Du oder Sie – die Anrede in Blogposts und auf Webseiten

Wie rede ich meine Leser an? Du oder Sie? Ab jetzt: Du.

Wie rede ich meine Leser an? Du oder Sie? Ab jetzt: Du.

Welche Anrede nutze ich für meine Leser: Du oder Sie? Über dieses Thema kann man stundenlang sinnieren – und dennoch zu keinem klaren Ergebnis kommen. Als Journalist, der auch auf anderen Webseiten und für anderer Leute Inhalte produziert, war die Sache für mich klar. Ich habe in den letzten Jahren in allen Artikeln alle ge-siezt – und gleichzeitig in Kommentaren und Antworten freundlichst ge-duzt.

Man merkt schon, das ist eine eigene Logik. Aber etwas anderes als die Sie-Form kam mir widersinnig vor. Zumal ich ja in Print-Texten und in Texten für meine Kunden auf jeden Fall die Anrede in der Höflichkeitsform benutzen muss.

Das habe ich durchgehalten, bis ich auf meinem Blog testschmecker.de als „goodie” für die Newsletter-Anmeldung einige PDFs geschrieben habe. Spätestens beim vierten („Ein Food-Blog starten”) war klar, dass ich mich ja ausschließlich an Blogger wende. Also bin ich vom Sie zum Du gewechselt.

Vom Sie zum Du

Mittlerweile stelle ich das generell in meinem Blogs und in den Sozialen Medien um. Das geschieht schweren Herzens, weil ich ja teilweise etliche sehr alte, noch immer nachgefragtere Artikel in jedem Blog führ. Und die will und werde ich nicht alle umarbeiten. Aber in dem Maße, in dem in den Inhalten hier zunehmend Tipps und Ratschlägen vorkommen, finde ich die Anrede mit Du einfach passender. Meine Rolle als Journalist tritt da zunehmend in den Hintergrund, und als Blogger (auch wenn ich diese Bezeichnung eher weniger mag) ist das „Du” schon passend finde ich.

Und weil ich eine klare Linie brauche, trenne ich fortan zwischen allem, was auf meinen Blogs und den dazu gehörigen Sozialen Medien veröffentlicht wird (Du) und allem, was anderswo, oder auch in Printform veröffentlicht wird (Sie). Die generelle Frage, die sich die meisten Menschen mit einem Blog ja wohl auch schon gestellt haben lautet: Was ist richtig?

Man kann es nicht richtig machen

Das wird wohl so sein: Es wird immer Menschen geben, das hat auch, aber nicht nur mit dem Alter zu tun, die finden es distanzlos, von einem „fremden” Menschen geduzt zu werden. Und sie haben ja auch recht. Die Situationen, wo ich in der Regel unbedenklich Fremde duze, sind überschaubar: beim Sport zum Beispiel, bei Festen oder großen Veranstaltungen, wo es ein Zusammengehörigkeitsgefühl gibt.

Man kann es nicht falsch machen

Andererseits ist Frage nach der passendsten und höflichsten Anrede zwar eine wichtige Sache. Noch wichtiger aber sind die Inhalte: Wenn meine Artikel jemandem einen Mehrwert bieten, werden sie gelesen. Wenn nicht, dann nicht. Da kann man schon mal über Du oder Sie hinwegsehen, finde ich. Generell, so ist meine Erfahrung, überwiegt in den Blogs ja ein Gemeinschaftsgedanke: Da haben die meisten Menschen die gleichen Interessen und tauschen sich aus.

Wer an der Diskussion mit einer förmlichen Anrede teilnehmen will kann das tun, und wird freundlich zurück gesiezt. Für mich soll es – wie im richtigen Leben – keine Unterschiede geben bei Herzlichkeit und Höflichkeit, die von Formalien herrühren.

Klare Regeln?

Gibt es wohl eher nicht. In dem Augenblick, wo ich als Unternehmen oder Dienstleister auftrete, komme ich auf die Höflichkeitsform zurück. Auf joachimott.de, testschmecker.de u.a. wird ab jetzt geduzt. Wichtig finde ich, dass man bei einer Linie bleibt (auch wenn man sie einmal gewechselt hat). Das bedeutet, dass nicht nur in Blogs sondern auch bei Facebook, Twitter & Co. entweder durchgehend geduzt oder gesiezt wird.

