Newsletter fürs Blog

Brauche ich einen Newsletter für mein Blog?

Brauche ich einen Newsletter für mein Blog?

Ein Newsletter fürs eigene Blog wird als das heiße Ding empfohlen. Man könnte reich und glücklich dadurch werden – diesen Eindruck hat man zumindest, wenn man diverse Artikel im Netz verfolgt. Welchen Stellenwert hat ein Newsletter und der sich daraus vielleicht ergebende Verkauf eigener Produkte (wie zum Beispiel E-Books oder Fotos)? Oder sollte man besser auf Affiliate-Links und Werbung zu setzen? Oder sollte man sich ein Standbein als professioneller Blogger aufbauen und auf den Verkauf eigener Dienstleistungen abzielen?

Im Detail muss das jeder für sich herausfinden. Aber wenn man einige Anhaltspunkte kennt, kann man schon früh die Weichen richtig stellen.

Newsletter als Universalgenie

Dass der eigene Newsletter und noch vielmehr der Aufbau einer treuen Leserschaft so gelobt wird, hat etliche gute Gründe. Der Newsletter stärkt zunächst mal das eigene Blog. Investiere ich die gleiche Zeit in Facebook, Twitter & Co. bin ich deren Änderungen unterworfen. Man denke nur an Einführung und Änderungen des Algorithmus.

Wenn man aber weiß, dass der Aufbau eines Newsletters am besten und schnellsten über Facebook-Anzeigen erfolgt, dann bekommt auch dieses System bei vielen ein Fragezeichen. Der Aufbau eines Newsletters wird vor allem für all diejenigen so gelobt, die etwas über das Internet zu verkaufen haben. Wer kein Produkt hat, mit dem er diese Kosten wieder herein bekommt, der kann schnell ins Rechnen kommen. Ein paar hundert Euro für einige tausend Newsletter-Abonnenten – wofür? Damit ich ein größeres Publikum habe?

Spätestens hier wird deutlich, dass die Aufbauarbeit nur eine Seite der Medaille ist. Die andere ist die Arbeit an den Inhalten. Um die Leser bei der Stange z halten, brauche ich auch immer frische und sehr gute Inhalte. Auch das kostet Zeit, Geld und Arbeit.

Die Alternative: Werbung

Noch vor nicht allzu langer Zeit konzentrierten sich die eisten Blogs darauf, möglichst viele Besucher zu bekommen, um die eingeblendeten Anzeigen nutzen zu können. Ein durchaus akzeptabler Weg, der allerdings einiges ändert.

Als untere Grenze für nutzbare Werbelinks wird oft eine Reichweite von 20.000 Lesern angegeben. Dieses Limit ist nicht so leicht zu erreichen. Hinzu kommt, dass das eigene Blog auf diese Weise nur die Zwischenstation auf dem Weg zum Versandhändler wird. Die Konsequenzen daraus bekommt man nur allzu oft mit.

Da wird aus engagierten und sachverständigen Bloggern auch gerne Mal ein Verkaufs-Genie, das heute dies anpreist und morgen das. Und schon ist der Ruf als Authorität in einem Themenbereich verspielt. Die Grenze zwischen ehrlicher Beurteilung und Beschreibung und dem nahe liegenden Schön-Reden von Produkten für die man wirbt, ist  ein schmaler Grat.

Alternative: Auftragswerbung

Bleibt als weitere Alternative, für sich und seine Leistungen zu werben. Das ist zwar ziemlich nahe an Variante 1, dem newsletter für eigene Produkte. Aber während ein Ebook für 10 € schnell eine größere Kundschaft finden kann, ist das mit Dienstleistungen schwieriger. Zum Einen lässt sich diese Leistung im Netz oft nur unzureichend vermitteln. Zum anderen werden gleich Honorare in ganz anderen Größenordnungen fällig.

Mein Fazit

Das Newslettersystem ist eine empfehlenswerte Strategie – wenn man sein Blog und seine Position zu Ende denkt. Ich sollte also zuerst die Produkte schaffen, die ich später meinen Abonnenten verkaufen möchte.

