ZEIT online: “Schreiben macht arm”
Die meisten Journalisten haben wenig Neigung, ihre Situation zu beklagen. Wenn überhaupt, dann macht man sich bei der schreibenden Zunft eher für andere stark. Und das ist nicht nur reines Gutmenschentum: Wer will sich als Journalist schon als Opfer schlechter Zustände darstellen? Dabei sind die Arbeitsbedingungen gerade der freien Journalliten alles andere als rosig.
Für rege Diskussionen sorgte in jüngerer Zeit ein Beitrag bei ZEIT online, der vielen freien Medienschaffenden aus der Seele spricht: “Schreiben macht arm” behauptet da Gabriele Bärtels. Wer auf ihre Website schaut (http://www.gabriele-baertels.de/) kann sich nicht vorstellen, dass die Frau Not leidet: Da stehen lauter prominente Magazine als Referenzadressen. Alles Adressen, nach denen ich mir als Lokaljournalist damals alle zehn Finger geleckt hätte.
Wer etwas Einblick in die Medienwelt hat, der weiß, dass gerade die freien Journalisten am unteren Ende der Einkommensskala herumkrebsen. Aber natürlich thematisiert man so etwas als Journalist nicht. Umso schöner, dass das Thema jetzt mal an so prominenter Stelle veröffentlicht wird.
