du hast vielleicht gerade dann keine Zeit für einen fundierten Artikel, Du hast nicht die passenden Bilder oder Du hast eine Entwicklung eben mal ganz einfach verschlafen.

Trend oder Aktualität

Ich plädiere nicht dafür, auf jeden fahrenden Zug aufzuspringen. Trends zu erkennen ist schön, aber man muss ihnen nicht immer folgen. Aber wenn Du Blog-Planung betreibt, und sei es nur mit einer Stichwortliste, dann wäre es doch blöd ein gutes Thema gerade dann zu präsentieren, wenn alle anderen damit schon durch sind. Aktualität ist nach meiner Meinung die wichtigere Bedingung.

Wenn Du für Deine Unternehmens-Webseite schreibst oder bloggst, dann hast Du sicher schon Erfahrungen damit, wie sich das Interesse Deiner Kunden oder Interessenten, Deiner Website-Besucher verändert. Dann brauchst Du nur für Deine Blog-Planung nur noch einen Redaktionskalender und etwas Disziplin, um die richtigen Geschichten zum richtigen Zeitpunkt auf den Weg zu bringen.  Schwieriger ist es, wenn Du für Dein privates Blog schreibst und kein ‚Geschäft‘ im eigentlichen Sinn dahinter steckt. Dann erhältst Du wahrscheinlich nur indirekt Rückmeldungen darüber, was gerade ein beliebtes Thema ist – oder war.

Hier ein paar Tipps, die Dir zumindest in den Anfangszeiten Deiner Aktivitäten für eine Unternehmensseite, ein Blog oder Deine Social Media Kanäle weiterhelfen können.

Google Analytics

Wahrscheinlich nutzt die Google Analytics oder etwas Vergleichbares, auf jeden Fall solltest Du das tun. Die eigenen statistischen Angaben sind nicht immer sehr aussagekräftig, vor allem nicht kurz nach dem Start. Wenn Du schon so lange dabei bist, dass Du ein Jahr zurückblicken kannst, dann schau nach, wen gut und was schlecht lief. Und überlege, ob ein ‚gutes‘ Thema vielleicht noch besser laufen könnte, wenn Du es zu einem anderen Zeitpunkt, mit einer anderen Variante nochmal aufgreifst.

Google Trends

Auch wenn ich hier bei Google Trends nicht so oft fündig werde, Trends erkennt man hier ganz gut. Allerdings muss man in der  Ergebnisliste schon etwas stöbern, damit man zu relevanten Themen für Blogs und Unternehmensseiten gelangt. Zunächst suchst Du im Kopf der Seite ein passenden Kategorie heraus. Falls das noch zu allgemein ist, verwendest Du eigene Suchbegriffe.

Beispiele der sehr allgemeinen Art: Bloggen als Suchbegriff und als Thema hat seine Spitzen (in Deutschland) im Januar, wenn alle mit neuen Plänen und guten Vorsätzen starten. Tiefpunkt ist über die Weihnachtsfeiertage, wenn andere Interessen im Vordergrund stehen.

Blog-Archiv

Sicher kennst Du Kollegen, als Blogger, Unternehmer, Freiberufler, die in Deinem Themenbereich schon länger unterwegs sind. Wenn ihre Seiten auf WordPress basieren, stehen die Chancen gut, dass Du beispielsweise die Blogposts eines bestimmten Zeitraums (November 2016) aufrufen kannst. Nicht und niemals um Ideen zu klauen! Aber vielleicht haben erfahrenere Kollegen sich schon früher an diesen speziellen ‚Rhythmus‘ der Themen in Deiner Branche angepasst. Oder sie haben ein bessere Gespür entwickelt, was wann auf größeres Interesse stößt. WordPress bietet die Möglichkeit ein Archiv für die Besucher anzubieten. Bei mir ist das in der Seitenleiste als Aufklapp-Menü. Wenn man die WordPress-Struktur kennt und die Link-Zusammensetzung, die der Blogger gewählt hat, dann hilft auch so etwas wie http://www.joachimott.de/journal/2016/11/. Aber das ist eher Versuch und Irrtum.

