Monatsarchiv für Oktober 2008

Buchmesse-Wochenende

Montag, den 20. Oktober 2008

Frankfurter Buchmesse

Ein bewegtes Wochenende liegt hinter mir: Die DJV-Tagung besser online habe ich sausen lassen: Zu teuer waren mir Fahrt nach Hamburg und Tagungsgebühr und Hotel. Dafür muss ein freischaffender Journalist ganz schön lange rackern. 150 Teilnehmer waren es und interessante Gäste auf dem Podium, schade. Vielleicht nächstes Mal.

Ein Wort verlieren muss ich auch über das Europäische Outdoor Film-Festival, das am Freitag abend in Freiburg gastierte. Da war ich, inmitten eines ziemlich jungen und verwegenen Publikums, zwar nicht ganz alleine in meiner Altersklasse, aber schon ein Senior. Die Filme waren toll, in Kürze mehr.

Deutscher Fotobuchpreis

Und dann schließlich noch mein erster Besuch bei der Buchmesse in Frankfurt. Interessant, anregend, anstrengend. Aber: jederzeit wieder. Mein Hauptaugenmerk galt eher den kleineren Verlagen, Regionalverlagen, Nischen. Und dann natürlich denjenigen, die schöne Koch- und Weinbücher herausgeben. Und schließlich denjenigen, die die schönsten Bücher und Bildbände machen. Alleine schon die Tatsache, dass man mal das ganze Sortiment des Edition Panorama Verlags ansehen kann, ist fein.

Ein Highlight auch die Sieger und Auswahlliste des Deutschen Fotobuchpreises. Und vieles andere mehr.

Von den Veranstaltungen haben wir nur wenig mitbekommen: mal ein Blick auf Rafik Shamir, auf Ulrich Wickert, auf Sascha Zeus und Michael Wirbitzky….

Die Zeit reicht nicht für alles, fürs nächste Jahr gibts schon den Plan, eine Übernachtung einzubauen. Und im Frühjahr vielleicht auch einmal in Leipzig vorbeizuschauen.

Ulrich Wickert

Photofriday: Freeze Frame

Freitag, den 17. Oktober 2008

Photofriday: Freeze Frame

Thema beim Photofriday: Freeze Frame, was sich fast von selbst übersetzt…

Schlicht und schön: kleinklima.de

Donnerstag, den 16. Oktober 2008

kleinklima.de

Michael Preidel hat sich von der schön-schlichten Wetter-Website umbrellatoday.com inspirieren lassen. Und er hat sie auf unsere Verhältnisse angepasst, sprich: Man kann jetzt deutsche Orte und Postleitzahlen eingeben: KleinKlima – schnelles Wetter.

Beide sind wirklich bestechend einfach und übersichtlich. Fast so schön, wie das Weather-Widget für den Mac. Aber das können ja nun nicht alle haben…

Auszeichnung für Video-Journalisten: 2008 VJ Awards

Mittwoch, den 15. Oktober 2008

2008 vj awards

Am 28. und 29. November werden die 2008 VJ Awards vergeben. Die Auszeichnungen gehen jährlich an die besten internationalen Video-Journalisten und werden in Kooperation mit dem ZDF organisiert.

Es gibt acht Kategorien (ich gebe das mal unübersetzt wieder):

International: TV production – broadcast reports (2000 ¤), independent video (2000 ¤)

German video journalism award: TV production – broadcast reports (2000 ¤), independent video (2000 ¤), Reportage (2500 ¤), newcomer video journalism award (1000 ¤), online and audience prize (500 ¤), special prize of the Jury.

Die Videos auf der Website werden recht groß angezeigt, leider läuft das bei mir trotz großer DSL-Leitung nicht so flott. Man sollte sich auch nicht gleich von der Startseite in die Videobetrachtung hereinziehen lassen, denn dann fehlt etwas die Orientierung. Erst in der Rubrik Video kann man wählen nach diversen Kriterien (Kürzlich hinzugefügt, meist angesehen, meist diskutiert etc.)

