Redaktionskalender und Themenplan (1)

Redaktionskalender und Themenplan

Redaktionskalender und Themenplan

Teil der Serie:
Redaktionskalender und Themenplan (1)
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Redaktionskalender und Themenplan (3)

Einen Redaktionskalender braucht jeder, der halbwegs regelmäßig etwas veröffentlichen möchte: auf Webseiten, per Print oder auch per Newsletter. Wer öfters etwas schreiben möchte, der hat seine Inhalte, um die es gehen soll, zwar meistens im Kopf. Aber wenn der Zeitpunkt, den man für eine Veröffentlichung als passend erachtet, da ist, passt es meistens ganz schlecht. Mit einem Redaktionsplan motiviert man sich selbst, zu bestimmten Zeiten aktiv zu werden, vorausschauend zu planen und seine Inhalte auf die richtige Reihenfolge bzw. unnötige Überschneidungen und Wiederholungen zu korrigieren.

„Keine Zeit” ist das häufigste Argument, das ich von Leuten höre, deren Website ich betreue. Gemeint ist meistens: Ich habe keine Zeit, mich jede Woche / jeden Monat hinzusetzen, mir ein Thema auszudenken, das zu schreiben und zu fotografieren. Klingt auch nach einer erfüllenden, aber zeitraubenden Aufgabe.

Nun ist es in den meisten Branchen und bei den meisten Websites ja nicht so, dass jedes Jahr vollkommen neue, unerwartete Dinge geschehen: Wer zum Beispiel ein Weingut betreibt, der hat einen ziemlich regelmäßigen Kalender an Aufgaben und Terminen übers Jahr. Und gerade bei einem Produkt wie Wein sind viele Kunden interessiert am Drumherum: Dem Geschehen im Weingut, in Weinberg und Keller, den aktuellen Veranstaltungen.

Anfangen: jetzt

Meine Empfehlung lautet deshalb immer und immer wieder: Einmal im Jahr sollte man sich hinsetzen und zu jedem Monat ein paar Ideen sammeln. Damit ist das meiste für die Erstellung eines Redaktionskalender eigentlich schon geschehen. Denn meistens werden auf den Betriebs-Seiten keine ausgefeilten, langatmigen Berichte veröffentlicht. Es geht eher kurz und knackig zur Sache, auch wenn man Darstellungen durchaus ein paar Sätze mehr vertragen, oder Fotos.

Mit diesem groben Plan vor Augen kann man sich noch am gleichen Abend hinsetzen und für die ersten drei Monate kurze Texte in eine Datei tippen: Erscheinungsdatum, Überschrift und die Grundfassung sollten drin stehen, und noch ein Hinweis, wie man das illustrieren kann. Mit diesem Grundgerüst für die ersten drei Monate muss man nur noch ein paar Fotos schießen oder aus seinem Album / Archiv kramen, und bekommt dann ziemlich sicher die Grundversorgung“ an Aktualität für seine Website hin.

Natürlich kann alles mögliche über einen hereinbrechen: Planänderungen, Ausfälle beim Personal, neue Aufgaben. Und spätestens, wenn man zum vorgesehenen Zeitpunkt den Text rüberkopiert oder an Mitarbeiter versendet, prüft man noch einmal, ob das noch so stimmt.

Aber in aller Regel ist man besser dran, einen vielleicht unperfekten Beitrag zu veröffentlichen, als wieder monatelang gar nichts. Wer nach einem halben Jahr die befriedigende Erfahrung gemacht hat, dass die quälende Stille und as Vor-sich-herschieben einer überschaubaren Artikelzahl gewichen sind, der plan die nächsten drei oder sechs Monate viel motivierter. Und in vielen branchen kann man nach dem ersten Jahr auf ein Gerüst an Themen und Terminen zurückgreifen, das einem viel schneller zum gewünschten Ergebnis verhilft.

Einfach beginnen: Alltags-Kalender oder ein Ausdruck

Wer die Angst vor dem weißen Blatt Papier kennt und fürchtet, der kann seinen ganz gewöhnlichen Kalender, print oder digital, zuhilfe nehmen. Bei mir ist das iCal auf einem Mac. Über die Druckvorschau kann man festlegen, wieviel angezeigt / ausgedruckt werden soll: Dinge aus dem privaten und / oder beruflichen Bereich. Praktikabel ist die Monatsübersicht: Stehen Veranstaltungen an, setzt man die Stichworte in das Feld 14 Tage zuvor – das ist etwa der Zeitraum, in dem spätestens Benachrichtigungen und letzte Einladungen erfolgen sollten.

Das Arbeiten „old school“ mit Papier liegt vielen Menschen mehr als der digitale Kalender, der sich vielleicht erst am Fälligkeitstag mit einem Signalton meldet. Und zum Einstieg ist die Methode ziemlich narrensicher: Bei spontanen Einfällen und Änderungen muss man nicht zurück an den Computer oder den Rechner hochfahren: Mit Kugelschreiber ein weiterer Eintrag, eine Verschiebung oder ein paar Stichworte für einen neuen Artikel zu machen geht blitzschnell.

Redaktionskalender und Themenplan sind hier in einem Dokument. Wer vielleicht jede Woche mal was von sich hören lassen will und einen fest verplanten Jahreslauf hat, der kommt damit gut zurecht. Und wer über seine Websites etwas vermarktet, der nutzt mit Sicherheit auch einen Newsletter, den man – samt Themen aus der Website und Terminierung – hier ebenfalls leicht unterbringt.

Redaktionskalender und Themenplan

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