Auf Unternehmens-Websiten würde ich immer Sie verwenden, übrigens auch im Support und den sozialen Netzwerken. Schwedische Möbelhäuser sind eine Ausnahme, weil das in Skandinavien eben so ist und manchmal auch ein Markenzeichen.

 

 

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Warum Smartphone-Fotos für Blog und Website genügen

Smartphone-Fotos: Besser als man denkt

Smartphone-Fotos: Besser als man denkt

Smartphone-Fotos werden von den meisten Menschen noch immer nicht richtig für voll genommen. Dabei liefern die Immer-Dabei-Kameras hervorragende Qualitäten. Wenn man ein paar Punkte beachtet, bekommt man sprichwörtlich druckreife Ergebnisse.

„Ich habe nur ein Smartphone als Kamera.” Das höre ich öfters, wenn es darum geht, dass jemand mal eben auf die Schnelle ein paar Bilder machen sollte. Ganz abgesehen davon, dass niemand, der ernsthaft fotografiert gerne mal eben auf die Schnelle ein paar Fotos macht: Das Smartphone genügt für die meisten Zwecke durchaus. ich fotografiere mit einem iPhone und bin selbst immer wieder überrascht von den Ergebnissen, die selbst auf meinem großen Bildschirm ausnehmend gut aussehen. Und mit etwas Nachbearbeitung von den Ergebnisse anderer Kameras kaum zu unterscheiden sind.

Einschränkungen gibt es natürlich, und die seien auch gleich vorneweg genannt. Wer ein episches Landschaftsfoto schießen will, auf dem letzte Details auch in der Ferne gut zu erkennen sind, der stößt rasch an die Grenzen des kleinen Sensors. Aber das ändert sich acuh noch nicht bei Kompaktkameras und Micro-Four-Thirds-Kameras. Erst ab APS-C kommen hier nach meiner Einschätzung sehr gute Ergebnisse zustande.

Zweite Einschränkung ist die Lichtempfindlichkeit: Bei schlechtem Licht werden die Smartphone Bilder eher körnig und verlieren an Details und Zeichnung.

Wenn man sich jetzt ansieht, womit die meisten Blogs und Unternehmens-Webseiten „gefüttert” werden, dann kann man diese Einschränkungen getrost hinnehmen.

Das Gitter ist hilfreich, ebenso das indiviiduelle Wählen der Messpunkte und der AE/AF-Lock (Screenshot)

Das Gitter ist hilfreich, ebenso das indiviiduelle Wählen der Messpunkte und der AE/AF-Lock (Screenshot)

Drei wesentliche Tipps für gute Smartphone-Fotos

Ran an ans Motiv!

Niemand will von Bildern mit vielen ablenkenden Details in der Umgebung später Ausschnitte herauspfrimeln. Auch wenn es schwer fällt: Greife ins Geschehen ein, arrangiere Objekte und auch Personen so lange, bis auf dem (vergleichsweise riesigen) Display alles so ist, wie Du es haben möchtest. Im Nahbereich sind die kleinen Kameras ausgesprochen gut und scharf.

Gutes Licht suchen

Suche gutes Licht. Das gibt es auch in dunkleren Räumen, an Fenstern zum Beispiel oder an Lampen. Im Gegensatz zu Kompaktkameras erkennt man bei den meisten Smartphone-Kameras die verwendeten Belichtungszeiten, die Blende und die ISO-Zahl nicht. Und unser Auge erkennt auch keinen so riesigen Unterschied zwischen der Mitte eines Raumes und einem Platz am Fenster. Der Sensor schon.

Am iPhone tippt man auf den bildwichtigen Teil, der richtig belichtet sein soll. Dann erscheint neben dem Fokus-Kästchen ein Schiebe-Regler, mit dem man die Belichtung verändern kann. Das Ergebnis sieht man gleich auf dem Display.

