Monatsarchiv für August 2007

NYT-Slideshows: Mit “Bildersicherung”

Freitag, den 31. August 2007

NYT-Screenshot mit schwarzem Balken

Ich habe ja immer gerne Reklame gemacht für die tollen Multimedia-Beiträge der New York Times. Hier erscheinen regelmäßig Audio-Slideshows, aber auch Videos und einfache Bildserien. Wie sich das in journalistischer Hinsicht gehört mache ich dann davon einen Screenshot, auf dem man natürlich auch den Header der Seite erkennt und die Zugehörigkeit der Bilder zum NYT-Online-Angebot.

Offensichtlich machen das nicht alle so. Vielleicht schmücken sich auch einfach ein paar Website-Betreiber mit den tollen Fotos, die sie dort finden. Auf jeden Fall haben die NYT-Programmierer die (sowieso schon aufgebohrte) Soundslides-Präsentation noch trickreicher gestaltet: Wer auf dem Mac die Tastenkombination für einen Screenshot drückt, der sieht automatisch ein dickes schwarzes NYT-Logo eingeblendet.

Spätestens damit ist die Herkunft der Bilder ja nicht mehr zu verleugnen. Nun ist es eine Sache, Reklame für eine schöne Sache zumachen. Eine andere ist es, wenn man vorgeschrieben bekommt, dass man dafür nur noch das dicke häßliche NYT-Logo ablichten darf. Und weil ich nirgendwo lese, dass Screenshots mit deutlichem Urheberhinweis etwas Verbotenes sind kommt hier auch nochmal ein Bild mit Hinweis auf eine schöne Slideshow.

Lieber macht man natürlich Reklame für Leute, die sich nicht mit Händen und Füßen dagegen wehren.

... und einmal

Digitale Bilderrahmen: Weiterentwickelt, aber noch nicht die optimale Lösung für Fotos

Donnerstag, den 30. August 2007

Kodak digitaler BilderrahmenFasziniert haben sie mich vom ersten Augenblick an, die digitalen Bilderrahmen. Endlich viele verschiedene Bilder präsentieren, ohne Rahmen und Passepartout zu öffnen. So vor etwa einem Jahr war die Geschichte noch ziemlich teuer und ziemlich klein: Rund 7 Zoll Bildschirmdiagonale und Preise um die 200 Euro.

Und mit den ersten Erfahrungsberichten kam auch Ernüchterung auf: Die Bildqualität ist nicht immer überragend, die Akku-Laufzeiten sind sehr kurz. Und wie sieht das schon aus, ein Bilderrahmen aus dem unten das Kabel raushängt?

Inzwischen hat sich der Markt ganz gut entwickelt: Es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die Farben, Formen und vor allem die Größen sind vielfältiger geworden, und allmählich gibt es auch schon einige Tests mehr und etlliche Erfahrungsberichte. Amazon zB präsentiert mit der ersten Suche gleich 70 Ergebnisse, Und wer bei Ebay sucht, der findet auf Anhieb 187 Artikel. Wer nicht steigern will, der kommt auf immerhin 120 Sofortkauf-Angebote und wenn man mal die Winzdinger für Schlüsselanhänger abzieht, dann tummelt sich das Gros schon bei rund 50 bis 60 Euro.

Aktuell gibt es im Magazin i-create einen Überblick über vier Modelle (die mir aber alle ziemlich teuer vorkamen; und der Sieger des Vergleichs hat mir vom Design nicht gefallen).

Was hat sich also getan bei den digitalen Bilderrahmen? Bei den Größen ist die Auswahl noch immer begrenzt: 7, 8 und 9 Zoll stehen meist zur Wahl, manchmal sind auch 10. Die Preise steigen aber noch immer fast exponentiell: Beim gleichen Hersteller ist zB ein 7-Zöller schon für unter 100 Euro zu haben, der 10-Zöller für rund 250 Euro. Die meisten Geräte haben einen Steckplatz für Speicherkarten und können dann die dort gespeicherten JPGs auch als Diaschau anzeigen. Immerhin gibts auch etliche, die einen eingebauten Speicher haben und man kann seine Speicherkarten dann weiterhin zB im Foto nutzen.

Etliche können auch Videos anzeigen und haben eingebaute Lautsprecher. Und fast alle sind – immer noch – dringendst auf das Netzteil angewiesen, weil ein Akku gerade mal wenige Stunden aushält.

