Monatsarchiv für Oktober 2010

Moderner Kiosk: pubbles.de – E-Magazine, Zeitungen, Bücher online

Montag, den 18. Oktober 2010

Pubbles

Heute schon am Kiosk gewesen? Nein, nicht an dem Zeitungskiosk, an dem die B…-Zeitung aushängt und man kann Underberg und Zigaretten kaufen. An diesem hier: “[:] pubbles – laden und lesen” kann man die elektronischen Ausgaben (sofern vorhanden) verschiedener Magazine (E-Magazine) und Zeitungen kaufen und auch digitale Bücher.

Damit kommt das, was ich mit dem Erscheinen des iPad als Revolution des Medienmarktes erwartet hatte, zwar nicht als Flutwelle neuer digitaler Medien bei uns an, aber immerhin als ein erstes hörbares Plätschern.

Die Übersicht der erhältlichen digitalen Medien und E-Magazine auf der Pubbles-Website zeigt, dass noch lange nicht alle wichtigen Medien vertreten sind. Und sie zeigt leider auch, dass diejenigen Anbieter, die mitmachen, noch etwas seltsame Preisvorstellungen haben. Dass es mit der Preisgestaltung von Büchern schwierig werden würde, war jedem klar: Verantwortlich ist die Buchpreisbindung in Deutschland, das ist ein eigenes Thema. Warum ich für die digitale Ausgabe manches Magazins (fast) genauso viel zahlen soll, wie für die gedruckte Ausgabe (für manche sogar mehr) erschließt sich mir allerdings nicht. Auch nicht, warum es in etlichen Fällen gleich ein Abo der digitalen Ausgaben diverser Zeitschriften sein muss, und ich keine Einzelhefte kaufen kann.

Auch die ersten Reaktionen der Kunden respektive Leser sind offensichtlich nicht sehr begeistert. Eine Umsetzung des gedruckten Formats auf eine lesbare Ausgabe für digitale Medien scheint nur in wenigen Fällen gelungen.

So verkauft man wohl ein Produkt, das – so der Anschein – man am liebsten gar nicht verkaufen würde. Und so entwickelt man Produkte für einen Markt, den man nicht kennt: Gar nicht, man wartet wohl eher mal ab, was die anderen machen.

Über den wirtschaftlichen Erfolg der E-Mags oder auch nur über die Auflage wird man wohl erst später was erfahren. Nach meiner Kenntnis sind diese Verkaufszahlen zum Beispiel auch nicht bei der IVW gelistet.

Hipstamatic iPhone App: Und es ist doch mehr als Knipsen

Freitag, den 15. Oktober 2010

Hipstamatic-Aufnahme

Eigentlich habe ich die iPhone Apps zum Themenbereich Fotografie immer nur als Spielzeug betrachtet: Der Erfolg der meisten Apps beruht auf irgendwelchen Verfremdungseffekten, die man zuhause am Mac genauso gut hinbekommt mit den Aufnahmen aus seiner DSLR. Für Canon- oder Nikon-Fotografen also keine ernst zu nehmende Alternative.

Aber das sollen sie ja auch nicht sein. Eine meiner liebsten Anwendungen ist mittlerweile Hipstamatic (Hipstamatic iPhone App – Digital Photography Never Looked So Analog): Die Bilder haben einen deutlich analogen Look – und sind mit allen Mängeln behaftet, die auch Billig-Knipsen wie Holga oder die ersten Agfa-Boxen hatten: Farbstiche, Unschärfen, unschöne Ränder…

Und doch verfällt man rasch dem Rausch, neben den „normalen” Fotos der 5-MP-Kamera im neuen iPhone immer auch ein paar Aufnahmen mit Hipstamatic zu machen: Fast immer findet man spontan ein paar Motive, zu denen einem ohne lange zu überlegen die passende Linse, der passende Film und ggf. ein Rahmen oder Blitz-Effekt einfällt.

Nach der neuesten Aktualisierung der App sind einige Schwächen behoben: Die Auflösung stellt man nicht mehr in den Standard-Einstellungen des iPhone ein, sondern an der Linse. Und die fehlenden Exif- und GPS-Daten sind jetzt ebenfalls integriert.