Mein Tipp

Am besten ist es, von den eigenen Interessen auszugehen. Das ist sicher auch die Leitlinie für Deine Themenfindung. Wenn Du nicht nur zum Vergnügen bloggst, ist ein Themenplan und Redaktionskalender ganz wichtig für Dich. Und wenn Du schließlich Schwerpunkte im Jahresverlauf ausgemacht hast, dann solltest Du vielleicht nicht nur einen Blogpost zu diesem Termin zeitnah veröffentlichen. Versuche ein paar Blopposts thematisch drumherum zu platzieren. Nicht so, dass es nervt und nach Wiederholung aussieht. Aber doch so, dass man es auch dann wahrnimmt, wenn man nur gelegentlich auf Dein Blog schaut.

Je nachdem in welcher Branche, welchem Themenbereich Du unterwegs ist, kann es auch eine gute Idee sein, sich dem Print-Bereich zu widmen. Zeitschriften und Magazine haben einen langen Vorlauf. Und natürlich eine fundierte Themenplanung. Bei den Themen Food und Fotografie weiß ich, dass die Ausgabe des nächsten Monats sehr früh erscheinen. Das kann für eine Orientierung im aktuellen Monat hilfreich sein. Ebenso wie die Vorschau auf das nächste Heft, die ebenfalls schon vorausschauend Themen nennt.

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Du oder Sie – die Anrede in Blogposts und auf Webseiten

Wie rede ich meine Leser an? Du oder Sie? Ab jetzt: Du.

Wie rede ich meine Leser an? Du oder Sie? Ab jetzt: Du.

Welche Anrede nutze ich für meine Leser: Du oder Sie? Über dieses Thema kann man stundenlang sinnieren – und dennoch zu keinem klaren Ergebnis kommen. Als Journalist, der auch auf anderen Webseiten und für anderer Leute Inhalte produziert, war die Sache für mich klar. Ich habe in den letzten Jahren in allen Artikeln alle ge-siezt – und gleichzeitig in Kommentaren und Antworten freundlichst ge-duzt.

Man merkt schon, das ist eine eigene Logik. Aber etwas anderes als die Sie-Form kam mir widersinnig vor. Zumal ich ja in Print-Texten und in Texten für meine Kunden auf jeden Fall die Anrede in der Höflichkeitsform benutzen muss.

Das habe ich durchgehalten, bis ich auf meinem Blog testschmecker.de als „goodie” für die Newsletter-Anmeldung einige PDFs geschrieben habe. Spätestens beim vierten („Ein Food-Blog starten”) war klar, dass ich mich ja ausschließlich an Blogger wende. Also bin ich vom Sie zum Du gewechselt.

Vom Sie zum Du

Mittlerweile stelle ich das generell in meinem Blogs und in den Sozialen Medien um. Das geschieht schweren Herzens, weil ich ja teilweise etliche sehr alte, noch immer nachgefragtere Artikel in jedem Blog führ. Und die will und werde ich nicht alle umarbeiten. Aber in dem Maße, in dem in den Inhalten hier zunehmend Tipps und Ratschlägen vorkommen, finde ich die Anrede mit Du einfach passender. Meine Rolle als Journalist tritt da zunehmend in den Hintergrund, und als Blogger (auch wenn ich diese Bezeichnung eher weniger mag) ist das „Du” schon passend finde ich.

Und weil ich eine klare Linie brauche, trenne ich fortan zwischen allem, was auf meinen Blogs und den dazu gehörigen Sozialen Medien veröffentlicht wird (Du) und allem, was anderswo, oder auch in Printform veröffentlicht wird (Sie). Die generelle Frage, die sich die meisten Menschen mit einem Blog ja wohl auch schon gestellt haben lautet: Was ist richtig?

Man kann es nicht richtig machen

Das wird wohl so sein: Es wird immer Menschen geben, das hat auch, aber nicht nur mit dem Alter zu tun, die finden es distanzlos, von einem „fremden” Menschen geduzt zu werden. Und sie haben ja auch recht. Die Situationen, wo ich in der Regel unbedenklich Fremde duze, sind überschaubar: beim Sport zum Beispiel, bei Festen oder großen Veranstaltungen, wo es ein Zusammengehörigkeitsgefühl gibt.