Faustregel: Im Zweifelsfall bei großen Kontrasten darauf achten, dass die Lichter nicht „ausfressen”, also keine Zeichnung mehr aufweisen. Damit wird der dunklere Teil zwar noch dunkler, aber den kann man ggf. später noch aufhellen. Was im Bild einmal weiß ist wird auch später keine Details mehr enthüllen.

Die Kamera stabilisieren

Das klingt jetzt leichter gesagt als getan. Es wird doch niemand ein Smartphone auf ein Stativ setzen wollen? Doch, genau das. Ich verstehen die Hemmungen, damit womöglich vor Publikum zu hantieren. es sieht einfach ein bißchen lächerlich aus, ein Stativ auszupacken und dann das Handy daruf zu montieren. Aber wenn man weiß, dass die Situation eintritt und man bei schlechtem Licht fotografieren muss, sollte man das probieren. Es muss ja nicht gerade das große Dreibein-Stativ sein. Youtube-Vlogger haben die kleinen Gorillapod-Stative populär gemacht, so dass man damit statt Kopfschütteln durchaus anerkennden Blicke erntet.

Bilder gestalten

Am iPhone kann man den Punkt für Fokus und Belichtung „feststellen”: Diese Funktion erreicht man durch längeres Drücken auf einem Punkt im Display und sie heißt AE/AF-Lock. Die Schärfe wird nicht mehr an einem anderen Bildteil festgemacht, wenn wir den Ausschnitt ändern oder wenn jemand durchs Bild läuft. Mit einer App kann man auch den Punkt für Fokus und Belichtung in zwei Zonen trennen, was aber nicht zwingend ist: Denn auch bei dem AE/AF-Lock kann man noch immer mit dem Schieberegler die Bleichtung verstellen. Und man kann in den Voreinstellungen im iPhone ein Raster einblenden, das einem hilft, das Bild zu gestalten.

Das unbearbeitete Bild.

Das unbearbeitete Bild.

Fazit

Mit dem iPhone (und vielen anderen Smartphones) kann man viel mehr machen als die meisten denken. Auch die meisten Fotografen unterschätzen Smartphone-Kameras noch immer. Das Gute an diesem Thema: Im Netz gibt es sprichwörtlich tonnenweise Infos dazu, wie man mit dem iPhone gute Bilder macht. Fast alle sind kostenlos. Ein guter Einstieg ist der Youtube-Kanal iPhone photography course (in englisch).

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Blog-Start mit WordPress-Plugins

Ausgewählte WordPress-Plugins, die den Blog-Start erleichtern

Ausgewählte WordPress-Plugins, die den Blog-Start erleichtern

Ein Blog-Start mit WordPress ist (fast) ein Kinderspiel. Die technischen Vorkenntnisse müssen nur rudimentär sein, die Ausstattung des Webservers ist heutzutage fast immer schon auf die Minimal-Erfordernisse dieses Redaktions- und Blog-Systems ausgelegt. Ein schneller Einstieg also für wenig Geld. Noch einfacher gehts nur noch mit vorinstallierten WordPress-Systemen, die vom Provider per Mausklick freigeschaltet werden.

Aber der Mensch wäre nicht, was er ist, wenn er mit der Out-of-the-box auf Dauer zufrieden wäre. Der eine große Wunsch nach mehr Invidualität betrifft das Layout. Da gibt es viele tolle Themes und auch einige Entscheidungshilfen. Mein Rat geht dahin, etwas zukunftssicheres zu installieren: responsiv, ein Baukastensystem, das man später auch optisch komplett umkrempeln kann, das aber etwas Einarbeitung braucht und auch was kostet.

Doch während man es aus meiner Sicht mit dem derzeitigen Standard-Theme ruhig eine Weile lang aushalten kann, gibt es ein paar andere Änderungen, die das Leben und Arbeiten von Anfang an leichter machen. Und ich rede hier nicht von einer Planungshilfe wie Redaktionskalender und Themenplan.

Es sind in der Regel ein paar einfache, meist kostenlose Plugins, die das Arbeiten flüssiger machen. Hier ist eine Auswahl, die ich zum Blog-Start empfehlen würde.

