
Blitztutorial: Perspektive und Tiefenschärfe. Das sei das “nächste dicke Ding” meint der freie Art Director Michael Preidel und gibt eine detaillierte Anleitung, wie man mit Photoshop den Effekt hinzaubert, den ich bei den amerikanischen halb-professionellen Koch-Blogs so schön finde. Vergessen Sie die Tipps mit Teleobjektiv und offener Blende: Wer will schon in seiner Küche immer alles komplett ausleuchten, damit er mit 10 Meter Abstand vom Küchentisch und der “langen Tüte” eine sehr geringe Tiefenschärfe hinbekommt?
Nachdem ich selbst über dieses Thema einige Zeit gebrütet hatte war ich zuerst auf Makro-Linsen, dann auf das Lensbaby gestoßen – und schließlich auch zu dem Schluß gekommen, dass man da keine großen Beträge mehr investieren sollte. Meine Photoshop-Experimente ließen sich allerdings nicht so knapp und wirkungsvoll zusammenfassen und sahen jedes Mal ein bißchen anders aus.
Alternative ist noch die Verwendung einer Kompaktkamera mit sehr geringem Mindest-Aufnahmeabstand (das geht bis zu einem Zentimeter, das schaffen SLR nicht), dann die ISO-Zahl hochsetzen, den Blitz aus und das Tele in Makrofunktion ausfahren. Die Photoshopmethode hat freilich den Vorzug, dass man sie auf seine Archivfotos anwenden kann – egal wie viel oder wie wenig Tiefenschärfe die aufweisen (siehe obiges Bild, unbearbeiteter Schnappschuß mit einer Ixus).