Man kann es nicht falsch machen

Andererseits ist Frage nach der passendsten und höflichsten Anrede zwar eine wichtige Sache. Noch wichtiger aber sind die Inhalte: Wenn meine Artikel jemandem einen Mehrwert bieten, werden sie gelesen. Wenn nicht, dann nicht. Da kann man schon mal über Du oder Sie hinwegsehen, finde ich. Generell, so ist meine Erfahrung, überwiegt in den Blogs ja ein Gemeinschaftsgedanke: Da haben die meisten Menschen die gleichen Interessen und tauschen sich aus.

Wer an der Diskussion mit einer förmlichen Anrede teilnehmen will kann das tun, und wird freundlich zurück gesiezt. Für mich soll es – wie im richtigen Leben – keine Unterschiede geben bei Herzlichkeit und Höflichkeit, die von Formalien herrühren.

Klare Regeln?

Gibt es wohl eher nicht. In dem Augenblick, wo ich als Unternehmen oder Dienstleister auftrete, komme ich auf die Höflichkeitsform zurück. Auf joachimott.de, testschmecker.de u.a. wird ab jetzt geduzt. Wichtig finde ich, dass man bei einer Linie bleibt (auch wenn man sie einmal gewechselt hat). Das bedeutet, dass nicht nur in Blogs sondern auch bei Facebook, Twitter & Co. entweder durchgehend geduzt oder gesiezt wird.

Auf Unternehmens-Websiten würde ich immer Sie verwenden, übrigens auch im Support und den sozialen Netzwerken. Schwedische Möbelhäuser sind eine Ausnahme, weil das in Skandinavien eben so ist und manchmal auch ein Markenzeichen.

 

 

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Werbelinks im Blog

Werbelinks auch in Blogs sollen gekennzeichnet werden. Aber wie?

Werbelinks auch in Blogs sollen gekennzeichnet werden. Aber wie?

Werbelinks im Blog müssen gekennzeichnet sein. Dazu gehören auch die sogenannten Affiliate Links, die viele Blogger verwenden, um damit bei einem Kauf über den Link eine kleine Provision zu verdienen. Ich tue das auch, ausschließlich mit Amazon-Links, wie zum Beispiel hier: Panasonic Lumx G81. Aber wer solche Links nicht kennzeichnet, der verstößt damit zum einen gegen die Amazon-Richtlinien. Und solche Links sollen außerdem einen Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb darstellen.

Kennzeichnung oder nicht ist also keine Frage. Bleibt nur noch offen, wie man vorgeht. Schließlich sollen auch ältere Links einer Website erfasst werden. Und die *Sternchen-Lösung halte ich für wenig praktikabel. Dazu soll man händisch einen Stern hinter jeden Affiliate-Link setzen und das Sternchen – wie in Print-Produkten – am Fuß der Seite oder des Beitrags erklären. Aber da ich auf diversen Websites schon öfters nach diverse Sternchen-Erläuterungen gesucht habe (nicht immer erfolgreich) bin ich kein Fan dieser Lösung.

Werbelinks – eindeutig

Auf der Suche nach einem vernünftigen Plugin bin ich leider gescheitert. Ich hatte eine Zeit lang das Plugin Link Indication im Einsatz. Aber das kennzeichnet nur externe Links als solche. Damit ist noch nicht die Werbe- oder Affiliate-Funktion erklärt.

Auf der Suche nach einer CSS-Lösung, die auch alle alten Links meiner Blogs erfasst, bin ich auf diesen Artikel gestoßen: Affiliate Links im Inhalt mit CSS markieren.

Dort wird empfohlen, einen einfachen CSS-Selektor zu schreiben, der an jeden Link einen Text anhängt. Enthält der Link zum Beispiel „recommends“ würde die Anweisung lauten:

a[href*="/recommends/"]:after {
content: " (Werbelink)";
}

Das funktioniert schon recht gut. In den Kommentaren wird als Ergänzung noch eine farbliche Hervorhebung und Hochstellung angefügt, so dass für mich für die Amazon-Kurzlinks also folgendes herauskam.

a[href*="/amzn.to/"]:after {
content: " (Werbelink)";
color: #de2723;
vertical-align: super;
}

Und weil es früher auch mal die langen Links gab mit www.amazon.de habe ich noch folgendes hinzugefügt:

a[href*="/www.amazon.de/"]:after {
content: " (Werbelink)";
color: #de2723;
vertical-align: super;
}

Nachtrag: Nach dem Kommentar von Bernhard habe ich das nach seinem Muster geändert. Der Code sieht dann so aus:

a[href*="/amzn.to/"]:after,
a[href*="/www.amazon.de/"]:after {
content: " (Werbelink)";
color: #de2723;
vertical-align: super;
text-decoration: none;
display: inline-block;
padding-left: 3px;
font-size: smaller;
}

Danke für die Ergänzung!