Für Schreiben

WordPress Editorial Calendar
A propos planen: Der einfache Redaktionskalender zeigt die veröffentlichten und geplanten Artikel in einem Kalender an. Und man kann zumindest die geplanten mit der Maus auf ein passendes Datum schieben und das Ganze auch vor der Veröffentlichung noch beliebig ändern.

Yoast SEO
Ich bin ja skeptisch gegenüber einer Überbewertung der Suchmaschinen-Optimierung (SEO). Aber ich muss auch zugeben, dass man an der Arbeit der Suchmaschinen ja nicht mehr vorbeikommt. Zwar rollen sich mit die Fußnägel auf, wenn manche Blogger die Ratschläge zu wörtlich nehmen und entsprechende Phrasen dreimal hintereinander im Vorspann platzieren. Ist vielleicht gut für SEO, wirkt aber sprachlich eher suboptimal. Aber mit der Zeit bekommt man Routine und kann die Regeln beherzigen und trotzdem flüssig und lesenswert schreiben.

Posts Character Count Admin
Zählt die Wörter eines Posts. das ist nicht ganz unwichtig, denn man sollte die Länge seiner Artikel im Blick behalten. Das unten empfohlene Yoast SEO Plugin will nicht mehr als 300 Wörter ohne Zwischenüberschrift und möglichst auch keine Posts die kürzer sind als 300 Wörter. Generell haben auch längere Artikel mit vielen Bildern ihre Vorteile. Mit der Anzeige in der Artikelübersicht (im jeweilige Blogpost wird auch angezeigt, aber in der Übersicht eben normalerweise nicht) kann man für ein ausgewogenes Verhältnis langer und kürzer Artikel sorgen und entsprechend planen. (Dieses Plugin wird nicht mehr aktualisiert.)

Fürs Drumherum

WordPress Database Backup
Es ist mir zwar noch nie passiert und mein Provider all-inkl.com hat auch Datensicherungen, aber das ist vielleicht nicht überall so. Mit einem Backup der Datenbank kann man ein verunglücktes, gelöschtes, gehacktes WordPress noch immer retten. Die WordPress-Dateien sind ja ersetzbar, die Bilder hat man auf dem Rechner (sollte aber auch von Zeit zu Zeit den entsprechenden Upload-Ordner in wp-content sichern).

Shariff Wrapper
Die Einbindung der Social Media ist eigentlich nicht knifflig, es gibt auch genügend kostenlose Angebote. Diese Lösung ist deutschsprachig und soll rechtssicher sein. Sieht auch noch ganz gut aus, finde ich. Die eigentliche Magie geschieht aber meines Erachtens nur auf den Sozialen Plattformen selbst. Dennoch sollte man so etwas haben.

Instagram Feed
Wenn man einen Instagram Account hat, ist das die beste Lösung, die Bilder und die Arbeit, die man dort hineingesteckt hat, auch im eigenen Blog zu nutzen. Auch hier gibts sicher etliche Alternativen. Mit Facebook, Twitter und Pinterest ist das schwieriger, aber die Einbindung der Instagram-Bilder ist relativ einfach und hier sprechen ja auch die Bilder schon für sich.

Antispam Bee
Sorgt für weniger Ablenkung und trennt echte Rückmeldungen von Spam. Kostenlos, deutsch, mit vielen einstellmöglichkeiten, die man ab er zu Beginn nicht alle nutzen muss.

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Redirect: die 301-Weiterleitung rettet Website-Besucher

Redirect über ein Plugin: Einfach zu bedienen sorgt es dafür, dass keine Besucher verloren gehen.

Redirect über ein Plugin: Einfach zu bedienen sorgt es dafür, dass keine Besucher verloren gehen.

Ein Redirect ist ziemlich technisch, das muss man als Blogger nicht unbedingt kennen. Zumindest nicht so lange, bis man anfängt sein Angebot umzustrukturieren. Überarbeitet man zum Beispiel ältere Artikel in seinem Blog und gibt ihnen zur Optimierung für Suchmaschinen einen neuen Titel, dann laufen die bisherigen Links ins Leere. Ein Redirect führt Besucher zuverlässig und unbemerkt an die richtige Stelle.

