Monatsarchiv für Juli 2011

Weitwinkel-Empfehlung: Tokina 11-16mm / 2,8

Dienstag, den 26. Juli 2011
Weitwinkel-Zoom Tokina 11-16mm, 2,8

Weitwinkel-Zoom Tokina 11-16mm, 2,8

Nachdem ich mich eine Weile lang eingehend mit dem Thema Weitwinkel-Zooms beschäftigt habe, habe ich mich nun doch den positiven Test- und Erfahrungsberichten gebeugt. Meine Neuanschaffung ist das Tokina AF 11-16mm/2.8. Das klingt zunächst nicht so überschwänglich freudig, aber das liegt einzig und alleine am Preis. Wenn die Linsen fast genauso teuer wie die Kamera sind (Canon EOS 550D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, LiveView) Gehäuse), muss ich mir das schon zweimal überlegen.

Aber das ist auch schon der einzige Wermutstropfen. Die ersten Fotos und Videos haben – ganz ohne wissenschaftliche Tests und Auswertungen – dem Augenschein nach gute Ergebnisse gebracht (betrachtet und vergrößert auf einem 27-Zoll-Monitor). Und das vorwiegend bei offener Blende. Die durchgehende Lichtstärke von 2,8 war schon auch ein Kaufargument.

Die Linste kommt komplett mit einer Sonnenblende, was Canon beim EF-S 10-22mm/1:3,5-4,5 USM Objektiv wohl nicht fertig bringt.

Ungewohnt ist die Umstellung auf manuellen Fokus, die nicht wie bei Canon-Objektiven durch einen kleinen Schiebeschalter erfolgt. Vielmehr wird der Fokusring nach vorne bewegt und rastet dort ein. Keine schlechte Lösung, den Fokusring hat man dann ja sowieso in der Hand, wenn man auf manuell umschalten will und man muss die Kamera nicht absetzen. Durchdacht ist selbst der Objektivdeckel, den man normalerweise ganz schlecht abnehmen kann, wenn die Sonnenblende aufgesetzt ist. Dieser muss nicht am Rand angefasst werden, sondern hat zwei kleine Griffschalen in der Mitte, an die man gut herankommt.

Das Gewicht des Objektives ist in der Regel kein Problem, obwohl es mit einem starken Pfund schon ein ziemlicher Brocken ist.

Ich hatte mir das Objektiv nicht zuletzt für Aufnahmen mit einem Schwebestativ gekauft. Je kürzer dort die Brennweite, destow machen sich eventuelle Wackler bemerkbar. Wenn man zum Austarieren auf seiner Flycam noch mal ein paar Gewichte drauflegen muss, dann summiert sich das schon. Aber auch das ließ sich gut bewältigen, ohne dass ich jetzt mit Krafttraining beginnen muss. Und die Aufnahmen mit 11 mm Brennweite in Bewegung, beispielsweise in engen Räumen oder Durchgängen, wirken halt schon noch mal deutlich besser, als mit dem Standardobjektiv, das bei 18 mm Brennweite anfängt.

Kurzum: Ich sehe mein Geld gut angelegt und sehe einmal mehr meine Auffassung bestätigt, dass man sich nicht nur auf die Testergebnisse verlassen kann sondern auch die Bewertungen, die es bei den großen Versendern gibt (sofern eine ausreichende Zahl vorhanden ist). Einsatzzweck bei mir ist vor allem Foto und Video im Bereich Architektur, Panoramafotos (es muss nicht immer die Noblex sein) und es wird auf Reisen wohl den Platz des Zweitobjektives einnehmen, Zusammen mit dem Canon EF-S 17-85mm/ 4,0-5,6/ IS USM Objektiv (67 mm Filtergewinde, bildstabilisiert, Original Handelsverpackung) kann ich zumindest auf Reisen dann auf ein Tele verzichten (wird in meinen Augen sowieso stark überschätzt).