Wohin damit?

Wer ein Standardtheme wie twentyseventeen benutzt, der kann das im CSS-Stylesheet an den Schluss setzen. Die Datei style.css findet sich hier: ../wp-content/themes/twentyseventeen/style.css. Wer ein Kauf-Theme nutzt oder ein Baukasten-System, der sollte nach einer Möglichkeit suchen, im Administrationsbereich „Custom CSS“ einzufügen. Und wer (noch) kein Child-Theme nutzt, der muss das nach jedem WordPress-Update wieder neu einfügen.

Diese Lösung bekommt sicher keinen Schönheitspreis. Aber ich finde sie so offensichtlich und so ehrlich, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, es könnte jemand etwas falsch verstehen.

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Blogposts schreiben: Thema und Profil

Blogposts schreiben: wie wichtig sind das Profil, SEO und die Frequenz? Und wo bleibt die Lust am Schreiben?

Blogposts schreiben: wie wichtig sind das Profil, SEO und die Frequenz? Und wo bleibt die Lust am Schreiben?

Blogposts zu schreiben kann in Arbeit ausarten. Fliegen einem zu Beginn noch die Themen zu, wird es mit der Zeit manchmal doch zäh. Rat und Hilfe sucht man im Netz bei diversen Ratgebern – aber die sind sich nicht immer einig. Was ist nun am wichtigsten? Mein Profil, das knackscharf sein soll? Die Suchmaschinen-Optimierung? Oder einfach die Tatsache, dass ich drei Posts pro Woche veröffentliche?

Für die Ungeduldigen: Am Fuß des Posts gibts eine kurze Zusammenfassung mit den 5 wichtigsten Tipps

Blogposts schreiben – etwas weniger unbekümmert

Und so kaut man am Bleistift, an seinen Fingernägel oder was auch immer und prüft, welche Kriterien am wichtigsten sind. Und warum der Rat der Experten so unterschiedlich ausfällt. Ich muss mein Profil finden und meine Zielgruppe festlegen. Aber mit jeder Einengung wird es schwieriger, spontan Themen aufzugreifen. Und lustvoll und spannend darüber zu schreiben. Muss ich für mein Blog quasi einen Business-Plan erstellen?

Erfolge sind ein eher mittelfristiges Ziel

Jeder möchte, dass sein Blog gelesen wird. Und jeder, der heute ein Blog beginnt, schielt auch schon auf kleine oder größere Einnahmen. Kein Wunder, liest man doch überall von den Erfolgen vieler Blogger, die jetzt reich und berühmt sind. Aber so gut und sinnvoll Vorbilder sind, in allen kreativen Bereichen gilt: Es gibt keine Schablonen oder fixe Anleitungen, höchstens Anregung und Inspiration.

Testen und Messen

Auch wenn einige Ratgeber schnelle und überzeugende Erfolge versprechen: gut Ding will Weile haben. Selbst wenn man Schreib-Erfahrung hat ist ein Blog nicht dasselbe wie eine Pressemitteilung, ein Unternehmensbericht oder eine Kurzgeschichte. Diese Erfahrungen führen höchstens dazu, dass der Schreibprozess selbst vielleicht etwas flüssiger von der Hand geht.

Die wirklich wichtigen Dinge für ein Blog lernt man erst im Laufe der Zeit. Und auch wenn ich niemandem empfehlen würde, einer Statistik (oder der Suchmaschinenoptimierung) beim Schreiben zu folgen: Erfahrung hilft. Doch erst, wenn man ein paar Wochen aktiv war, die Reaktionen seiner Leser verfolgt und die Statistiken erforscht hat, wird man schlauer. Eine Statistik ist sinnvoll, wenn sie über längere Zeit Daten erfasst und Trends erkennen lässt. Nicht nach einer Woche, oder einem Monat.