Mit einem Redirect oder einer 301-Weiterleitung kann man ziemlich knifflige Dinge anstellen, aus den verschiedensten Gründen. Ich bin kein Technik-Profi und werde mich deswegen auf das beschränken, was ich selbst damit gemacht habe und berichten, warum es sinnvoll ist und wie man es am besten anstellt.

Kleiner technischer Exkurs zum Redirect – ggf überspringen

Die 301-Weiterleitung soll man dann benutzen, wenn ein Artikel dauerhaft seine URL geändert hat. Das tut man gelegentlich, weil die erste Überschrift nicht optimal war, aber eben die ist jetzt als Link in den Suchmaschinen-Ergebnissen.

Der entsprechende HTTP-Statuscode 301 lautet „dauerhaft verschoben”. Das kann auch dann vorkommen, wenn man mit seiner Domain umzieht, ein neues CMS einsetzt oder einen kompletten Ordner verschiebt. Aber das sind alles Dinge, von denen ich die Finger lassen möchte.

Auch die technische Funktion sei nur kurz umrissen. Die Einrichtung einer 301-Weiterleitung wird in der htaccess-Datei vorgenommen, auch die rührt man als Normal-Blogger eher selten an. Denn Fehler in dieser Datei führen zu einem „500 Internal Server Error” – und das Blog ist dann nicht mehr erreichbar. Weil Anfänger hier etliche Fehler machen können, muss der Provider erst einmal erlauben, dass jemand darin herumpfuscht. Das geschieht über das mod-rewrite-Modul, das aktiviert sein muss.

Ob das Modul aktiviert ist erfährt man von seinem Provider oder über die phpinfo-Datei. Bei mir funktioniert das mit all-inkl.com als Provider ganz prima.

Einsatzgebiete

Was ich regelmäßig mache, ist die Überarbeitung eines älteren Artikels. Zum Bespiel dann, wenn mir meine Statistik sagt, dass sich der Artikel großer Beliebtheit erfreut. Das kommt auch bei älteren Artikel vor. Und es spricht nichts dagegen, den Artikel inhaltlich auf den neuesten Stand zu bringen, zu ergänzen, besser zu machen. Das Plugin Yoast SEO ist dafür ausgesprochen hilfreich.

Zumindest solange bis man auch den Titel des Blogposts besser und suchmaschinenfreundlicher formulieren möchte. Denn dann ändert sich die URL (man kann auch den Titel ändern und die URL belassen, aber das ist für die Suchmaschinen ja nicht hilfreich).Ändert sich die URL, dann laufen die Besucher, über die man sich gerade noch gefreut habe, beim Klick in den Suchmaschinen-Ergebnissen ins Leere. Und von dort (Google) kommen zumindest bei mir die meisten Besucher.

Aber es gilt natürlich auch für alle alten Links, die im Internet auffindbar sind: Bei anderen Blogs, in Übersichtsseiten zu bestimmten Themen etc. Und es hilft natürlich auch dann, wenn man verspätet feststellt, dass Tippfehler im Titel enthalten sind (auch wenn das Suchmaschinen korrigieren sollten).

Für den 301-Redirect gibt es verschiedene Plugins. Ich habe eines gesucht, das deutsch spricht und einfach zu bedienen ist.

Für den 301-Redirect gibt es verschiedene Plugins. Ich habe eines gesucht, das deutsch spricht und einfach zu bedienen ist.

Plugins zur Auswahl

Wie man oben schon herauslesen konnte, habe ich Respekt davor, an der htaccess-Datei herum zu prfrimeln. Aber für WordPress gibt es Plugins, die das erledigen und auch von Laien ganz komfortabel zu bedienen sind. Ich nutze das Quick Page/Post Redirect Plugin (kostenlos), und hier auch nur die rudimentären Funktionen.

