Newsletter-Anreize: Was brauchts zum Anmelden?

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Sämtliche Ratgeber für den Betrieb erfolgreicher Websites werden ja nicht müde, auf die Bedeutung eines Newsletters hinzuweisen. Ganz abgesehen davon, dass ein Newsletter sich auch nicht automatisch schreibt (und wenn, dann ist er nichts wert), sollte man ja einen Anreiz schaffen, damit sich Leute dafür anmelden.

Der Problogger listet 7 Beispiele auf: 7 Simple Ideas for Mailing List Opt-Ins. Allerdings wird bei den meisten Website-Betreibern nur das inzwischen schon seuchenartig verbreitete kostenlose E-Book übrig bleiben. Und wer – wie ich- schon etliche dieser kostenlosen E-Books eingesammelt hat und enttäuscht wurde, reagiert nur schwach auf diesen Anreiz.

Was nicht bedeutet, dass ich keine Newsletter mehr abonniere: Ich tue das ständig und melde mich ebenso schnell auch wieder ab, wenn sie keinen Nutzen für mich haben. Ich kann nicht sagen, welcher materielle oder ideelle Anreiz hier am besten wirkt. Nach meiner Erfahrung ist es so, dass die Chancen auf einen interessanten und nützlichen Newsletter dann am größten sind, wenn die Beiträge auf der Website ebenfalls interessant und nützlich sind.

Einer der Newsletter-Abos, die (abgesehen von reinen Verkaufs-Newslettern) am längsten bei mir besteht ist zum Beispiel der von David Lebovitz. Man weder das Erscheinungsbild von Website noch des Newsletters als besonders fancy bezeichnen. Aber der Kochbuch-Autor schreibt gut, hat interessante Themen und macht gute Bilder zur Illustrierung. Und er behandelt seine Verkaufs-Anliegen (neue Bücher, Kurse, Touren) sehr dezent.

Der Newsletter ist mit monatlicher Erscheinungsweise angekündigt, und das klappt auch. Man erfährt Sachen, die nicht im Blog stehen (!) und bekommt nicht alle, sondern nur die von ihm besonders empfohlenen Posts des aktuellen Monats gezeigt, dazu favorite links.

Meistens ist für mich der Inhalt maßgeblicher als der Anreiz für Abos. Gute Themen, regelmäßig interessant präsentiert sind Anreiz genug, damit ich gleich alle favorisierten Kanäle abonniere: Newsletter, Facebook, Instagram. Twitter, Google finde ich weniger ergiebig, nur in Einzelfällen kommen noch Youtube-Kanäle dazu.

Gute Beispiele für ansprechende Designs und Aufmachung gibt es übrigens bei den Anbietern der Mail-Dienste wie Mailchimp genügend. Spätestens beim Anklicken entscheidet dann aber der Inhalt, und nicht die „Goodies”.

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