Archiv der Kategorie 'Blogs'

Blog-Bilder verkaufen: Der Stilpirat

Montag, den 8. Februar 2010
Der Stilpirat

Der Stilpirat

Das eigene Blog als Plattform um die eigenen Fotos zu veröffentlichen – das ist schon ganz schön. Noch schöner wäre es, wenn man die Fotos auch gleich auf diesem Wege verkaufen könnte. Nun sind die Programmierer von Wordpress beispielsweise schon recht umtriebig, aber eine solche Lösung zeichnet sich bei Blog-Software generell noch nicht ab.

Findige Fotografen wie Der Stilpirat finden dennoch einen Weg. Der auch als “Heidefotograf” aktive Steffen Böttcher nutzt zum Beispiel www.fineartprint.de. Dort werden die Motive in verschiedenen Ausführungen agezeigt (zum Beispiel als Leinwand, gerahmt oder als Poster). Man kann verschiedene Ausführungen und Größen wählen und direkt bestellen.

Wieviel letztlich vom Erlös beim Fotografen ankommt und ob sich das Ganze insgesamt lohnt – darüber erfährt man leider recht wenig auf den diversen Fotografen-Websites, die diesen oder einen anderen Service nutzen. Immerhin muss man durch die kleine Darstellung und die Verwendung von Wasserzeichen nicht fürchten, dass die eigenen Bilder einfach in relativ höher Auflösung für andere Zwecke heruntergeladen werden.

Aber natürlich ist Der Stilpirat auch so ein lesenswertes Blog. Von der at-Adresse sollte man sich nicht täuschen lassen, die Heimat des Fotografen liegt im deutschen Norden.

fineartprint.de

fineartprint.de

lens-flare.de: Ein weiteres Blog über Fotografie

Mittwoch, den 3. Februar 2010
lens-flare.de

lens-flare.de

Fotoblogs zuhauf: Da findet sich die ganze Spannbreite zwischen professionell geführten und gemachten Blogs wie dem Martin Gommel (kwerfeldein.de) bis hin zu sporadisch gefütterten Sammelstellen von Fotos aus Freizeit und Urlaub.

In dieser Polarisierung eher im professionellen Bereich angesiedelt ist lens-flare.de – Blog über Fotografie. Steffen Göthling schreibt hier zusammen mit Co-Autor Besim Mazhiqi regelmäßig über das Thema. Sie geben Tipps und berichten aus der Foto- und Web-Szene. Sie veranstalten auch eigene Wettbewerbe, veröffentlichen Screencasts und sammeln nützliche Anregungen.

Steffen Göthling bezeichnet sich selbst zwar als Hobby-Fotograf, dafür hat er im “richtigen” Leben aber mit Webentwicklung zu tun – was seiner Website sehr zugute kommt. Sprachwissenschaftler Besim Mazhiqi schreibt ebenfalls regelmäßig Artikel und unterstützt bei den anderen Arbeiten am Blog.

[korrigiert am 4.2.2010]

Fotoblog: Un jour à Paris…

Donnerstag, den 28. Januar 2010
un jour a paris

un jour a paris

Fotoblogs gibt es wie Sand am Meer. Die meisten orientieren sich an einem Standard, was viele Blogs gleich oder zumindest ähnlich aussehen lässt. Ist ja auch eine Gratwanderung: Man muss soviel Infos zeigen, dass der Benutzer gut zurecht kommt. Andererseits soll so wenig wie möglich vom Bild ablenken.

Ein Beispiel, in dem das nach meiner Ansicht besonders gut gelungen ist, ist Un jour à  Paris. Dort werden schlicht alle anderen Infos ausgeblendet, sobald man mit der Maus aufs Bild geht. Très chique!

Übrigens gibts im ähnlichen Stil vom selben Fotografen Cyril Genty noch das Fotoblog A look over India.

Die Wein-Presse und andere traurige Geschichten…

Dienstag, den 26. Januar 2010

Michael Pleitgen hat in seinem Blog der Weinakademie Berlin ein weiteres Mal das Thema Presse und Medien aufgegriffen. Und wie immer tut er das sehr fundiert. Anhand der bröckelnden Auflagenzahlen beschreibt er das Schicksal der “großen” Wein-Zeitschriften, zitiert aus einem Fachbuch von Stephan Ruß-Mohl die Beschreibungen des Niedergangs der US-Medien (Kreative Zerstörung: Niedergang und Neuerfindung des Zeitungsjournalismus in den USA) und schildert das Dilemma der “konventionellen” Medien (”Journalismus zwischen Werbung, PR und Verkauf”).

Auch wer sich nicht für Wein interessiert, findet hier eine schöne Zustandsbeschreibung der Print-Medien und der aktuellen Entwicklung. Fast alles dort gesagte lässt sich übertragen auf andere Print-Produkte: Die schlechte Bezahlung der Journalisten, die Unterbewertung des Content, die verhängnisvolle Spirale Sparen – schlechtere Inhalte – sinkende Auflage.

Lesenswert für alle, die an den Erzeugnissen der Printmedien hängen und leidgeplagt mitverfolgen, wie sich hier eine Branche zugrunde richtet.

Dankenswerterweise nimmt Pleitgen auch kein Blatt vor den Mund wenn es um die – aus meiner Sicht – Hauptplage des Journalismus geht: Falsche PR. Er schildert, welche Fachzeitschriften sich von wem sponsern lassen und wie die besser bezahlte PR unter einem redaktionellen Deckmäntelchen die klassische Werbung längst ausgebremst hat.

Dumm ist nur, dass gerade die angeblich “hochwertigen” Zeitschriften sich ja mit einer elitären Leserschaft brüsten: Besserverdienende und besser gebildete seien das, bei denen das Geld locker sitzt, hat man den Anzeigenkunden immer versichert. Für das angeblich bessere Bildungsniveau haben etliche Leser ziemlich lange gebraucht um zu merken, dass Ihnen statt selbst recherchierten Berichten und sorgfältig geprüften Empfehlungen die Angebote zahlender Werbekunden untergejubelt wurden. Immerhin scheinen nun immer mehr Leser begriffen zu haben, dass es diese PR-Geschichten auch billiger gibt…

Wie sehr gerade in der Wein-Szene die Sitten verkommen sind zeigte mir unlängst ein Beispiel, das mir ein Winzer berichtete: Er habe das Angebot eines freien Journalisten bekommen, der für eine angesehene Wein-Zeitschrift arbeite. Für wenige Hunderter könne der Artikel über die Weine des Winzers verfassen und dafür sorgen, dass die Weine auch in einem Heft vorgestellt und bewertet (wie wohl?) würden. Meine Skepsis war groß und ich glaubte an ein Missverständnis – bis ich den Namen des “Kollegen” tatsächlich im Impressum der Zeitschrift fand.

Videos aus ungewöhnlicher Perspektive

Montag, den 25. Januar 2010

Alter Schwede! Das brachte mich dann doch ziemlich ins Staunen. Ein Video wie dieses, dachte ich mir, braucht ja einen Riesenkran im unwegbaren Gelände. Aber ich bin dann doch noch drauf gekommen, wie der Schwede Henning Sandström das (hier und bei einigen anderen Videos) gemacht hat.


Eine Seite von Joachim Ott