Zeitungssterben in den USA: Final Edition
3. März 2009
Final Edition from Matthew Roberts on Vimeo.
Am Wochenende gingen sowohl das Thema selbst als auch das dazu erstellte Video “Final Edition” schon durch diverse Blogs, am Montag berichtete auch Spiegel Online darüber: Die Rocky Mountain News in Denver musste dicht machen. Das alleine wäre wohl noch kein Thema, doch es steht exemplarisch für ein Zeitungssterben in den USA.
Denver hat immerhin 600.000 Einwohner und das hat bisher gereicht, um zwei Tageszeitungen erfolgreich zu betrieben. Nachdem immer mehr Anzeigen ins Internet verlagert wurden und jetzt auch noch die Wirtschaftskrise das Anzeigengeschäft schwächte, war Schluss. Abgesehen davon, dass mich das als Journalist besonders berührt und auch das professionelle Video Anteilnahme weckt: Nach meinem oberflächlichen Eindruck hatte diese Zeitung die Zeichen der Zeit eigentlich schon eher erkannt als viele deutsche Tageszeitungen.
Gerade im Multimediabereich gab es dort einige interessante Angebote. Und setzt man voraus, dass viele Entwicklungen in den USA einfach einen Tick früher beginnen als bei uns, dann gibt das zu denken. Erst recht, weil bei uns viele Redaktionen und Verlage noch viel weniger auf den Zeitenwandel eingestellt haben.
Aus dem Spiegel Online-Artikel:
“Die “Rocky”, wie sie in Denver nur genannt wurde, ist die erste US-Großstadtzeitung, die in dieser Mega-Krise in die Knie geht. Es ist ein dramatisches Signal, dass das Zeitungssterben hier noch viel schneller grassiert als befürchtet. Zumal die “Rocky” kein Käseblatt war: Sie gewann seit dem Jahr 2000 vier Pulitzer-Preise.”