Foto-Projekt: Das geheime Leben der Schwimmer

Freitag, den 22. Juli 2011
Fotoprojekt: The secret life of swimmers

Fotoprojekt: The secret life of swimmers

Das Geld liegt auf der Straße, sagt der sogenannte Volksmund. Die Themen liegen auf der Straße, hieß es früher in den Lokalredaktionen, für die ich lange Zeit als freier Journalist und Fotograf tätig war. Zumindest der zweite Spruch stimmt und fasziniert mich bis heute.

Rundweg begeistert hat mich deswegen auch das neueste Projekt der Amerikanerin Judith Starkman: The secret life of swimmers. In Ihrem Ort hat sie begonnen, die Schwimmer ihres Bades zu fotografieren, ihre Geschichte zu erzählen, und schließlich den Schwimmern die Alltags-Persönlichkeiten gegenüber zu stellen: Hausfrauen und Professoren, Rettungsleute und Rentner.

Die Bilder sind faszinierend und erzählen jedes für sich eine Geschichte – auch ohne die wenigen erläuternden Worte, die man zu jedem Bild (auf der schrecklich langsamen Website) findet.

Nun wäre ist die Sache nicht ganz so einfach, wie sie auf den ersten Blick wirkt. Judith Starkman ist keine Hobby-Fotografin, sondern eine versierten Fotografin und Filmerin (Director and Photographer), die auf ihrer Vimeo-Seite auch ein beeindruckende Sammlung von Clips und Porträts zusammengestellt hat, unter anderem auch die Interviews für breastcancer.org.

Dass sie das Projekt professionell angegangen ist zeigt auch die Tatsache, dass sie noch während der Arbeiten Kontakt mit der Stadt aufgenommen hat und erreichen konnte, dass eine Public Art Installation daraus gemacht wurde: „…I am thrilled to report that the Culver City Council voted unanimously in support of turning The Secret Life of Swimmers into a series of banners that will hang in downtown Culver City this summer through September.
After September, the banners will move to Sepulveda Blvd where they will remain for the next two years.”

Auch zu diesem Fotoprojekt gibt es übrigens ein kleines, aber ziemlich beeindruckendes Video, das man über ihre Website oder die Vimeo-Website erreicht (Ausschnitt siehe unten).

PS: Hier gibts Bilder der Banner, die im Stadtbild zu sehen sind. Ich finde so etwas ja viel toller als Ausstellungen in exklusiven Räumen, in die normalerweise keiner freiwillig reingeht.

Das Video zum Foto-Projekt

Das Video zum Foto-Projekt

Zoom H2n: neues Audiogerät für HDSLR-Filmer

Donnerstag, den 21. Juli 2011
Digitale Recorder von Zoom

Digitale Recorder von Zoom

Die üblichen Quellen haben ihn bereits vorgestellt und sind voll des Lobes: Der Nachfolger des beliebten Zoom H 2 wird erwartet. Die technischen Daten lassen sich leicht recherchieren und sehen vielversprechend aus. Und nachdem der Zoom H 1 zwar sehr preiswert aber eben auch mit einigen Schwächen behaftet war (Handling-Geräusche), schauen viele HDSLR-Filmer jetzt gespannt nach dem Neuen (der zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht zu haben ist).

Nun bin ich sicher nicht optimal ausgestattet, was die Audio-Aufnahmen angeht. Aber neue Digitalrecorder für Video-Aufnahmen sind in meiner Anschaffungsliste immer ein bißchen weiter nach unten gerutscht. Oben kamen dann dafür immer Dinge auf die Liste, die mehr Möglichkeiten versprechen.

Was ich mir vor einigen Jahren eher als provisorische Lösung angeschafft habe (eine kleines Olympus-Aufnahmegerät, das eigentlich als Diktiergerät gedacht ist) hat sich in der Praxis so gut bewährt, dass ich es nicht mehr missen möchte.