Natürlich kann man auch die drei beschriebenen Wege der Refinanzierung eines Blogs kombinieren. Dann verwendet man eben die Affiliate-Links in seinem Newsletter und nutzt so Werbung in einem kleineren Kreis. Das kann mit dem passenden Konzept genauso gut funktionieren, wie mit den an der 20.000er-Grenze orientierten Online-Ads. Oder man nutzt einen Newsletter mit genügender Reichweite für die Bewerbung der eigenen Dienstleistungen.

Nicht aus den Augen verlieren sollte man bei allen Varianten, dass Leser sowohl des Blog als auch des Newsletter von reinen Werbe-Angeboten schnell genervt sind. Die Uralt-Weisheit, dass man mit seinen Inhalten zuallererst einen konkreten Nutzen für seine Leser anbieten sollte, ohne jedes Mal auf einen Verkauf abzuzielen, gilt noch immer.

 

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Werbelinks im Blog

Werbelinks auch in Blogs sollen gekennzeichnet werden. Aber wie?

Werbelinks auch in Blogs sollen gekennzeichnet werden. Aber wie?

Werbelinks im Blog müssen gekennzeichnet sein. Dazu gehören auch die sogenannten Affiliate Links, die viele Blogger verwenden, um damit bei einem Kauf über den Link eine kleine Provision zu verdienen. Ich tue das auch, ausschließlich mit Amazon-Links, wie zum Beispiel hier: Panasonic Lumx G81. Aber wer solche Links nicht kennzeichnet, der verstößt damit zum einen gegen die Amazon-Richtlinien. Und solche Links sollen außerdem einen Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb darstellen.

Kennzeichnung oder nicht ist also keine Frage. Bleibt nur noch offen, wie man vorgeht. Schließlich sollen auch ältere Links einer Website erfasst werden. Und die *Sternchen-Lösung halte ich für wenig praktikabel. Dazu soll man händisch einen Stern hinter jeden Affiliate-Link setzen und das Sternchen – wie in Print-Produkten – am Fuß der Seite oder des Beitrags erklären. Aber da ich auf diversen Websites schon öfters nach diverse Sternchen-Erläuterungen gesucht habe (nicht immer erfolgreich) bin ich kein Fan dieser Lösung.

Werbelinks – eindeutig

Auf der Suche nach einem vernünftigen Plugin bin ich leider gescheitert. Ich hatte eine Zeit lang das Plugin Link Indication im Einsatz. Aber das kennzeichnet nur externe Links als solche. Damit ist noch nicht die Werbe- oder Affiliate-Funktion erklärt.

Auf der Suche nach einer CSS-Lösung, die auch alle alten Links meiner Blogs erfasst, bin ich auf diesen Artikel gestoßen: Affiliate Links im Inhalt mit CSS markieren.

Dort wird empfohlen, einen einfachen CSS-Selektor zu schreiben, der an jeden Link einen Text anhängt. Enthält der Link zum Beispiel „recommends“ würde die Anweisung lauten:

a[href*="/recommends/"]:after {
content: " (Werbelink)";
}

Das funktioniert schon recht gut. In den Kommentaren wird als Ergänzung noch eine farbliche Hervorhebung und Hochstellung angefügt, so dass für mich für die Amazon-Kurzlinks also folgendes herauskam.

a[href*="/amzn.to/"]:after {
content: " (Werbelink)";
color: #de2723;
vertical-align: super;
}

Und weil es früher auch mal die langen Links gab mit www.amazon.de habe ich noch folgendes hinzugefügt:

a[href*="/www.amazon.de/"]:after {
content: " (Werbelink)";
color: #de2723;
vertical-align: super;
}

Nachtrag: Nach dem Kommentar von Bernhard habe ich das nach seinem Muster geändert. Der Code sieht dann so aus:

a[href*="/amzn.to/"]:after,
a[href*="/www.amazon.de/"]:after {
content: " (Werbelink)";
color: #de2723;
vertical-align: super;
text-decoration: none;
display: inline-block;
padding-left: 3px;
font-size: smaller;
}

Danke für die Ergänzung!

Wohin damit?

