Archiv der Kategorie 'Bücher'

Nachtfotografie – geht fast immer

Mittwoch, den 16. März 2011

Nachtfotografie

[Auf das kleine Bild klicken für eine größere Ansicht]

Wenn die Nächte nicht mehr so kalt sind, dann macht auch Nachtfotografie wieder mehr Spass. Ein kleines, handliches Stativ genügt für den Anfang, wer mit Handycamera oder kleiner Digitalkamera unterwegs ist, für den tuts auch ein Mini-Stativ.. Speziell fürs Fotografieren mit dem iPhone bietet sich die Kombination mit dem glif an, und einer passenden App wie Gorillacam.

Mehr Infos gibts nach dem Klick.

(weiterlesen…)

Roman als Roadmovie: „Tschick” von Wolfgang Herrndorf

Montag, den 14. Februar 2011

Tschick von Wolfgang Herrndorf. Mögen Sie Road Movies? Haben Sie gute Erinnerungen an den ”Fänger im Roggen”, den Sie vielleicht in der Schulzeit gelesen haben? Dann ist wahrscheinlich Tschick für Sie das Buchm das Ihren Tag oder das Wochenende rettet.

Eigentlich bin ich Krimileser und damit ja schon ganz gut ausgelastet. Wenn ich nach einer anderen Lektüre greife (was ja auch oft vorkommt), dann gibts dafür immer einen bestimmten Anlass oder Anknüpfungspunkt. Ein Platz auf der Bestsellerliste genügt nicht.

Tschik hat einen Charme, dem ich nicht widerstehen konnte. Maik Klingenberg, Jugendlicher aus ”guten Verhältnissen” steht vor den Sommerferien, die er allein am Pool der elterlichen Villa verbringen soll. Doch dann Tschick auf: Schulkamerad zwar, aber doch aus einer ganz anderen Welt. Nach kurzen Wirrungen beginnt eine Reise ”in die Walachei”, die aber eigentlich doch nur die deutsche Provinz ist, mit einem geklauten Wagen, einigen Abenteuern und zwei schönen Freundschaften.

Eine Lektüre, die einige Jugenderinnerungen aufleben lässt und zum Aufbruch ermuntert – wohin auch immer. Also das Passende für aufkommende Frühlingsstimmung und Sommergefühle.

Was mich vor nicht allzu langer übrigens ebenso angesprochen hat und eine ähnliche Geschichte jugendlichen Aufbruchs in New York berichtet, das ist “Du wirst schon noch sehen wozu es gut ist” von Peter Cameron. Eine ausführlichere Besprechung dieses Buches gibt es hier.

Kalender: Schwetzingen 2011

Montag, den 22. November 2010

Fotokalender Schwetzingen 2011

Wer auf regionale Foto-Bildbände und Foto-Kalender aus Baden-Württemberg steht, der kommt meistens erstmal am Thema Schwarzwald nicht vorbei. Dann kommt lange Zeit nichts, dann wenige andere Regionen und Themenbereiche, die aber eher dünn bestückt sind im Vergleich zum touristischen Filetstück des Ländles.

Ein unerschöpflicher Quell der Freude für Anhänger regionaler Literatur aus dem Südwesten sind der Theiss-Verlag und der Staatsanzeiger-Verlag. Dort erscheint für 2011 ein großformatiger Bildkalender über den Schlossgarten Schwetzingen, der nicht nur bei Gartenfreunden einen überegional guten Ruf genießt. Der Schwetzinger Fotograf Jessen Oestergard hielt den Jahreslauf mit stimmungsvollen Aufnahmen und (manchmal etwas gewagten, immer abwechslungsreichen) Ansichten fest.

Der Kalender ist 59,4 x 39 cm groß, kann direkt über die Website des Staatsanzeiger bezogen werden und kostet 29,00 Euro. In meinen Augen eine gute Geschenk-Idee für Gartenfreunde, Foto-Fans und Landeskundler.

Fotokalender Schwetzingen 2011

Moderner Kiosk: pubbles.de – E-Magazine, Zeitungen, Bücher online

Montag, den 18. Oktober 2010

Pubbles

Heute schon am Kiosk gewesen? Nein, nicht an dem Zeitungskiosk, an dem die B…-Zeitung aushängt und man kann Underberg und Zigaretten kaufen. An diesem hier: “[:] pubbles – laden und lesen” kann man die elektronischen Ausgaben (sofern vorhanden) verschiedener Magazine (E-Magazine) und Zeitungen kaufen und auch digitale Bücher.