Flip Video im Vergleich zur Profikamera

Dienstag, den 14. Oktober 2008

Vergleich Flip und HD-Video

Der amerikanische Fotograf Kirk Mastin hat die derzeit wohl preiswerteste und universellste kleine Videokamera mit seinem HD-Profigerät verglichen (einer Canon XH-A1. Das Ergebnis ist verblüffend und die beiden Original-Videos kann man sich hier ansehen: The Master of Emulsion: Flip Video Vlog: A Tale of Two Formats.

Auch die Konstruktion, die es Kirk Mastin erlaubte, beide Videofilme zeitgleich aus gleicher Perspektive aufzunehmen wird am Ende des Videos sichtbar. Die Ergebnisse sind wirklich verblüffend, belegen aber letztlich nur zwei simple Erkenntnisse:

1. Das technische Gerät ist nicht ausschlaggebend. Oder wie die Beton-Industrie lange Jahre geworben hat: “Es kommt drauf an, was man daraus macht.” Das soll jetzt nicht heißen, dass jeder Schimpanse mit egal welchem Equipment heute gute Bilder machen kann. Aber wer sich lange mit Fotografie beschäftigt hat, wer verschiedene Kameras ausprobiert hat, mit der Technik umgehen kann und die technischen Zusammenhänge kennt, der wird auch mit einer einfachen Kamera gute Ergebnisse produzieren. Weil er die Beschränkungen kennt und gar nicht erst Dinge versuchen wird, die mit kleinem Gerät einfach nicht gehen. Und das Erstaunliche ist: All die großartigen technischen Features braucht man eigentlich nicht unbedingt (klar: man will sie haben). Das sieht man ja unter anderem schon daran, dass zum Beispiel auch die allermeisten Aufnahmen mit dem Standardobjektiv an der SLR gemacht werden und all die Weitwinkel und Fisheyes und Superteles nur eine untergeordnete Rolle spielen.

2. Für Foto und Video im Internet gelten andere Regeln. Auch die 12-Mega-Pixel-Aufnahme wird in aller regel heruntergerechnet auf vielleicht 800 oder 1024 Pixel Breite. Und das auch nur, wenn sich jemand schon ein eigenes Photo-Blog zugelegt hat, in dem man auch großformatige Bilder zeigen kann. In aller Regel wird das Standard-Layout einer Internetseite kaum mehr als 500 Pixel Breite zulassen. Und dasselbe gilt natürlich auch für Videos: Die HD-Auflösung kommt nur in wirklich wenigen Websites zum Tragen. Ansonsten ist auch hier die Breite auf 400 bis 500 Pixel festgelegt.

Die Flip-Kamera

Entdecke die Möglichkeiten: Das Faszinierende an der Flip-Kamera, die bei uns noch lange nicht so bekannt ist wie englischsprachigen Raum, ist die einfache Bedienung und Verarbeitung der Filme. Für rund 100 Euro bekommt man Hard- und Software für Mac und PC, kann sofort loslegen, experimentieren und auf youtube oder anderen Plattformen veröffentlichen. Klar, dass das alleine noch kein Qualitätsmerkmal ist.

Aber wenn es mehr Leute dazu bringt, anzufangen, anstatt jahrelang zu planen oder auf die Anschaffung einer “großen” Ausrüstung zu warten, dann hat es auch was Gutes. Zumal unter denen in Warteposition ja nicht nur Anfänger sind, sondern auch viele, die zum Beispiel schon in der Fotografie viel Erfahrung gesammelt haben.

Übrigens ist die Website von Kirk Mastin auch abgesehen von diesem Beitrag schon interessant: Seine Arbeiten ebenso wie sein Blog mit Bild- und Textbeiträgen.

Die Kirk Mastin Website


Eine Seite von Joachim Ott