Wer ein Standardtheme wie twentyseventeen benutzt, der kann das im CSS-Stylesheet an den Schluss setzen. Die Datei style.css findet sich hier: ../wp-content/themes/twentyseventeen/style.css. Wer ein Kauf-Theme nutzt oder ein Baukasten-System, der sollte nach einer Möglichkeit suchen, im Administrationsbereich „Custom CSS“ einzufügen. Und wer (noch) kein Child-Theme nutzt, der muss das nach jedem WordPress-Update wieder neu einfügen.

Diese Lösung bekommt sicher keinen Schönheitspreis. Aber ich finde sie so offensichtlich und so ehrlich, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, es könnte jemand etwas falsch verstehen.

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Foto-Know-How fürs eigene Blog: die Grundausrüstung

Foto-Know-How kostet auch – aber eben nur Zeit. Wer anfängt zu bloggen, der macht sich viele Gedanken um die ideale Foto-Ausrüstung. Wie machen es die anderen, was benutzen die Blog-Profis? Und gibts auch eine Lösung fürs kleine Budget? Die gute Nachricht: Es gibt immer eine preiswerte Lösung. Und die für wenig Geld muss nicht merkbar schlechter sein.

Foto-Know-How – besser als High Tech

Das Netz ist voll mit netten kleinen Geschichten, bei denen man den „Profis” eine „Gurke” untergejubelt hat. Glamour-Fotografen, die mit einer Barbie-Spielzeugkamera knipsen mussten. Video-Blogger, die mit der Auflösung auskommen mussten, die vor Generationen verwendet wurde. Und man ahnt es bereits. Diese Leute haben sich nicht bis auf die Knochen blamiert. Jemandem seine Canon 5D wegzunehmen und sie gegen eine sprichwörtliche „Schrott-Kamera” einzutauschen mag zu Beginn ziemlich hart erscheinen.

Das Bokeh - lässt sich leicht austesten.

Das Bokeh – lässt sich leicht austesten.

Der Profi, so lernen wir bei solchen Videos, reduziert die Schmach auf ein paar harte Fakten: Die Auflösung ist schlecht, also fotografieren formatfüllend, ohne dass Details eine zu große Rolle spielen. Die Belichtung ist so schlecht wie die Empfindlichkeit, also sorgen wir gutes Licht. Und die Tiefenschärfe geht gegen Unendlich, also sorgen wir selbst durch den Bildausschnitt dafür, das unser Hauptmotiv gut rauskommt.

Natürlich wünschen wir uns alle das beste Werkzeug für jede Aufgabe. Und auch wer „nur” für sein eigenes Blog arbeitet und (noch) kein Geld damit verdient, sollte sich vernünftiges Werkzeug zulegen. Wie bei jedem anderen Handwerk aber entscheidet letztlich nicht das Werkzeug, sondern der Mensch, der damit arbeitet über die Qualität.

Licht für Foto und Video - viele Ratgeber helfen bei der Auswahl.

Licht für Foto und Video – viele Ratgeber helfen bei der Auswahl.

Lernen ist die beste Investition

Eine Knipse für den Anfang zu kaufen ist ok. Damit jede Menge Schrott zu fabrizieren und nur wenige gute Bilder ist ebenfalls akzeptabel. Wer daraus allerdings nichts anderes lernt, als dass er eine teure Kamera will, hat eine Chance verpasst. Nie war es einfacher, sich das nötige Foto-Know-How anzueignen:

  • Anleitung: Neben ungezählten beinahe sinnfreien Unboxing-Videos gibt es etliche Einführungen ins Thema. Wie hängen Blende, Belichtung und Empfindlichkeit zusammen. Welche Rolle spielen Sensorgröße und Auflösung? Welcher Kamera entlocke ich wie die besten Ergebnisse? Wer sich von einem Suchbegriff zum anderen durchhangelt, der hat sich nach spätestens einer Woche das Basis-Wissen draufgeschafft.
  • Kosten: Bilder kosten nix mehr. Die ersten Gehversuche für fotobegeisterte Jugendliche führten vor einigen Jahre über teure Diafilme mit Entwicklung und Rahmung, oder ebenso teure Abzüge von Negativfilmen. Und immer, wenn man glaubte zu wissen, wie es geht, wechselte man den Film, machte neue Erfahrungen, neue Fehler, zahlte sprichwörtlich Lehrgeld. Heute kann ich in meinem Wohnzimmer dasselbe Motive in hundert Variationen ablichten. Und nachher mit einem kostenlosen Programm die Bilder betrachten, auswerten und meine Schlüsse ziehen. Wann ist die Schärfentiefe ideal? Wann beginnt die Aufnahme körnig zu erscheinen? Welche und wieviel Lichtquellen sind nützlich und praktikabel?
  • Langsamer Aufbau: Ich muss nicht von der Kompaktkamera zur Profi-Knipse umsteigen. Von 100 Euro zu 3.000 Euro. Vielleicht mache ich Food-Fotografie. Dann wird die Anschaffung, die meine Bilder schlagartig besser macht, der Kauf eines Stativs sein. Vielleicht will ich Menschen fotografieren, schnell, umstandslos, mit einem Porträt-Effekt. Dann hilft mir eine „schnelle” Linse als Wechselobjektiv weiter. Und wenn ich mir das Canon 1,4 /35 mm nicht leisten kann, dann ersteigere ich eine ältere 1,7er-Linse für 50 Euro, nötigenfalls mit einem Objektivadapter für 20 Euro. Oder ich brauche gutes Licht und einen schönen Hintergrund. Beides bekomme ich für kleines Geld im Baumarkt.

Klingt alles zu schön, um wahr zu sein? Hier ein paar Beispiele, wie man aus wenig mehr macht:

Die kleinste Canon gegen die Größte. Und bei den Ergebnissen gibts kaum Unterschiede.

Pro Photographer, cheap camera challenge – der Name der Reihe sagt schon alles

Simon Cade vom DSLR Guide wird nicht müde, in diversen Videos darauf hinzuweisen, dass er gerne mit seiner uralten Canon DSLR arbeitet, und dass das keinen Unterschied macht.

Mein Fazit

Wichtigste Ressource beim Fotografieren sind das Basis-Wissen und die Erfahrung. Wer mit einer kleinen Kamera beginnt und um die Einschränkungen weiß, der kann trotzdem tolle Ergebnisse bekommen. Wer nicht mit der von der Oma geschenkten Kompaktkamera beginnen will, der kauft sich in der Bucht eine simple DSLR mit Wechselobjeltiv. Das darf zu Beginn gerne das Kit-Objektiv sein, ein billiges Allerwelts-Zoom. Und wer Videos macht, die Zeichen an der Wand sieht (und sie richtig deutet), der kauft – gerne ebenfalls gebraucht – eine 4K-Kamera für später. Auch normale HD-Videos werden schärfer, wenn sie von 4K heruntergerechnet werden. Und die höhere Auflösung ermöglicht mit Hineinzoomen und Schwenks fast so viel, wie eine zweite Kamera am Set.

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Blogposts schreiben: Thema und Profil

Blogposts schreiben: wie wichtig sind das Profil, SEO und die Frequenz? Und wo bleibt die Lust am Schreiben?

Blogposts schreiben: wie wichtig sind das Profil, SEO und die Frequenz? Und wo bleibt die Lust am Schreiben?

Blogposts zu schreiben kann in Arbeit ausarten. Fliegen einem zu Beginn noch die Themen zu, wird es mit der Zeit manchmal doch zäh. Rat und Hilfe sucht man im Netz bei diversen Ratgebern – aber die sind sich nicht immer einig. Was ist nun am wichtigsten? Mein Profil, das knackscharf sein soll? Die Suchmaschinen-Optimierung? Oder einfach die Tatsache, dass ich drei Posts pro Woche veröffentliche?

Für die Ungeduldigen: Am Fuß des Posts gibts eine kurze Zusammenfassung mit den 5 wichtigsten Tipps

Blogposts schreiben – etwas weniger unbekümmert

Und so kaut man am Bleistift, an seinen Fingernägel oder was auch immer und prüft, welche Kriterien am wichtigsten sind. Und warum der Rat der Experten so unterschiedlich ausfällt. Ich muss mein Profil finden und meine Zielgruppe festlegen. Aber mit jeder Einengung wird es schwieriger, spontan Themen aufzugreifen. Und lustvoll und spannend darüber zu schreiben. Muss ich für mein Blog quasi einen Business-Plan erstellen?

