Tagesarchiv für 12. Januar 2010

Bücher aus dem Internet – und aus der Buchhandlung

Dienstag, den 12. Januar 2010
Buchhandlungen im Internet

Buchhandlungen im Internet

Amazon hat das Einkaufen revolutioniert. Zumindest für Provinzler wie mich. Vieles, was man in kleineren Städtchen wie meinem nicht bekommen kann, liegt nur noch einen Mausklick entfernt. Und weil ich bei Amazon guter Kunde bin, nimmt es mir sicher auch niemand übel, wenn ich etliche Bücher in einem der zwei verbliebenen Buchhandlungen vor Ort kaufe. Die sollen auch erhalten bleiben.

Dort kann man Sachen in die Hand nehmen und anschauen. Bei Büchern ist das nicht ganz unwesentlich. Die Riesenauswahl wird durch die Vorauswahl des Buchhändlers übersichtlicher, der mir damit Sachen sozusagen “empfiehlt”. Der Riese Amazon gibt sich viel Mühe, das ebenfalls zu tun und analysiert, nach was ich suche um mir dann Produkte vorzuschlagen. Meistens liegt er kilometerweit daneben (nix für ungut, Amazon).

Mittlerweile scheinen einige Buchhändler erkannt zu haben, dass es einen Zwischenweg gibt zwischen der Anbindung an große Portale und Datenbanken, mit deren Hilfe man Bestellungen für die Kunden abwickelt. Und der Beschränkung auf das kleine, lauschige Lädchen im Ort. Bei kohlibri.de zum Beispiel gibt es diese Empfehlungen, die einem durch die Büchervielfalt helfen. Es gibt etliche Vorauswahlen und spezielle Listen, Themen-Specials.

Der XT-Commerce-Shop, den ich auch vielfach verwende, wirkt zwar etwas handgestrickt und nicht ganz so elegant wie die Großen. Aber das mit den Empfehlungen und der Vorauswahl bekommt man dort nach meinem Geschmack ganz gut hin. Und die Artikel gibt es offensichtlich versandkostenfrei.

Offensichtlich gibt es dazu auch einen richtigen Buchladen (in Berlin) und offensichtlich hat man dort begriffen, dass man sich dem geänderten Einkaufsverhalten auch auf diesem Weg ganz gut anpassen kann. Vielleicht führt auch das dazu, dass Buchläden vor Ort erhalten bleiben.


Eine Seite von Joachim Ott