Wegen der unterschiedlichen Ausführungen wird es da wohl auch auf mittlere Sicht keinen Testsieger geben, vermute ich. Die Modelle von Philips (7FF1AW Monitor Smart 7.0” 720 x 480 für rund 170 Euro) oder Kodak (SV-710 Digitaler Bilderrahmen, 7″ Diagonale mit Fernbedienung für rund 95 Euro) scheinen bei den Kundenbewertungen ganz gut abzuschneiden und schneiden auch beim Preis-Leistungsverhältnis gut ab.

Mir gefallen die mit dem transparenten Rahmen zwar ganz gut, aber nach einer ersten Recherche wäre mein derzeitiger Favorit der Kodak SV-710: Moderater Preis unter 100 Euro und Fernbedienung, ein USB-Stick genügt zum Beladen und Videos sollen auch funktionieren.

Aber solange das Problem mit der Kabelführung bei uns vor Ort nicht gelöst ist, greife ich doch lieber auf stromlose Bildpräsentation zurück.

500-GB-Festplatte: Western Digital My Book Pro Edition 500 GB Festplatte extern mit USB 2.0 und Firewire 400 und 800 Anschluß

Mittwoch, den 29. August 2007

500-GB-FestplatteAlles hat einmal ein Ende – auch der Festplattenplatz. Naja, ehrlich gesagt, bei mir ist es gerade noch nicht soweit. Außerdem habe ich rechtzeitig vorgesorgt und das Geschehen auf dem neuen Imac abgesichert durch eine 320-GB-Festplatte von Western Digital. Das hatte ich hier schon mal beschrieben, bin immer noch sehr zufrieden damit.

Jetzt sollte ein weiteres Stück her (in erster Linie für einen anderen Rechner). Auch für den Mac sind Erweiterungen wieder ein aktuelles Thema, nachdem mein erstens Aufspielen von ein paar Videoschnipseln gleich mit 13 GB zu Buche schlug. Gekauft wurde also die Western Digital My Book Pro Edition 500 GB Festplatte extern mit USB 2.0 und Firewire 400 und 800 Anschluß. Kostenpunkt derzeit: rund 170 Euro. Es gibt diese Mybook-Platten in verschiedenen Größen und Editionen, was sich für allem in den Anschlussarten und evt. der mitgeliferten Software ausdrückt. Auf der Herstellerseite gibts einen guten Vergleich.

Schließlich hatte ich mit WD nur gute Erfahrungen gemacht: Schön leise, schnell, gut aussehend. Ich will keine ratternde und pustende Höllenmaschine auf dem Tisch.

Die WD-Festplatte sieht wirklich so schick aus, wie auf den Bildern dargestellt. Unverständlicherweise stimmt die Farbe nicht: Wer sich zum Beispiel ein weißes, smartes Festplattengehäuse neben seinen weißen Imac auf den Schreibtscih stellen will, der wird nach Öffnen der Packung erstmal enttäuscht: Das Gehäuse ist silbern.

Alles andere ist ok: Die Laufgeräusche sind minimal, die Zugriffszeiten schnell. Die Probeinstallation am PC hat mich etwas irritiert: Das mitgelieferte Programm ackert stundenlang, um eine volle 160-GB-Festplatte des Windows-Rechners zu überspielen. Und nachher befindet sich alles komprimiert und unübersichtlich auf der externen Platte.

Ich habe zwar noch recherchiert, ob es für Windows nicht auch so ein fabelhaftes und kostenloses Programm gibt, wie den Carbon Copy Cloner, bin aber nicht fündig geworden. Damit ist Datensicherung wirklich mac-like: Beim ersten Mal muss man sich zwar durch die Voreinstellungen durcharbeiten und auch etwas warten, bis die gesamte Platte kopiert ist.

Danach aber hat man nicht nur ein gespiegeltes, identisches System auf der externen Platte, wo man alles leicht wiederfindet und ggf. zurückkopieren kann. Auch das nächste Update der Datensicherung geschieht wesentlich schneller, weil sich CCC nur die neuen / geänderten Daten holt. Außerdem soll die externe Platte mit Firewire-Anschluß auch als Startlaufwerk fungieren können, und das wünscht man sich ja, wenn die alte Platte den Geist aufgegeben hat.

