“Es geht auch ohne…” – oder: Veröffentlichen auf dem I-Pad
11. Mai 2010Alle sitzen in den Startlöchern und warten auf das I-Pad (ich auch!). Die Verlage haben sich wohl dieses Mal schon drauf eingestellt, dass sich da was für sie ändern könnte. Und das trifft nicht nur für die Tageszeitungsverlage zu, die das Thema Internet so grandios verpennt haben.
Besonders gespannt sind aber auch Autoren (wie ich), die ständig auch auf der Suche nach Möglichkeiten für Veröffentlichungen sind. Die Spannweite ist recht eng für Autoren: Klassische Verlagszusammenarbeit und Tantiemenmodell (führt in die Armut) oder gegen Pauschalhonorar (das schon eher), ergänzt durch verschiedene Book-on-Demand-Dienste (geringe Reichweite) oder den Eigenverlag (großes finanzielles Risiko).
Spiegel Online beschreibt hier recht schön das Beispiel eines Autoren, der – mehr oder weniger spontan – eine E-Book-Veröffentlichung angepackt hat: E-Books für iPad und Co.: Es geht auch ohne .
Das Beispiel könnte schnell Schule machen: Veröffentlichen ohne Verlag. Wer schon jetzt ein gutes Layoutprogramm hat und dann vielleicht noch eine eigene Website programmieren kann, der könnte schon bald seine Veröffentlichung auf dem I-Pad ansehen. Was natürlich nicht ausreicht: Noch schöner ists, wenn auch andere diese Veröffentlichung kaufen.
Chancen werden zunächst mal vor allem dem klassischen Sachbuch eingeräumt. Wenn das I-Pad mal etwas verbreiteter ist wird man wohl rasch erkennen, dass da durchaus mehr zu machen ist, eine reine Textveröffentlichung. Ich könnte mir schon bald auch kleinere Führer oder Bildbände auf dem I-Pad vorstellen. Auf jeden Fall kommt Bewegung in den Markt.







am 20. Juni 2010 um 19:10 Uhr.
Hallo Joachim, zunächst ein riesengroßes Kompliment zu diesem umwerfenden, ausführlichen blog. Das I-Pad begeistert auch mich. Du hast Recht, es kommt Bewegung in den Markt und die Mitbewerber müssen jetzt aber schnellsten am Ball bleiben, sonst ist dieser Zug auch wieder weg. Mich begeistert das I-Pad als Fotograf. Canon hat bereits Software für das I-Phone zum Steuern der 5DII und diese nutze ich jetzt auch uneingeschränkt auf dem I-Pad. Kunden werden fotografiert und halten vor sich das I-Pad. Mit WLan kommt das Bild und der Kunde sieht sofort das gemachte Ergebniss auf dem IPad. Einfach nur schick und hat bisher jeden Kunden total begeistert. Damit nicht genug, meine Messefotos mache ich jetzt oft mit Hochstativ und steuere vom Boden aus die Kamera mit dem IPad, alle Einstellungen usw. … Liveview inbegriffen. Auf einer Tagung habe ich vor 2 Tagen eine 5DII auf das Rednerpult gerichtet und mich zu den Zuhörern gesetzt. Mit einer weiteren Kamera unterwegs, machte ich dann mit dem IPad in der Hand immer dann wenn es erforderlich war das Foto mit der festinstalierten Kamera. Für Fotografen also nicht nur ein Hit um Bilder beim Kunden schick zu präsentieren, auch beim Shooting eine tolle Sache. Hoffentlich verpennt Nikon nicht wieder eine vernünftige Software auf den Markt zu bringen. Kameras können die Jungs ja bauen, Objektive sowieso, aber Software von Nikon und der Workflow in Adobe Software ist ein Graus. I-PAD – Top für Fotografen!