Erfolge sind ein eher mittelfristiges Ziel

Jeder möchte, dass sein Blog gelesen wird. Und jeder, der heute ein Blog beginnt, schielt auch schon auf kleine oder größere Einnahmen. Kein Wunder, liest man doch überall von den Erfolgen vieler Blogger, die jetzt reich und berühmt sind. Aber so gut und sinnvoll Vorbilder sind, in allen kreativen Bereichen gilt: Es gibt keine Schablonen oder fixe Anleitungen, höchstens Anregung und Inspiration.

Testen und Messen

Auch wenn einige Ratgeber schnelle und überzeugende Erfolge versprechen: gut Ding will Weile haben. Selbst wenn man Schreib-Erfahrung hat ist ein Blog nicht dasselbe wie eine Pressemitteilung, ein Unternehmensbericht oder eine Kurzgeschichte. Diese Erfahrungen führen höchstens dazu, dass der Schreibprozess selbst vielleicht etwas flüssiger von der Hand geht.

Die wirklich wichtigen Dinge für ein Blog lernt man erst im Laufe der Zeit. Und auch wenn ich niemandem empfehlen würde, einer Statistik (oder der Suchmaschinenoptimierung) beim Schreiben zu folgen: Erfahrung hilft. Doch erst, wenn man ein paar Wochen aktiv war, die Reaktionen seiner Leser verfolgt und die Statistiken erforscht hat, wird man schlauer. Eine Statistik ist sinnvoll, wenn sie über längere Zeit Daten erfasst und Trends erkennen lässt. Nicht nach einer Woche, oder einem Monat.

Wer an dieser Stelle bereits sein Business-Modell scheitern sieht: Glückwunsch! Die klare Einsicht, dass keiner der Erfolgs-Leitfäden zu einem Raketenstart führen wird, ist doch ein realistischer Anfang.

Nutzloses Schreiben?

Vielleicht ist es der Anspruch, der viele neuen Blogger hemmt. Und die vermeintlichen Ziele, die andere so schnell erreicht haben. Dabei ist einer der hilfreichsten Ansätze um Schreiben zu „lernen” die Übung und Erfahrung. Wer dabei Angst hat, nicht suchmaschinenoptimiert zu formulieren, das Thema verfehlt zu haben oder von anderen kritisiert zu werden, wird es schwer haben.

Auch Artikel, die vielleicht zu Beginn nur von einer handvoll Leuten gelesen werden, sind nicht nutzlos. Auch dann nicht, wenn sie keine Kommentare, Likes, Verlinkungen erhalten haben. Wer es nicht schafft, seinen Stil, seine Handschrift zu finden, der wird auch mit SEO-Tipps nicht glücklich werden.

Ziel und Plan und Profil

Also heißt es schreiben. Nicht ziel- und planlos oder ohne Struktur. Aber so, dass man am Ende seinen Artikel / Blogpost durchliest und sagt: Ja, das ist spannend und unterhaltsam. Und vielleicht sogar lehrreich.  Sich zu Beginn ein Profil zu geben ist eine gute Idee. In der Regel wird sich ein Profil aber erst im Laufe der Zeit entwicklen und verfeinern. Das ist dann der Punkt, wo SEO und Keyword-Planung spannend werden, neue Aspekte bringen. Und wo solche Techniken nicht von vorneherein dazu führen, dass ein Text eher verhunzt wird.

Auf jeden Fall führt es mit etwas Gespür dazu, dass man „sein” Profil findet. Und das entdeckt ein Leser ja auch nicht nach den ersten drei Artikeln. Man kann sich also ruhig etwas Zeit damit lassen.

Was ist der Maßstab?

Auch mit viel Erfahrung und statistischer Auswertung und einer größeren Leserschaft wird man sich immer wieder fragen müssen, was wichtiger ist. Das Profil, die Reichweite, am Ende vielleicht sogar Werbung und Verkauf auf der Website? Warum nicht mal eine spitze Glosse schreiben, einen erlebnisorientierten Beitrag? Das bringt vielleicht keine „vorzeigbaren” und nutzbaren Ergebnisse. Aber es führt vielleicht dazu, dass mich die Menschen besser kennen lernen, die mein Blog lesen.

