Monatsarchiv für Mai 2011

360-Grad-Videos mit dem iPhone

Dienstag, den 31. Mai 2011

360-Grad-Video fürs iPhone

Manche Ideen sind so gut, dass die Welt nur darauf gewartet hat. Naja, die ganze Welt hat vielleicht nicht darauf gewartet, mit dem iPhone 4 360-Grad-Videos zu drehen. Aber ein iPhone hat, der findet das wahrscheinlich auf Anhieb ziemlich verlockend.

Die Idee zu diesem Projekt (Dot: 360º video capture for the iPhone 4 by Jeff Glasse — Kickstarter) stammt von einem New Yorker Büro, das die Rundumsicht per Video wohl zuerst für Klassenzimmer entwickelte.

Das ganze aufs iPhone übertragen zu wollen, war eine ziemlich clevere Idee, noch besser war der Plan, auf Kickstarter.com Unterstützer zu suchen. 20.000 Dollar wollten die Entwickler haben, jetzt haben sie bereits 68.000 Dollar und das Projekt ist noch weitere 33 Tage für weitere Unterstützer.

Coole Jungs, die sich auch gar nicht werbemäßig überhöhen müssen, um Eindruck zu schinden:

„We’re excited too. Why? Because we’re uber lazy, and we’d rather put down the camera and enjoy the party. We’re making a bet you will too. (Not that we think you’re lazy…)”

Für 98 Dollar wird man von ihnen innig geliebt und erhält als einer der ersten das neue Spielzeug, mit dabei sein kann man aber auch schon mit einem Dollar.

Wochenend-Tipps: Microadventure

Freitag, den 27. Mai 2011

Kleine Abenteuer – wer sucht sie nicht? Alastair Humphreys sucht sie quasi berufsmäßig, als Abenteurer, Sportler, Redner und Motivator, aber auch in seiner Funktion als Fotograf und Videofilmer. In seiner Vimeo-Rubrik sind einige schön festgehalten, auch die größeren, wie ein Trip auf Island. Dabei haben muss man halt – wenn man seine Erlebnisse schön festhalten möchte – eine DSLR und eine GoPro.

Die Idee der Microadventures finde ich schön, weil man damit seine Dosis an Abenteuern alltagsgerecht unterbringen kann: 30 Meilen an einem Wochenende laufen, auf einem Berg übernachten – die Auswahl ist groß. Ideal, wenn man sie wie Humphreys noch in schönen Fotos und interessanten Videos festhalten kann.

Wer sich übrigens durch sein Blog liest entdeckt jede Menge Links zu anderen berufsmäßigen Abenteurern, die sich ebenfalls mit vielen guten Fotos und Videos vermarkten.

Fotogeschichten: The burning house

Donnerstag, den 26. Mai 2011

Fotogeschichten: the-burning-house.com

The burning house:

If your house was burning, what would you take with you?

Schöne Idee, nicht ganz neu, aber doch immer wieder sehenswert: Wenn morgen Dein Haus abbrennen würde, was würdest Du schnell noch mitnehmen wollen? Sicher ist die Frage arg hypothetisch und die ERgebnis nicht ganz korrekt: Wer sich damit gedanklich beschäftigt kommt sicher zwangsläufig zu einem anderen Ergebnis als derjenige, der in 30 Sekunden aus den brennenden Hütte flüchten muss.

Aber das Thema ist ebenso schön, wie jenes, wo Leute den Inhalt ihrer Taschen fotografieren. Da machen dann meistens die Kreativen mit, die auch halbwegs stylische / moderne Dinge dabei haben (und zeigen wollen?).

Es gibt schon jetzt jede Menge Einträge und jedes Bild erzählt eine kleine Geschichte über denjenigen, der fotografiert hat.

Fotoblog „White Space” von Heiko Wächter

Mittwoch, den 25. Mai 2011

Fotoblog White Space

Wer viele Fotoblogs ansieht (ja, das mache ich und ich mache es gerne), der ist vom Layout der meisten Angebote schnell ermüdet: Pixelpost hat sozusagen eine marktbeherrschende Stellung und hier wiederum gibt es ein paar wenige Themes, die von den allermeisten Fotoblogs benutzt werden.

Das ist nichts Schlechtes: Ich habe selbst einmal zahlreiche Blog-Techniken getestet, auch mein Favorit war damals Pixelpost. (Ich war nur realistisch genug zu erkenne, dass ich nicht regelmäßig neue Fotos poste.) Und auch die Layouts sind ok: Reduziert auf das Wesentliche, sie laden schnell und lassen – meist ohne unnötigen Schnickschnack, die Fotos gut zur Geltung kommen.

Das Zeug zu einem neuen Klassiker in einem etwas moderneren Gewand hat meiner Einschätzung nach das Theme „White Space” von Heiko Wächter (der entgegen ersten Vermutungen nach dem deutsch klingenden Namen in wohl Australien lebt): heiko waechter / fotoblog / template. Dahinter steckt eine Flash-Anwendung mit Datenbank-Anbindung und einem CMS, das leicht zu bedienen sein soll (ich habs nicht ausprobiert).

Er bringt mit Flash etwas Bewegung in die Sache, aber immer noch so, dass Bild und Bildwirkung im Vordergrund stehen und nicht die Effekte. Mir gefällt das ausgesprochen gut, man findet sich leicht zurecht und funktioniert sehr flüssig.

Ich mag gar nicht darüber urteilen, wie gut und sinnvoll Flash generell ist und was auf iPads passiert und die Einschränkungen sind ja auch altbekannt (so kann ich zum Beispiel nicht die kleine Schrift leicht vergrößern). Dennoch eine gelungene Sache und bis man so etwas oder Ähnliches in HTML5 so hinbekommt, dass technische Laien wie ich das kostenlos herunterladen können, kann das ja noch ein Weilchen dauern.

Camera+: Bildbearbeitung auf Knopfdruck

Dienstag, den 24. Mai 2011

Clarity-Effekt der Camera+ App

[Auf das kleine Bild klicken für eine größere Ansicht ]

Wenn man sich als Fotograf einige Routine im Umgang mit digitalen Fotos und dem Bildbearbeitungsprogramm Photoshop angeeignet hat, dann ist man skeptisch gegenüber den kleinen, oft billigen, manchmal sogar kostenlosen Apps für das iPhone, die dort bei den Fotos aus dem Handy ungeahnte Effekte erzielen sollen. Vieles davon ist mir entweder zu einfach, oberflächlich oder wirkt übertrieben, künstlich: Farbstiche und bunte Rahmen reißen mich nicht vom Hocker.

So war ich denn auch skeptisch als ich auf den Clarity-Effekt der iPhone-App Camera+ stieß. Einmal ausprobiert muss ich zugeben, dass das für eine automatische Bildbearbeitung auf Knopfdruck ziemlich in Ordnung ist. Oder besser: sehr in Ordnung. Nicht dass man das mit einer normalen Bildbearbeitung nicht auch hinbekäme. Aber den Effekt an digitalen Fotos auf diese Weise zu erzielen ist schon unschlagbar: Sieht professionell aus, kostet wenig.


Eine Seite von Joachim Ott