ND-Fader für die kleine Kamera

Kleine und preiswerte ND-Fader für die Kompaktkamera erweitern die Möglichkeiten.

Kleine und preiswerte ND-Fader für die Kompaktkamera erweitern die Möglichkeiten.

ND-Filter sind eine feine Sache für all diejenigen, die viel fotografieren oder Video-Aufnahmen machen. Erst recht variable Filter, die stufenlose „Abdunkelung” des Objektivs erlauben. Doch warum sollte man Filter kaufen, die weniger Licht durchlassen? Erst recht, wenn man an anderer Stelle viel Geld dafür ausgibt, große Lichtstärken zu bekommen? Ganz einfach: Das schöne Bokeh, die geringe Schärfentiefe bei einer offenen Blende von 1,8 kann man bei strahlendem Sonnenschein nicht nutzen. Bei Blende 16 ist so ziemlich alles scharf, von nah bis fern. Außerdem ermöglichen die ND-Filter auch den anderen Effekt, bezogen auf die Verschlusszeiten. Lässt man die Blende gleich, kann man dafür die Verschlusszeiten vervielfachen (ein Stativ vorausgesetzt). Und man erhält dafür bei Belichtungszeiten von ein bis zwei Sekunden glatte Wasseroberflächen auf Seen oder Bächen und Wasserfällen.

Wie gut soll der ND-Fader denn sein?

Immer wieder liest man ziemlich Verrisse über die Qualität der billigen ND-Fader. Aber die gibt es immerhin schon in einer Preisspanne zwischen 10 und 20 Euro. Zum Vergleich: Meinen Tiffen ND-Fader habe ich mit demjenigen Durchmesser gekauft, der für mein „größtes” Objektiv notwenig war. Das sind 77 mm und kostet derzeit so etwa 170 Euro. Um das teure Stück auch für kleinere Objektivdurchmesser nutzen zu können, habe ich Adapterringe gekauft.

Alles in allem ist das nicht vergnügungssteuerpflichtig, macht die Sache aber erschwinglich. Gute Qualität für jeden Objektivdurchmesser zu kaufen, erschien mir etwas maßlos. Dafür schraube ich jetzt beim Einsatz verschiedener Objektive diverse Zwischenringe zusammen. Nicht nur bei schlechtem Wetter ein ziemliches Elend und immer zeitaufwändig.

Die teuren großen ND-Fader in bester Qualität sind für Kompaktkameras nicht sehr attraktiv.

Die teuren großen ND-Fader in bester Qualität sind für Kompaktkameras nicht sehr attraktiv.

Für meine Kompaktkamera, eine Lumix LX 100 mit Objektivdurchmesser 43 mm wäre mir nicht nur die Schrauberei  zu blöd. Auch das Mitnehmen des großen Filtern mit Schutztasche wirkt etwas albern, wenn man sich schon eine kleine und leichte Kamera kauft.
Ein Fotga ND-Fader mit 43 mm kostet gerade mal 12 Euro. Wer wie ich diese Metallsonnenblende auf dem kleinen Objektiv sitzen hat und sie nicht mehr missen möchte, der muss diese offensichtlich eine Nummer größer wählen: Nach Benutzer-Aussagen in Rezensionen ist das Außengewinde gerade eine Nummer größer als das Innengewinde. Wer also zum Beispiel schon eine Sonnenblende gekauft hat, der muss für das Anbringen auf dem Filter nochmal eine Blende mit größerem Durchmesser kaufen.

Und die Qualität? Ich kenne einige Ergebnisse der Billigfilter, vorzugsweise von Bildern aus dem Internet. Die besagen so ziemlich genau das, was auch die Amazon-Rezensionen sagen: Für „normalen” Alltagsgebrauch sind die preiswerten Filter durchaus brauchbar. Wer Bilder für den eigenen Bedarf schießt, ab und zu mal Aufnahmen auf Instagram oder Facebook postet, für den stellt sich die Frage gar nicht. Und wer Abzüge fürs Wohnzimmer produzieren möchte, der sollte von vorneherein die DSLR in Gepäck packen.

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