Es ist wie in vielen Bereichen des Alltags, auch in den Sozialen Medien. Wer von Anfang einer Beziehung an Verkauf und Eigennutz im Auge hat, der wird von anderen sicher eher skeptisch beurteilt. Und das völlig zu recht. Wer es schafft, sich sich als Kenner der Materie und Ratgeber zu profilieren, der erhält oftmals einen Vertrauensvorschuss. Und für diesen Weg gibt es keine Abkürzungen.

Meine Tipps:

  1. Schreiben, schreiben, schreiben: Ausprobieren, was sich gut liest und was man gut kann. Unterschiedliche Textlängen, Lehrreiches und Unterhaltsames, reichlich bebildert und eher karg illustriert.
  2. Messen: Statistik von Anfang an einrichten, aber getrost erst mal für einige Wochen vergessen. Dann erkennt man einen Trend: Was kommt gut an, was wird gesucht, aber nicht gelesen, etc.
  3. Nach den ersten lustvoll und spontan verfassten Posts die eigene, persönliche Bilanz ziehen: Was mache ich gerne, was liegt mir. Was ergibt am ehesten ein Bild von mir, von dem was ich mache und von dem was ich kann. Ein knackscharfes Profil kann man nicht vom ersten Post an haben. Aber man kann darauf hinarbeiten.
  4. Möchte ich das schreiben, was mir am Herzen liegt, was ich kann, wo ich Bescheid weiß? Dann baue ich mir ein Profil auf, dass mir das Vertrauen meiner Leser einbringt. Für Vertrauen muss ich aber Werbung und Verkauf erst einmal hinten anstellen.
  5. Oder will ich mit Optimierung der Suchmaschinen und der Suche nach relevanten Keywords vor allem Reichweite aufbauen und später konkret etwas verkaufen?

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Shop-Umzug: manchmal muss es sein

Shop-Umzug: für die Daten-Migration zu einer neuen Shop-Software gibt es Helfer. Foto: Kai Oberhäuser @ unsplash.com

Shop-Umzug: für die Daten-Migration zu einer neuen Shop-Software gibt es Helfer. Foto: Kai Oberhäuser @ unsplash.com

Wer einen Shop im Internet betreibt, der betrachtet den wahrscheinlich noch kritischer als eine eigene Website ohne Verkauf. Ist das Design noch aktuell, ist die Darstellung der Produkte noch ansprechend? Und stimmt die Technik? Oder gibt es da nicht schon längst bessere Alternativen?

Gründe für einen Shop-Umzug gibt es viele. So sind die Angebote an responsiven Designs für Shops je nach System höchst unterschiedlich entwickelt. Auch das Argument, mit WooCommerce einen Shop unter dem Dach des Redaktionssystems WordPress mit all dessen Vorteilen (Vielfalt der responsiven Designs zum Beispiel ) nutzen zu können, ist verlockend. Auch die Administration erscheint bei einem System vielleicht deutlich angenehmer als bei einem anderen.

Ein Shop-Umzug mit dem Wechsel auf eine andere Software erscheint zunächst einmal als mittlere Katastrophe: Da müssen Datenbanken angepasst werden, manchmal muss auch der Shop komplett neu aufgesetzt werden. Sind dann alle Kunden weg?

Ich kann hier nicht für alle Shops sprechen. Aber die beruhigende Nachricht ist, man kann prinzipiell mit seinem Shop umziehen. Auf einen anderen Server, zu einer anderen Software, zu einem neuen Layout. Wer von OS-Commerce über den XT Shop zu Modified Shop gewandert ist, der braucht vielleicht einige besondere Anpassungen. Denn die deutschsprachige Shop-Software hat zwar hierzulande viele Vorteile, ist aber von internationale Dienstleistern offensichtlich noch nicht so gut angenommen worden.

Hier ein paar eigene Erfahrungen und Tipps für den Shop-Umzug. Aber vorneweg: Man sollte sich darauf einstellen, dass man alle Eigenheiten des neuen Shopsystem (und deren Schwächen) wahrscheinlich erst dann entdeckt, wenn man umgezogen ist. Dann heißt es Augen zu und durch.