Ich verwende es zusammen mit einem ebenfalls ziemlich preisgünstigen Lavalier-Mikrofon und bin überzeugt davon, dass – gerade in einer nicht ganz ruhigen Umgebung – die Qualität mehr durch die Nähe zum Sprecher gewinnt, als durch viele andere, technische Features oder Feinheiten. Hinzu kommt, dass ich meine Gesprächspartner ja verkabele: Mikro anstecken, Kabel durch die Kleidung führen (das machen sie dann schon selber) und schließlich das kleine Aufnahmegerät in die Hosentasche stecken oder auch in die Hemdtasche, den Hosenbund – wohin auch immer.

Dort einen Brocken in der Größe der Zoom-Geräte zu verstecken stelle ich mir schon etwas knifflig vor. Abgesehen vom Kabelgewirr der Mikrofone und Kopfhörer erscheint mir meine Lösung fast perfekt. Vom Design und vom Gesichtspunkt des in der Tasche versteckens wäre mein Favorit abgesehen davon derzeit ein DR-05.

CSS1K: viel Design mit wenig Code

Dienstag, den 19. Juli 2011
CSS1K: Design mit kleinen CSS-Dateien

CSS1K: Design mit kleinen CSS-Dateien

Kann sich eigentlich noch jemand von den Älteren (hüstel) an CSS Zengarden erinnern? Für viele, die an Websites arbeiten war das ja so etwas wie ein Erweckungserlebnis: Anhand der immer gleichen Inhalte konnte man da ansehen, wie einzig durch Verwendung unterschiedlicher CSS-Dateien das Layout anders gestaltet wurde. Bis dahin hatten die meisten Website-Gestalter (mich eingeschlossen) die entsprechenden Anweisungen am liebsten direkt ins HTML der Seite geschrieben.

CSS1K ist sozusagen eine Art Neuauflage dieser Idee: Nachdem sich die Auslagerung des Layout-Codes in CSS-Dateien heute etabliert hat, kommt es ja mancherorts sogar zu richtigen Orgien. Da werden nicht eine oder zwei CSS-Dateien eingebunden (und natürlich extra geladen) sondern manchmal auch gleich ein halbes Dutzend. Von einer schlanken Lösung kann man da nicht mehr sprechen, denn alleine die Ladezeit für CSS-Dateien hat es manchmal schon in sich. Zitat:

Popular sites have in average 27 K of CSS, but some use up to a megabyte of style sheets!

Dass es auch einfacher geht zeigt CSS1K: genau ein Kilobyte groß dürfen hier die CSS-Dateien sein, 1024 Bytes. Dafür wird eine ganze Menge geboten inklusiv aufklappbarer Seiteninhalte und dynamischer Elemente.

Verwiesen wird auf der Website übrigens auch auf ein ähnliches Projekt zum Thema Javascript: js1k.com/ zeigt Beispiele mit schlankem JS-Code, die Machart ist allerdings eine ganz andere. Bislang gab es wohl drei Wettbewerbe zu unterschiedlichen Themen, die ersten die Top 10 werden jeweils gezeigt.

Matrix für Hipstamatic App: welcher Film, welche Linse?

Montag, den 18. Juli 2011
Hipstamatic Matrix

Hipstamatic Matrix

Ich hatte ja an dieser Stelle schon einmal ein Beispiel vorgestellt, in dem die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten der Hipstamatic-App in Form einer Matrix gezeigt werden. Aber die Zeiten ändern sich und ich habe mittlerweile auch einige neue Paks heruntergeladen.

Neuere Variationen zu diesem Thema findet man zum Beispiel hier: Hipstamatic App: welche Einstellungen, welche Linse? Eine Matrix-Übersicht. Ludwig Coenen vom Foto-Apps-Blog hat in seinem Artikel gleich etliche Links zu solchen Beispielen zusammen getragen. Auch neuere Linsen sind dabei.

Darüber hinaus veröffentlicht der eifrige iPhone-Fotograf regelmäßig Tipps und stellt Apps für Fotografie und Bildbearbeitung vor.


Eine Seite von Joachim Ott