Monatsarchiv für April 2009
Nikon D5000 mit schwenkbarem Display
Montag, den 20. April 2009
Hoho: “Nikon präsentiert mit der D5000 eine neue digitale Spiegelreflexkamera für Familien und Hobbyfotografen. Die D5000 steht für unkompliziertes Fotografieren mit hohem Spaßfaktor. Besonderes Ausstattungs-Highlight der D5000: Ein neig- und drehbarer 2,7-Zoll Monitor. Damit hebt sie sich deutlich von anderen Kameras ab und ermöglicht das Fotografieren aus jedem erdenklichen Blickwinkel. Zudem verfügt die D5000 über die von der Nikon D90 übernommene Filmsequenz-Funktion (D-Movie) zum Filmen in HD-Qualität.”
Tja, damit ist doch eigentlich schon fast alles gesagt: Ja, wir haben eine neue Spiegelreflex Nikon D5000 SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Live-View, HD-Videofunktion) Gehäuseim Preissegment um 750 Euro (nur das Gehäuse). Aber wir betrachten das als Spielzeug für Knipser, denn wir sind eine Profi-Firma, die auch noch richtig teure Kameras hat. Ein bißchen Herablassung höre ich da schön heraus. Aber was solls: Um die Einteilung der Hersteller in Profis (=viel Geld für Technik ausgeben) und Amateure (=wenig Geld für Kameras ausgeben) habe ich mich noch nie geschert. Oder anders gesagt; Man kann auch professionell arbeiten, wenn man nicht die Profimodelle kauft.
Dieses hier könnte durchaus für viele Journalisten (=Profis) interessant sein. Erstmals hat man bei Nikon die Verbindung von SLR und HD-Videokamera noch mit einem schwenkbaren Display ausgestattet. Die zahlreichen Kollegen, die für ihre Tageszeitungsredaktion auch Bewegtbilder einsammeln, werden es danken. Der Preis ist dafür angemessen, finde ich. Ab Anfang Mai, so heißt es auf der Nikon-Deutschland-Website soll die 12.3-Megapixel-Kamera erhältlich sein, bei Amazon kann man sie bereits jetzt vorbestellen.
Das Display klappt nach unten auf, was für Videofilmer eher ungewohnt sein dürfte. Nikon argumentiert, dass es dann den SLR-Fotografen nicht im Weg sei.
Beim Preis hat man das Amateur-Segment vielleicht doch nicht so klar abgegrenzt: Für das Kit mit dem VR 18-105 mm (Nikon D5000 Kit inkl. 18-105mm VR)zahlt man derzeit (Vorbestellung, die Straßenpreise werden sicher noch niedriger liegen) so viel wie für das entsprechende Kit mit der D90 (Nikon D90 Kit inkl. F-S DX 18-105mm ED VR).
Photofriday: Circular
Freitag, den 17. April 2009
Thema beim Photofriday: Circular.
Mediengewinner: Brandeins und Landlust
Donnerstag, den 16. April 2009
Die Nachrichten aus der Medienszene sind keine guten: Tageszeitungen könnten aktuellen Berichten zufolge bald Teil einer aussterbenden Spezies sein. Redaktionen müssen sparen, entlassen Mitarbeiter, kürzen die Etats für freie Mitarbeiter oder schließen gleich ganz. Größere Zeitungsverlage beginnen wieder damit, ihr Gebiet zu bereinigen.
Sprich: Es gibt Absprachen darüber, aus welchen Regionen mit mehreren Anbietern man sich zurückzieht. Wenn man dafür vom Konkurrenten ein anderes Stück Zeitungsleser-Land bekommt. Dass dabei gerade die langjährigen Abonnenten vor den Kopf gestoßen werden, scheint kaum jemandem was auszumachen.
Vor diesem Hintergrund genießen positive Nachrichten einen hohen Aufmerksamkeitswert. Zzugelegt haben in jüngerer Zeit vor allem zwei Titel, während viele anderen teils lange am Markt befindlichen Zeitungen und Zeitschriften verschwinden.
Zu den Gewinnern gehört das brand eins Magazin, das ich selbst auch sehr schätze. Auch wenn ich mit dem Fotokonzept – das ich anfangs nicht wirklich für ein Konzept sondern für Stümperei hielt – noch immer hadere: Die unaufdringliche Gestaltung passt gut zu den sachlichen, positiven Inhalten.
Der andere Gewinner in der Zeitschriften-Szene ist Landlust. Und wenn ich mir bei brandeins noch sagen kann, diese Zeitschrift kann jeder brauchen, dann hat Landlust zwar auch noch Stück weit Sympathie. Aber wer braucht Landlust wirklich? Steht das nicht auch schon Brigitte und ungezählten anderen Zeitschriften? Und war das Original, das schon vor Jahren herauskaum, dann wieder verschwand und jetzt wieder am Kiosk zu finden ist, die Zeitschrift Country, nicht sowieso besser?
Ich gönne beiden Magazinen den Erfolg. Und in beide schaue ich auch ziemlich regelmäßig rein. Aber wenn ich mir schon mal eingebildet habe, die Medienszene halbwegs zu durchschauen und zu wissen, was sich am markt durchsetzt, dann sehe ich das jetzt wieder etwas nüchterner.
“Too much Photoshop?” Judge for yourself
Mittwoch, den 15. April 2009
Die interessante Überschrift hat mich magisch angezogen: Pressefotografforbundet: Too much Photoshop? Judge for yourself. Und ich muss zugeben, diese Frage des Verbandes der dänischen Pressefotografen ist berechtigt.
Ich sehe den Photoshop-Künstlern in den Medien ja schon lange zu- Mit einer Mischung aus Bewunderung und Abneigung. Bewunderung, weil man aus glazlosen Fotos eigentlich noch ziemlich viel herausholen kann. Abneigung, weil gerade im journalistischen Bereich zu viel Bildmanipulation eben einfach zu viel Manipulation ist.
Im vorliegenden Fall ist das zumindest meiner Meinung nach auch so: Gerade wenn es um sozialkritische Themen geht erwarte ich etwas Fingerspitzengefühl. Auch bei den Fotos. Und aus trostlosen Ghetto-Bildern überstrahlende Drama-Szenen zu basteln wirkt auf mich etwas unseriös.