In einer Maske gibt man die bisherige URL ein, in der daneben stehenden die neue URL, fertig. Die geänderten Links werden paarweise (alt / neu) unten aufgeführt und sind auch weiterhin sichtbar und bearbeitbar. Der Besucher merkt von all dem nichts: Er klickt auf die alte URL in den Ergebnissen der Suchmaschine (oder in einem irgendeinem anderen alten Link) und landet zuverlässig beim gesuchten Blog-Post.

Hilft das?

Ja, bei mir schon. Ich neige zu flapsigen Formulierungen, was sich gelegentlich auch in den Überschriften niederschlägt. Beim Schreiben denke ich mir noch: Zusammen mit dem Bild und dem Link einer Suchmaschine oder dem Textbeginn erschließt sich doch jedem, was gemeint ist. Heute sehe ich das etwas nüchterner.

Außerdem erkennt man mit zunehmender Erfahrung in Sachen Suchmaschinen, dass eine klare, kurze Ansage im Titel ausgesprochen hilfreich ist. Und dann ist es doch gut, wenn man das ohne größeren Schaden beheben kann.

 

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!

Themen finden für Blog und Unternehmens-Website

Themen finden - und vor allem festhalten und einplanen

Themen finden – und vor allem festhalten und einplanen

Themen finden für regelmäßige Artikel im Blog sind knifflig. Diese Artikel sind wichtig. Überall haben wir es gelesen, uns in den Kalender geschrieben und auch mal eine Stunde dafür frei gehalten. Regelmäßige interessante Artikel im eigenen Blog, der Webseite und vielleicht auch in den Sozialen Medien, das bedeutet auch mehr Leser, das leuchtet uns ein. Und jedes Mal wenn wir dann dran denken: Keine Idee. Wir machen das die anderen, dass die ständig neue Ideen haben und die auch noch brilliant umsetzen?

Themenfinder und Ratgeber

Auch dazu gibt es (wie zu allen Themen) reichlich Futter im Netz. Meistens die Anleitungen eher einfach gestrickt. Da gibt es 1000 Themenvorschläge, die man nur noch den eigenen Ideen entsprechend umformulieren muss. Aufmerksamkeit erregend sollen sie sien, suchmaschinenfreundlich formuliert, einzigartig. Und wenn wir dann so eine Überschrift gefunden haben, brauchen wir ja nur noch loszulegen. Oder?

In der Praxis sind die Themenvorschläge so universell wie unbrauchbar. Und sie beheben auch kaum das Problem, dass ich gerade dann keine passende Idee habe, wenn ich eine brauche.

Ideen muss man sammeln

Auch wenn das Klischee des vor Ideen übersprudelnden Genius verlockend ist: eine Tasse Hipster-Kaffee und das neueste Macbook helfen uns nicht weiter. der Kopf ist so leer wie zuvor. Und die Idee, Ideen zu sammeln, kommt einem ja erst, wenn man dringend eine Idee braucht. Aber andere schaffen das ja auch, zum Beispiel Journalisten. wie machen die das?

Journalisten-Tricks

Dass einige aus der schreibenden Zunft auch nicht wirkliche Größen bei der Idee- und Themenfindung sind, beweist uns jeden Tag der Blick in die Tageszeitung. Natürlich werden die Seiten dort jeden Tag gefüllt, wäre ja auch peinlich. Aus meinem Redaktions-Alltag in früheren Jahren weiß ich nicht nur, dass da manchmal arg getrickst werden musste, um die Seiten zu füllen. Es war immer einfacher, Gemeinderatsberichte und zugeschickte Artikel zu veröffentlichen, als selbst Themen zu finden, aufzugreifen – und dann vielleicht auch selbst den Kopf dafür hinzuhalten. Und es gibt auch bei Journalisten Themenverwalter und Themenfinder.

Was ist mein Faible?

Die Themen, das lernt man als Lokaljournalist, liegen auf der Straße. Man muss sie nur finden, entdecken, den interessanten Kern herausschälen und lustvoll präsentieren. Und das gilt nicht nur für Journalisten. Die meisten Menschen, die Blogs und Webseiten betreuen haben ein Faible. Sie haben Ihr Lieblingsthema, ihre Profession und eine Geschichte, die sie dahin gebracht, wo sie heute sind. Das Problem ist oft der Filter im Kopf, der sagt: Das interessiert außer Dir doch niemanden. Oder: Das haben doch andere schon aufgegriffen.