Bei einem Preis von 1,59 Euro kann man – finde ich – nicht meckern. Wer auf den Geschmack gekommen ist, der kann weitere Packs nachkaufen: mit anderen Linsen, Filmen, Effekten. Ich habe erst nach einigen Wochen jetzt ein Hipstapak nachgekauft (The Portland für 0,79 Euro). Was man übrigens direkt übers iPhone machen kann.

Zugegeben: es fiel mir zuerst schwer, dass ich Bilder mache, die nicht die volle Auflösung haben und damit alle Reserven für spätere Nachbearbeitung. Und die auch durch die Effekte der kleinen App schon so „verfälscht” sind, dass man auf die einmal getroffene Verfremdung festgelegt ist. Aber man gewöhnt sich schnell daran, dass man Fotos eben auch genau mit dieser Einschränkung aufnimmt: nur fürs Web, für die eigene Internetseite oder einfach als digitale Erinnerung.

Die Hipstamatic-Macher haben übrigens für die, die es gar nicht lassen können, in die neueste Version bereits die Bestellung von Prints eingebaut.

Hipstamatic-Website

PS: Ach ja, ich habe meine iPhone-Fotos (die meisten Bilder dort sind Hipstamatic-Aufnahmen) in ein Flickr-Album gelegt. Dort gibt es auch einige Gruppen zu dem Thema, zum Beispiel diese hier, die schon fast genauso viele Mitglieder hat wie diese iPhone-Gruppe.

Kindle Singles: Neue Nische für Autoren und Journalisten?

Mittwoch, den 13. Oktober 2010

Nieman Journalism Lab

Zuerst klingt das, was das Nieman Journalism Lab da veröffentlicht hat, nicht gerade nach einer guten Nachricht für Journalisten: Unter dem Namen “Kindle Singles” hat Amazon ein neues Format für seinen E-Book-Reader angekündigt. “Noch mehr Kleinkram”, denkt man da als Autor. Wahrscheinlich noch schlechter bezahlt, als es Bücher schon sind.

Doch bei genauerem Hinsehen hat das Format durchaus Charme: Mit einem Umfang von 30 bis 90 Buchseiten lassen sich hier neben Magazin-Artikeln und Kurzgeschichten auch Tutorials oder Erlebnisberichte unterbringen. Und da Amazon schon diverse Gruppen aufgerufen hat, Beiträge zu liefern, ist das System wohl ziemlich offen.

Der “Absatzmarkt” scheint recht gut zu sein: Ein langes Buch am Reader zu lesen ist (noch) nicht jedermanns Sache, erst recht will man sich das nicht auf dem iPod oder iPhone antun. Aber in dieser Länge könnte das durchaus interessant werden auch für die kleinere Formate.

Der Artikel nennt bereits ein erstes Beispiel einer Reportage dieser Länge, die schon jetzt über Amazon zu beziehen ist (für immerhin 5,74 Dollar). Aufgegriffen hat das Thema auch Spiegel Online E-Books: Amazon entdeckt die Kurzform, wo man das Thema unter einem speziellen Blickwinkel betrachtet (wohl nicht ohne Eigeninteresse): “Helfen könnte das Pressehäusern, die neue Erlösmodelle suchen”

Photofriday: Burgundy

Montag, den 11. Oktober 2010

Photofriday: Burgundy

Prima, dachte ich, als ich das neue Thema von Photofriday vernahm: Burgundy. Da war ich ja erst. Musste mich dann aber bei Durchsicht der eingereichten Bilder belehren lassen, dass es hier wohl eher um die Farbe Burgunderrot / Weinrot geht. Da ist meine Auswahl zwar nicht so doll, aber einiges gabs auch hier. Aufgenommen im schönen Schwarzwaldstädtchen Schiltach.

iPhone-Kamera kann jetzt auch HDR

Freitag, den 8. Oktober 2010

HDR-Test1

Mit und ohne HDR-Funktion: Maus über das Bild bewegen

Das iPhone kann jetzt auch HDR: Zwar ist die Qualität nach meiner Einschätzung noch ziemlich weit entfernt von den mit der entsprechenden Software “handgemachten” HDR-Fotos. Aber da die Wirkung sowieso sehr stark vom Motiv abhängig ist, kann man diese Funktion auf dem iPhone durchaus als Spielwiese betrachten. In manchen Fällen kann die HDR-Funktion durchaus noch Bilder “retten”…


Eine Seite von Joachim Ott