Damit kommt das, was ich mit dem Erscheinen des iPad als Revolution des Medienmarktes erwartet hatte, zwar nicht als Flutwelle neuer digitaler Medien bei uns an, aber immerhin als ein erstes hörbares Plätschern.

Die Übersicht der erhältlichen digitalen Medien und E-Magazine auf der Pubbles-Website zeigt, dass noch lange nicht alle wichtigen Medien vertreten sind. Und sie zeigt leider auch, dass diejenigen Anbieter, die mitmachen, noch etwas seltsame Preisvorstellungen haben. Dass es mit der Preisgestaltung von Büchern schwierig werden würde, war jedem klar: Verantwortlich ist die Buchpreisbindung in Deutschland, das ist ein eigenes Thema. Warum ich für die digitale Ausgabe manches Magazins (fast) genauso viel zahlen soll, wie für die gedruckte Ausgabe (für manche sogar mehr) erschließt sich mir allerdings nicht. Auch nicht, warum es in etlichen Fällen gleich ein Abo der digitalen Ausgaben diverser Zeitschriften sein muss, und ich keine Einzelhefte kaufen kann.

Auch die ersten Reaktionen der Kunden respektive Leser sind offensichtlich nicht sehr begeistert. Eine Umsetzung des gedruckten Formats auf eine lesbare Ausgabe für digitale Medien scheint nur in wenigen Fällen gelungen.

So verkauft man wohl ein Produkt, das – so der Anschein – man am liebsten gar nicht verkaufen würde. Und so entwickelt man Produkte für einen Markt, den man nicht kennt: Gar nicht, man wartet wohl eher mal ab, was die anderen machen.

Über den wirtschaftlichen Erfolg der E-Mags oder auch nur über die Auflage wird man wohl erst später was erfahren. Nach meiner Kenntnis sind diese Verkaufszahlen zum Beispiel auch nicht bei der IVW gelistet.

“Es geht auch ohne…” – oder: Veröffentlichen auf dem I-Pad

Dienstag, den 11. Mai 2010
E-Book veröffentlichen

E-Book veröffentlichen

Alle sitzen in den Startlöchern und warten auf das I-Pad (ich auch!). Die Verlage haben sich wohl dieses Mal schon drauf eingestellt, dass sich da was für sie ändern könnte. Und das trifft nicht nur für die Tageszeitungsverlage zu, die das Thema Internet so grandios verpennt haben.

Besonders gespannt sind aber auch Autoren (wie ich), die ständig auch auf der Suche nach Möglichkeiten für Veröffentlichungen sind. Die Spannweite ist recht eng für Autoren: Klassische Verlagszusammenarbeit und Tantiemenmodell (führt in die Armut) oder gegen Pauschalhonorar (das schon eher), ergänzt durch verschiedene Book-on-Demand-Dienste (geringe Reichweite) oder den Eigenverlag (großes finanzielles Risiko).

Spiegel Online beschreibt hier recht schön das Beispiel eines Autoren, der – mehr oder weniger spontan – eine E-Book-Veröffentlichung angepackt hat: E-Books für iPad und Co.: Es geht auch ohne .

Das Beispiel könnte schnell Schule machen: Veröffentlichen ohne Verlag. Wer schon jetzt ein gutes Layoutprogramm hat und dann vielleicht noch eine eigene Website programmieren kann, der könnte schon bald seine Veröffentlichung auf dem I-Pad ansehen. Was natürlich nicht ausreicht: Noch schöner ists, wenn auch andere diese Veröffentlichung kaufen.

Chancen werden zunächst mal vor allem dem klassischen Sachbuch eingeräumt. Wenn das I-Pad mal etwas verbreiteter ist wird man wohl rasch erkennen, dass da durchaus mehr zu machen ist, eine reine Textveröffentlichung. Ich könnte mir schon bald auch kleinere Führer oder Bildbände auf dem I-Pad vorstellen. Auf jeden Fall kommt Bewegung in den Markt.

Das I-Pad von Apple

Das I-Pad von Apple


Eine Seite von Joachim Ott