Beides trifft mit Sicherheit für so ziemlich jedes Thema zu. Der Kniff liegt darin, diese Dinge aus meinem Alltag, meinem Hobby, meiner Profession, so zu schildern, dass sie lesenswert werden. Also so, dass sie den Lesern einen Erkenntnisgewinn bringen, eine konkrete Information. Und wenn Sie dann noch anschaulich geschrieben und unterhaltend sind, dann finden diese Artikel auch ihre Leser. (Über Suchmaschinen, Anzeigen, Reichweite etc. sollten wir an anderer Stelle sprechen. Denn ohne gute Inhalte bringt auch die Technik nichts, die meine Inhalte an möglichst viele Menschen verteilen soll.)

Ideen festhalten

Das Problem ist also weniger, Ideen und Themen zu finden, als sie auch wirklich einzusammeln. Vorhin zum Beispiel bin ich auf einen Artikel über einen jungen Metzger in der „Welt” gestoßen. Und habe mich unsäglich darüber geärgert. Dort wird der Name genannt, der Name seines Blogs – aber all die zahlreichen Links in diesem Artikel führen nur zu anderen Artikeln der „Welt”. Kein einziger Link führt zu einer Seite von Jack Matusek, seinem Blog, seiner Pinterest-Seite etc. Wie peinlich. Und: wie unverschämt.

Da führt die Formulierung „Er trägt einen Cowboyhut, lange braune Haare,…” – richtig: Zu einem Welt-Artikel über Haare. Weitere Links zu interessanten Themenangeboten der Welt? Filme, Fleisch, Rindfleisch, New York, etc.

Das Beispiel ist in zweierlei Hinsicht interessant: Ersten bin ich für testschmecker.de immer auf der Suche nach Food-Themen. Und eine Anregungen aus diesem Beispiel wäre, wie man hierzulande mit dem blutigen Thema Fleisch umgeht (und nicht der blogging butcher). Und zweitens finde ich den Umgang mit Quellen bei vielen Bloggern schon grenzwertig (vor allem, wenn es direkt oder indirekt um Werbung geht.) Wie aber eine Zeitung Themen nur aufgreift und verlinkt, um die eigenen Inhalte zu propagieren, finde ich auch ein wichtiges Thema. (Ja, ganz richtig: Es gibt hier – aus Gründen – ausnahmsweise keinen Link zu dem Artikel, auf den ich mich beziehe.)

Plan und Idee

Wer Themen sucht, der findet jeden Tag Dutzende Anregungen in den Blogs, die er liest, in Zeitungsberichten und im Fernsehen, in der Nachbarschaft oder im Geschäftsleben. Es geht nur darum sie erstens festzuhalten (Papier und Bleistift sind eine ziemlich bewährte Methode, auch wenn es dafür zweifellos hunderte von Apps gibt). Und man sollte sie, solange die Eindrücke noch frisch sind, auch in zwei, drei Sätzen formulieren und in einen Plan einbringen (über Redaktionskalender und Themenpläne gibt es hier einiges zu lesen).

Fazit

Im Zweifelsfall finden Sie heute mal besser kein Thema. Anstatt sich zum nächsten Veröffentlichungstermin für einen Artikel durchzuhangeln, schreiben Sie nicht, sammeln Sie. Schauen Sie in 10 Blogs, die Sie gerne lesen, blättern Sie Zeitungen und Zeitschriften durch, durchkämmen Sie Ihren Browserverlauf (oder den Suchmaschinen- oder Youtube-Verlauf) und lassen Sie nochmal Revue passieren, wofür Sie sich in den letzten Tagen und Wochen interessiert haben. Dieses Mal betrachten Sie die Ergebnisse aber mit Blick auf Themen, die Sie daraus entwickeln könnten. Im Prinzip geht Themenfindung zurück auf unsere frühesten Instinkte: Jagen und Sammeln.

War das hilfreich?
Dann würde ich mich freuen, wenn Sie den Beitrag teilen!