Wer an dieser Stelle bereits sein Business-Modell scheitern sieht: Glückwunsch! Die klare Einsicht, dass keiner der Erfolgs-Leitfäden zu einem Raketenstart führen wird, ist doch ein realistischer Anfang.

Nutzloses Schreiben?

Vielleicht ist es der Anspruch, der viele neuen Blogger hemmt. Und die vermeintlichen Ziele, die andere so schnell erreicht haben. Dabei ist einer der hilfreichsten Ansätze um Schreiben zu „lernen” die Übung und Erfahrung. Wer dabei Angst hat, nicht suchmaschinenoptimiert zu formulieren, das Thema verfehlt zu haben oder von anderen kritisiert zu werden, wird es schwer haben.

Auch Artikel, die vielleicht zu Beginn nur von einer handvoll Leuten gelesen werden, sind nicht nutzlos. Auch dann nicht, wenn sie keine Kommentare, Likes, Verlinkungen erhalten haben. Wer es nicht schafft, seinen Stil, seine Handschrift zu finden, der wird auch mit SEO-Tipps nicht glücklich werden.

Ziel und Plan und Profil

Also heißt es schreiben. Nicht ziel- und planlos oder ohne Struktur. Aber so, dass man am Ende seinen Artikel / Blogpost durchliest und sagt: Ja, das ist spannend und unterhaltsam. Und vielleicht sogar lehrreich.  Sich zu Beginn ein Profil zu geben ist eine gute Idee. In der Regel wird sich ein Profil aber erst im Laufe der Zeit entwicklen und verfeinern. Das ist dann der Punkt, wo SEO und Keyword-Planung spannend werden, neue Aspekte bringen. Und wo solche Techniken nicht von vorneherein dazu führen, dass ein Text eher verhunzt wird.

Auf jeden Fall führt es mit etwas Gespür dazu, dass man „sein” Profil findet. Und das entdeckt ein Leser ja auch nicht nach den ersten drei Artikeln. Man kann sich also ruhig etwas Zeit damit lassen.

Was ist der Maßstab?

Auch mit viel Erfahrung und statistischer Auswertung und einer größeren Leserschaft wird man sich immer wieder fragen müssen, was wichtiger ist. Das Profil, die Reichweite, am Ende vielleicht sogar Werbung und Verkauf auf der Website? Warum nicht mal eine spitze Glosse schreiben, einen erlebnisorientierten Beitrag? Das bringt vielleicht keine „vorzeigbaren” und nutzbaren Ergebnisse. Aber es führt vielleicht dazu, dass mich die Menschen besser kennen lernen, die mein Blog lesen.

Es ist wie in vielen Bereichen des Alltags, auch in den Sozialen Medien. Wer von Anfang einer Beziehung an Verkauf und Eigennutz im Auge hat, der wird von anderen sicher eher skeptisch beurteilt. Und das völlig zu recht. Wer es schafft, sich sich als Kenner der Materie und Ratgeber zu profilieren, der erhält oftmals einen Vertrauensvorschuss. Und für diesen Weg gibt es keine Abkürzungen.

Meine Tipps:

  1. Schreiben, schreiben, schreiben: Ausprobieren, was sich gut liest und was man gut kann. Unterschiedliche Textlängen, Lehrreiches und Unterhaltsames, reichlich bebildert und eher karg illustriert.
  2. Messen: Statistik von Anfang an einrichten, aber getrost erst mal für einige Wochen vergessen. Dann erkennt man einen Trend: Was kommt gut an, was wird gesucht, aber nicht gelesen, etc.
  3. Nach den ersten lustvoll und spontan verfassten Posts die eigene, persönliche Bilanz ziehen: Was mache ich gerne, was liegt mir. Was ergibt am ehesten ein Bild von mir, von dem was ich mache und von dem was ich kann. Ein knackscharfes Profil kann man nicht vom ersten Post an haben. Aber man kann darauf hinarbeiten.
  4. Möchte ich das schreiben, was mir am Herzen liegt, was ich kann, wo ich Bescheid weiß? Dann baue ich mir ein Profil auf, dass mir das Vertrauen meiner Leser einbringt. Für Vertrauen muss ich aber Werbung und Verkauf erst einmal hinten anstellen.
  5. Oder will ich mit Optimierung der Suchmaschinen und der Suche nach relevanten Keywords vor allem Reichweite aufbauen und später konkret etwas verkaufen?

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