
Wer braucht das denn: Digitales Lesegerät: Amazon-Boss zeigt den Bücher-iPod , so berichtet Spiegel Online in seiner Rubrik Netzwelt.
Als vor ein paar Jahren die ersten dieser elektronischen Bücher auf den Markt kamen (und erfolglos wieder verschwanden), war ich mir sicher: Das wird nix. Da kann genausogut hundertmal das Ende der gedruckten Tageszeitung vorhergesagt werden. Aber morgends möchte ich doch lieber im bedruckten Papier blättern als schon auf den Bildschirm stieren.
Inzwischen habe ich mich mit dem Gedanken an ein elektronisches Buch allerdings so weit angefreundet, dass ich es gerne mal ausprobieren würde. Und das Amazon-Produkt Kindle (“Wireless Reading Device”) erscheint mir ganz durchdacht. Aus verschiedenen Gründen würde ich es heute gern testen:
- In meinem nun doch schon fortgeschrittenen Alter brauche ich eine Lesebrille. Für Bücher und Zeitungen. Am Bildschirm gehts noch ohne, aber bei Ermüdungserscheinungen stelle ich mir einfach die Schrift größer. Das hilft und geht beim Bücher-i-Pod, der übrigens Kindle heißt, sicher auch.
- Ermüdungsfrei lesen kann ich auch, wenn das Licht stimmt: Bei schummrigem Licht wirds ganz schlimm. Und der Lesehelfer ist sicher beleuchtbar.
- In den USA sind die Top Hits aus den Bestenlisten wohl einheitlich für 10 US-Dollar zu haben. Direkt auf das E-Buch, ohne Umweg über den Computer. Das würde meine Hemmschwelle für Neukäufe deutlich senken: 20 oder 30 Euro für ein Buch, das nach mir in der Familie vielleicht niemand mehr liest und das vielleicht nicht mal mir gefällt sind für einen schwäbischen Familienvater eine bedenkenswerte Investition.
- Und schließlich: Schluß mit der schweren Büchertasche! Man kommt sich ja fast schon wie ein Auswanderer vor, wenn man für ein langes Wochenende oder einen Urlaub zentnerweise Bücher einpackt (naja, so zwischen 6 und 12 für den Urlaub).
Für völlig utopisch halte ich dagegen den angepeilten Preis: 399 Dollar will Amazon dafür haben. Nicht aus irgendwelchen kaufmännischen Erwägungen heraus, wenn ich das richtig verstehe. nein, eher symbolisch, weil der erste richtige I-Pod wohl auch so viel gekostet hat.
Richtig clever wäre es, das Ding zu verschenken, wenn man bei Amazon Titel abonniert. Ansonsten fände ich 100 Dollar auch noch einen vernünftigen Preis. Bei 399 Dollar muss ich wohl das machen, was ich auch beim I-pod oder I-Phone mache / gemacht habe: Abwarten…