Bleibt nur noch die Aufgabe, regelmäßig an die Datensicherung zu denken …

Ach ja, die WD-Platte gibts auch noch mit 250-GB (114 Euro) und als 750-GB-Ausführung (rund 260 Euro). Aber die nächste wird wahrscheinlich gleich in TB messen…

Western Digital My Book Pro Edition 250 GB Festplatte extern mit USB 2.0 und Firewire 400 und 800 Anschluß

Western Digital WDG1T7500 My Book Pro Edition Festplatte 750.0 GB 8.9 ms FW/FW800/USB2.0 16.0 MB

Irgendwann trifft es jeden Fotografen: DSLR Sensorreinigung

Dienstag, den 28. August 2007

DSLR-Reinigung

Bei den meisten Fotografen hat sich schon herumgesprochen, dass die neuen digitalen Spiegelreflexkameras schwieriger zu reinigen sind, als die konventionellen Modelle. Also muss man sich allmählich mal umhören, wie man das am besten macht mit der Reinigung. Einige im Bekanntenkreis hat es ja schon getroffen: Staub auf dem Sonsor. Nach vergeblichen Versuchen wird es immer schlechter statt besser. Der Weg zum Hersteller ist steinig: Lange Versand- und Transportzeiten, hohe Reinigungskosten.

Nur langsam verbreitet sich die Kunde, dass einige Hersteller wohl bis zu sechs Monaten nach dem Kauf diese Reinigung kostenlos übernehmen. Bleibt aber immer noch die Tatsache, dass das geliebte Stück für etliche Tage außer Haus ist. Also am besten selbermachen.

Die umfassendste Darstellung der Reinigungssysteme mit ausführlicher Bewertung habe ich hier gefunden: Cleaning Digital Cameras – Introduction in englischer Sprache. Dort gibts auch Links zu den empfohlenen Produkten, naturgemäß ebenfalls in englisch und die Shops / Versender sitzen natürlich auch nicht in Deutschland.

Hierzulande hilft ein Blick zu Ebay nur wenig (zwei Versender bieten gerade jetzt Sets an, Kosten so um die 60 Euro). Eine gute Quelle scheint mir diese Website zu sein: Hier gibts eine deutsche Zusammenfassung der besten Methode mit genauer Aufstellung der Artikel, die man braucht und einem Link zu der Seite eines Versenders.

Man kommt nach dieser, auasführlich beschriebenen Methode wohl mit 35 bis 40 Euro hin und hat dafür neben dem Reinigungsstäbchen und der Flüssigkeit auch gleich 100 auswechselbare Tücher. Es wird auch auf die verschiedenen Lameramodelle eingegangen und die Säuberungsprozedur ausführlich beschrieben.

Wer Bammel hat vor der Reinigung kann sich hier auch vorher ein Video bei Strobist ansehen.

Crossmediale Redaktionen in Deutschland

Montag, den 27. August 2007

ifra.com

Ifra muss man nicht kennen, klingt aber interessant:

“Als einzige internationale Organisation ihrer Art bildet Ifra weltweit eine ideale Plattform für den Aufbau von vielfältigen Kontakten zwischen Verlagen und Zulieferfirmen der Medienbranche. Heute nutzen mehr als 3000 Mitglieder in rund 80 Ländern das gebündelte Know-how dieser Organisation. “

Das man auch in diesem elitären Bereich noch dazulernen kann zeigt nicht nur die Tatsache, dass zumindest nicht schnell auffindbar irgendwo die Abkürzung Ifra erklärt wird – auch nicht im Kapitel “Wir über uns”. Auch das Ifra-Video “The future of news” ist in meinen Augen zu 100% überflüssig und die 5 Minuten Aufmerksamkeit nicht wert.

Aber: Aktuell gibt es einen Beitrag über Crossmediale Redaktionen in Deutschland, der zumindest ansatzweise einen Überblick verschafft.

Er widmet sich denjenigen Redaktionen, die nicht nur für die gedruckte Zeitung, sondern für mehrere Kanäle arbeiten: “Zeitung, Internet mit Video und Audio, mobile Dienste und sogar Fernsehsendungen werden in integrierten Newsrooms gemeinsam produziert.Wie meistern Redaktionen in Deutschland die Herausforderungen der Konvergenz?”

KLingt spannend. 19 Studierende des Studiengangs Online-Journalismus der Hochschule Darmstadt haben in einem Semesterprojekt für IFRA.COM in crossmedial arbeitenden Redaktionen recherchiert und fünf multimediale Redaktionsporträts produziert. Dort kann man sich grundlegend über das Thema informieren.

Wer schon einiges weiß, kann sich aufs Querlesen beschränken. Zumindest in die Videos hätte man etwas mehr Energie reinstecken können, das können auch Studenten heutzutage eigentlich schon besser.

Insgesamt wünscht man sich nach einem ersten Besuch der Webseiten, dass man bei Ifra öfters auf die professionelle Hilfe erfahrener Journalisten zurückgegriffen hätte. Müsste bei solchen Kontakten ja gut möglich sein.


Eine Seite von Joachim Ott