Cart2cart: Schon der Name weist auf einen Helfer für den Shop-Umzug.

Cart2cart: Schon der Name weist auf einen Helfer für den Shop-Umzug.

Helfer für den Shop-Umzug

Wem wie mir die technischen Details eines Shop-Systems eher ein Gräuel sind, der sucht sich Helfer. Beim Thema Shop-Umzug hat man die schnell gefunden. Meine Fundstücke waren diese Dienste:

cart2cart

litextension.com

Beide bieten einen Umzug der Daten von so ziemlich jedem Shopsystem zu so ziemlich jedem anderen Shopsystem an. Die Unterschiede liegen eher in der Handhabung.

Litextension bietet ebenfalls Unterstützung bei einem Wechsel der Shop-Software an.

Litextension bietet ebenfalls Unterstützung bei einem Wechsel der Shop-Software an.

Die Gemeinsamkeiten:

  • Beide bieten eine Kostenschätzung für den Umzug an, die von der Menge der Daten abhängt (nicht vom Shopsystem).
  • Bei beiden ist man mit unter 100 € schon dabei. Aber einige Dinge, wie die Password-Migration kosten extra. Und die halte ich für ziemlich wichtig, damit die bestehenden Kunden ohne Verzögerung gleich weiter einkaufen können.
  • Beide geben eine Art Zufriedenheitsgarantie bzw. eine Geld-zurück-Garantie.
  • Und beide bieten Hilfe während und nach dem Umzug an. Nach meinen Erfahrungen ist der Support gut, ohne dass zwingend Kosten anfallen.

Die Unterschiede:

cart2cart wickelt den Umzug einmal selbstätig ab. Man kann hier im Voraus die genauen Kosten ermitteln und sogar einen kostenlosen Demo-Durchlauf machen. Nötigenfalls kann man dann die Daten seines alten Shops noch in Ordnung bringen bzw. anpassen. Das verkürzt die Zeit des „Nacharbeitens”, die bei mir mit beiden Versionen angefallen ist.

Wer freilich Vorsorgen möchte und einen zweiten Versuch für die Migration haben möchte, der muss eine Versicherung abschließen und kann dann in einem begrenzten Zeitraum evt. ein weiteres Mal umziehen.

Litextension dagegen versorgt den Kunden mit einem Plugin, der damit dann so oft umziehen kann, wie er möchte. Ggf. muss man dafür seine Datenbank nochmal löschen, aber man hat auf diese Art mehrere Versuche. Interessant ist das für all diejenigen, die den neuen Shop parallel entwickeln und einrichten. Sie können dann, bevor der neue Shop online geht, eine weitere Migration durchführen. Auch wenn das erst Wochen später erfolgt.

Es gibt übrigens auch noch einige andere Dienste. Die meisten dieser Angebote funktionieren wohl so, dass sie nicht frei für alle Wechsel verfügbar sind. Sie dienen vielmehr dem Wechsel zur Shop-Software des einen Anbieters der neuen Shop-Software. Also meistens auch für kostenpflichtige Shops, während Modified Shop, WooCommerce und einige andere ja keinen Kauf notwendig machen.

Mein Fazit:

Die beiden Dienste funktionierten bei mir in mehreren Shops zuverlässig. Nacharbeiten musste ich bei beiden. Einmal sind Daten auf eine andere Art übernommen, einmal hat das neue Shopsystem eine andere Datenstruktur. Und in allen Fällen müssen – weil man ja wahrscheinlich gleich ein neues Layout mit responsivem Inhalt und größeren Bildern nutzen wird – die Bilder überarbeitet werden. Was aber im Zweifelsfall mit einem Plugin auch automatisch gehen kann, wenn vorher schon die Basis-Bilder groß genug waren.

In meinen Fällen waren die Artikelbestände der Shops recht überschaubar, so dass auch dieses Nacharbeiten relativ zügig vonstatten ging. Wer einen großen Shop umzieht, der muss Testläufe nutzen oder im Nachhinein mehrere Versuche anhängen bis es klappt.

Die Kosten von rund 100 bis 200 € haben sich in jedem Fall gelohnt. Und sind im Vergleich zu den anderen Anpassungen (Layout, Shopstruktur) vergleichsweise gering.

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