Monatsarchiv für Januar 2009
Das große Buch vom Markgräflerland
Donnerstag, den 15. Januar 2009
Das Markgräflerland: Der irdische Paradiesgarten zwischen Schwarzwald und Oberrhein – so lautet der Titel meiner Sommer-Beschäftigung 2008. Ein Buchprojekt, für das der Verlag recht schnell einen Redakteur und Autor brauchte. Für mich war das Projekt – nach langer Abstinenz vom Bücher machen – auch Neuland: Zum Konzept gehört, auch sogenannte Protagonisten zu Wort kommen zu lassen.
Letztlich konnte ich diese Vermischung von redaktionellen Inhalten und Anzeigen aus zwei Gründen mittragen: Erstens sorgt der Verlag für eine akurate Trennung, so dass dem Leser zu jedem Zeitpunkt klar ist, wer was darstellt. Und zweitens sorgt die Aufnahme von Anzeigen (die ja auch in Zeitungen und Zeitschriften üblich ist) für einen moderaten Verkaufspreis des immerhin 240 Seiten starken Fotobildbandes (knapp 20 Euro).
Im Nachhinein muss ich auch als überzeugter Journalist (der immer die Trennung von Redaktion und Werbung vertritt) und kritischer Verbraucher zugeben, dass diese Mischung dem Buch gut getan hat: Es ist bunter, lebhafter, informativer geworden. Nicht zuletzt war auch die angenehme Zusammenarbeit dem Verlag dafür ausschlaggebend, dass ich das Projekt positiv bewerte. Ein Stück Neuland also, das zu betreten sich gelohnt hat, finde ich.
Foto-Bildband mit Lichteffekt: American Pride and Passion
Mittwoch, den 14. Januar 2009
Ein Wow-Effekt beim morgendlichen Lesen meiner Emails. Über einen Blurb-Link bin ich eher zufällig auf das Buch und später auch auf die Website des amerikanischen Fotografen Eric Curry gestoßen. Seine Lichtbilder sind eher Licht-Gemälde: Diffizil in Szene gesetzte künstliche Arrangements mit komplizierter Ausleuchtung, geplant bis ins letzte Detail.
Auf seiner Webvsite American Pride and Passion sieht man seine eindrucksvollen Aufnahmen, dazu gibts meistens noch ein “Making-of-Video”, ein Interview mit dem Meister und / oder schriftliche Erläuterungen. Den neuesten Foto-Bildband mit seinen Aufnahmen kann man übrigens bei Blurb kaufen – für stolze 75 Dollar (was auch beim derzeit günstigen Wechselkurs immer noch 57 Euro sind).
Ich muss allerdings zugeben, dass der erste, gewaltige Eindruck durch diese Fotos im Laufe des Website-Studiums etwas der Ernüchterung gewichen ist: Das ganze Arrangement wirkt schon auf den ersten Blick etwas künstlich oder ge-photoshoped. Wenn man aber in seinem Video-Tutorial mitbekommen hat, welchen Aufwand Eric bei der Ausleuchtung seiner Szenen betreibt, dann wirkt das schon etwas ernüchternd, finde ich.
Nicht, dass die Bilder deswegen weniger beeindruckend wären. Aber ähnlich wie bei stark am Bildschirm manipulierten Aufnahmen schwindet doch der Eindruck, dass man hier Ausschnitte aus dem richtigen Leben sieht.
Ganz nebenbei finde ich es auch ziemlich ernüchternd, dass ein Fotograf, der bei Blurb veröffentlicht, mit einem Preis von 75 Dollar für seinen 80seitigen (!) Bildband etwas chancenlos dasteht gegenüber Verlagsprodukten. Das Blurb-Buch gibt es übrigens hier.

Noch ein sparsamer Reisender: Leon Logothetis reist mit 5 Dollar pro Tag
Dienstag, den 13. Januar 2009
Den richtigen “Frugal Traveler” habe ich hier ja schon (mehrfach) vorgestellt: Es ist Matt Gross von der New York Times. Im Sommer bricht er zu seinen Rundreisen auf, ausgestattet mit Notebook und Foto und Videokamera. Die Berichte erscheinen im Videobereich der New York Times, sind immer sehr kurzweilig und aufschlussreich. Machen Lust aufs Nachmachen.
Sein Budget ist immer sehr knapp bemessen, woraus sich auch der Titel seines Blogs ableitet (sinngemäß: sparsamer Reisender). Und es ist auch beeindruckend, wie er mit relativ wenig Geld genussreiche Reisen unternimmt.
Jetzt hat Matt Gross in seinem Blog bei der NYT einen anderen “sparsamen Reisenden” interviewt: Q&A with Leon Logothetis, a $5-a-Day Traveler – Frugal Traveler Blog – NYTimes.com. Und der muss nun allerdings mit fünf Dollar pro Tag auskommen – was ja so schlicht unmöglich ist.
Das bedeutet, er ist stets auf die Hilfe anderer angewiesen. Lesenswertes Interview zweier “Herumtreiber” im besten Sinne. Und eine überraschende Erkenntnis: Am hilfreichsten erweisen sich wohl stets die Amerikaner, sowohl in ihrem eigenen Land, als auch in anderen Ländern. Leons Fazit: An manchen Tagen sei er schon aufgestanden mit dem Gedanken: Hey, nun muss ich nur noch einen amerikanischen Touristen finden.
Preiswerte Sony HD-Webcam
Montag, den 12. Januar 2009
Die Zeichen der Zeit erkannt hat Sony: Die Welt braucht jetzt billige HD-Camcorder. 200 US-Dollar für die Sony Webbie sind ein Wort. Die HD-Auflösung schafft zumindest mal die Voraussetzung für bessere Bildqualität. Inwiefern auch die Optik mithält und ob das Gesamtpaket mit Software so attraktiv ist wie beispielsweise bei der Flip, darüber gibts wohl noch keine Aussage.
Die Kameras gibts in drei Farben (wir Internet-Menschen sind hip, wir brauchen das), aufgezeichnet wird im Format (1920×1080), außerdem sollen Fotos mit 5 Megapixelmöglich sein. Nervig (wie immer bei Sony): Man braucht den Sony-eigenen Memory Stick, im Preis wohl kein Speichermedium enthalten. Weitere Modelle in der Bauform Hochformat sind wohl geplant.
Aber: Vorerst kommen wohl nur die US-Einwohner in den Genuss dieses Schnäppchens. Dürfte sich verkaufen wie geschnitten Brot, schätze ich. Wäre jetzt doch ab und zu ganz schön, man hätte einen Onkel in Amerika.








